Evidenzqualität 4.88/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 5/5
- D2 Quellenautorität
- 5/5
- D3 Arithmetik
- 5/5
- D4 Unsicherheit
- 5/5
- D5 Geltungsbereich
- 5/5
- D6 Prosa
- 4/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 5/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 5/5
● Ihre Faktoren — auf dieses Risiko ▾ klicken zum Anzeigen
- Deine Faktoren
≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Die meisten Menschen spüren, dass Raumfahrt wirklich gefährlich ist — eine der wenigen populären Ängste, bei denen die öffentliche Intuition die Statistik einigermassen gut trifft. Die Medienberichterstattung ist verankert durch die zwei Space-Shuttle-Verluste, Apollo 1 und Sojus 1/11, und die allgemeine Reaktion auf »würdest du für einen Platz ein Risiko von 1 zu 50 eingehen?« ist ein vorsichtiges Nein. Wir haben keine eigenständige Umfrage gefunden, die die »Angst, als Astronaut zu sterben« isoliert, daher ist das wahrgenommene Risiko als redaktionelle Intuition markiert. Die interessante Eigenschaft dieser Angst ist, dass sie zu den wenigen Likelier-Einträgen gehört, bei denen das wahrgenommene Risiko ungefähr gegen die tatsächliche Zahl kalibriert ist und bei denen informierte Einwilligung — nicht Risikoblindheit — das Verhalten erklärt.
Grobe Schätzung: die meisten Menschen schätzen korrekt, dass Raumfahrt pro Mission im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegt
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
~19 Todesfälle bei ~791 ins All geflogenen Menschen (1961-2026)
alle Menschen, die ins All geflogen sind, 1961-2026
Berechnung anzeigen
Referenz-Untergruppe: ein Besatzungsmitglied auf einer bemannten orbitalen oder suborbitalen Raumfahrtmission eines beliebigen Programms (Wostok, Mercury, Woschod, Gemini, Sojus, Apollo, Skylab, Space Shuttle, Shenzhou, Crew Dragon usw.) zwischen dem ersten bemannten Raumflug 1961 und April 2026. Die Wikipedia-Liste raumfahrtbezogener Unfälle und Zwischenfälle, die die üblichen programmweiten Todesfallaufzeichnungen zusammenfasst, berichtet, dass mit Stand April 2026 791 Menschen ins All geflogen waren und dass 19 von ihnen bei raumfahrtbezogenen Zwischenfällen starben, für eine Schlagzeilenrate von 19/791 ≈ 2,4 Prozent. Der Geltungsbereich ist als activity_specific_lifetime deklariert, weil dies ein Risiko pro Person pro Mission für eine spezifische Tätigkeit ist, kein allgemeines Bevölkerungs-Lebenszeitrisiko, und es ist nicht direkt vergleichbar mit den Bevölkerungs-Lebenszeitzahlen auf anderen Likelier-Seiten. Die Zahl von 19 Todesfällen umfasst den Apollo-1-Bodentest-Brand (3 Tote), den Wiedereintritt von Sojus 1 (1), die Dekompression von Sojus 11 (3), X-15-Flug 3-65-97 (1), Challenger STS-51-L (7) und Columbia STS-107 (7). Schliesst man Apollo 1 aus, das während eines Plugs-out-Bodentests statt im Flug geschah, ergeben sich 16 Todesfälle / 791 ≈ 2,0 Prozent, was Rick Haucks Shuttle-Ära-Berechnung von »näher an zwei Prozent« über das Shuttle-Programm entspricht. Weil die beiden kanonischen Zahlen (2,0 Prozent nur im Flug und 2,4 Prozent einschliesslich Apollo 1) dieselbe Grössenordnung einklammern, verwenden wir 0,024 als Schlagzeilen-Punktschätzung und ein breiteres Unsicherheitsband, um zu berücksichtigen, dass dies eine Kleinstichproben-Statistik ist, dominiert von einer Handvoll katastrophaler Ereignisse, von denen jedes seine gesamte Besatzung tötete.
Einschränkungen: Raumfahrt-Todesfallstatistiken sind ein Kleinstichproben-Problem. Neunzehn Todes…
Raumfahrt-Todesfallstatistiken sind ein Kleinstichproben-Problem. Neunzehn Todesfälle über 65 Jahre bemannter Raumfahrt sind nicht genug Daten, um eine stabile Rate pro Mission im frequentistischen Sinne zu stützen; die Schlagzeilenzahl von 2,4 Prozent wird von fünf katastrophalen Ereignissen dominiert, von denen jedes seine gesamte Besatzung tötete, und würde sich mit einem einzigen künftigen Ereignis in beide Richtungen erheblich verschieben. Die Zahl fasst auch Risikoprofile zusammen, die sich um Grössenordnungen unterscheiden: ein Crew-Dragon-Fährflug zur ISS 2025, ein orbitaler Wostok-Flug der ersten Generation 1961, eine Space-Shuttle-Mission 1986 und eine künftige Mars-Transit-Mission schöpfen nicht aus derselben Risikoverteilung. Die Schlagzeile »1 zu 42 pro Mission« sollte als langfristiger historischer Durchschnitt über das gesamte 65-jährige bemannte Raumfahrtprogramm gelesen werden, nicht als Prognose für eine bestimmte künftige Mission oder ein bestimmtes Fahrzeug. NASAs eigene interne probabilistische Risikoabschätzungen für die späte Shuttle-Ära landeten bei etwa 1 zu 90 pro Flug, eine Zahl, die selbst eine ungefähr zehnfache Aufwärtskorrektur gegenüber den Management-Schätzungen von 1 zu 100.000 vor Challenger war. Die Lücke zwischen ingenieurmässiger PRA und der Risikowahrnehmung des Programm-Managements ist eines der wiederkehrenden Themen der Berichte der Rogers-Kommission, des CAIB und des Aerospace Safety Advisory Panel.
Wie das Risiko variiert
Die Hauptzahl mittelt über sehr unterschiedliche Situationen. So variiert die Wahrscheinlichkeit nach Szenario oder Kontext:
1 zu 42 · 2,4%
Headline figure. 19 deaths / 791 unique people flown. Dominated by five catastrophic events.
1 zu 63 · 1,6%
14 deaths across ~850 seats filled over 135 Shuttle missions, or roughly 1.6 percent per seat. Two of 135 missions (Challenger STS-51-L, Columbia STS-107) were loss-of-crew events.
1 zu 333
4 deaths (Soyuz 1, Soyuz 11) across more than a thousand cosmonaut/astronaut seat-flights on Soyuz crewed missions. The Russian crewed program has had no in-flight fatalities since 1971.
1 zu 10.000
No fatalities across ~50 crew seats flown on Dragon as of April 2026. Small sample; the upper bound of the 95 percent confidence interval on a zero-event Poisson denominator of 50 is still above 5 percent per seat. Reported here as 'effectively zero so far'.
1 zu 91 · 1,1%
NASA's post-Challenger probabilistic risk assessment settled on roughly 1 in 90 per flight for mature Shuttle operations; an earlier internal estimate put the first nine flights at roughly 1 in 9. Per-seat risk is similar because loss-of-crew events killed the whole crew.
Balkenlänge und Schattierung ordnen diese Szenarien untereinander ein, nicht gegenüber anderen Risiken. Die genauen Wahrscheinlichkeiten stehen jeweils daneben.
Verwandte Risiken
Andere Risiken zu ähnlichen Themen — zum Erkunden verwandter Ängste.
Unfallverletzung Kind
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind bei einem Autounfall verletzt wird?
Norovirus auf Kreuzfahrt
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, auf einer Kreuzfahrt mit einem Norovirus-Ausbruch zu sein?
Fahren auf Sedativa
Wie hoch ist das Risiko, einen tödlichen Unfall durch Fahren unter Einfluss eines sedierenden verschreibungspflichtigen Medikaments zu verursachen?
Müdes Fahren
Wie hoch ist das Risiko eines tödlichen Unfalls, wenn man mit zu wenig Schlaf fährt?
Tod eines Kampfpiloten
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein US-amerikanischer Militärjetpilot im Laufe seiner Karriere bei einem Flugunfall oder im Kampfeinsatz stirbt?
Motorrad ohne Helm
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, auf einem Motorrad ohne Helm zu sterben?
Vergleichsrisiko wählen
The headline number here is striking: roughly 1 in 42 per astronaut per mission across the entire history of human spaceflight. As of April 2026, 791 people have flown to space and 19 have died in spaceflight-related incidents, a rate of about 2.4 percent. For a professional activity selected and trained at the frontier of engineering capability, with entire state bureaucracies devoted to catching every failure mode before launch, a per-trip fatality rate in the low single-digit percent range is extraordinary. Former Shuttle commander Rick Hauck, computing the figure just after the Columbia loss in 2003, told an AIAA audience that at a known four percent death rate he would not have flown — and that his personal comfort threshold was closer to one percent, “the typical American has over his life of dying in an ordinary traffic accident.”
What’s unusual about this fear is that perception and reality are already in rough agreement. Most people correctly sense that going to space is genuinely risky; the numbers bear that sense out. Astronauts accept the risk knowingly, under informed consent, because the mission purpose justifies it to them. That makes this one of the few Likelier entries where the rational answer to “is this fear calibrated” is yes. The only comparable peacetime modern activity with a similar routine per-event mortality is high-altitude mountaineering: about four percent of people climbing Mt. Everest in recent years have died, a comparison The Space Review’s account of Hauck’s lecture draws explicitly. A rougher historical analogue is wartime: Eighth Air Force heavy-bomber crews flying daylight raids over Europe in 1943 accepted per-mission loss rates high enough that, in the worst months, only a minority of crews lived to complete a full tour of duty — a level of routine, accepted risk of the same broad order of magnitude as spaceflight’s historical record, even though the two activities are not directly comparable.
The within-subgroup variation is large and matters more than the headline. The Space Shuttle era produced 14 of the 19 deaths across 135 missions, for a per-mission loss-of-crew rate around 1.6 percent and a post-Challenger NASA probabilistic risk assessment of roughly 1 in 90 per flight. The Russian Soyuz program has had no in-flight fatalities since 1971, across more than fifty years and more than a thousand seat-flights. SpaceX Crew Dragon has flown dozens of seats since 2020 with no fatalities, though the sample is still small enough that the statistical upper bound on that zero-event record remains above 5 percent per seat. Pre-Challenger NASA management famously estimated Shuttle risk at 1 in 100,000 per flight while its own working engineers, per Feynman’s Rogers Commission appendix, estimated roughly 1 percent — a gap of three orders of magnitude on the same hardware. The historical 2.4 percent is the number for the whole program across 65 years. It is not the number for any specific vehicle, and it is explicitly not a forecast for any future mission.
Verwandte Fakten
In der gesamten bemannten Raumfahrt von 1961 bis 2026 endete etwa 1 in ~42 Missionen tödlich — ~19 Tote bei ~791 ins All geflogenen Menschen. Es ist eine der wenigen Ängste, bei denen das öffentliche Bauchgefühl die echte Zahl ungefähr trifft.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
2/4 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
-
[1] Aerospace (MDPI) / Schmitz J, Komorowski M, Russomano T, Ullrich O, Hinkelbein J — Sixty Years of Manned Spaceflight — Incidents and Accidents Involving Astronauts between Launch and Landing
Sixty Years of Manned Spaceflight — Incidents and Accidents Involving Astronauts between Launch and Landing- Statistik
327 manned spaceflights from 1961-2020, 1,294 astronaut-missions, 19 astronaut deaths; fatality rate 5.8% per spaceflight- Auszug
“"The number of astronauts who have died during spaceflight is represented by n = 19." "The current statistical fatality rate is 5.8% (deaths per spaceflight) with the highest fatality rate in the 1960s (0.013 deaths/day spent in space), and the lowest rates in the 1990s and the period from 2010 until the present (no deaths)." ”
- Quelldaten von
- 2022-11-01
- Abgerufen
- 2026-04-12 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Schmitz et al. count 1,294 person-launches across 327 missions, confirming 19 deaths. The per-mission rate (19/327 = 5.8%) is higher than the per-unique-person rate (19/791 ≈ 2.4%) because many astronauts flew multiple missions. Likelier uses the per-unique-person rate as the headline since the entry frames risk per astronaut. The 19-death roster matches the Wikipedia aggregate exactly.
- Unabhängigkeit
- Peer-reviewed open-access paper drawing on NASA, Roscosmos, and ESA mission records. Independently compiled and methodologically distinct from the Space Review secondary reporting of Hauck's AIAA lecture.
-
[2] American Journal of Medicine / Freiberg AS, Zhou S — Celestial Versus Terrestrial Travel — An Analysis of Spaceflight Fatalities and Comparison to Other Modes of Transportation
Celestial Versus Terrestrial Travel — An Analysis of Spaceflight Fatalities and Comparison to Other Modes of Transportation- Statistik
18 fatalities in 4 fatal missions across 326 launches (1961-2019); per-trip fatality rate 1.2%, per-person rate 1.4%- Auszug
“"There has yet to be a fatality in orbit, and there have been none on any space flight since 2003." ”
- Quelldaten von
- 2020-11-01
- Abgerufen
- 2026-04-12 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Freiberg and Zhou count 18 deaths (likely excluding X-15 Flight 191 depending on definition) across 326 launches through ~2019, giving a per-trip rate of 1.2% and per-person rate of 1.4%. The lower count vs Schmitz et al. (18 vs 19) reflects the definitional boundary around X-15 suborbital flights. Both papers independently confirm zero in-orbit fatalities and no deaths since Columbia (2003).
- Unabhängigkeit
- Fully independent of Schmitz et al. — different research group, different journal, different publication year, same underlying agency records but independently compiled.
-
[3] The Space Review (reporting on Rick Hauck's AIAA lecture) — Weighing the risks of human spaceflight (page 2) Verifiziert
Weighing the risks of human spaceflight (page 2)- Statistik
18 of 430 humans who have flown in space had died, for a fatality rate of just over four percent; Shuttle-specific rate closer to two percent across ~600 seats on 113 flights- Auszug
“"18 of the 430 humans who have flown in space have died" ... "a fatality rate of just over four percent." ... "Would I have flown if I had known there was a four percent chance of death? No, I don't think I would have flown." ”
- Quelldaten von
- 2003-11-10
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- Hauck's 2003 AIAA analysis used a person-basis denominator (unique individuals flown) rather than a seat-basis denominator, producing a ~4 percent per-person figure immediately after the Columbia loss. Over the next two decades the denominator grew much faster than the numerator (no in-flight fatalities since 2003), pulling the figure down to ~2.4 percent by 2026. Hauck's separate seat-basis Shuttle calculation across "over 600 seats filled on 113 flights" produced "closer to two percent", which matches the modern 19/791 figure within rounding and is used as the cross-check that sets the low end of the uncertainty band. The Space Review's article is a secondary reputable-reference summary of a former Shuttle commander's technical talk, which is why it is classified reputable_reference rather than primary_study.
- Unabhängigkeit
- Hauck's person-basis denominator (430 people flown as of 2003) and Wikipedia's current 791-person denominator both derive ultimately from space-agency astronaut rosters, so the two sources are not independent on the denominator. They are independent in methodology — Hauck's lecture was computed ad hoc from program data in 2003, while the Wikipedia roster was aggregated from subsequent mishap-report publications. Treat them as method cross-check rather than two independent measurements.
-
[4] NASA / Rogers Commission — Report of the Presidential Commission on the Space Shuttle Challenger Accident — Appendix F: Personal Observations on Reliability of Shuttle (R.P. Feynman) Verifiziert
Report of the Presidential Commission on the Space Shuttle Challenger Accident — Appendix F: Personal Observations on Reliability of Shuttle (R.P. Feynman)- Statistik
Feynman's Rogers Commission appendix reported pre-Challenger shuttle failure-probability estimates ranging from roughly 1 in 100 (working engineers) to 1 in 100,000 (NASA management)- Auszug
“"The estimates range from roughly 1 in 100 to 1 in 100,000. The higher figures come from the working engineers, and the very low figures from management." ”
- Quelldaten von
- 1986-06-06
- Abgerufen
- 2026-07-03 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- Supports the body's claim about the three-order-of-magnitude gap between NASA management's pre-Challenger reliability estimate (~1 in 100,000, already referenced in this entry's caveats) and working engineers' estimate (~1 in 100). Feynman's personal-observations appendix to the Rogers Commission report is the primary citation for the engineer-side figure. It does not change this entry's headline 2.4 percent historical fatality rate, which is a retrospective count rather than a pre-flight risk estimate.
- Unabhängigkeit
- A first-person NASA-hosted primary document, independent of the Schmitz et al., Freiberg & Zhou, and Space Review sources already cited, which compile post-hoc fatality counts rather than pre-flight risk-perception estimates.







