Evidenzqualität 4.88/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 5/5
- D2 Quellenautorität
- 5/5
- D3 Arithmetik
- 5/5
- D4 Unsicherheit
- 5/5
- D5 Geltungsbereich
- 5/5
- D6 Prosa
- 5/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 4/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 5/5
≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
In wohlhabenden Ländern ist das Schwimmen in Süßwasser eine Freizeitaktivität, die man mit Sonnenbrand und gelegentlicher Ohrenentzündung verbindet, nicht mit einer parasitären Erkrankung. Das Wort Schistosomiasis selbst ist den meisten Menschen außerhalb der Tropenmedizin unbekannt. Doch die Krankheit, verursacht durch parasitäre Plattwürmer, die von Süßwasserschnecken freigesetzt werden, infiziert weltweit mehr als 250 Millionen Menschen und tötet schätzungsweise 14.353 pro Jahr weltweit (WHO; wahrscheinlich eine Unterschätzung). Eine chronische Infektion verursacht Leberfibrose, Blasenkrebs, Nierenversagen und Anämie. Da es sich um eine Armutskrankheit handelt, die auf das tropische Afrika konzentriert ist, erhält sie in den Ländern, die den Großteil der globalen Gesundheitsberichterstattung produzieren, minimale mediale Aufmerksamkeit. Hinweis: Die Infektionswahrscheinlichkeit ist um Größenordnungen höher als die Sterbewahrscheinlichkeit – über 250 Millionen sind derzeit infiziert. Dieser Eintrag misst die Wahrscheinlichkeit, an Schistosomiasis zu sterben.
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
~12.858 Todesfälle pro Jahr weltweit (GBD 2021 direkte Kodierung); 250+ Millionen infiziert
Erwachsene und Kinder weltweit
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Native Rate: Die GBD-2021-Studie erfasste 12.858 Todesfälle, die weltweit direkt der Schistosomiasis zugeordnet wurden. Dies ist die einzige methodisch rigorose globale Sterblichkeitszahl, die verfügbar ist. Die WHO schätzt nun 14.353 Todesfälle weltweit pro Jahr und weist darauf hin, dass diese Zahlen wahrscheinlich unterschätzt sind, weil Todesfälle durch schistosomiasisbedingte Organschäden (Leberfibrose, Blasenkrebs, Nierenversagen) der unmittelbaren Ursache statt der parasitären Infektion zugeordnet werden. Unter Verwendung der globalen GBD-Zahl: 12.858 / 5.000.000.000 = 0,00000257 jährliche Rate. Umrechnung auf die Lebenszeit: 1 - (1 - 0,00000257)^59 = 0,00015. Die Unsicherheit spiegelt eine plausible Untererfassung indirekter Todesfälle auf globaler Ebene wider: Die GBD-Zahl erfasst nur direkt kodierte Todesfälle, sodass die wahre globale Sterblichkeit einschließlich indirekter Pfade 2-4x höher sein könnte. Die untere Grenze verwendet eine konservative GBD-Schätzung von ~10.000/5B, kumuliert über 59 Jahre = 0,00012. Die obere Grenze nimmt an, dass die indirekte Sterblichkeit die direkt kodierte Zahl auf ~40.000 weltweit verdreifacht: 40.000/5B, kumuliert über 59 Jahre = 0,00047. Für jeden, der keinem endemischen Süßwasser im tropischen Afrika oder in Teilen Asiens und Südamerikas ausgesetzt ist, ist die persönliche Wahrscheinlichkeit praktisch null.
Einschränkungen: Die zentrale Schätzung verwendet die GBD-2021-Zahl von 12.858 direkt kodierten g…
Die zentrale Schätzung verwendet die GBD-2021-Zahl von 12.858 direkt kodierten globalen Todesfällen pro Jahr. Diese unterschätzt wahrscheinlich die wahre zurechenbare Sterblichkeit, weil chronische Schistosomiasis Leberfibrose, portale Hypertonie, Blasenkrebs und Nierenversagen verursacht, und Todesfälle durch diese Zustände typischerweise der Endorgan-Diagnose statt der parasitären Infektion zugeordnet werden. Die WHO schätzt nun 14.353 Todesfälle weltweit pro Jahr, weist aber darauf hin, dass diese Zahlen wahrscheinlich unterschätzt sind. Die obere Unsicherheitsgrenze nimmt an, dass indirekte Todesfälle die direkt kodierte globale Zahl verdreifachen könnten. Das Risiko ist geografisch extrem: Für jeden, der nicht regelmäßig Süßwasser in endemischen Gebieten Subsahara-Afrikas, Teilen Südamerikas oder Südostasiens ausgesetzt ist, ist die persönliche Wahrscheinlichkeit praktisch null. Reisende, die in endemischen Regionen den Kontakt mit Süßwasser vermeiden, sind nicht gefährdet.
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Schistosomiasis is a parasitic disease caused by blood flukes of the genus Schistosoma, transmitted through freshwater snails in tropical and subtropical regions. While over 250 million people are infected globally — making infection probability very high in endemic areas — this entry focuses on the probability of dying from the disease. The GBD 2021 study recorded 12,858 deaths coded directly to schistosomiasis worldwide, while at least 253.7 million people required preventive treatment in 2024. The parasites penetrate intact skin during freshwater contact, mature in the blood vessels, and deposit eggs that lodge in the liver, intestines, or bladder, triggering chronic inflammation that over years can progress to liver fibrosis, portal hypertension, bladder cancer, and kidney failure. The WHO now estimates 14,353 deaths globally per year, though it notes these figures are likely underestimated because deaths from schistosomiasis-driven organ damage are often coded to the proximate cause.
The perception gap is almost total outside the endemic zone. In wealthy countries, schistosomiasis is a travel-medicine footnote, something a doctor might mention before a trip to Lake Malawi. The disease does not appear in popular risk rankings, is rarely covered in general media, and its name is difficult enough to pronounce that it resists casual conversation. Meanwhile it ranks among the most prevalent parasitic diseases on Earth, second only to malaria in terms of socioeconomic impact in sub-Saharan Africa. Roughly 90% of the global burden is concentrated in Africa, where children who swim or wade in rivers and lakes as part of daily life are the primary victims. Mass drug administration with praziquantel is cheap and effective but coverage remains incomplete: only 100.5 million of the 253.7 million people needing treatment were reached in 2024.
Where the number does not apply: any person who does not have regular freshwater exposure in an endemic region of sub-Saharan Africa, parts of South America, or Southeast Asia has effectively zero personal risk of death from schistosomiasis. The 1-in-6,580 lifetime figure is a global average for death, pulled almost entirely by rural populations in tropical Africa. Infection probability is a separate and much higher figure — with 250+ million currently infected out of roughly 800 million at risk, the infection rate in endemic populations is very high. Even within endemic countries, both infection and death risk are highly localised, concentrated around specific water bodies harbouring the intermediate snail hosts. Travellers to endemic areas can reduce risk to near zero by avoiding freshwater contact. The uncertainty interval (1-in-8,333 to 1-in-2,128) reflects plausible undercounting of indirect deaths at the global level.
Verwandte Fakten
Schistosomiasis trägt ein globales Lebenszeit-Sterberisiko nahe 1 in 6,580, bei rund 12,858 direkt kodierten Todesfällen pro Jahr. Über 250 million Menschen sind infiziert, vor allem in Subsahara-Afrika.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
2/3 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
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[1] World Health Organization — Schistosomiasis — Fact sheet Verifiziert
Schistosomiasis — Fact sheet- Statistik
At least 253.7 million people required preventive treatment in 2024; deaths estimated at 14,353 globally per year- Auszug
“"Estimates show that at least 253.7 million people required preventive treatment for schistosomiasis in 2024. Deaths due to schistosomiasis are currently estimated at 14 353 globally per year. However, these figures are likely underestimated and need to be reassessed." ”
- Quelldaten von
- 2026-02-01
- Abgerufen
- 2026-04-24 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- The WHO now estimates 14,353 deaths globally per year from schistosomiasis, noting these figures are likely underestimated. This is consistent with the GBD 2021 figure of 12,858 directly coded deaths used as the primary numerator. 12,858 / 5B = 0.00000257 annual rate, compounded over 59 years yields 0.00015. The WHO acknowledges underestimation because deaths from schistosomiasis-driven organ damage (liver fibrosis, bladder cancer, renal failure) are often coded to the proximate cause.
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[2] PMC / Wien Med Wochenschr — Schistosomiasis with a Focus on Africa Verifiziert
Schistosomiasis with a Focus on Africa- Statistik
Sub-Saharan Africa accounts for up to 90% of cases globally with an estimated 280,000 deaths due to schistosomiasis annually; 800 million people at risk- Auszug
“"Sub-Saharan Africa (SSA) constitutes about 13% of the world's population but accounts for up to 90% of cases with an estimated 280,000 deaths due to schistosomiasis annually. The disease still prevails in most parts of sub-Saharan Africa with an estimated 800 million people at risk of infection." ”
- Quelldaten von
- 2021-07-01
- Abgerufen
- 2026-04-24 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- This peer-reviewed source provides an independent estimate of 280,000 annual deaths concentrated in sub-Saharan Africa (90% of cases). Like the WHO figure, this is a regional estimate including indirect mortality and cannot be divided by global population. It confirms the extreme geographic concentration of the burden and the large gap between directly coded deaths (GBD: 12,858) and attributable mortality estimates that include indirect organ-damage pathways.
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[3] Parasite (EDP Sciences) — The impact of schistosomiasis on the Global Disease Burden: a systematic analysis based on the 2021 Global Burden of Disease study
The impact of schistosomiasis on the Global Disease Burden: a systematic analysis based on the 2021 Global Burden of Disease study- Statistik
Globally, schistosomiasis resulted in 12,857.57 deaths in 2021; Africa accounted for 87.28% of the global mortality burden- Auszug
“"Globally, schistosomiasis resulted in 12,857.57 deaths in 2021. Africa accounted for 87.28% of the global mortality burden. The global prevalence of schistosomiasis was 151.38 million cases and caused 1,746,333.31 DALYs in 2021." ”
- Quelldaten von
- 2025-02-01
- Abgerufen
- 2026-04-24 · archivierte Kopie
- Berechnung
- The GBD 2021 figure of 12,858 globally coded deaths is the primary numerator for the native rate. This is the only rigorous global mortality estimate available. It likely undercounts true attributable mortality because deaths from schistosomiasis-driven organ damage (liver fibrosis, bladder cancer, renal failure) are coded to the proximate cause rather than the parasitic infection. The uncertainty high bound assumes indirect mortality may triple the directly coded figure to ~40,000 globally. 12,858 / 5B compounded 59 years = 0.00015 (central estimate).







