Evidenzqualität 4.75/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 5/5
- D2 Quellenautorität
- 5/5
- D3 Arithmetik
- 4/5
- D4 Unsicherheit
- 5/5
- D5 Geltungsbereich
- 5/5
- D6 Prosa
- 5/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 4/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 5/5
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- Deine Faktoren
≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Wir haben noch keine rigorose globale Umfrage gefunden, die «die persönliche Angst, als Zivilist im Krieg getötet zu werden» als eigenständigen Punkt isoliert, und nationale Umfragen zu kriegsbezogener Angst werden stark davon verzerrt, ob das eigene Land des Befragten gerade im Frieden, im Krieg oder einem Krieg benachbart ist. Die wahrgenommene Seite ist hier daher als redaktionelle Intuition statt als erhobene Daten gekennzeichnet. Die plausible Vorannahme, die die meisten Leser mit sich tragen, wird weniger von einer Wahrscheinlichkeitsschätzung geprägt als davon, welcher Konflikt in einer gegebenen Woche gerade ihren Nachrichten-Feed dominiert.
Grobe Schätzung: verteilungsabhängig: nahezu null für die meisten Leser, sehr gross für Bewohner aktiver Konfliktzonen
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
~70.000 zivile Konflikttode pro Jahr (jüngster globaler Durchschnitt)
global
Berechnung anzeigen
Verwendet einen globalen Durchschnitt eines jüngsten Fensters von rund 60.000–100.000 Ziviltoden pro Jahr durch organisierte Gewalt, gewonnen aus UCDPs Gesamtzahlen der Todesfälle durch organisierte Gewalt für 2019–2024 (~80.000–160.000 pro Jahr) unter Anwendung eines Zivilanteils, den die UCDP-/PRIO-Literatur in diesem Fenster im Bereich von 40–60 % ansetzt, wobei jüngste Konflikte in Gaza und der Ukraine den Zivilanteil in bestimmten Kriegsschauplätzen erheblich höher treiben (94 % Zivilisten in der UCDP-Klassifikation der Nahostkonflikte 2024). Teilt man eine Zentralschätzung von ~70.000 Ziviltoden pro Jahr durch eine Weltbevölkerung von ~8 Milliarden, ergibt sich eine jährliche Pro-Kopf-Gefährdung von ~8,75e-6, was über 60 Erwachsenenjahre aufaddiert ~5,25e-4 ergibt, also etwa 1 zu ~1.900. Das Unsicherheitsband unten spiegelt die Fensterwahl und die Zivilanteil-Annahme wider, nicht das Stichprobenrauschen. Entscheidend: Dies ist ein globaler Durchschnitts-Massstab und keine persönliche Schätzung für irgendeine Einzelperson — siehe die regional_breakdown und den Fliesstext für die Spreizung über mehrere Grössenordnungen zwischen Bevölkerungen.
Einschränkungen: Die Zahl «1 zu 2.000» ist ein Massstab, keine persönliche Schätzung, und die Str…
Die Zahl «1 zu 2.000» ist ein Massstab, keine persönliche Schätzung, und die Streuung um sie herum ist grösser als für fast jede andere Angst auf dieser Website. Bewohner aktiver Konfliktzonen sind Risiken ausgesetzt, die um Grössenordnungen höher sind als diese Zahl, während Bewohner von Ländern im Frieden Risiken ausgesetzt sind, die um Grössenordnungen niedriger sind. Dieser Eintrag behandelt Ziviltode im Krieg. Ein separater Eintrag behandelt Tode dienenden Militärpersonals, das eine eigenständige Bevölkerung mit eigenen Basisraten ist. Das Zählen ziviler Kriegstode ist zudem methodisch umstritten: Die Kodierung des UCDP erfordert identifizierte Ereignisse und gilt weithin als konservative Untergrenze, während Schätzungen, die Übersterblichkeit durch kriegsbedingte Krankheit, Hungersnot und Gesundheitseffekte vertriebener Bevölkerungen einbeziehen, für dieselben Konflikte um ein Mehrfaches höher sein können. Die hier verwendete Zahl ist die Zählung direkter Gewalt im UCDP-Stil.
Wie das Risiko variiert
Die Hauptzahl mittelt über sehr unterschiedliche Situationen. So variiert die Wahrscheinlichkeit nach Szenario oder Kontext:
1 zu 2.000
The headline number. A pooled average across 8 billion people, the vast majority of whom live outside any active conflict.
1 zu 100 · 1,0%
Order-of-magnitude estimate for civilian populations inside the most lethal current theatres. Actual local rates vary by several orders of magnitude within a single country depending on frontline distance, siege conditions, and targeting.
1 zu 100.000
Essentially zero absent a major interstate war. This is the modal experience for most readers of an English-language website.
1 zu 6.667
The same calculation done over a quieter window produces a central estimate several times lower than the 2019–2024 window. Window choice is load-bearing.
Balkenlänge und Schattierung ordnen diese Szenarien untereinander ein, nicht gegenüber anderen Risiken. Die genauen Wahrscheinlichkeiten stehen jeweils daneben.
Verwandte Risiken
Andere Risiken zu ähnlichen Themen — zum Erkunden verwandter Ängste.
Einsatztod im Rettungsdienst
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Rettungssanitäter oder Notfallsanitäter im Laufe einer Karriere im Dienst stirbt?
Zivile Kriegsopfer
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Zivilist in einem konventionellen Konflikt vom Ausmaß der Ukraine über fünf Jahre getötet oder schwer verletzt wird?
Frontsoldat-Verlust
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Frontinfanterist in fünf Jahren eines konventionellen Konflikts vom Ausmaß der Ukraine getötet oder schwer und dauerhaft verwundet wird?
Landminen-Verletzung
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, durch eine Landmine oder nicht explodierte Kampfmittel getötet oder verletzt zu werden?
Vergleichsrisiko wählen
Das Uppsala Conflict Data Program verzeichnete rund 160.000 Tode durch organisierte Gewalt weltweit 2024, und das Peace Research Institute Oslo zählte über 143.000 kampfbezogene Tode 2023. Mit dem 40-60%-Zivilanteil, den UCDP und PRIO typischerweise beobachten, ergibt die jüngste-Fenster-Zentralschätzung rund 70.000 Ziviltode pro Jahr — durch acht Milliarden geteilt und über 60 Erwachsenenjahre aufaddiert ergibt das etwa 1 zu 2.000 globale Lebenszeit. Das ist rund eine Grössenordnung höher als die Lebenszeitchancen eines Flugzeugabsturzes und rund fünfmal niedriger als die gepoolte US-Lebenszeit-Mordrate.
Was der globale Durchschnitt verbirgt: fast alles, was zählt. In jedem beliebigen Jahr konzentrieren sich im Wesentlichen alle zivilen Kriegstode in einer kleinen Zahl aktiver Konflikte. Für einen Bewohner eines dieser Konflikte kann die jährliche Gefährdung mehrere Prozent betragen — in UCDPs 2024-Klassifikation waren 94% der rund 26.000 in zwei Nahostkonflikten verzeichneten Tode Zivilisten. Für einen Bewohner eines Landes im Frieden ist die jährliche Gefährdung effektiv null. Die regional_breakdown umspannt rund drei Grössenordnungen — die breiteste Spreizung auf dieser Website für jede Kategorie gewaltsamen Todes.
Das Fenster zählt ebenfalls viel. Our World in Datas längere Serie zeigt, dass absolute Konflikttode in den 1990ern stark fielen und die meisten folgenden zwei Jahrzehnte weit unter Spitzen des 20. Jahrhunderts blieben; PRIO nennt 2023 das „drittgewalttätigste Jahr seit dem Ende des Kalten Krieges.” Der langfristige Trend durch das 20. Jahrhundert ist abnehmende absolute und Pro-Kopf-Konfliktmortalität, unterbrochen von diskreten sehr-letalen Ereignissen. Ob der Post-2020-Anstieg eine Rückkehr zu einem höheren Gleichgewicht oder eine begrenzte Exkursion ist, kann dieser Eintrag nicht beantworten.
Verwandte Fakten
Über acht Milliarden Menschen gemittelt liegt das Lebenszeitrisiko, als Zivilist im Krieg zu sterben, bei etwa 1 in 2,000. Diese globale Zahl verbirgt fast alles: Menschen in aktiven Konfliktgebieten tragen ein um Größenordnungen höheres Risiko, Menschen in friedlichen Ländern nahezu null.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
3/4 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
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[1] Uppsala University / Uppsala Conflict Data Program — UCDP: Sharp increase in conflicts and wars Verifiziert
UCDP: Sharp increase in conflicts and wars- Statistik
Nearly 160,000 people died in organized violence globally in 2024; 13,900 civilian deaths from targeted one-sided violence (+31% year-on-year); 94% of the ~26,000 deaths in two Middle East conflicts were civilians.- Auszug
“"nearly 160,000 people died in organised violence during the year. [...] 13,900 civilian deaths in this type of targeted attack, an increase of 31 per cent compared with the previous year. [...] around 26,000 deaths in these two conflicts, 94 per cent of which were civilians. [...] 2024 was the fourth most violent year since the 1994 Rwandan genocide." ”
- Quelldaten von
- 2025-06-11
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- UCDP’s 2024 total of ~160,000 organized-violence deaths is the upper-window anchor. The 13,900 figure captures only targeted one-sided violence and understates total civilian deaths, because many civilian deaths occur as battle-related collateral in state-based and non-state conflicts (the 94% civilian share quoted for two Middle East conflicts implies tens of thousands of additional civilian deaths inside the state-based battle-related deaths total). A conservative central estimate of ~70,000 civilian deaths per year for the 2019–2024 window is obtained by applying a 40–50% civilian share to the ~160,000 total for 2022–2024 and a lower civilian share to the ~80,000 total UCDP reported for 2019.
- Unabhängigkeit
- UCDP is the upstream source for most other conflict-deaths aggregations including Our World in Data and the World Bank’s battle-related deaths indicator. Treat this as the primary anchor, not as an independent cross-check.
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[2] Peace Research Institute Oslo (PRIO), Siri Aas Rustad — Conflict Trends: A Global Overview, 1946–2023 Verifiziert
Conflict Trends: A Global Overview, 1946–2023- Statistik
More than 122,000 battle-related deaths in state-based conflicts in 2023; approximately 21,000 additional deaths from 75 non-state conflicts; one-sided violence against civilians recorded in 35 countries.- Auszug
“"In 2023, 59 state-based conflicts were recorded in 34 countries, the highest number of conflicts registered since 1946. The wars in Ukraine and Gaza were the primary contributors to the more than 122,000 battle-related deaths in 2023. [...] In 2023, 75 non-state conflicts were recorded resulting in approximately 21,000 battle-related deaths. [...] One-sided violence against civilians was recorded in 35 countries in 2023." ”
- Quelldaten von
- 2024-06-01
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- PRIO’s 2023 total of ~143,000 battle-related deaths from state-based plus non-state conflicts, plus a separate one-sided-violence category, corroborates the UCDP order of magnitude for the recent-conflict-intensity window. PRIO reports this as the "third most violent year since the end of the Cold War", confirming that the 2022–2024 period sits at the high end of the post-1989 distribution.
- Unabhängigkeit
- PRIO and UCDP collaborate closely and share underlying event-coding conventions, but PRIO publishes its own annual trends report with independent aggregation choices. Treat as a methodologically aligned second opinion rather than a fully independent estimate.
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[3] Our World in Data (Bastian Herre, Lucas Rodés-Guirao, Max Roser) — War and Peace Verifiziert
War and Peace- Statistik
Close to 80,000 people died due to fighting in armed conflicts globally in 2019, roughly 1 in 700 deaths that year; fewer than 20,000 in 2005.- Auszug
“"Globally, close to 80,000 people died due to fighting in armed conflicts in 2019. [...] This means conflicts caused around 1 in 700 deaths. [...] fewer than 20,000 people died in armed conflicts [in 2005]. [...] Since 1800, more than 37 million people worldwide have died while actively fighting in wars. [...] fewer people died in conflicts in recent decades than in most of the 20th century." ”
- Quelldaten von
- 2024-03-20
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- OWID’s 2019 figure of ~80,000 total armed-conflict deaths sits at the low-window end of our range and is used as the lower bound of the uncertainty band. The long-run statement that recent decades have lower absolute conflict deaths than most of the 20th century is the basis for treating the uncertainty band as wide rather than tight — pick a 20-year window inside a peaceful decade and the central estimate moves by a factor of several.
- Unabhängigkeit
- Our World in Data’s conflict-deaths series is built on UCDP data. Cited here for its longer historical framing and for independent editorial interpretation, not as a numerically independent estimate.
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[4] Geneva Declaration Secretariat / Small Arms Survey / Cambridge University Press — Global Burden of Armed Violence 2015: Every Body Counts
Global Burden of Armed Violence 2015: Every Body Counts- Statistik
508,000 violent deaths/year (2007-2012) in conflict and non-conflict; direct conflict deaths rising from 55,000 to 70,000/year between 2004-09 and 2007-12 periods- Auszug
“"An estimated 508,000 people died violently each year during the period 2007-12, in conflict and non-conflict settings combined." ”
- Quelldaten von
- 2015-05-01
- Abgerufen
- 2026-04-12 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Geneva Declaration uses WHO vital registration, national surveys, and its own estimation methodology in addition to UCDP data. The 70,000 direct conflict deaths/year figure is consistent with the UCDP 2024 estimate used in this entry's headline. Provides cross-validation from a genuinely different pipeline.
- Unabhängigkeit
- Partially independent of UCDP — uses UCDP as one input but combines it with WHO vital registration and its own survey methodology, producing independently derived totals.




