Evidenzqualität 4.38/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 5/5
- D2 Quellenautorität
- 5/5
- D3 Arithmetik
- 5/5
- D4 Unsicherheit
- 4/5
- D5 Geltungsbereich
- 4/5
- D6 Prosa
- 5/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 3/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 4/5
● Ihre Faktoren — auf dieses Risiko ▾ klicken zum Anzeigen
- Deine Faktoren
≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Der Aufzug ist ein verlässlicher Angstauslöser. Eine Metallkiste, die an Kabeln über einem Schacht hängt und mehrmals täglich freiwillig betreten wird — der Aufbau schreibt praktisch sein eigenes Horrorszenario. Rolltreppen fügen eine Dimension sich bewegender Maschinerie hinzu. Keine nationale Umfrage isoliert die »Angst, in einem Aufzug oder auf einer Rolltreppe zu sterben« als eigenständigen Punkt, aber die popkulturelle Darstellung (Final-Destination-Szenarien, Nachrichtenberichte über seltene Einklemmungstode) hält die Angst weit über das tatsächliche Ausmass hinaus präsent. Das wahrgenommene Risiko ist hier eine redaktionelle Intuition: Die meisten Menschen würden, wenn man sie fragte, vermuten, dass die jährliche Zahl der Todesfälle deutlich höher ist, als sie tatsächlich ist.
Grobe Schätzung: die meisten Menschen würden Hunderte von Todesfällen pro Jahr vermuten; die tatsächliche Zahl liegt bei ~30
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
~30 Aufzug-/Rolltreppentode pro Jahr in den USA
US-Einwohner und -Arbeiter, alle Altersgruppen
Berechnung anzeigen
CPSC- und BLS-Daten berichten von etwa 30 Todesfällen pro Jahr durch Aufzug- und Rolltreppenvorfälle in den USA (Durchschnitt über die Berichtszeiträume 1992–2016). Bei einer US-Bevölkerung von ~333 Millionen liegt die jährliche Rate bei ungefähr 30/333.000.000 ≈ 9,0 × 10⁻⁸. Über 59 Jahre verbleibendes Erwachsenenleben bei konstantem Risiko aufsummiert: 1 − (1 − 0,00000009)^59 ≈ 0,00000531 ≈ 1 zu 188.000. Ungefähr die Hälfte der Todesfälle ist berufsbedingt (Installations-, Reparatur-, Wartungsarbeiter), sodass die Rate nur für die allgemeine Öffentlichkeit ungefähr halb so hoch ist wie diese Zahl.
Einschränkungen: Die Zahl von ~30 Todesfällen pro Jahr kombiniert zwei recht unterschiedliche Ris…
Die Zahl von ~30 Todesfällen pro Jahr kombiniert zwei recht unterschiedliche Risikopopulationen. Etwa die Hälfte sind berufsbedingte Todesfälle — Aufzuginstallateure, -reparateure und Wartungsarbeiter, die als Teil ihrer Arbeit offenen Schächten, sich bewegender Maschinerie und Absturzgefahren ausgesetzt sind. Die andere Hälfte sind Mitglieder der Öffentlichkeit: Passagiere, Gebäudebewohner und Umstehende. Die Todesrate nur für die Öffentlichkeit liegt bei ungefähr der Hälfte der oben gezeigten gepoolten Zahl. Rolltreppentode unter Passagieren sind äusserst selten (~2 pro Jahr) und betreffen überwiegend Stürze und nicht Einklemmung oder mechanisches Versagen, wobei ältere Nutzer überproportional betroffen sind. Die Verletzungszahl (~17.000/Jahr) ist um Grössenordnungen höher als die Todeszahl, und die meisten Verletzungen sind nicht tödliche Stürze auf Rolltreppen.
Verwandte Risiken
Andere Risiken zu ähnlichen Themen — zum Erkunden verwandter Ängste.
Vergleichsrisiko wählen
Etwa 30 Menschen sterben jedes Jahr bei Aufzug- und Rolltreppenunfällen in den Vereinigten Staaten, wobei weitere rund 17.000 schwer verletzt werden. Über eine 59-jährige Erwachsenenlebenszeit aufaddiert beträgt die Wahrscheinlichkeit, auf diese Weise zu sterben, ungefähr 1 zu 188.000 — etwa 1,5-mal die Wahrscheinlichkeit, durch Blitzschlag getötet zu werden, und ungefähr 2.000-mal weniger wahrscheinlich als der Tod bei einem Autounfall. Aufzüge verursachen fast 90% der Todesfälle; Rolltreppentode unter Passagieren betragen im Durchschnitt nur zwei pro Jahr.
Der interessante Aspekt ist, dass die Hälfte der ~30 jährlichen Todesfälle berufsbedingt sind. Aufzuginstallateure, -reparateure und Wartungsarbeiter sind offenen Schächten, sich bewegenden Gegengewichten und Absturzgefahren ausgesetzt, denen Passagiere nie begegnen. Rechnet man die berufsbedingten Todesfälle heraus, sinkt die öffentliche Todesrate auf etwa 15 pro Jahr, oder ungefähr 1 zu 376.000 über eine Lebenszeit. Die Angst, die die meisten Menschen beim Betreten eines Aufzugs empfinden — Seilriss, freier Fall, sich schliessende Türen — entspricht einem Szenario, das moderne Sicherheitssysteme (mehrere unabhängige Seile, elektromagnetische Bremsen, Türsensoren) verschwindend selten gemacht haben. Wenn Passagiere sterben, ist es häufiger durch einen Sturz in den Spalt zwischen einer falsch nivellierten Kabine und dem Stockwerk, nicht durch das Freifall-Szenario.
Rolltreppenverletzungen dagegen sind häufig und überwiegend nicht tödlich. Die CPSC schätzt etwa 6.000 Notaufnahmebesuche pro Jahr durch Rolltreppenunfälle, die meisten durch Stürze und nicht durch Einklemmung. Ältere Nutzer sind überproportional betroffen. Das Maschinen-Einklemmungs-Szenario — ein Schuh oder eine Hand, die im Mechanismus gefangen wird — macht etwa 20% der Rolltreppenverletzungen aus und fast keinen der Todesfälle. Die Todeszahl durch Aufzüge und Rolltreppen zusammen ist seit Jahrzehnten trotz eines wachsenden Bestands ungefähr stabil, was darauf hindeutet, dass die Sicherheitstechnik mit der gestiegenen Exposition Schritt gehalten hat.
Verwandte Fakten
Aufzüge und Rolltreppen töten in den USA etwa 30 Menschen pro Jahr — ein Lebenszeitrisiko nahe 1 zu 188.000 für einen Erwachsenen. Die Angst ist medial: Jeder Vorfall ist eindrücklich und gut berichtet, sodass die gefühlte Bilanz weit über der realen Zahl liegt.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
1/2 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
-
[1] CDC / NIOSH (Center to Protect Workers' Rights) — Deaths and Injuries Involving Elevators or Escalators
Deaths and Injuries Involving Elevators or Escalators- Statistik
~30 deaths and ~17,000 injuries per year from elevator and escalator incidents in the US- Auszug
“"Incidents involving elevators and escalators kill about 30 and seriously injure about 17,000 people each year in the United States. Elevators cause almost 90% of the deaths and 60% of serious injuries." ”
- Quelldaten von
- 2023-06-15
- Abgerufen
- 2026-04-12 · archivierte Kopie
- Berechnung
- The CPWR/NIOSH report synthesizes BLS Census of Fatal Occupational Injuries (1992–2009) and CPSC National Electronic Injury Surveillance System (1997–2010) data. The ~30 deaths/year figure has been stable across multiple reporting periods. Annual rate: 30 / 333,000,000 ≈ 9.0 × 10⁻⁸ per person-year. Lifetime over 59 adult years: 1 − (1 − 9.0 × 10⁻⁸)^59 ≈ 5.31 × 10⁻⁶. Uncertainty band reflects the range of annual counts across the ~20-year reporting window (roughly 20–40 deaths/year).
- Unabhängigkeit
- This report uses BLS occupational-death data and CPSC consumer-injury data, two independent federal surveillance systems with different coverage and methodologies. BLS counts workplace deaths; CPSC counts consumer-product-related emergency-department visits and deaths. Together they capture both occupational and public incidents.
-
[2] CPWR — The Center for Construction Research and Training — Deaths and Injuries Involving Elevators and Escalators — A Report of the Center To Protect Workers' Rights Verifiziert
Deaths and Injuries Involving Elevators and Escalators — A Report of the Center To Protect Workers' Rights- Statistik
Half of the ~30 annual deaths are occupational; elevators cause ~90% of deaths; falls into shafts account for 56% of worker deaths- Auszug
“"Incidents involving elevators and escalators kill about 30 and seriously injure about 17,000 people each year in the United States. Half of the deaths are to people working in or near elevators. Elevators cause almost 90% of the deaths." ”
- Quelldaten von
- 2013-06-01
- Abgerufen
- 2026-04-12 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- CPWR's analysis provides the occupational breakdown that matters for understanding who is actually at risk. Of the ~30 annual deaths, ~15 are workers (installers, repairers, maintenance). Among worker deaths near elevator shafts, 56% are falls into the shaft. For escalators specifically, ~2 passenger deaths per year were recorded, with 75% due to falls. The public (non-occupational) death rate is roughly half the pooled figure, or about 1 in ~376,000 lifetime.
- Unabhängigkeit
- CPWR repackages Bureau of Labor Statistics Census of Fatal Occupational Injuries and CPSC data; shares the same upstream as CDC/NIOSH but adds construction-sector context.


