Evidenzqualität 4.75/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 5/5
- D2 Quellenautorität
- 4/5
- D3 Arithmetik
- 5/5
- D4 Unsicherheit
- 5/5
- D5 Geltungsbereich
- 5/5
- D6 Prosa
- 5/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 4/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 5/5
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≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Börsencrashs besetzen eine einzigartige psychologische Nische: Jeder weiß, dass sie passieren, die meisten Menschen fürchten sie, aber nur wenige begreifen, wie routinemäßig sie sind. Gallups jährliche Umfrage zu Wirtschaft und persönlichen Finanzen findet durchgängig, dass etwa jeder dritte US-Erwachsene einen Börsencrash als große finanzielle Sorge nennt, womit er neben Arbeitsplatzverlust und medizinischen Schulden steht. Die Chapman Survey of American Fears führt Börsencrashs nicht als eigenständigen Punkt, aber »wirtschaftlicher/finanzieller Zusammenbruch« rangiert regelmäßig unter den zehn größten Ängsten, was darauf hindeutet, dass sich die Angst weniger an der statistischen Häufigkeit von Crashs festmacht als an der Erzählung vom plötzlichen, unumkehrbaren Ruin.
Grobe Schätzung: die meisten Menschen behandeln einen schweren Crash als einen Einmal-pro-Generation-Schock, nicht als eine Einmal-pro-Jahrzehnt-Regelmäßigkeit
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
~8 Rückgänge >30 % in ~96 Jahren der Geschichte des S&P 500 (1929–2025)
Geschichte des S&P-500-Index
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Seit 1929 hat der S&P 500 rund 8 Höchststand-zu-Tiefststand-Rückgänge von über 30 % erlebt: 1929–32 (−86 %), 1937–38 (−54 %), 1968–70 (−36 %), 1973–74 (−48 %), 1987 (−34 %), 2000–02 (−49 %), 2007–09 (−57 %) und 2020 (−34 %). Das ist im Durchschnitt etwa einer alle 12 Jahre. Über eine 40-jährige Anlagekarriere beträgt die Wahrscheinlichkeit, mindestens einen solchen Rückgang zu erleben, 1 − (1 − 1/12)^40 ≈ 0,97. Über ein volles 59-jähriges Erwachsenenleben übersteigt die Zahl 0,99. Der Rückgang von 2022 (−25 %) und der Zoll-Ausverkauf im April 2025 (−19 % Intraday von Höchst- zu Tiefststand) blieben beide unter 30 %, veranschaulichen aber, wie nah der Markt regelmäßig an die Schwelle kommt. Der Punktschätzwert von 0,99 spiegelt die Nahezu-Sicherheit wider, dass jeder Erwachsene mit einem mehrere Jahrzehnte umspannenden Anlagehorizont mindestens einen Rückgang von >30 % erleben wird.
Einschränkungen: Die Schlagzeilen-Wahrscheinlichkeit betrifft, ob ein Anleger einen Marktrückgang…
Die Schlagzeilen-Wahrscheinlichkeit betrifft, ob ein Anleger einen Marktrückgang von >30 % *erleben* wird, nicht ob er dadurch dauerhaften finanziellen Schaden erleidet. Das sind zwei sehr verschiedene Fragen. Der S&P 500 hat sich von jedem Bärenmarkt der Geschichte erholt, mit einer durchschnittlichen Erholungszeit von etwa 2,5 Jahren. Dauerhafter Vermögensverlust durch einen Crash ist fast ausschließlich ein Verhaltensergebnis (Panikverkauf, Margin-Liquidation oder erzwungene Entnahme am Tiefststand) und kein Marktergebnis. Die native Einheit ist hier die Ereignishäufigkeit (Crashs pro Jahr der Marktgeschichte), keine traditionelle epidemiologische Rate, sodass die Normalisierung eine Berechnung im Poisson-Stil »mindestens ein Ereignis in N Jahren« ist statt einer sich zusammensetzenden jährlichen Gefährdung.
Wie das Risiko variiert
Die Hauptzahl mittelt über sehr unterschiedliche Situationen. So variiert die Wahrscheinlichkeit nach Szenario oder Kontext:
1 zu 1,0 · 100%
~19 episodes since 1928; occurs every ~5 years on average — effectively certain over a career
1 zu 1,1 · 95%
~4 episodes since 1928 in this band specifically (1968-70, 1987, 2020, plus several borderline)
1 zu 1,3 · 75%
~3 episodes: 1937-38 (-54%), 1973-74 (-48%), 2000-02 (-49%)
1 zu 2,2 · 45%
~2 episodes: 1929-32 (-86%), 2007-09 (-57%); roughly every 45-50 years
Balkenlänge und Schattierung ordnen diese Szenarien untereinander ein, nicht gegenüber anderen Risiken. Die genauen Wahrscheinlichkeiten stehen jeweils daneben.
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Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass meine Rohre platzen und erhebliche Wasserschäden verursachen?
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Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, Opfer von Kreditkartenbetrug zu werden?
Abschiebung (undokumentiert)
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, in den USA als undokumentierte Person abgeschoben zu werden?
Erzwungener Vorruhestand
Wie wahrscheinlich ist es, dass ein Arbeitnehmer über 50 vor dem geplanten Ruhestand aus dem Job gedrängt wird?
Frontsoldat-Verlust
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Frontinfanterist in fünf Jahren eines konventionellen Konflikts vom Ausmaß der Ukraine getötet oder schwer und dauerhaft verwundet wird?
Vergleichsrisiko wählen
Ein Rückgang des Aktienmarktes um >30% gehört zu den statistisch sichersten Ereignissen, die auf dieser Website katalogisiert sind. Der S&P 500 hat seit 1929 ungefähr acht solcher Rückgänge erlitten – im Durchschnitt einen alle zwölf Jahre. Über eine vierzigjährige Anlagekarriere nähert sich die Wahrscheinlichkeit, mindestens einen zu erleben, 97%; über ein gesamtes Erwachsenenleben übersteigt sie 99%. Selbst der mildere Bärenmarkt von >20%, von dem Hartford Funds seit 1928 27 gezählt hat, tritt etwa alle 3,6 Jahre auf. Wenn die Frage lautet „werde ich einen großen Crash erleben“, lautet die ehrliche Antwort: mit ziemlicher Sicherheit ja, und wahrscheinlich mehr als einmal.
Das Paradoxon ist, dass dieses nahezu sichere Ereignis auch eines der am besten überlebbaren ist. Jeder Bärenmarkt in der Geschichte des S&P 500 wurde von einer vollständigen Erholung gefolgt, mit einer durchschnittlichen Zeit zur Wiedererlangung des vorherigen Höchststandes von etwa 2,5 Jahren. Ein Dollar, der 1928 in den S&P 500 investiert wurde – der die Große Depression, den Zweiten Weltkrieg, die Stagflation, den Schwarzen Montag, die Dotcom-Blase, die Finanzkrise, COVID und den Zollschock von 2025 überlebte – wäre heute mit reinvestierten Dividenden über 1,3 Millionen Dollar wert. Die geometrische durchschnittliche jährliche Rendite von ungefähr 10% enthält bereits all diese Crashs. Langfristige Zinseszinsen tolerieren periodische Rückgänge von 30-50% nicht nur; sie absorbieren sie vollständig.
Das eigentliche Risiko ist nicht der Crash selbst, sondern die Reaktion des Anlegers darauf. DALBARs jährliche Studie zum Anlegerverhalten zeigt, dass der durchschnittliche Aktienfondsanleger den S&P 500 fünfzehn Jahre in Folge unterperformt hat, wobei die Lücke allein im Jahr 2024 8,5 Prozentpunkte erreichte. Der Mechanismus ist konsistent: Anleger ziehen Geld während oder kurz nach einem Rückgang ab und steigen erst wieder ein, wenn die Erholung bereits weit fortgeschritten ist – Jahr für Jahr hoch kaufen, niedrig verkaufen. Hartford Funds stellt fest, dass 42% der stärksten Einzeltage des S&P 500 in den letzten zwanzig Jahren während Bärenmärkten stattfanden. Diese Tage zu verpassen, indem man an der Seitenlinie sitzt, ist die wahre Kosten. Für die meisten Menschen ist die rationale Angst nicht der Crash auf dem Bildschirm, sondern der Impuls, darauf zu reagieren.
Verwandte Fakten
15% der Krypto-Investoren erleiden Totalverlust. 20% aller Bitcoin sind dauerhaft unzugaenglich. Boersencrashs (99% sicher) haben sich immer erholt. Eine Anlageklasse verzeiht. Die andere vergisst dein Passwort.
Du wirst ~9 Rezessionen und jeden grossen Boersencrash im Leben erleben. Beide sind 99% sicher. Der Unterschied: Jeder Boersencrash hat sich erholt. Rezessionen hinterlassen Narben, die sich auftuermen.
Wenn du eine ganze Karriere investierst, ist ein grosser Boersencrash fast sicher (~99%). Ein Immobiliencrash wie 2008 hat ~12% Lebenszeit-Wahrscheinlichkeit. Einer ist unvermeidlich; der andere ist ungewoehnlich.
Quellenregister
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[1] Hartford Funds — 10 Things You Should Know About Bear Markets Verifiziert
10 Things You Should Know About Bear MarketsSee all 2 Likelier entries citing this source →
- Statistik
There have been 27 bear markets (>20% decline) in the S&P 500 since 1928; stocks lose 35% on average in a bear market; average recovery takes about 2.5 years- Auszug
“"There have been 27 bear markets in the S&P 500 Index since 1928. The average length of a bear market is 289 days, or about 9.6 months. Stocks lose 35% on average in a bear market. About 42% of the S&P 500 Index's strongest days in the last 20 years occurred during a bear market." ”
- Quelldaten von
- 2025-06-01
- Abgerufen
- 2026-04-19 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- Hartford Funds compiles S&P 500 bear market data in partnership with Ned Davis Research. Their count of 27 bear markets since 1928 yields an average frequency of one every ~3.6 years for >20% declines. The average decline of 35% confirms that the typical bear market crosses the 30% threshold. From this dataset we identify approximately 8 distinct episodes exceeding 30%, giving a frequency of roughly once every 12 years. Lifetime probability = 1 - (1 - 1/12)^59 ≈ 0.993.
-
[2] Aswath Damodaran, NYU Stern School of Business — Historical Returns on Stocks, Bonds and Bills: 1928-2024
Historical Returns on Stocks, Bonds and Bills: 1928-2024- Statistik
S&P 500 annual return data from 1928-2024; annual return averaged 11.79% with positive returns in 71 of 97 years; worst year -43.84% (1931), best year 52.56% (1954)- Auszug
“[Raw data table of annual S&P 500 returns, Treasury bill rates, and Treasury bond returns from 1928 to 2024, with cumulative growth-of-$100 columns for each asset class. No narrative text; the table shows year-by-year returns including all crash and recovery years.] ”
- Quelldaten von
- 2025-01-01
- Abgerufen
- 2026-04-19 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Damodaran's dataset is the standard academic reference for long-run US equity returns. The raw data table shows annual returns from 1928-2024, with positive returns in 71 of 97 years and an annual return averaging 11.79%. The data demonstrates that every crash in S&P 500 history has been fully recovered. This provides the denominator context: crashes are near-certain events, but long-term compounding overwhelms them for patient investors. Used to validate the "recoverable" framing rather than to compute the crash probability directly.
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[3] DALBAR, Inc. (via PR Newswire) — Investors Missed the Best of 2024's Market Gains, Latest DALBAR Investor Behavior Report Finds
Investors Missed the Best of 2024's Market Gains, Latest DALBAR Investor Behavior Report Finds- Statistik
Average equity investor earned 16.54% in 2024 vs S&P 500 return of 25.05%; 848 basis point lag is the second-largest performance gap of the past decade- Auszug
“"The Average Equity Investor earned just 16.54% in 2024, compared to the S&P 500's 25.05% return. The 848 basis point lag represents the second-largest investor performance gap of the past decade." ”
- Quelldaten von
- 2025-03-01
- Abgerufen
- 2026-04-19 · archivierte Kopie
- Berechnung
- DALBAR's annual QAIB study measures the gap between market returns and the returns actually captured by investors, using mutual fund flow data. In 2024 the gap was 848 basis points — the second largest in a decade. The underperformance is driven primarily by behavioral factors: panic selling during downturns, late re-entry after recoveries begin, and poor market timing. This source substantiates the claim that the primary risk from a crash is behavioral (selling at the bottom), not the crash itself. The full QAIB report is paywalled; the statistics cited here come from DALBAR's publicly available press release.







