Evidenzqualität 4.88/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 5/5
- D2 Quellenautorität
- 5/5
- D3 Arithmetik
- 5/5
- D4 Unsicherheit
- 5/5
- D5 Geltungsbereich
- 5/5
- D6 Prosa
- 5/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 4/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 5/5
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≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Es gibt keinen Standardindikator für das wahrgenommene Lebenszeitrisiko einer Depression, und die Frage ist unangenehm reflexiv – jemanden zu bitten, seine eigene Wahrscheinlichkeit für einen Zustand zu schätzen, der teilweise durch verzerrte Selbstwahrnehmung definiert ist. Wenn Lebenszeitprävalenzzahlen in Umfragen genannt werden, äußern die meisten Befragten Überraschung über die Zahl von 1 zu 5. Das Laien-Denkmodell verortet »klinische Depression« als etwas, das einer klar abgegrenzten Minderheit widerfährt – vielleicht 5-10 % der Bevölkerung – und nicht einem Fünftel aller Erwachsenen. Stigmatisierung drückt die intuitive Schätzung nach unten; ebenso die gewöhnliche menschliche Tendenz, die eigenen vergangenen Tiefphasen als »einfach nur traurig sein« einzustufen und nicht als Episoden, die die diagnostischen Kriterien erfüllen würden.
Grobe Schätzung: die meisten Erwachsenen würden 5-10 % Lebenszeit schätzen, ungefähr die Hälfte der tatsächlichen Zahl
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
20,6 % Lebenszeitprävalenz (DSM-5-MDD, NESARC-III)
US-Erwachsene 18+, nicht in Einrichtungen lebende Zivilbevölkerung (NESARC-III, 2012-2013)
Berechnung anzeigen
Verwendet die NESARC-III-Schätzung von Hasin et al. 2018 von 20,6 % Lebenszeitprävalenz der schweren depressiven Störung nach DSM-5 unter US-Erwachsenen als Schlagzeilenzahl. Dies ist eine direkte umfragebasierte Lebenszeitprävalenz – keine Aufsummierung oder Risikoumrechnung erforderlich. Die frühere NCS-R (Kessler et al. 2003) fand 16,2 % Lebenszeitprävalenz nach DSM-IV-Kriterien; die Aufwärtsverschiebung spiegelt sowohl die Entfernung des DSM-5-Trauerausschlusses als auch säkulare Trends in Berichterstattung und Erkennung wider. Das NIMH berichtet, dass 21,0 Millionen US-Erwachsene (8,3 %) im vergangenen Jahr mindestens eine schwere depressive Episode hatten (NSDUH 2021), übereinstimmend mit der Lebenszeitzahl angesichts von Rückfall- und Genesungsmustern. Die Punktschätzung von 0,206 wird von der NCS-R-Untergrenze (~0,16) und Belegen aus prospektiven Kohorten eingerahmt, wonach das Lebenszeitrisiko wesentlich höher ist, wenn die Erinnerungsverzerrung retrospektiver Umfragen beseitigt wird: Die Dunedin-Kohorte (Moffitt et al. 2010) fand, dass 41,4 % der Kohorte zwischen dem 18. und 32. Lebensjahr mindestens eine depressive Episode unter prospektiver Erfassung erlebten. Das Unsicherheitsband 0,16–0,30 hält eine konservative Obergrenze deutlich unter dieser prospektiven Zahl, was die methodische Spanne über retrospektive Umfragen widerspiegelt und die weit höhere prospektive Schätzung als äußeren Hinweis behandelt, dass 20,6 % eher ein Boden als ein Bandrand ist.
Einschränkungen: »Schwere depressive Episode« ist durch DSM-5-Kriterien definiert: fünf oder mehr…
»Schwere depressive Episode« ist durch DSM-5-Kriterien definiert: fünf oder mehr Symptome über einen Zeitraum von zwei Wochen, einschließlich gedrückter Stimmung oder Verlust von Interesse/Freude, die eine Veränderung gegenüber dem früheren Funktionsniveau darstellen. Die Lebenszeitprävalenzzahl erfasst jeden, der diese Kriterien jemals erfüllt hat, nicht aktuelle Fälle. Retrospektive Umfragen untererfassen Lebenszeitepisoden, weil Menschen vergangene Episoden vergessen oder umdeuten – die Dunedin-Längsschnittkohorte (Moffitt et al. 2010) fand, dass 41,4 % der Kohorte zwischen dem 18. und 32. Lebensjahr mindestens eine depressive Episode unter prospektiver Erfassung erlebten, was darauf hindeutet, dass die NESARC-III-Zahl von 20,6 % wahrscheinlich ein Boden ist. Umgekehrt könnten umfragebasierte diagnostische Instrumente milde Episoden überzählen, die ein Kliniker nicht diagnostizieren würde. Die 12-Monats-Prävalenz (8-10 % der US-Erwachsenen) ist die politisch relevantere Zahl für die Planung der Behandlungskapazität; die Lebenszeitzahl ist die richtige, um die Frage zu beantworten »wie häufig ist das wirklich?« Depression ist behandelbar: Etwa 60 % der US-Erwachsenen mit einer Episode im vergangenen Jahr erhielten laut NIMH im Jahr 2021 irgendeine Form von Behandlung, obwohl die Angemessenheit der Behandlung stark variiert.
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Die sorgfältigste Schätzung der lebenslangen Prävalenz einer schweren depressiven Störung in den Vereinigten Staaten stammt aus der NESARC-III-Umfrage unter 36.309 Erwachsenen: 20,6 %, oder etwa 1 von 5. Diese Zahl, veröffentlicht von Hasin et al. in JAMA Psychiatry im Jahr 2018 unter Verwendung der DSM-5-Kriterien, ist höher als die frühere NCS-R-Schätzung von 16,2 % unter DSM-IV und fast sicher eine Unterschätzung — die Dunedin-Längsschnittkohorte, die die Teilnehmer prospektiv verfolgte, anstatt sich auf Erinnerungen zu verlassen, fand heraus, dass 41,4 % zwischen dem 18. und 32. Lebensjahr mindestens eine depressive Episode erlebten. Das NIMH berichtet, dass allein im vergangenen Jahr 21 Millionen US-Erwachsene mindestens eine schwere depressive Episode hatten, was 8,3 % der erwachsenen Bevölkerung entspricht. Depression ist mit großem Abstand die häufigste ernsthafte psychische Erkrankung im Land, und die lebenslange Zahl von 1 zu 5 macht sie prävalenter als eine lebenslange Krebsdiagnose (~1 zu 7 weltweit).
Der Geschlechterunterschied ist eines der am häufigsten replizierten Ergebnisse in der psychiatrischen Epidemiologie: Die lebenslange Prävalenz liegt bei etwa 26 % für Frauen und 15 % für Männer, ein Verhältnis, das über Kulturen, Zeiträume und Diagnosesysteme hinweg Bestand hat. Junge Erwachsene im Alter von 18-25 Jahren weisen die höchsten Raten im letzten Jahr auf (18,6 % laut NIMH), was die Konzentration von Ersterkrankungen im frühen Erwachsenenalter widerspiegelt. Widrigkeiten in der Kindheit verdoppeln das lebenslange Risiko ungefähr, und eine Familienanamnese ersten Grades verdreifacht es ungefähr — aber die Grundrate ist hoch genug, dass ein großer Teil der Fälle bei Menschen ohne offensichtliche prädisponierende Faktoren auftritt. Fast die Hälfte aller lebenslangen Fälle wird als schwerwiegend eingestuft.
Was Depressionen in diesem Katalog ungewöhnlich macht, ist, dass sie eine hohe Prävalenz mit einer geringen wahrgenommenen Prävalenz kombiniert — die meisten Menschen unterschätzen dramatisch, wie häufig klinische Depressionen sind, teils weil Stigmatisierung die Offenlegung erschwert und teils weil das Laienkonzept von „Depression“ enger ist als das diagnostische. Eine lebenslange Erkrankung mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 5 ist keine seltene Krankheit; sie liegt näher an der Prävalenz des Bedarfs an einer Brille. Die gute Nachricht, die in den NIMH-Daten enthalten ist: Etwa 60 % der US-Erwachsenen mit einer Episode im letzten Jahr erhielten irgendeine Form von Behandlung, und die Behandlung wirkt — Metaanalysen von Antidepressiva und Psychotherapie zeigen beide klinisch bedeutsame Effektstärken für mittelschwere bis schwere Episoden. Das Problem auf Bevölkerungsebene ist weniger „wir wissen nicht, wie man Depressionen behandelt“ und mehr „wir unterschätzen, wie viele Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt Behandlung benötigen.“
Verwandte Fakten
Lebenszeit-Wahrscheinlichkeit fuer Depression: 20,6% (1 von 5). Fuer Krebs: ~40%. Depression betrifft halb so viele Menschen wie Krebs, erhaelt aber ~ein Zehntel der Forschungsfinanzierung pro Patient.
Etwa 1 von 5 US-Erwachsenen wird im Leben eine klinische Depression erleben (~21%). Krebs betrifft ~40%. Beides ist haeufig; nur eines dominiert das Gespraech ueber Vorsorge.
1 von 5 Erwachsenen wird schwere Depression erleben. 1 von 12 wird an Herzerkrankung sterben. Depression ist fast doppelt so haeufig, aber Herzerkrankung bekommt die Aufklaerungskampagnen, roten Schleifen und Defibrillatoren am Arbeitsplatz.
Quellenregister
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2/4 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
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[1] JAMA Psychiatry (Hasin DS, Sarvet AL, Meyers JL, et al.) — Epidemiology of Adult DSM-5 Major Depressive Disorder and Its Specifiers in the United States
Epidemiology of Adult DSM-5 Major Depressive Disorder and Its Specifiers in the United States- Statistik
Lifetime prevalence of DSM-5 MDD: 20.6% overall; 26.1% women, 14.7% men; 12-month prevalence 10.4% overall- Auszug
“"Of the 36,309 participants, the lifetime and 12-month prevalences of DSM-5 MDD were 20.6% (SE, 0.4) and 10.4% (SE, 0.3), respectively... Lifetime prevalence was 26.1% among women and 14.7% among men. Most lifetime MDD cases were moderate (39.7%) or severe (49.5%)." ”
- Quelldaten von
- 2018-04-01
- Abgerufen
- 2026-04-19 · archivierte Kopie
- Berechnung
- NESARC-III is a nationally representative face-to-face survey of 36,309 US civilian noninstitutionalized adults aged 18+ conducted April 2012 to June 2013. Lifetime prevalence of 20.6% is used directly as the normalized figure — no hazard compounding needed because this is already a lifetime estimate. The women-to-men ratio of 26.1%/14.7% ≈ 1.78 provides the female multiplier of ~1.7. DSM-5 criteria were applied retrospectively; the removal of the DSM-IV bereavement exclusion slightly inflates prevalence relative to the earlier NCS-R estimate.
- Unabhängigkeit
- NESARC-III (NIAAA/NIH) is an independent nationally representative survey with its own sampling frame, field operations, and diagnostic instrument (AUDADIS-5). Fully independent from the NCS-R (Harvard/NIMH) and from NSDUH (SAMHSA).
-
[2] JAMA (Kessler RC, Berglund P, Demler O, et al.) — The epidemiology of major depressive disorder: results from the National Comorbidity Survey Replication (NCS-R) Verifiziert
The epidemiology of major depressive disorder: results from the National Comorbidity Survey Replication (NCS-R)- Statistik
Lifetime prevalence of major depressive disorder: 16.2% (95% CI 15.1-17.3); 12-month prevalence 6.6% (95% CI 5.9-7.3)- Auszug
“"The lifetime prevalence of DSM-IV MDD was 16.2% (95% confidence interval [CI], 15.1%-17.3%), representing approximately 32.6 to 35.1 million US adults... the 12-month prevalence was 6.6% (95% CI, 5.9%-7.3%), representing 13.1 to 14.2 million US adults." ”
- Quelldaten von
- 2003-06-18
- Abgerufen
- 2026-04-19 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- NCS-R is a face-to-face household survey of 9,090 respondents aged 18+ conducted 2001-2002 across the 48 contiguous US states. The 16.2% figure under DSM-IV criteria is the lower bound of the uncertainty range. The gap between NCS-R (16.2%) and NESARC-III (20.6%) partly reflects DSM-5 bereavement-exclusion removal, partly secular trend, and partly methodological differences in diagnostic interview instruments (CIDI vs AUDADIS-5).
- Unabhängigkeit
- NCS-R (Harvard/NIMH, Kessler) and NESARC-III (NIAAA, Hasin) are fully independent epidemiologic surveys with different sampling frames, field operations, and diagnostic instruments. Agreement to within 4 percentage points across different DSM editions and a decade apart is the strongest cross-validation available for US MDD prevalence.
-
[3] National Institute of Mental Health (NIMH), NIH — Major Depression — Statistics Verifiziert
Major Depression — StatisticsSee all 2 Likelier entries citing this source →
- Statistik
An estimated 21.0 million US adults (8.3%) had at least one major depressive episode in the past year (2021); highest among 18-25 year olds (18.6%); females (10.3%) vs males (6.2%)- Auszug
“"An estimated 21.0 million adults in the United States had at least one major depressive episode. This number represented 8.3% of all U.S. adults... The prevalence of major depressive episode was higher among adult females (10.3%) compared to males (6.2%)." ”
- Quelldaten von
- 2021-12-31
- Abgerufen
- 2026-04-19 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- NIMH republishes SAMHSA NSDUH data. The 8.3% past-year prevalence is consistent with the NESARC-III 12-month prevalence of 10.4% (NSDUH uses a screening instrument rather than a full diagnostic interview, which tends to yield slightly different estimates). The 21 million figure is the annual incidence/recurrence count; lifetime accumulation of this annual flow is what produces the 20.6% lifetime prevalence in the NESARC-III cohort study. Used as the federal government cross-check on the peer-reviewed lifetime figures.
- Unabhängigkeit
- NSDUH (SAMHSA) is a separate survey from both NESARC-III and NCS-R, with its own sampling design and screening instrument. The past-year estimate is consistent with but methodologically independent of the lifetime prevalence figures above.
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[4] World Health Organization — Depressive disorder (depression) — fact sheet
Depressive disorder (depression) — fact sheet- Statistik
An estimated 4% of the global population experiences depression; 5.7% of adults globally (4.6% among men, 6.9% among women); ~332 million people worldwide; about 1.5 times more common among women- Auszug
“"An estimated 4% of the population experience depression, including 5.7% of adults (4.6% among men and 6.9% among women), and 5.9% of adults aged 70 years and older. Approximately 332 million people in the world have depression. Depression is about 1.5 times more common among women than among men. Worldwide, more than 10% of pregnant women and women who have just given birth experience depression." ”
- Quelldaten von
- 2025-08-29
- Abgerufen
- 2026-04-19 · archivierte Kopie
- Berechnung
- WHO reports point prevalence (proportion affected at any given time), not lifetime prevalence. The 5.7% adult point prevalence globally is consistent with US 12-month figures of 6.6-10.4% given that many episodes last less than a year and global detection rates are lower. Used here as the international cross-check on depression burden magnitude, not as the primary lifetime estimate.
- Unabhängigkeit
- WHO depression estimates derive from the Global Burden of Disease study (IHME) and WHO's own mental health surveys — fully independent from the US-based NESARC-III, NCS-R, and NSDUH pipelines.







