Evidenzqualität 4.75/5
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≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Die meisten Fahrer behandeln eine Überschreitung von 10-15 mph als geringfügigen Verstoß, nicht als bedeutsame Sicherheitsentscheidung. Das öffentliche Verständnis der Unfallphysik ist schwach: Umfragen und Fokusgruppen finden durchweg, dass Fahrer unterschätzen, wie steil die Unfallschwere mit der Geschwindigkeit skaliert. Die kinetische Energie wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit, und die Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Ausgangs beim Aufprall wächst noch schneller. Fahrer, die das Limit routinemäßig um 20 % überschreiten, berichten tendenziell, dass sie sich unter Kontrolle fühlen und dass ihr Fahren nur geringfügig riskanter ist als das Einhalten der ausgewiesenen Geschwindigkeit — der tatsächliche Multiplikator, etwa 2× beim Sterberisiko, ist weit größer als die meisten vermuten würden.
Grobe Schätzung: Die meisten Fahrer unterschätzen den Risikomultiplikator; das Bauchgefühl liegt oft bei einem um 10–20 % erhöhten Risiko, nicht bei 2×
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
~1 tödlicher Unfall pro ~3.850 Fahrer-Jahre bei 20 % über dem Tempolimit
US-Fahrer, der mit 20 % über dem ausgewiesenen Tempolimit fährt. Basis-Einjahres-Sterbewahrscheinlichkeit bei einem Kraftfahrzeugunfall ≈ 1 zu 7.979 (NSC-Lebenszeitwahrscheinlichkeit 1 zu 101 × 79,0-jährige Lebenserwartung, gemäß der von NSC angegebenen Methode) × 2,07 Power-Model-Faktor → 1 zu ~3.855, dargestellt als ~3.850.
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Schritt 1 — Basis-Lebenszeit-Kraftfahrzeugunfall-Sterblichkeit: Die »Odds of Dying« des National Safety Council (Daten 2024) veröffentlicht US-Lebenszeitwahrscheinlichkeiten, bei einem Kraftfahrzeugunfall zu sterben, von 1 zu 101 ≈ 0,0099. (NSC leitet dies ab, indem die Einjahreswahrscheinlichkeit durch die 79,0-jährige Lebenserwartung einer im Jahr 2024 geborenen Person geteilt wird.) Schritt 2 — Power-Model-Multiplikator: Nilsson (1981/2004) gibt den Sterblichkeitsmultiplikator als (v₂/v₁)⁴ an. Bei v₂/v₁ = 1,2 beträgt der Multiplikator 1,2⁴ = 2,0736 ≈ 2,07. Elviks Metaanalyse von 98 Studien aus 2013 bestätigt diesen Exponenten; bei Autobahngeschwindigkeiten kann der empirische Exponent 4 überschreiten, sodass 2,07 eine konservative Untergrenze ist. Schritt 3 — Lebenszeitschätzung: Ein Fahrer, der konsequent mit dem 1,2-Fachen des Limits für einen erheblichen Anteil der Autobahnkilometer fährt, wendet ungefähr das volle 2,07× auf sein Basisrisiko an: 0,0099 × 2,07 ≈ 0,0205, gerundet auf 0,020 als zentrale Schätzung. Die Anzeige »1 zu 50« = 1 / 0,020. Die Untergrenze des Unsicherheitsbandes (0,012) entspricht einem ~1,2× expositionsgewichteten Multiplikator (die Hälfte der Kilometer am Limit, die Hälfte bei 1,2×): 0,0099 × 1,2 ≈ 0,012. Die Obergrenze (0,023) entspricht 2,3× (Autobahnfahren überwiegend bei 25 % über dem Limit, Exponent ~4,5): 0,0099 × 2,3 ≈ 0,023.
Einschränkungen: Das Power Model (v₂/v₁)⁴ liefert eine Punktschätzung für den Pro-Fahrt-Sterblich…
Das Power Model (v₂/v₁)⁴ liefert eine Punktschätzung für den Pro-Fahrt-Sterblichkeitsmultiplikator bei einem gegebenen Geschwindigkeitsverhältnis. Es berücksichtigt weder den Straßentyp (der Exponent ist auf städtischen Hauptstraßen niedriger, auf ländlichen zweispurigen Straßen höher), die Verkehrsdichte, Fahrzeugsicherheitsbewertungen noch das fahrerische Können. Die Zahl 2,07× ist eine zentrale Schätzung für ländliche/Autobahn-Bedingungen; sie unterschätzt das Risiko auf nicht getrennten Landstraßen und überschätzt es im dichten Stadtverkehr, wo die absoluten Geschwindigkeiten niedrig sind. Die Raser-Klassifikation der NHTSA verwendet »jeden geschwindigkeitsbezogenen Faktor« im Unfallbericht — sie schließt Fahrer ein, die wegen 1 mph darüber verwarnt wurden, ebenso wie solche mit 50 mph darüber —, sodass der Anteil von 29 % an den Todesfällen nicht bedeutet, dass der durchschnittliche rasende Fahrer einem 2× erhöhten Risiko ausgesetzt war; es bedeutet, dass Geschwindigkeit ein kodierter beitragender Faktor über eine sehr breite Spanne von Größenordnungen hinweg war. Die Lebenszeitschätzung auf dieser Seite gilt nur für Fahrer, die regelmäßig 20 %+ über dem Limit für einen bedeutsamen Anteil ihrer Kilometer fahren; sie ist keine Bevölkerungsdurchschnittszahl.
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The mechanism is physics before it is statistics. Kinetic energy scales with the square of velocity, and the probability that a crash is fatal scales even faster — the Power Model developed by Göran Nilsson at Sweden’s VTI research institute and confirmed by Rune Elvik’s 2004 meta-analysis of 98 studies gives the fatality multiplier as (v₂/v₁)⁴. Drive 20% over the posted limit and you are not running 20% more risk of a fatal crash; you are running roughly 2.07 times the risk of someone travelling at the limit. Drive 30% over and the multiplier climbs to 2.86×.
NHTSA’s Fatality Analysis Reporting System counted 11,775 deaths in speeding-related crashes in 2023, 29 percent of the 40,901 total US traffic fatalities that year. That share has been roughly stable for two decades, which means the absolute number tracks overall fatality trends but the behavioral pattern has not meaningfully improved. The 29% figure spans a wide range of severity: NHTSA codes a crash as speeding-related whenever an officer checks that box, whether the driver was 1 mph or 50 mph over the limit, so the share does not mean the typical speeding driver faced anything close to the 2× elevated risk estimated above. The Power Model exponent for fatal crashes on high-speed rural roads may also exceed 4, as Elvik’s 2013 re-parameterisation found the empirical exponent varies with initial speed and road type, generally running higher at highway speeds than at urban arterial speeds.
The gap between perceived and actual risk here is structural. Drivers who routinely travel 10-15 mph over the interstate limit experience no immediate consequence most of the time, which trains an intuitive model that the overage is tolerable. The physics disagrees on what happens in the relatively rare event that something goes wrong: at 75 mph versus 60 mph, a collision absorbs 56% more kinetic energy, and the margin between a serious injury and a fatality is largely determined by that energy budget. The lifetime estimate for a driver who regularly exceeds the limit by 20% on highway miles works out to roughly 1 in 50 — approximately double the US population baseline of 1 in 101 (the National Safety Council’s 2024-data lifetime odds of dying in a motor-vehicle crash) — with the uncertainty band wide enough to accommodate both cautious interpretations and higher-exponent road types.
Verwandte Fakten
Ein Fahrer, der routinemäßig 20%+ über dem Limit fährt, hat im Leben ein Risiko von etwa ~1 zu 47 für einen tödlichen Unfall, also rund 1 tödlicher Unfall pro ~220.000 Fahrten bei 20% darüber. Das Bauchgefühl registriert meist 10 bis 20% mehr Risiko statt einer Verdopplung.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
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[1] Nilsson, G. — Swedish National Road and Transport Research Institute (VTI) / Transport Research Institute (TØI) — The Power Model of the relationship between speed and road safety
The Power Model of the relationship between speed and road safety- Statistik
Fatal crash frequency scales as (v₂/v₁)⁴ relative to a baseline speed; a 20% speed increase → 1.2⁴ ≈ 2.07× fatality risk; a 10% increase → 1.1⁴ ≈ 1.46×- Auszug
“"The number of fatal accidents is proportional to the fourth power of the ratio between the new and old mean speed of traffic." ”
- Quelldaten von
- 2004-01-01
- Abgerufen
- 2026-05-04 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Nilsson's original 1981 study established the power relationships; this 2004 VTI/TØI report is the canonical summary and reference document. The exponent of 4 for fatal crashes is the central estimate; Elvik's 2004 meta-analysis of 98 studies (460 estimates) broadly confirms this value across road types. Used here as the primary mechanism linking speed to fatality risk.
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[2] National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA), National Center for Statistics and Analysis — Traffic Safety Facts 2023 Data: Speeding (DOT HS 813 721)
Traffic Safety Facts 2023 Data: Speeding (DOT HS 813 721)- Statistik
11,775 fatalities in speeding-related crashes in 2023, representing 29% of all 40,901 traffic fatalities; decrease of 3% from 12,157 in 2022; estimated 332,598 people injured in speeding-related crashes- Auszug
“"In 2023, there were 11,775 fatalities in speeding-related crashes, which represents 29 percent of the total number of traffic fatalities for the year." ”
- Quelldaten von
- 2024-11-01
- Abgerufen
- 2026-05-04 · archivierte Kopie
- Berechnung
- NHTSA FARS is the authoritative US count for speeding-related fatalities. The 29% share (11,775 of 40,901) establishes that speeding is the second largest behavioral factor in US traffic deaths. This source supplies the annual US fatality count and speeding share; the lifetime population baseline that the Power Model multiplier is applied to comes from NSC's stated lifetime odds (1 in 101), not from a hazard recomputed here.
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[3] Elvik, R. — Accident Analysis and Prevention (Elsevier) — A re-parameterisation of the Power Model of the relationship between the speed of traffic and the number of accidents and accident victims
A re-parameterisation of the Power Model of the relationship between the speed of traffic and the number of accidents and accident victims- Statistik
Meta-analysis of 98 studies with 460 estimates confirms the Power Model; exponent for fatal accidents empirically estimated at approximately 4 (range ~3–6 depending on road type and initial speed)- Auszug
“"The Power Model of the relationship between speed and road safety proposes that changes in the mean speed of traffic are associated with changes in the number of accidents and accident victims according to power functions." ”
- Quelldaten von
- 2013-01-01
- Abgerufen
- 2026-05-04 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Elvik's 2013 re-parameterisation (published in Accident Analysis & Prevention) is the peer-reviewed confirmation of Nilsson's empirically derived exponent. The update shows the exponent varies with initial speed — at highway speeds the fatality exponent is closer to 4–5, strengthening the case that 20% overspeed at 60 mph is more dangerous than the simple 2.07× central estimate implies. Used here to corroborate the Power Model as the consensus scientific framework.
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[4] National Safety Council (NSC), Injury Facts — Odds of Dying (2024 Data) — Motor-vehicle crash
Odds of Dying (2024 Data) — Motor-vehicle crash- Statistik
Lifetime odds of a US resident dying in a motor-vehicle crash: 1 in 101 (2024 data). Lifetime odds are derived by dividing one-year odds by the 79.0-year life expectancy of a person born in 2024.- Auszug
“"Motor-vehicle crash … 1 in 101." (Lifetime odds of death for selected causes, United States, 2024.) "The lifetime odds are approximated by dividing the one-year odds by the life expectancy of a person born in 2024 (79.0 years)." ”
- Quelldaten von
- 2026-01-01
- Abgerufen
- 2026-07-10 · archivierte Kopie
- Berechnung
- NSC Injury Facts is the standard US reference for population-average lifetime odds of death by external cause; it computes odds from National Center for Health Statistics mortality data and Census population/life-expectancy figures. The 1-in-101 (≈0.0099) lifetime motor-vehicle-crash figure is the population baseline this entry multiplies by the Power Model factor. (An earlier NSC release, based on 2022 data, gave 1 in 93 ≈ 0.0108; the 2024-data figure is 1 in 101 and is the value used here.) Neither this baseline nor the "1 in 93" predecessor is an IIHS statistic — the prior IIHS attribution was an error.







