Evidenzqualität 4.25/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 3/5
- D2 Quellenautorität
- 4/5
- D3 Arithmetik
- 5/5
- D4 Unsicherheit
- 4/5
- D5 Geltungsbereich
- 5/5
- D6 Prosa
- 5/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 4/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
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Wahrgenommen
Die Endometriose ist zugleich eine der häufigsten gynäkologischen Erkrankungen und eine der am wenigsten intuitiv verstandenen, was ihre Prävalenz betrifft. Die meisten Erwachsenen können keine Prävalenzzahl nennen; diejenigen, die es können, unterschätzen sie tendenziell deutlich. Die lange diagnostische Verzögerung der Erkrankung – im Durchschnitt 7 bis 11 Jahre je nach Land – bedeutet, dass viele Frauen jahrelang mit ihr leben, bevor das Wort »Endometriose« überhaupt in ihrer Krankenakte auftaucht, was sowohl das öffentliche Bewusstsein als auch die offiziellen Prävalenzzahlen drückt. Umfragen unter Frauen mit Endometriose berichten durchgängig, dass sie mehrere Versorger aufsuchten, bevor sie eine Diagnose erhielten, was die Wahrnehmung verstärkt, dass die Erkrankung selten sei, obwohl sie in Wirklichkeit häufig ist.
Grobe Schätzung: Die meisten Erwachsenen haben keine klare Prävalenzschätzung; wer die Erkrankung kennt, neigt dazu, niedriger zu schätzen als die Realität
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
~1 von 10 Frauen im gebärfähigen Alter weltweit
Frauen im gebärfähigen Alter, weltweit
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Die WHO schätzt, dass Endometriose etwa 10 % der Frauen im gebärfähigen Alter weltweit betrifft (~190 Millionen). Das ACOG stimmt mit einer Zahl von ~1 von 10 für US-Frauen im gebärfähigen Alter überein. Eine US-amerikanische National Survey of Family Growth (2011-2019) fand eine landesweite selbstberichtete Prävalenz von 6,4 %, doch dies wird weithin als Untererfassung angesehen, da die Diagnose entweder eine Laparoskopie oder eine fortgeschrittene Bildgebung erfordert und viele Fälle über Jahre unerkannt bleiben. Die tatsächliche Lebenszeitprävalenz unter Frauen, die ihre vollen fortpflanzungsfähigen Jahre durchleben, liegt wahrscheinlich näher an der 10-%-Zahl der WHO, die hier verwendet wird. Das Unsicherheitsband reicht von der umfragebasierten NSFG-Schätzung (~0,06) bis zu höheren Schätzungen aus chirurgischen Serien (~0,15), die Zufallsbefunde bei asymptomatischen Frauen einschließen, die aus anderen Gründen operiert werden.
Einschränkungen: Prävalenzzahlen zur Endometriose sind von Natur aus unsicher, weil die definitiv…
Prävalenzzahlen zur Endometriose sind von Natur aus unsicher, weil die definitive Diagnose historisch einen laparoskopischen Eingriff erforderte und viele betroffene Frauen nie eine Diagnose erhalten. Die 10-%-Zahl von WHO/ACOG ist eine Konsensschätzung, die versucht, unerkannte Fälle zu berücksichtigen, doch der wahre Wert könnte bedeutsam höher oder niedriger liegen. Die durchschnittliche diagnostische Verzögerung von 7–11 Jahren ist eine der längsten aller häufigen Erkrankungen, was bedeutet, dass Querschnitts-Prävalenzstudien systematisch untererfassen. Dieser Eintrag verwendet die Prävalenzzahl (Anteil der Frauen, die die Erkrankung irgendwann haben werden) statt einer jährlichen Inzidenzrate, weil die Endometriose eine chronische Erkrankung ist, die keine saubere »Ereignis-pro-Jahr«-Struktur hat.
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Endometriose betrifft etwa 1 von 10 Frauen im gebärfähigen Alter, laut der Weltgesundheitsorganisation (~190 Millionen weltweit) und dem American College of Obstetricians and Gynecologists. Das macht sie zu einer der häufigsten gynäkologischen Erkrankungen der Welt — und einer der am konsequentesten unterschätzten im alltäglichen Gespräch. Die Erkrankung beinhaltet Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt und außerhalb der Gebärmutter wächst, was chronische Schmerzen, starke Menstruationen und in vielen Fällen Subfertilität verursacht. Eine US-amerikanische National Survey of Family Growth (2011-2019) fand eine selbstberichtete Prävalenz von 6,4%, aber dies wird weithin als Untererfassung angesehen, da die Diagnose historisch eine Operation erforderte und viele Frauen jahrelang mit Symptomen leben, bevor das Wort „Endometriose” in ihrer Krankenakte erscheint.
Die diagnostische Verzögerung ist das definierende strukturelle Problem. Über Studien hinweg reicht die durchschnittliche Zeit vom Symptombeginn bis zur Diagnose von 7 bis 11 Jahren je nach Land. In Großbritannien berichteten 58% der Frauen, dass sie mehrfach ihren Gesundheitsversorger aufsuchten, bevor eine Untersuchung auf Endometriose eingeleitet wurde. Eine systematische Übersichtsarbeit von 2025 bestätigte, dass sich die Verzögerung trotz gesteigertem Bewusstsein nicht wesentlich verringert. Die Gründe sind teils klinisch — die Symptome überschneiden sich mit Reizdarmsyndrom, Harnwegsinfektionen und „normalen” Menstruationsschmerzen — und teils kulturell: Menstruationsschmerzen wurden in klinischen Settings historisch normalisiert, und viele Frauen berichten, dass ihnen gesagt wurde, ihre Symptome seien psychologisch, bevor sie schließlich eine Diagnose erhielten.
Endometriose ist nicht gleichmäßig über die Bevölkerung verteilt. Frauen mit einer erstgradigen Verwandten, die die Erkrankung hat, haben ein etwa fünf- bis siebenfach erhöhtes Grundrisiko. Die Prävalenz bei Frauen mit Subfertilität erreicht in chirurgischen Serien 50-70%, obwohl dies teilweise den diagnostischen Selektionsbias widerspiegelt (Frauen, die operiert werden, werden eher diagnostiziert). Frühe Menarche und kürzere Menstruationszyklen sind mit einem moderat erhöhten Risiko assoziiert, während Multiparität und Stillen schützend zu wirken scheinen — konsistent mit der Hypothese, dass die kumulative Menstruationsexposition eine Rolle spielt. Die ehrliche Zusammenfassung: Dies ist eine häufige, unterdiagnostizierte und unterbehandelte Erkrankung, deren öffentliches Profil endlich beginnt, ihrem epidemiologischen Fußabdruck zu entsprechen.
Verwandte Fakten
Endometriose betrifft weltweit rund 1 von 10 Frauen im gebärfähigen Alter. Das Bewusstsein hinkt der Häufigkeit hinterher: Die meisten können keine Zahl nennen, und wer es kann, schätzt eher zu niedrig. Die Diagnose verzögert sich oft um Jahre.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
2/4 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
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[1] World Health Organization — Endometriosis — fact sheet
Endometriosis — fact sheet- Statistik
Endometriosis affects roughly 10% (190 million) of reproductive-age women and girls globally- Auszug
“"Endometriosis affects roughly 10% (190 million) of reproductive age women and girls globally. [...] There is currently no known way to prevent endometriosis. Enhanced awareness, followed by early diagnosis and management, may slow or halt the natural progression of the disease." ”
- Quelldaten von
- 2025-03-28
- Abgerufen
- 2026-04-24 · archivierte Kopie
- Berechnung
- WHO gives the headline 10% figure directly. This is a prevalence estimate, not incidence, and covers women of reproductive age (~15-49). It is based on a synthesis of epidemiological studies and is the most widely cited global figure. The denominator is all reproductive-age women, not just those who have undergone diagnostic surgery, so it implicitly includes estimated undiagnosed cases.
- Unabhängigkeit
- WHO synthesises multiple epidemiological studies into a consensus prevalence figure. Methodologically distinct from the ACOG clinical guidance below, though both draw on overlapping literature.
-
[2] American College of Obstetricians and Gynecologists — Endometriosis Verifiziert
Endometriosis- Statistik
Endometriosis occurs in about 1 in 10 women of reproductive age- Auszug
“"Endometriosis occurs in about 1 in 10 women of reproductive age. [...] Endometriosis is most often diagnosed in women in their 30s and 40s." ”
- Quelldaten von
- 2024-12-01
- Abgerufen
- 2026-04-24 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- ACOG's 1-in-10 figure aligns with the WHO consensus. ACOG notes that prevalence is much higher among women with subfertility or chronic pelvic pain, but the headline figure refers to the general population of reproductive-age women. Average diagnosis delay of 7-11 years means that cross-sectional prevalence studies undercount true lifetime prevalence.
- Unabhängigkeit
- ACOG is a US clinical-guidance body that synthesises peer-reviewed literature independently of WHO, though both draw on many of the same underlying studies.
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[3] Endometriosis UK — Years of being "dismissed, ignored and belittled": Endometriosis UK urges improvement to deteriorating diagnosis times
Years of being "dismissed, ignored and belittled": Endometriosis UK urges improvement to deteriorating diagnosis times- Statistik
In a 2023 survey of 4,371 people with endometriosis, 47% had visited their GP 10 or more times, and 70% had visited 5 or more times, with symptoms before receiving a diagnosis- Auszug
“"Almost half of all respondents (47%) had visited their GP 10 or more times with symptoms prior to receiving a diagnosis, and 70% had visited 5 times or more." ”
- Quelldaten von
- 2024-03-01
- Abgerufen
- 2026-07-03 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Endometriosis UK's own diagnosis-delay survey (N=4,371), published for Endometriosis Action Month 2024. This is a UK patient population, not a US one, but is used as evidence for the diagnostic-delay structural pattern described in the body prose, alongside the global WHO/ACOG prevalence figures. Not used for the entry's headline prevalence number.
- Unabhängigkeit
- Endometriosis UK is a patient charity conducting its own member/patient survey, independent of the WHO and ACOG prevalence syntheses above.
-
[4] Frontiers in Medicine (Li, Feng & Ye, 2025) — Factors contributing to the delayed diagnosis of endometriosis — a systematic review and meta-analysis Verifiziert
Factors contributing to the delayed diagnosis of endometriosis — a systematic review and meta-analysis- Statistik
Pooled mean diagnostic delay declined from approximately 9.8 years (1990-2000) to 5.6 years (2011-2020) across included studies, but reported diagnosis times still range from 4.4 to more than 10 years depending on country/region- Auszug
“"even in the current century, with increased awareness of the disease and medical advancements, significant delays are observed, and diagnosis times vary between 4.4 years and more than 10 years." ”
- Quelldaten von
- 2025-07-22
- Abgerufen
- 2026-07-03 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- This meta-analysis pools mean diagnostic-delay figures across studies grouped into three periods (1990-2000, 2001-2010, 2011-2020), showing a downward trend (approx. 9.8 to 5.6 years) alongside continued substantial delay in absolute terms. Used in the body prose to support the claim that diagnostic delay remains a persistent structural problem even as it has gradually improved, replacing an earlier draft claim that delay was "not shrinking appreciably," which this source does not support (it documents gradual improvement) even though it does confirm delays remain multi-year in every region studied.
- Unabhängigkeit
- Independent peer-reviewed meta-analysis, methodologically distinct from the WHO/ACOG consensus prevalence figures and the Endometriosis UK patient survey above.







