Evidenzqualität 4.63/5
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- D1 Quellenverankerung
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- D2 Quellenautorität
- 5/5
- D3 Arithmetik
- 4/5
- D4 Unsicherheit
- 5/5
- D5 Geltungsbereich
- 5/5
- D6 Prosa
- 4/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 4/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
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≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Japanische Enzephalitis ist ein fester Bestandteil der Angst vor Reiseantritt in Kliniken: eine durch Mücken übertragene Hirninfektion, endemisch in weiten Teilen Asiens, mit einer Fallsterblichkeit im Bereich von 20-30 % und schweren neurologischen Folgeschäden bei einem ähnlichen Anteil der Überlebenden. Die Darstellung ist technisch korrekt und still erschreckend, und die übliche Reaktion des Reisenden ist, mehrere hundert Dollar für einen Impfstoff mit zwei Dosen vor einer zweiwöchigen Reise nach Bangkok zu zahlen. Wir haben keine rigorose aktuelle Umfrage gefunden, die die „Angst vor Japanischer Enzephalitis" von der allgemeinen Sorge um Reisekrankheiten isoliert, sodass die wahrgenommene Seite dieser Seite als redaktionelle Intuition und nicht als erhobene Daten gekennzeichnet ist. Der Arbeitsausgangspunkt, den wir in Reisekliniken beobachten, ist „dies ist ein reales Risiko, vor dem ich mich schützen muss" — was für den typischen kurzfristigen Stadtreisenden rund drei Grössenordnungen zu hoch ist.
Grobe Schätzung: Die meisten Reisenden, die eine Reiseklinik verlassen, behandeln dies als ein Reiserisiko von 1 zu 1.000 bis 1 zu 10.000
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
~1 Fall pro 1.000.000 Reisende ins endemische Asien
kurzfristige Reisende aus nicht-endemischen Ländern in JE-endemisches Asien
Berechnung anzeigen
Das CDC Yellow Book und ACIP MMWR setzen beide die Gesamtinzidenz von JE bei Reisenden aus nicht-endemischen Ländern auf <1 Fall pro Million Reisende ins JE-endemische Asien. Hills, Griggs & Fischer (2010), die jeden publizierten Reisendenfall von 1973–2008 durchgingen, kamen aus einem völlig separaten Fallpool zur selben Schätzung. Der Punktschätzwert hier (5 × 10⁻⁷) steht für einen kurzfristigen (<1 Monat) Reisenden, dessen Besuch auf grössere städtische Gebiete beschränkt ist — die Gruppe, die die CDC als mit „minimalem Risiko" beschreibt — was einen Faktor von rund 2 unter der Schlagzeile von <1 zu 1.000.000 für „jeden Reisenden" liegt. Der Geltungsbereich ist activity_specific_lifetime: pro Reisenden-Reise, nicht pro Erwachsenen-Lebenszeit. Ein Leser, der über eine Lebenszeit mehrere kurze Asien-Reisen unternimmt, liegt immer noch deutlich unter 1 zu 100.000. Das obere Ende des Unsicherheitsbands verwendet die Schlagzeilenzahl 1 × 10⁻⁶; das untere Ende spiegelt geimpfte oder sehr kurze, rein städtische Reiserouten wider, bei denen mehrere publizierte Übersichten im Wesentlichen null Fälle finden.
Einschränkungen: Die Schlagzeilenzahl von <1 pro Million ist ein Durchschnitt über alle Reisen…
Die Schlagzeilenzahl von <1 pro Million ist ein Durchschnitt über alle Reisenden ins JE-endemische Asien, und der Durchschnitt verbirgt eine sehr breite Streuung. Eine zweiwöchige Geschäftsreise nach Tokyo oder ein Wochenende in Seoul ist praktisch risikofrei; ein sechsmonatiger ländlicher Einsatz in Bihar oder im Mekong-Delta während der Regenzeit kann sich der lokalen Rate anfälliger Einwohner von 6-11 pro 100.000 pro Jahr annähern. Dieser Eintrag ist eine Pro-Reise-Zahl für den typischen kurzfristigen Stadtreisenden, keine Pro-Erwachsenen-Lebenszeit-Zahl und kein Ersatz für reiseroutenspezifische Beratung durch einen qualifizierten Reisemediziner. Beachte auch, dass dieser Eintrag das Risiko misst, an JE zu erkranken, nicht daran zu sterben: Die Fallsterblichkeit unter symptomatischen Fällen liegt im Bereich von 20-30 % (WHO), sodass das Sterberisiko pro Reise rund einen weiteren Faktor 4-5 niedriger ist als die hier gezeigte Inzidenzzahl.
Wie das Risiko variiert
Die Hauptzahl mittelt über sehr unterschiedliche Situationen. So variiert die Wahrscheinlichkeit nach Szenario oder Kontext:
1 zu 2.000.000
CDC Yellow Book describes this group as 'minimal risk'; on the order of ~1 per 2 million trips.
1 zu 1.000.000
CDC / ACIP headline figure: <1 case per million travelers.
1 zu 10.000
Hills et al. highest-risk subgroup: ~65% of documented traveler cases had stayed >=1 month. CDC says this group approaches the pediatric resident rate of 6-11/100,000/year.
1 zu 100 · 1,0%
Native exposure risk anchor, not a traveler figure. Routine JE vaccination is now standard in endemic-country childhood schedules.
1 zu 10.000.000
Post-licensure effectiveness is very high; no JE cases have been reported in travelers who completed a full vaccine course per published reviews.
Balkenlänge und Schattierung ordnen diese Szenarien untereinander ein, nicht gegenüber anderen Risiken. Die genauen Wahrscheinlichkeiten stehen jeweils daneben.
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Vergleichsrisiko wählen
Japanische Enzephalitis ist eines der seltensten Dinge, die einem Reisenden nach Asien passieren können. Sowohl das CDC Yellow Book als auch die ACIP-eigenen Impfempfehlungen setzen die Gesamtinzidenz bei Reisenden aus nicht-endemischen Ländern bei weniger als einem Fall pro Million Reisender, und eine 36-Jahre-Peer-Review-Übersicht von Hills, Griggs und Fischer (2010) kam über eine völlig unabhängige Pipeline auf dieselbe Zahl: 55 publizierte Reisendenfälle über 17 Länder zwischen 1973 und 2008. Mit WHOs Fallsterblichkeit von bis zu 30% liegt die Pro-Reise-Mortalität in der Grössenordnung von 1 zu 5 Millionen — rund eine Grössenordnung seltener als ein tödlicher Einzelflug in der kommerziellen Luftfahrt.
Was diese Angst interessant macht: Das offizielle Framing ist korrekt und erzeugt dennoch das falsche Verhalten. Japanische Enzephalitis ist wirklich eine schwere Krankheit: in den 20-30% der symptomatischen Fälle, die tödlich verlaufen, und den weiteren 20-30% der Überlebenden mit permanenten neurologischen Folgen ist die individuelle Tragödie real. Aber die entscheidende Stratifizierung — ländlich plus Regenzeit plus lange Dauer — geht regelmässig zwischen Reisemedizin-Praxis und Patient verloren. Das modale Ergebnis ist ein Rucksacktourist mit einwöchigem Bangkok-Aufenthalt, der mehrere hundert Dollar für einen Zwei-Dosen-Impfstoff zahlt, den die ACIP selbst für seine Reiseroute nicht empfiehlt.
Die Zahl reist nicht über Untergruppen. Für ein einheimisches Kind in einem ländlichen endemischen Gebiet ohne Impfabdeckung liegt die Inzidenz bei 6-11 pro 100.000 pro Jahr — vier Grössenordnungen über der Kurzzeit-Reisenden-Zahl auf dieser Seite und der Grund, warum JE eine Public-Health-Priorität der WHO-Regionen Südostasien und Westpazifik ist. Für einen Zwei-Wochen-Stadttouristen in Tokyo, Seoul oder Bangkok ist die hier beschriebene Wahrscheinlichkeit von Null ununterscheidbar.
Verwandte Fakten
Die Japanische Enzephalitis liegt bei rund 1 zu 2.000.000 pro Reise für Kurzzeit-Stadtbesucher im endemischen Asien. Die Letalität von 20–30% ist real, doch die Pro-Reise-Chance des typischen zweiwöchigen Stadtreisenden liegt etwa drei Größenordnungen unter der Angst.
Quellenregister
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3/4 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
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[1] US Centers for Disease Control and Prevention — Japanese Encephalitis — CDC Yellow Book Verifiziert
Japanese Encephalitis — CDC Yellow BookSee all 2 Likelier entries citing this source →
- Statistik
Overall incidence of JE among travelers from non-endemic countries is estimated at <1 case per 1 million travelers; short-term (<1 month) travelers restricted to major urban areas are at minimal risk; long-term rural travelers may approach the susceptible pediatric resident rate of 6-11 cases per 100,000 children per year.- Auszug
“"The overall incidence of JE among people from non-endemic countries traveling to Asia is estimated to be <1 case per 1 million travelers. … Shorter-term (e.g., <1 month) travelers whose visits are restricted to major urban areas are at minimal risk for JE. … Expatriates and travelers staying prolonged periods in rural areas with active JE virus transmission might be at similar risk as the susceptible pediatric resident population, which is 6–11 cases per 100,000 children per year." ”
- Quelldaten von
- 2024-05-01
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- CDC Yellow Book gives the headline traveler figure (<1 per million) used as the upper edge of the uncertainty band, and the long-term rural figure (6–11 per 100,000 per year) used as the anchor for the "long-term rural traveler, 1+ month wet season" row of regional_breakdown. The short-term urban point estimate of 5 × 10⁻⁷ is the CDC’s <1 per million divided by a factor of 2 to reflect the "minimal risk" subgroup language.
- Unabhängigkeit
- CDC Yellow Book is the primary US traveler-facing clinical guidance, synthesised from CDC programmatic estimates and the peer-reviewed travel-medicine literature. Shares CDC publisher and authorship overlap with the ACIP MMWR recommendations (Hills et al. co-authored both); Hills et al. 2010 and WHO are the meaningfully independent cross-checks.
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[2] American Journal of Tropical Medicine and Hygiene (Hills, Griggs, Fischer) — Japanese encephalitis in travelers from non-endemic countries, 1973–2008
Japanese encephalitis in travelers from non-endemic countries, 1973–2008- Statistik
55 published JE cases in travelers from 17 non-endemic countries over 1973-2008; 10 deaths (18%); 24 (44%) with sequelae; 65% of detailed-assessment cases had spent >=1 month in endemic areas; overall estimate <1 case per million travelers.- Auszug
“"We identified 55 JE cases in travelers or expatriates from 17 non-endemic countries. … Ten (18%) patients died and 24 (44%) had sequelae. … Among 37 case-patients with detailed risk assessment, 24 (65%) had spent ≥ 1 month in JE-endemic areas. … The overall risk of JE for travelers to JE-endemic countries is estimated to be less than 1 case/1 million travelers." ”
- Quelldaten von
- 2010-05-01
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Hills et al. is the peer-reviewed anchor for the <1 per million figure and for the long-duration-rural skew: roughly two-thirds of traveler cases with detailed data occurred in people who had spent a month or more in endemic areas. This is the empirical basis for the ~200× personal_factor_multiplier on "long-term rural stay." Drawn from a case pool (published traveler case reports 1973–2008) that is methodologically independent of the CDC programmatic estimate, so it counts as genuine corroboration rather than restatement.
- Unabhängigkeit
- Hills et al. is a published case-series review; the CDC Yellow Book figure derives from CDC’s programmatic estimates and case reporting. The two overlap (Hills is a CDC author) but use different pipelines, so treat as partially dependent.
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[3] US CDC / MMWR Recommendations and Reports (Hills et al.) — Japanese Encephalitis Vaccine: Recommendations of the Advisory Committee on Immunization Practices Verifiziert
Japanese Encephalitis Vaccine: Recommendations of the Advisory Committee on Immunization Practices- Statistik
Overall JE incidence among US travelers 1993-2017 estimated at <1 case per million trips to Asia; vaccine not recommended for short-term urban-only itineraries or travel outside the transmission season.- Auszug
“"The overall incidence of JE among persons from nonendemic countries who travel to Asia is estimated to be less than one case per 1 million travelers. … JE vaccine is not recommended for travelers with very low-risk itineraries, such as shorter-term travel limited to urban areas or travel that occurs outside of a well-defined JE virus transmission season." ”
- Quelldaten von
- 2019-07-19
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- ACIP’s own recommendation text explicitly does NOT recommend the vaccine for short-term urban-only itineraries. This is the primary citation for the "debunked" myth_framing: the official body tasked with vaccine policy agrees that the risk for the modal Asia tourist is too low to warrant the vaccine.
- Unabhängigkeit
- Shares CDC upstream with the Yellow Book entry; used here for the explicit vaccine-policy framing rather than a second independent estimate of incidence.
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[4] World Health Organization — Japanese encephalitis — Fact sheet Verifiziert
Japanese encephalitis — Fact sheet- Statistik
~100,000 clinical JE cases per year globally (95% CI: 61,720-157,522); case fatality rate up to 30%; 20-30% of survivors suffer permanent cognitive, behavioural or neurological sequelae; 24 countries in SE Asia and Western Pacific have transmission risk covering >3 billion people.- Auszug
“"There are an estimated about 100 000 clinical cases (95% CI: 61 720– 157 522) of JE globally each year. … The case fatality rate can be as high as 30% among those with disease symptoms. … Of those who survive, 20–30% suffer permanent cognitive, behavioural or neurological sequelae such as seizures. … Twenty-four countries in the WHO South-East Asia and Western Pacific Regions have JEV transmission risk, which includes more than 3 billion people." ”
- Quelldaten von
- 2024-05-09
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- WHO provides the severity anchor: ~30% case fatality and ~20-30% sequelae among survivors. Applied to the short-term traveler point estimate of 5 × 10⁻⁷, the per-trip death risk is on the order of 1 in 6-7 million and the per-trip severe-sequelae risk is of similar magnitude — an order of magnitude rarer than being killed in a commercial plane crash per flight.
- Unabhängigkeit
- WHO figure is based on the Campbell et al. (2011) Bulletin of the WHO global burden estimate, independent of the CDC traveler-specific numbers.








