Evidenzqualität 4.0/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 4/5
- D2 Quellenautorität
- 5/5
- D3 Arithmetik
- 5/5
- D4 Unsicherheit
- 3/5
- D5 Geltungsbereich
- 4/5
- D6 Prosa
- 4/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 3/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 4/5
≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Erdrutsche kommen in der mentalen Bestandsaufnahme von Naturkatastrophenbedrohungen selten vor. Erdbeben, Hurrikane und Überschwemmungen dominieren die Angsthierarchie; Erdrutsche werden eher als Folgeerscheinung denn als eigenständiger Killer wahrgenommen. Das ist teils ein Klassifikationsartefakt — viele Erdrutsch-Todesfälle werden dem auslösenden Erdbeben oder Sturm zugeschrieben — und teils ein Sichtbarkeitsproblem: Erdrutsche töten tendenziell in kleinen, verstreuten Ereignissen über bergiges Gelände in einkommensschwachen Ländern und erzeugen pro Vorfall wenig internationale Medienberichterstattung.
Grobe Schätzung: die meisten Menschen würden Erdrutsche als Todesursache deutlich unter Erdbeben, Überschwemmungen und Stürme einordnen — der tatsächliche jährliche Tribut ist vergleichbar
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
~4.600 Todesfälle pro Jahr weltweit (Durchschnitt 2004–2016, Froude & Petley 2018)
globale Erwachsene
Berechnung anzeigen
Froude und Petley (2018) dokumentierten 55.997 Todesfälle in 4.862 verschiedenen Erdrutschereignissen von 2004 bis 2016 unter Verwendung der Global Fatal Landslide Database — ein Durchschnitt von ~4.615 Todesfällen pro Jahr. Diese Zahl ist selbst eine Untererfassung: Petley (2012) zeigte, dass die weit verbreitete Katastrophendatenbank EM-DAT Erdrutsch-Todesfälle um über 400 % untererfasste. Jährliche Rate: 4.600 / 5.000.000.000 = 9,2 × 10⁻⁷. Über 59 Jahre aufaddiert: 1 − (1 − 9,2e-7)^59 ≈ 5,43 × 10⁻⁵, d. h. etwa 1 zu 18.400. Das Unsicherheitsband verwendet einen unteren Wert von ~3.000 Todesfällen/Jahr (low: 3,54e-5) und einen oberen Wert von ~6.500/Jahr (high: 7,67e-5).
Einschränkungen: Das Risiko konzentriert sich stark auf bergige Regionen Süd- und Südostasiens (I…
Das Risiko konzentriert sich stark auf bergige Regionen Süd- und Südostasiens (Indien, Nepal, China, Philippinen, Indonesien), Mittel- und Südamerikas (Kolumbien, Brasilien, Guatemala) sowie Teile Subsahara-Afrikas. Steiles Gelände, starke Regenfälle, Abholzung und informelle Bebauung an instabilen Hängen sind die primären Risikofaktoren. Bewohner flachen, geologisch stabilen Geländes haben praktisch kein Risiko. Die Zahl von 4.600 Todesfällen/Jahr schließt seismisch ausgelöste Erdrutsche aus, die den Gesamtwert in erdbebenreichen Jahren erheblich erhöhen würden. Der Klimawandel wird die Erdrutschhäufigkeit voraussichtlich durch intensivere Niederschlagsereignisse erhöhen, wenngleich das Ausmaß des Effekts unsicher ist. Ein eigenständiger, zeitlich begrenzter Vektor gilt für Haushalte unterhalb einer jüngeren Waldbrand-Brandnarbe: Das USGS berichtet, dass Nach-Brand-Schlammströme in den Jahren unmittelbar nach Waldbränden als Reaktion auf hochintensive Regenfälle auftreten können, wobei die Schlammstrom-Aktivität in kürzlich abgebrannten Gebieten typischerweise innerhalb von zwei Jahren nach dem Brand auftritt. Diese Schlammströme können sich mit geringer Vorwarnung in Bewegung setzen, wenn kurze, intensive Regenfälle die USGS-modellierten Einzugsgebietsschwellen überschreiten; der Schlammstrom von Montecito im Januar 2018 auf der Brandnarbe des Thomas Fire tötete 23 Menschen. Die Größe des persönlichen Todesmultiplikators für einen Bewohner unterhalb einer Brandnarbe wurde nicht quantifiziert — das USGS veröffentlicht Schlammstrom-Wahrscheinlichkeiten je Einzugsgebiet und Regenintensitätsschwellen statt einer bevölkerungsweiten Vervielfachung — sodass dieser Eintrag den Vektor erfasst, ohne die Schlagzeilenzahl anzupassen.
Wie das Risiko variiert
Die Hauptzahl mittelt über sehr unterschiedliche Situationen. So variiert die Wahrscheinlichkeit nach Szenario oder Kontext:
1 zu 4.000
India, Nepal, China, Philippines, and Indonesia account for the majority of global landslide fatalities. Monsoon-season rainfall on deforested slopes is the primary trigger.
1 zu 8.333
Colombia, Brazil, and Guatemala report significant annual fatalities, often in informal settlements on steep terrain.
1 zu 666.667
Approximately 25-50 deaths per year in the US; landslide risk mapping and building codes substantially reduce exposure.
Balkenlänge und Schattierung ordnen diese Szenarien untereinander ein, nicht gegenüber anderen Risiken. Die genauen Wahrscheinlichkeiten stehen jeweils daneben.
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Vergleichsrisiko wählen
Landslides kill roughly 4,600 people every year — a figure established by Froude and Petley’s 2018 analysis of the Global Fatal Landslide Database, which tracked 55,997 deaths across 4,862 events from 2004 to 2016. That number is almost certainly an undercount. Standard disaster databases like EM-DAT attribute landslide deaths to the earthquake or rainstorm that triggered them, a classification habit that Petley showed undercounts landslide fatalities by over 400%. The USGS independently corroborates the ~4,600/year figure. At this rate, the average global adult lifetime probability is about 1 in 18,400 — roughly comparable to the lifetime risk of dying in a flood.
The perception deficit is largely a function of event size and media geography. Landslides tend to kill in small, dispersed incidents — a village buried here, a road crew struck there — rather than in single headline-generating catastrophes. The deadliest events occur in South and Southeast Asia during monsoon seasons, where steep terrain, heavy rainfall, deforestation, and informal construction on unstable hillsides create a lethal combination. India, Nepal, China, the Philippines, and Indonesia collectively account for the majority of global landslide deaths. When a landslide does make international news — Oso, Washington in 2014 (43 dead); Sierra Leone in 2017 (over 1,000 dead) — the reaction is surprise that something so mundane could be so deadly.
Climate change is expected to worsen the problem. More intense rainfall events increase pore-water pressure in slopes, triggering more frequent and larger failures. Deforestation for agriculture and development removes root systems that stabilize hillsides. Urbanization pushes the poorest populations onto the steepest, cheapest, most landslide-prone terrain. The result is a risk that is growing in magnitude but shrinking in visibility — exactly the combination that makes a hazard easy to ignore until it arrives.
Verwandte Fakten
Erdrutsche töten weltweit jährlich rund 4.600 Menschen, etwa 1 von 18.400 über ein Erwachsenenleben. Die meisten ordnen sie weit unter Erdbeben, Überschwemmungen und Stürmen ein, doch ihr jährlicher Tribut ist vergleichbar.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
2/5 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
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[1] Natural Hazards and Earth System Sciences (Copernicus) — Global fatal landslide occurrence from 2004 to 2016
Global fatal landslide occurrence from 2004 to 2016- Statistik
55,997 people were killed in 4,862 distinct non-seismically triggered landslide events between 2004 and 2016, averaging ~4,615 deaths per year- Auszug
“"In total, 55,997 people were killed in 4,862 distinct landslide events. The data show that the number of recorded fatal landslides and resulting fatalities has increased over the study period, with particularly high counts in South and Southeast Asia." ”
- Quelldaten von
- 2018-08-01
- Abgerufen
- 2026-04-24 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Froude and Petley's 13-year dataset from the Global Fatal Landslide Database is the most comprehensive peer-reviewed accounting of global landslide mortality. At 4,600 deaths/year over a global adult population of 5 billion, the annual rate is 9.2e-7; compounded over 59 years: ~5.43e-5. The EM-DAT database, by contrast, would yield a figure several hundred percent lower.
- Unabhängigkeit
- Independent academic dataset (Durham/Sheffield Global Fatal Landslide Database), methodologically separate from the USGS reference below.
-
[2] U.S. Geological Survey — How many deaths result from landslides each year? Verifiziert
How many deaths result from landslides each year?- Statistik
25-50 people killed by landslides each year in the US; worldwide death toll is in the thousands- Auszug
“"An average of 25-50 people are killed by landslides each year in the United States. The worldwide death toll per year due to landslides is in the thousands." ”
- Quelldaten von
- 2024-01-01
- Abgerufen
- 2026-04-24 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- The USGS confirms "worldwide death toll per year due to landslides is in the thousands," which is consistent with the Froude & Petley estimate of ~4,600/year. The USGS also provides the US-specific figure of 25-50 deaths per year, which anchors the US regional breakdown entry below.
- Unabhängigkeit
- USGS is a U.S. federal science agency; its landslide mortality estimates draw on multiple international sources independently of the Sheffield/Durham academic database.
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[3] U.S. Geological Survey — What should I know about wildfires and debris flows?
What should I know about wildfires and debris flows?- Statistik
Post-fire debris flows can occur in the years immediately after wildfires in response to high-intensity rainfall; debris-flow activity in recently burned areas typically occurs within 2 years of the fire.- Auszug
“"Post-fire landslide hazards include fast-moving, highly destructive debris flows that can occur in the years immediately after wildfires in response to high intensity rainfall events." ”
- Quelldaten von
- 2024-01-01
- Abgerufen
- 2026-06-14 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Cited only to substantiate the post-fire burn-scar debris-flow caveat, not the headline rate. The USGS Hazard Assessment FAQ separately states that "debris-flow activity in recently burned areas typically occurs within 2 yr of wildfire," establishing the elevated-risk time window. USGS publishes per-basin debris-flow likelihoods and rainfall-intensity thresholds rather than a population-level fold-change, so no personal multiplier is derived. The January 2018 Montecito event on the Thomas Fire burn scar (23 fatalities, widely reported) is the canonical illustration of this conditional hazard.
- Unabhängigkeit
- Same agency (USGS) as the landslide-mortality FAQ above, but a distinct hazard product (postfire debris-flow program); used for the burn-scar caveat, while the global headline rests on the independent Froude & Petley academic dataset.
-
[4] U.S. Geological Survey — Revisiting the Oso Landslide Verifiziert
Revisiting the Oso Landslide- Statistik
The March 22, 2014 Oso landslide in Washington state caused 43 fatalities in the community of Steelhead Haven- Auszug
“"It also caused 43 fatalities in the community of Steelhead Haven near Oso, Washington." ”
- Quelldaten von
- 2015-03-16
- Abgerufen
- 2026-07-03 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- Cited only for the illustrative example of a single high-profile landslide event named in the body text (Oso, Washington, 2014, 43 dead), not for the headline global rate, which rests on the Froude & Petley (2018) dataset above.
- Unabhängigkeit
- Same agency (USGS) as the landslide-mortality FAQ above, but a distinct hazard-history feature about one named event, used for illustrative context rather than the global headline rate.
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[5] Wikipedia — 2017 Sierra Leone mudslides
2017 Sierra Leone mudslides- Statistik
The August 14, 2017 mudslides near Regent, outside Freetown, Sierra Leone, had a final official death toll of 1,141 dead or missing- Auszug
“"The final official death toll declared 1,141 dead or missing." ”
- Quelldaten von
- 2017-08-14
- Abgerufen
- 2026-07-03 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Cited only for the illustrative example of a single high-profile landslide event named in the body text (Sierra Leone, 2017, over 1,000 dead), not for the headline global rate. Secondary/encyclopedic, used for scale context alongside the Oso example above.







