Evidenzqualität 4.75/5
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- D4 Unsicherheit
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- D5 Geltungsbereich
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- D6 Prosa
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- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
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≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Die elterliche Warnung »wirf keine Steine« gehört zu den ältesten Kindersicherheitsregeln in jeder Kultur. Eltern rufen sie reflexartig in Parks, an Stränden und in Hinterhöfen auf — und die Angst dahinter ist spezifisch: Ein Kind hebt einen Stein, einen Stock oder einen Ball auf, wirft ihn ohne nachzudenken und trifft ein anderes Kind oder einen Umstehenden so heftig, dass medizinische Versorgung nötig wird. Das gedankliche Bild ist meist eine Augenverletzung — teils weil das Auge die visuell auffällige verwundbare Struktur eines Gesichts ist, und teils weil jede einzelne schwere Augenverletzungsgeschichte in einem Schul-Newsletter weite Verbreitung findet. Die meisten Eltern spüren, dass dieses Risiko real, aber relativ selten ist; sehr wenige tragen eine numerische Schätzung, was damit übereinstimmt, dass die Angst unter allgemeine Kinderaufsicht statt als spezifische berechnete Gefahr eingeordnet wird.
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
~0,9 pro 1.000 Kinder pro Jahr (US-Kinder im Alter von 5-14 Jahren, die eine schwere Verletzung durch ein geworfenes Objekt bei einer anderen Person verursachen, auf Notaufnahme-Niveau)
US-Kinder im Alter von 5-14 Jahren, die eine schwere Verletzung durch ein geworfenes Objekt bei einer anderen Person verursachen (Notaufnahmebesuch oder Krankenhausaufenthalt)
Berechnung anzeigen
Kein Überwachungssystem erfasst direkt die »Verursacher«-Seite von Verletzungsereignissen durch geworfene Objekte. Die Schätzung wird aus Opfer-seitigen Daten mit einer Verursacher-Äquivalenz-Annahme konstruiert. Schritt 1 — Opfer-seitiger Anker: CDC/NCHS-Daten von childstats.gov (2019-2020) berichten, dass verletzungsbedingte Notaufnahmebesuche durch »Getroffenwerden von oder Anstoßen an ein Objekt oder eine Person« bei 19 pro 1.000 Kinder pro Jahr für die Altersgruppen 1-4 und 5-14 liegen. Dies ist die breiteste Getroffen-Kategorie und umfasst Sportkollisionen, das Getroffenwerden von Türen oder Möbeln und Ausrüstungsstöße — nicht alle sind Ereignisse mit geworfenen Objekten durch ein anderes Kind. Schritt 2 — Anteil geworfener Objekte: Verletzungsüberwachungsstudien auf Spielplätzen und in Schulen (CPSC 2009-2014, PMC-Schul-Spielplatz-Kohorten) zeigen durchweg, dass rund 20-25 % der pädiatrischen Getroffen-Ereignisse in Freizeitsettings ein geworfenes, geschleudertes oder abgefeuertes Objekt statt eines stationären Aufpralls oder einer Kollision betreffen. Wendet man 20 % auf die gesamte Getroffen-Rate (19/1.000/Jahr) an, ergeben sich ~3,8 Opfer-Ereignisse mit geworfenen Objekten pro 1.000 Kinderjahre. Die meisten dieser Ereignisse sind jedoch geringfügig — ein Ball, der einen Arm streift, ein Stock, der ein Bein trifft. Schwere Ausgänge, die einen Notaufnahmebesuch und eine über Erste Hilfe hinausgehende Behandlung erfordern, machen rund 25 % der geworfene-Objekte-Getroffen-Teilmenge aus, konsistent mit verfügbaren Spielplatz-Schweredaten, konservativ auf Ereignisse mit geworfenen Objekten angewandt (die zu geringerer Schwere neigen als Stürze aus der Höhe). Dies ergibt etwa 0,9 schwere Verletzungsereignisse durch geworfene Objekte pro 1.000 Kinderjahre als Opfer. Schritt 3 — Verursacher-Äquivalenz: In Freizeit- und Schulsettings sind Verletzungen durch geworfene Objekte überwiegend Kind-gegen-Kind-Ereignisse. Das 1:1-Verhältnis von Verursacher zu Opfer ist für diese Rahmung eine vernünftige Annahme, sodass die Rate pro Kinderjahr, eine schwere Verletzung durch ein geworfenes Objekt zu verursachen, etwa gleich der Opferrate ist: ~0,9 pro 1.000 Kinderjahre. Schritt 4 — Lebenszeit-Kindheitswahrscheinlichkeit: Kumuliert man 0,9/1.000/Jahr über 18 Jahre: 1 - (1 - 9e-4)^18 ≈ 0,016, was auf 0,015 (1 von ~67) als zentralen Schätzwert gerundet wird. Dies stellt die Wahrscheinlichkeit dar, dass ein gegebenes Kind vor dem 18. Lebensjahr mindestens eine Verletzung auf Notaufnahme-Niveau durch ein geworfenes Objekt bei einer anderen Person verursacht. Der Unsicherheitsbereich (0,005 bis 0,04) spiegelt die Ungenauigkeit im Anteil geworfener Objekte (10-30 % der Getroffen-Ereignisse, je nach Setting) und im Schwere-Ausgang-Anteil wider. Die wahre Rate ist wahrscheinlich höher in Settings mit hoher Aufsicht, wo mehr Ereignisse erfasst werden, und niedriger in unstrukturierten Kontexten, wo geringfügige Ereignisse ungemeldet bleiben.
Einschränkungen: Die Schätzung deckt schwere Ausgänge ab — Ereignisse, die zu einem Notaufnahmebe…
Die Schätzung deckt schwere Ausgänge ab — Ereignisse, die zu einem Notaufnahmebesuch oder Schlimmerem führen — nicht die weitaus häufigeren geringfügigen Vorfälle, bei denen ein Stein eine Schulter prellt oder ein Stock ein Knie streift. Die große Mehrheit der Interaktionen mit geworfenen Objekten zwischen Kindern führt zu keiner Verletzung oder einer geringfügigen Verletzung, die keine medizinische Versorgung erfordert. Die »Verursacher«-Rahmung nimmt eine Kind-gegen-Kind-Parität an (ein Kind wirft, ein Kind wird getroffen); dies bricht bei zufälligem Umstehenden-Aufprall oder sehr jungen Kindern mit begrenzter Armkraft zusammen. Die Schätzung ist am ehesten auf Kinder im Schulalter (6-12 Jahre) in unstrukturierten Außensettings anwendbar; die Rate für Kleinkinder ist wesentlich niedriger. Der Objekttyp bestimmt die Schwere stark: Steine und harte Geschosse aus kurzer Distanz erzeugen unverhältnismäßig mehr schwere Kopf- und Augenverletzungen als Bälle oder weiche Objekte. Augenverletzungen durch geworfene Objekte — das kanonische elterliche Szenario — machen eine Minderheit der Notaufnahmebesuche wegen geworfener Objekte aus, aber eine Mehrheit der Fälle, die zu dauerhafter Beeinträchtigung führen. Weil kein nationales Überwachungssystem die Verursacher-Seite direkt erfasst, umfasst die Berechnung zwei imputierte Anteile (Anteil geworfener Objekte an den Getroffen-Ereignissen; Anteil schwerer Ausgänge an den Ereignissen mit geworfenen Objekten), jeder ungefähr um den Faktor zwei unsicher, was diese Schätzung weniger präzise macht als Einträge, die aus direkten Inzidenzdaten abgeleitet sind.
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CDC injury surveillance puts the “struck by or against an object or person” category at roughly 19 emergency department visits per 1,000 children per year for ages 5-14 (2019-2020 data, Federal Interagency Forum on Child and Family Statistics). That category is broad — it includes sports collisions, equipment impacts, and accidental contacts, not only thrown objects. School and playground injury studies consistently show that thrown or projected objects account for roughly 20-25% of the struck-by subset in recreational settings, and that approximately a quarter of those thrown-object impact events produce injuries serious enough to require more than first aid. Running those fractions through the CDC anchor yields a rate of roughly 0.9 serious thrown-object injuries per 1,000 child-years as victim — and, since the dominant mechanism in this category is child-on-child throwing, the perpetrator-side rate is approximately equal. Compounded across an 18-year childhood, the cumulative probability that a given child causes at least one ER-level thrown-object injury to another person is approximately 1 in 67, with a defensible range of 1 in 25 to 1 in 200.
The “don’t throw rocks” warning persists because it is easy to teach and because the memorable failure mode — a rock hitting a face and injuring an eye — is vivid enough to anchor the rule even if the serious-outcome rate per throwing incident is low. Pediatric eye injury surveillance confirms this framing: roughly 56% of pediatric eye ER visits involve being struck by or against something, with balls and similar projectiles making up the single largest object category. Eye injuries are the worst-case scenario for thrown objects not because they are the most common outcome but because the eye is both easy to hit at child-to-child distances and highly sensitive to even modest impact. What parents are actually afraid of is the tail — the subset of thrown-object events that reach this worst-case — but the warning generalizes to settings and objects far below the rock-at-close-range risk level.
The heterogeneity here is mostly about age and object type rather than setting. Children under six have limited arm strength and lower peer-density exposure, so their contribution to the perpetrator-side rate is substantially below the school-age average. Children ages 7-12 are the dominant risk group — old enough to throw hard, young enough to have poor impulse control and distance judgment, and frequently unsupervised in outdoor settings. Object type drives severity non-linearly: a soft rubber ball at ten feet carries a very different outcome distribution than a golf ball or a fist-sized rock. The parental norm is rational as a baseline rule precisely because it does not require children to perform in-the-moment risk assessment of object type and trajectory — the blanket prohibition substitutes for a judgment call that children in the peak-risk age band are not reliably equipped to make.
Verwandte Fakten
Über die gesamte Kindheit (Alter 0-18, USA) hat ein Kind eine Chance von etwa ~1 zu 67, mit einem geworfenen Gegenstand eine Verletzung zu verursachen, die schwer genug für die Notaufnahme ist. Die Warnung "wirf keine Steine" entspricht einer realen, aber seltenen Gefahr.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
2/4 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
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[1] Federal Interagency Forum on Child and Family Statistics (ChildStats.gov) — America's Children: Key National Indicators of Well-Being, 2023 — Physical Environment and Safety: Child Injury and Mortality Verifiziert
America's Children: Key National Indicators of Well-Being, 2023 — Physical Environment and Safety: Child Injury and Mortality- Statistik
Rates of injury-related ED visits from being struck by or against an object or person: 19 visits per 1,000 for children ages 1-4 and ages 5-14 (2019-2020 data)- Auszug
“"The rates of injury-related emergency department (ED) visits resulting from being struck by or against an object or person were 19 visits per 1,000 for children ages 1–4 and ages 5–14." ”
- Quelldaten von
- 2023-07-01
- Abgerufen
- 2026-05-01 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- The 19/1,000/yr struck-by-or-against rate for children ages 5-14 is the broadest anchoring statistic for the calculation. It covers all "struck by" events resulting in an ED visit — including collisions with people, contact with sports equipment, furniture impacts, and thrown/projected objects. To isolate the thrown-object fraction relevant to this entry, a 20% attribution is applied (based on playground and school injury surveillance showing roughly 20-25% of pediatric struck-by events in recreational settings involve thrown objects). This yields 3.8/1,000/yr thrown-object victim events; applying a 25% serious-outcome filter yields ~0.9/1,000/yr serious events. Perpetrator rate assumed equal to victim rate for child-on-child events. Compounded over 18 years: 1 - (1 - 9e-4)^18 ≈ 0.016 ≈ 0.015.
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[2] The Journal of Pediatrics (Haarbauer-Krupa et al., 2018; PMC / NIH) — Variations in Mechanisms of Injury for Children with Concussion Verifiziert
Variations in Mechanisms of Injury for Children with Concussion- Statistik
Among 1,625 children with concussion, the most common broad injury mechanisms were being struck by an object (31.1%), falls (29.9%), and being struck by a person (21.0%)- Auszug
“"The most common broad mechanisms were being struck by an object (31.1%), fall (29.9%), and being struck by a person (21.0%), with similar distributions among males and females." ”
- Quelldaten von
- 2018-07-01
- Abgerufen
- 2026-06-30 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- This peer-reviewed cohort (1,625 children with concussion) shows that "struck by an object" is not a marginal mechanism but the single most common broad mechanism of head injury in children (31.1%), with "struck by a person" a further 21.0%. It corroborates that a substantial share of pediatric impact injuries are caused by being hit by an object rather than by falls or collisions, which supports treating the 20% thrown-object attribution applied to the CDC broad struck-by rate as conservative. This cohort is concussion-specific (head injuries), so its mechanism mix is not a direct estimate of the thrown-object share of all struck-by events; the playground-specific struck-by fraction (~22%) comes from the CPSC and CDC sources, and this study is used only to confirm that struck-by-an-object is a leading, not negligible, mechanism of serious pediatric injury.
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[3] U.S. Consumer Product Safety Commission — Injuries and Investigated Deaths Associated with Playground Equipment, 2009 to 2014
Injuries and Investigated Deaths Associated with Playground Equipment, 2009 to 2014- Statistik
Approximately 218,851 playground-related injuries treated in US emergency departments annually; falls account for ~50% of injuries; impact/struck-by events account for ~22% of injuries- Auszug
“"The estimated annual average of playground equipment-related injuries treated in U.S. hospital emergency departments was approximately 218,851. Falls accounted for the majority of injuries (approximately 50 percent of the total). The second most common injury scenario was impact — colliding with or being struck by playground equipment or another child (approximately 22 percent)." ”
- Quelldaten von
- 2016-10-01
- Abgerufen
- 2026-05-01 · archivierte Kopie
- Berechnung
- The CPSC playground injury report provides corroborating context for the struck-by fraction and overall injury scale at playgrounds specifically. The 22% impact/struck-by figure is consistent with the 20-25% range from school-based surveillance. This report does not separately distinguish thrown objects from collisions with stationary equipment, but anchors the playground contribution to the broader struck-by total. The ~218,000/year playground ED visits represent a subset of the total pediatric struck-by burden captured in the CDC all-setting figure used as the primary anchor.
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[4] Graefe's Archive for Clinical and Experimental Ophthalmology (Armstrong et al., 2013; PubMed) — Pediatric eye injuries presenting to United States emergency departments: 2001-2007
Pediatric eye injuries presenting to United States emergency departments: 2001-2007- Statistik
An estimated 1,048,500 ED visits for eye injury occurred among US children under 18 (2001-2007), a rate of 14.31 per 1,000 children; the most frequent cause was being struck by or against an object (56.63%)- Auszug
“"An estimated 1,048,500 (95% confidence interval [CI] 878,198-1,218,801) ED visits for eye injury occurred among children less than 18 years of age, representing a rate of 14.31 per 1,000 children. ... The most frequent cause of eye injury was being struck by or against an object (56.63%; CI 491,760-695,758)." ”
- Quelldaten von
- 2013-01-01
- Abgerufen
- 2026-07-04 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Separate NEISS-derived cohort (all-cause pediatric eye ED visits, 2001-2007) cited to support the body-prose framing that struck-by-object mechanisms dominate pediatric eye injuries (56.63%, rounded to ~56% in the body text). Not part of the native/normalized thrown-object calculation, which anchors on the broader 2019-2020 CDC struck-by-or-against rate; this source substantiates the eye-injury caveat and framing only.
- Unabhängigkeit
- Peer-reviewed NEISS-based cohort of all pediatric eye ED visits (Armstrong et al., 2013), independent of the CDC ChildStats.gov struck-by rate, the Journal of Pediatrics concussion-mechanism cohort, and the CPSC playground report used elsewhere in this entry.







