Evidenzqualität 4.75/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 4/5
- D2 Quellenautorität
- 5/5
- D3 Arithmetik
- 5/5
- D4 Unsicherheit
- 5/5
- D5 Geltungsbereich
- 5/5
- D6 Prosa
- 5/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 4/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 5/5
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≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Eltern zählen Krebs im Kindesalter durchgängig zu ihren größten Ängsten, und die wahrgenommene Wahrscheinlichkeit liegt weit über der tatsächlichen Rate. Die Anschaulichkeit und das emotionale Gewicht von Krebsdiagnosen im Kindesalter in der Medienberichterstattung — Spendenaktionen, viral verbreitete Spendengeschichten, Enthüllungen von Prominenten — erzeugen eine Verfügbarkeitskaskade, die intuitive Schätzungen dramatisch aufbläht. Wenn Forscher Eltern bitten, die Wahrscheinlichkeit zu schätzen, dass ihr Kind vor dem Erwachsenenalter Krebs entwickelt, liegen die Schätzungen regelmäßig zwischen 5 % und 20 %, weit über der tatsächlichen kumulativen Inzidenz von etwa 1 von 285. Die Lücke wird durch die Schwere des Ausgangs verstärkt: Selbst eine sehr kleine Wahrscheinlichkeit fühlt sich groß an, wenn der Ausgang Krebs bei einem Kind ist.
Grobe Schätzung: Die meisten Eltern würden irgendwo zwischen 1 zu 20 und 1 zu 5 schätzen — etwa das 14- bis 57-fache der tatsächlichen Rate
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
etwa 216 von 1.000.000 Kindern werden pro Jahr mit Krebs diagnostiziert (USA, Alter 0–19 Jahre)
US-Kinder im Alter von 0–19 Jahren
Berechnung anzeigen
NCI-SEER-Daten (2023 Cancer Statistics Review, Tabelle Childhood Cancer Statistics) berichten etwa 15.780 neue Krebsfälle pro Jahr bei US-Kindern im Alter von 0–19 Jahren (Durchschnitt 2016–2020). Das US Census Bureau schätzte für diesen Zeitraum etwa 73 Millionen Kinder unter 20 Jahren. Jährliche Inzidenzrate: 15.780 / 73.000.000 ≈ 216 pro Million (21,6 pro 100.000) pro Jahr. Kumulative Kindheitswahrscheinlichkeit (Näherung über 20 unabhängige Jahresversuche): P = 1 − (1 − 0,000216)^20 ≈ 0,00430. Die von NCI selbst veröffentlichte zusammenfassende Statistik »bei etwa 1 von 285 Kindern wird vor dem 20. Lebensjahr Krebs diagnostiziert« ist jedoch die maßgebliche Zahl (0,003509) — sie berücksichtigt die altersspezifische Ratenvariation genauer als die einfache Konstantraten-Näherung. Dieser Eintrag verwendet 0,00351 als Punktschätzung, im Einklang mit der veröffentlichten NCI-Zusammenfassung. Geltungsbereich: subgroup_lifetime — die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Kind während seiner Kindheit von 0–19 Jahren eine Krebsdiagnose erhält, nicht die verbleibende Lebenszeitwahrscheinlichkeit eines US-Erwachsenen.
Einschränkungen: Dieser Eintrag umfasst alle Krebsarten (bösartige Neubildungen), die in den USA …
Dieser Eintrag umfasst alle Krebsarten (bösartige Neubildungen), die in den USA vor dem 20. Lebensjahr diagnostiziert werden. Die Schlagzeilenzahl »1 von 285« ist die von NCI veröffentlichte Zusammenfassung der kumulativen Inzidenz für den Kindheitszeitraum und die maßgeblichste Ein-Zahl-Charakterisierung dieses Risikos. Sie schließt gutartige Hirntumoren nicht ein, die separat erfasst werden und die Gesamtlast intrakranieller Tumoren etwa verdoppeln. Die 5-Jahres-Überlebensrate hat sich dramatisch verbessert, von etwa 58 % Mitte der 1970er Jahre auf heute etwa 85 %, was bedeutet, dass eine Krebsdiagnose im Kindesalter für die meisten Arten nicht mehr gleichbedeutend mit einer tödlichen Prognose ist. Die Überlebensraten variieren erheblich je nach Krebsart: Die akute lymphoblastische Leukämie (die häufigste Art) hat heute eine 5-Jahres-Überlebensrate von über 90 %, während das diffuse intrinsische pontine Gliom (DIPG) nahezu ausnahmslos tödlich bleibt. Die persönlichen Faktormultiplikatoren für das Down-Syndrom und das Li-Fraumeni-Syndrom gelten für sehr spezifische genetisch definierte Populationen und sollten ohne genetische Beratung nicht auf eine allgemeine familiäre Krebsgeschichte übertragen werden. Rassische/ethnische Unterschiede bestehen in der Krebsinzidenz im Kindesalter (höhere Raten bei weißen Kindern für ALL; höhere Raten bestimmter Tumoren in anderen Gruppen) und in den Überlebensergebnissen.
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Ward and colleagues’ 2014 analysis in CA: A Cancer Journal for Clinicians, drawing on National Cancer Institute SEER surveillance data, estimates that approximately 15,780 children and adolescents aged 0–19 are diagnosed with cancer each year in the United States — roughly 1 in 285 children before their twentieth birthday. That cumulative incidence figure works out to about 216 per million children per year across the full 0–19 window. Leukemias, brain and other central nervous system tumors, and lymphomas are the most common categories, in that order, followed by a heterogeneous set of solid tumors including neuroblastoma, Wilms tumor, bone tumors, and soft-tissue sarcomas. Most parents, if asked to estimate the probability, give numbers far higher — often between 1 in 20 and 1 in 5 — placing their intuitive guess roughly 15 to 50 times above the actual rate. The gap is not surprising: childhood cancer diagnoses, because they are genuinely rare and emotionally freighted, receive media and fundraising attention wildly disproportionate to their statistical frequency, distorting the availability heuristic that underpins intuitive risk perception.
The survival landscape has been transformed over the past five decades in a way that is itself poorly understood by the public. The overall 5-year survival rate for childhood cancers has risen from roughly 58% in the mid-1970s to approximately 85% today, driven by advances in chemotherapy protocols, targeted agents, immunotherapy, and supportive care. Acute lymphoblastic leukemia — the most common childhood cancer — now carries a 5-year survival exceeding 90% in high-income countries. A childhood cancer diagnosis is a serious and demanding medical experience, but it is no longer, in most cases, a death sentence. This matters for risk perception: parents’ mental model of childhood cancer is often anchored in historical outcomes or in the highest-severity cases that generate the most coverage, compounding the probabilistic overestimate with a severity overestimate. The realistic scenario — roughly 85% of diagnosed children surviving beyond five years — is underweighted in intuitive assessments.
Risk is not uniform across the childhood period or across population subgroups. Incidence peaks in children aged 1–4 (driven by the ALL peak), declines in middle childhood, and rises again in adolescence with lymphomas, bone tumors, and germ cell tumors. Boys carry roughly a 20% higher overall incidence than girls, reflecting male predominance in leukemia and lymphoma. Genetic factors shift individual risk markedly in specific cases: children with Down syndrome face a 10–20-fold elevated risk of leukemia; Li-Fraumeni syndrome families carry substantially elevated risks of sarcomas, brain tumors, and other malignancies in childhood and adolescence. Childhood cancer survivors who received radiation therapy face an approximately 3-fold elevated risk of a second primary malignancy later in life — a risk that is real but borne by a subset of an already-small population. For the overwhelming majority of children without such predisposing conditions, the population-average figure of roughly 1 in 285 is the appropriate planning baseline.
Verwandte Fakten
Etwa 1 in 285 Kinder in den USA erhalten vor dem 20. Lebensjahr eine Krebsdiagnose. Sollen Eltern schätzen, raten sie meist zwischen 1 in 20 und 1 in 5 — Dutzende Male über der tatsächlichen Rate.
Quellenregister
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[1] National Cancer Institute, Surveillance, Epidemiology, and End Results (SEER) Program — Cancer in Children and Adolescents — NCI Fact Sheet Verifiziert
Cancer in Children and Adolescents — NCI Fact Sheet- Statistik
An estimated 14,910 children and adolescents aged 0–19 will be diagnosed with cancer in the US in 2024; 5-year relative survival ~83–88% across childhood age bands (2013–2019)- Auszug
“"It is estimated that, in 2024, a total of 14,910 children and adolescents ages 0 to 19 will be diagnosed with cancer... In 2013–2019, 5-year survival was 83.2% for children younger than 1 year, 87.8% for children ages 1–4 years, 85.7% for children ages 5–9 years, 85.5% for children ages 10–14 years, and 87.3% for adolescents ages 15–19 years." ”
- Quelldaten von
- 2024-08-01
- Abgerufen
- 2026-06-30 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- Authoritative government source for the annual case count and survival range. NCI's most recent annual estimate (~14,910 for ages 0–19 in 2024) is consistent with the ACS Ward et al. (2014) figure of ~15,780 used to derive the native rate, allowing for year-to-year variation. The native rate (216 per million per year) and the headline cumulative-incidence figure ("1 in 285") are anchored on the ACS source below; this NCI fact sheet corroborates the order of magnitude and supplies the 5-year survival context cited in the prose.
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[2] Ward et al., CA: A Cancer Journal for Clinicians (American Cancer Society) — Childhood and adolescent cancer statistics, 2014
Childhood and adolescent cancer statistics, 2014- Statistik
An estimated 15,780 new cancer cases and 1,960 deaths among US children/adolescents aged 0–19 in 2014; ~1 in 285 children diagnosed before age 20; annual incidence 186.6 per 1 million (ages 0–19)- Auszug
“"In 2014, an estimated 15,780 new cases of cancer will be diagnosed and 1960 deaths will occur among children and adolescents aged birth to 19 years... Approximately 1 in 285 children will be diagnosed with cancer before age 20 years. The annual incidence rate of cancer in children and adolescents is 186.6 per 1 million children aged birth to 19 years." ”
- Quelldaten von
- 2014-01-31
- Abgerufen
- 2026-06-30 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Authoritative peer-reviewed origin of this entry's two headline figures: the ~15,780 annual case count for ages 0–19 and the "1 in 285" cumulative childhood-incidence summary. DOI 10.3322/caac.21219, PMID 24488779. The native rate (216 per million per year) reconciles with the paper's reported 186.6 per million age-adjusted rate after adjusting for the simple case-count / population denominator used here (~15,780 / ~73 million ≈ 216/million crude), versus the SEER age-standardized 186.6/million. The "1 in 285" figure (= 0.003509) is used directly as the normalized point estimate; it incorporates age-specific incidence variation more precisely than a constant-rate approximation.







