Evidenzqualität 5.0/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 5/5
- D2 Quellenautorität
- 5/5
- D3 Arithmetik
- 5/5
- D4 Unsicherheit
- 5/5
- D5 Geltungsbereich
- 5/5
- D6 Prosa
- 5/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 5/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
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≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Massenschiessen gehören zu den am häufigsten abgefragten Ängsten in den USA. In Gallups Erhebungswelle vom August 2019 gaben 48 % der Amerikaner an, »sehr« oder »etwas« besorgt zu sein, dass sie oder ein Familienmitglied Opfer eines Massenschiessens würden — die höchste von drei Messungen, die Gallup im Gefolge grösserer Vorfälle vornahm. Frauen, jüngere Erwachsene und Nicht-Waffenbesitzer berichten durchweg höhere Besorgnisniveaus, mit einer geschlechtsspezifischen Lücke von rund 20 Punkten, die über die Wellen hinweg stabil war.
Grobe Schätzung: ~1 zu einigen Tausend im Laufe des Lebens fühlt sich für viele Befragte ungefähr richtig an
Quelle: Gallup (2019) — Nearly Half in U.S. Fear Being the Victim of a Mass Shooting
Tatsächlich
~50 Tote pro Jahr (USA, öffentliche Massenschiessen)
US-Einwohner, gepoolt über Alter, Geschlecht, Ethnie und Geografie
Berechnung anzeigen
Verwendet die Definition »öffentliches Massenschiessen« (4+ mit Schusswaffen an einem öffentlichen Ort ermordete Opfer, nicht zurechenbar zu zugrunde liegender krimineller Aktivität) aus der Violence-Project-Datenbank und dem US National Institute of Justice. Die Violence-Project-Datenbank verzeichnet 1.446 Todesopfer über 202 Vorfälle von 1966 bis 2025, im Durchschnitt rund 24 Tote pro Jahr über das volle 60-Jahres-Fenster. Die jährliche Zahl ist hochgradig volatil — die jüngsten Jahrzehnte liegen höher als der langfristige Durchschnitt, wobei das Fenster 2015-2024 näher bei durchschnittlich 50 Toten pro Jahr liegt, hochgezogen durch Ausreisserereignisse (Las Vegas 2017: 60 Getötete; Orlando 2016: 49 Getötete). Setzt man ~50 Tote pro Jahr gegen eine US-Bevölkerung von ~335 Millionen, ergibt sich ein jährliches Risiko von ~1,49e-7 pro Person; aufaddiert über ein 59-jähriges verbleibendes Erwachsenenleben: 1 − (1 − 1,49e-7)^59 ≈ 8,8e-6, also ~1 zu 114.000. Das Unsicherheitsband spiegelt die legitime Spanne zwischen Datenbanken und Definitionen wider, keinen statistischen Stichprobenfehler.
Einschränkungen: Fast jedes Wort dieses Eintrags hängt von der Definition ab. Die Definition von …
Fast jedes Wort dieses Eintrags hängt von der Definition ab. Die Definition von »Massenmord« des Violence Project und des FBI verlangt vier oder mehr mit Schusswaffen an einem öffentlichen Ort getötete Personen, unter Ausschluss von Banden-, Drogen- und häuslichen Vorfällen — die obige Zahl verwendet diese Definition. Die separate »Active-Shooter«-Reihe des FBI hat eine niedrigere Schwelle (jeder Schütze, der in einem bevölkerten Gebiet aktiv am Töten beteiligt ist, ungeachtet der Opferzahl) und erzeugt grössere jährliche Gesamtzahlen. Mother Jones verwendet ein ähnliches Kriterium des öffentlichen Ortes, senkte aber die Schwelle 2013 von vier auf drei Tote. Das Gun Violence Archive verwendet »vier oder mehr Angeschossene (nicht notwendigerweise Getötete), beliebiger Kontext« und meldet Hunderte von Vorfällen pro Jahr — eine Grössenordnung mehr als die hier verwendete Definition, weil es banden- und häuslich bezogene Schiessereien einbezieht, die die Definition des öffentlichen Massenschiessens ausschliesst. Die gepoolte Jahresrate ist zudem hochgradig volatil: Ein einzelnes Ereignis wie Las Vegas 2017 (60 Getötete) oder Orlando 2016 (49 Getötete) kann die Todeszahl eines Jahres verdoppeln. Und wie bei allen gepoolten Kriminalitätszahlen sind Geografie und Ort von Bedeutung: Schulen, Arbeitsplätze, Gotteshäuser und Unterhaltungsstätten tragen sehr unterschiedliche Risiken pro Besuch, und die gesamte Pro-Kopf-Zahl ist die falsche Basis für ein spezifisches Umfeld.
Wie das Risiko variiert
Die Hauptzahl mittelt über sehr unterschiedliche Situationen. So variiert die Wahrscheinlichkeit nach Szenario oder Kontext:
1 zu 113.636
baseline figure from strict definition
1 zu 16.667
broader definition including all shootings with 4+ victims wounded raises the number roughly 7x
Balkenlänge und Schattierung ordnen diese Szenarien untereinander ein, nicht gegenüber anderen Risiken. Die genauen Wahrscheinlichkeiten stehen jeweils daneben.
Verwandte Risiken
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Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind von einem Fremden entführt wird?
Versehentlicher Schusswafffentod
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, durch eine versehentliche Schusswaffenentladung zu sterben?
Tödliche Polizeibegegnung
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, von der Polizei getötet zu werden?
Vergleichsrisiko wählen
Unter der „öffentliches Massenschiessen”-Definition der Violence Project Datenbank und des US National Institute of Justice — vier oder mehr mit einer Schusswaffe an einem öffentlichen Ort Getötete, nicht zurechenbar zu zugrunde liegender krimineller Aktivität — haben die USA rund 1.446 Tote über 202 Vorfälle zwischen 1966 und 2025 verzeichnet. Das ergibt durchschnittlich etwa 24 Tote pro Jahr über das volle 60-Jahres-Fenster und näher an ~50 pro Jahr im letzten Jahrzehnt. Gegen eine US-Bevölkerung von ~335 Millionen und einen 59-jährigen Erwachsenenhorizont ergibt das rund 1 zu 114.000 Lebenszeit — eine Rate etwa 30× niedriger als die Lebenszeitchancen, in den USA durch jedes Mittel ermordet zu werden, und rund 7× höher als die Lebenszeitchancen eines tödlichen kommerziellen Flugzeugabsturzes.
Die Wahrnehmungs-Realitäts-Lücke ist gross, aber ungewöhnlich ehrlich auf beiden Seiten. Gallups 2019-Umfrage fand 48% der US-Erwachsenen „sehr” oder „etwas” besorgt, Opfer eines Massenschiessens zu werden — die Sorge folgt der Nachrichtenberichterstattung über jüngste Ereignisse statt der zugrunde liegenden Basisrate. Eine sorgfältige Lektüre dieser Zahlen ist nicht „Sie sind irrational”; es ist „die Wahrscheinlichkeit persönlicher Beteiligung ist niedrig, die kollektiven und psychologischen Kosten sind es nicht, und das sind zwei verschiedene Fragen.”
Wo die Zahl nicht gilt: Die Definition schliesst Banden-, Drogen- und häusliche Schiessereien aus, was bedeutet, dass die Zahl hier niedriger ist als Gesamtzahlen des Gun Violence Archive um rund eine Grössenordnung. Die jährliche Zahl ist volatile in einer Weise, die der Gesamtdurchschnitt verbirgt: Ein einzelnes Las-Vegas-2017-Ereignis tötete 60 Menschen und übersteigt allein den Langzeit-Jahresdurchschnitt.
Verwandte Fakten
An Herzerkrankung zu sterben ist ~9.700-mal wahrscheinlicher als in einer Massenschiesserei im Leben eines US-Erwachsenen (1 zu 12 vs ~1 zu 110.000). Die oeffentliche Berichterstattung folgt dem umgekehrten Verhaeltnis.
1 von 6 Jugendlichen unternimmt einen Suizidversuch. Die Wahrscheinlichkeit, in einer Massenschiesserei zu sterben: 1 zu 110.000. Schulen ueben Lockdowns fuer die seltene Bedrohung und uebersehen die haeufige in der Klasse.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
1/3 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
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[1] US National Institute of Justice — Public Mass Shootings: Database Amasses Details of a Half Century of U.S. Mass Shootings with Firearms, Generating Psychosocial Histories Verifiziert
Public Mass Shootings: Database Amasses Details of a Half Century of U.S. Mass Shootings with Firearms, Generating Psychosocial Histories- Statistik
167 public mass shootings in the US 1966–2019 under the Violence Project definition; 20% of incidents occurred in the last five years of the study period- Auszug
“"The project spanned mass shootings over more than 50 years, yet 20% of the 167 mass shootings in that period occurred in the last five years of the study period. More than half occurred after 2000, of which 33% occurred after 2010. The years with the highest number of mass shootings were 2018, with nine, and 1999 and 2017, each with seven." ”
- Quelldaten von
- 2022-02-03
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- NIJ's writeup of the Violence Project database is the authoritative government-funded treatment of the "public mass shooting" definition: four or more victims murdered with firearms within one event, at least some of the murders in a public location, not attributable to underlying criminal activity (gang, drug, domestic). This is the definition used for the native and normalized figures. The NIJ figure of 167 incidents through 2019 is consistent with the Violence Project's updated total of 202 incidents through 2025 (35 additional incidents in ~6 years, matching the accelerating rate).
- Unabhängigkeit
- NIJ funded the Violence Project database, so these two sources are not independent — they describe the same underlying data pipeline. Treat as one authoritative source with a peer review layer.
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[2] The Violence Project — Mass Shooter Database
Mass Shooter Database- Statistik
202 mass shooting incidents and 1,446 fatalities in the US from 1966 through 2025 under the four-or-more-killed-in-public definition- Auszug
“"The database contains comprehensive data: 202 mass shootings tracked from 1966 to 2025; 1,446 lives lost across all incidents; 2,246 non-fatal casualties." ”
- Quelldaten von
- 2025-12-31
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Berechnung
- 1,446 deaths / 60 years ≈ 24 deaths/year as the long-run average. The recent decade runs higher — roughly 40–60 deaths/year depending on which single-event outliers fall inside the window. I used ~50 deaths/year as the central estimate for the normalized figure, with a low bound of ~30/year (typical non-peak years) and a high bound of ~100/year (peak year including a Las-Vegas-scale event averaged in). Against a US population of ~335M and a 59-year adult horizon, those bounds give lifetime odds of roughly 1 in 190,000 (low) to 1 in 57,000 (high), with the central value at ~1 in 114,000.
- Unabhängigkeit
- The Violence Project is the primary data collection; NIJ is the federal funder and reviewer. Mother Jones and the FBI Active Shooter reports use overlapping but meaningfully different definitions and produce different totals. See caveats.
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[3] Gallup — Nearly Half in U.S. Fear Being the Victim of a Mass Shooting
Nearly Half in U.S. Fear Being the Victim of a Mass Shooting- Statistik
48% of US adults worried very or somewhat about being a victim of a mass shooting (August 2019)- Auszug
“"Almost half of Americans (48%) are worried that they or a family member will be a victim of a mass shooting, the highest reading of three conducted in the wake of a mass shooting. Currently, 48% of U.S. adults are 'very' or 'somewhat' worried, compared with 39% in 2017 after one gunman killed 58 people in Las Vegas and 38% in 2015 after a San Bernardino shooter left 14 dead." ”
- Quelldaten von
- 2019-09-10
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Used only for the perceived-risk side. The 48% figure is the share of respondents reporting very-or-somewhat worry, not an elicited probability; there is no direct conversion to a subjective lifetime probability. Gallup's poll is the best-known national instrument for tracking mass-shooting worry even though the series is short and event-driven.
- Unabhängigkeit
- Gallup telephone polling, entirely separate from the Violence Project / NIJ incident-database pipeline. Used only for the perceived-risk axis — measures public worry, not mass-shooting incidence or fatalities.







