Evidenzqualität 4.88/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 5/5
- D2 Quellenautorität
- 5/5
- D3 Arithmetik
- 5/5
- D4 Unsicherheit
- 4/5
- D5 Geltungsbereich
- 5/5
- D6 Prosa
- 5/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 5/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 5/5
≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Supervulkane besetzen eine eigentümliche Nische in der kollektiven Angst: Die meisten haben von Yellowstones Caldera gehört und ahnen vage, dass ein Ausbruch die Zivilisation beenden würde, doch fast niemand liegt deswegen wach. Periodische Medienzyklen – ausgelöst durch kleinere seismische Schwärme oder eine Clickbait-Schlagzeile darüber, dass Yellowstone »überfällig« sei – lassen die öffentliche Besorgnis kurz aufflackern, bevor sie wieder abklingt. Keine große Meinungsforschungsorganisation erfasst die Sorge vor Supervulkanen im Speziellen, aber der kulturelle Fußabdruck (Katastrophenfilme, YouTube-Weltuntergangs-Compilations) legt nahe, dass das wahrgenommene Risiko zwischen »unmöglich« und »Aussterbeereignis« schwankt, mit wenig Kalibrierung dazwischen.
Grobe Schätzung: 19,2 % der US-Erwachsenen geben an, sich vor einem großen Vulkanausbruch zu fürchten oder sehr zu fürchten (Chapman-Umfrage 2024)
Tatsächlich
~1 zu 730.000 pro Jahr (USGS-Schätzung für Yellowstone VEI-8)
Weltbevölkerung, jede VEI-8-Supereruption (Yellowstone-Klasse)
Berechnung anzeigen
Der USGS schätzt die jährliche Wahrscheinlichkeit einer VEI-8-Supereruption der Yellowstone-Klasse auf etwa 1 zu 730.000. Der globale geologische Katalog der M8-Eruptionen (VEI-8) (Mason, Pyle & Oppenheimer 2004) zeigt eine Mindesthäufigkeit von ≈1,4 Ereignissen pro Million Jahre – etwa eines alle 700.000 Jahre – über die letzten 36 Ma, sodass ein Einzelsystem wie Yellowstone einen großen Anteil dieses Risikos ausmacht. Mit der USGS-Jahreszahl und aufgezinst über 59 verbleibende Erwachsenenjahre: 1 − (1 − 1/730.000)⁵⁹ ≈ 8,08 × 10⁻⁵. Dies ist ein statistischer Erwartungswert über geologische Zeit; der USGS merkt an, diese Zahl »ist für die kurze Frist wahrscheinlich eine Überschätzung« angesichts des Fehlens von Vorläufersignalen. Die Wahrscheinlichkeit ist global im Umfang – eine VEI-8-Eruption irgendwo würde einen vulkanischen Winter erzeugen, der den gesamten Planeten betrifft.
Einschränkungen: Die »Lebenszeitwahrscheinlichkeit« eines Supervulkanausbruchs teilt dieselbe sta…
Die »Lebenszeitwahrscheinlichkeit« eines Supervulkanausbruchs teilt dieselbe statistische Fiktion wie das Risiko eines Asteroideneinschlags: Der Erwartungswert wird von einem Ereignis dominiert, das so selten ist, dass keine menschliche Zivilisation je eines erlebt hat. Die letzte VEI-8-Eruption (das Oruanui-Ereignis des Taupo) fand vor etwa 26.500 Jahren statt. Die USGS-Zahl von 1 zu 730.000 pro Jahr ist eine Häufigkeitsschätzung aus drei Datenpunkten über 2,1 Millionen Jahre – keine Prognose. Träte eine VEI-8-Eruption tatsächlich ein, hinge die Wahrscheinlichkeit eines individuellen Todes stark von der Nähe und der Schwere des darauffolgenden vulkanischen Winters ab; ein globaler Zusammenbruch der Landwirtschaft könnte weit mehr Menschen töten als die Eruption selbst.
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Vergleichsrisiko wählen
Der USGS beziffert die jährliche Wahrscheinlichkeit einer Supereruption der Yellowstone-Klasse auf etwa 1 zu 730.000, abgeleitet aus der Division der 2,1 Millionen Jahre langen Geschichte der Caldera durch ihre drei bekannten VEI-8-Ereignisse. Über ein Erwachsenenleben kumuliert, ergibt sich daraus etwa 1 zu 12.400 – weit höher als ein Asteroideneinschlag, aber in erfahrungsmäßiger Hinsicht immer noch verschwindend gering. Die Behörde selbst warnt, dass selbst diese Zahl „für die kurze Frist wahrscheinlich eine Überschätzung ist“, da Yellowstones Magmareservoir keine der Vorläufersignale (schnelle Bodenverformung, zunehmende Seismizität, Änderungen des Gasflusses) zeigt, die großen Eruptionen auf menschlich beobachtbaren Zeitskalen vorausgehen.
Weltweit katalogisierten Mason, Pyle und Oppenheimer (2004) 42 M8-Eruptionen (VEI-8) in den letzten 36 Millionen Jahren, was auf eine Mindesthäufigkeit von etwa 1,4 Ereignissen pro Million Jahre hindeutet – etwa einmal alle 700.000 Jahre – und auf eine Wahrscheinlichkeit von mindestens 75 %, dass irgendwo auf der Erde innerhalb der nächsten Million Jahre eine M8-Eruption stattfindet. Dies ist eine Mindestzahl aus einem unvollständigen Datensatz; andere Schätzungen, die die Untererfassung korrigieren, setzen das effektive Intervall für Supereruptionen näher bei einmal alle 100.000 bis 200.000 Jahre an. So oder so wird der geologische Katalog unvollständiger, je weiter man zurückblickt, sodass die USGS-Schätzung für ein Einzelsystem besser abgesichert ist. Das letzte bestätigte VEI-8-Ereignis – die Oruanui-Eruption des Taupo in Neuseeland – ereignete sich vor etwa 26.500 Jahren. Der USGS nennt vier Systeme, die in den letzten zwei Millionen Jahren solche kalderabildenden Eruptionen hervorgebracht haben: Yellowstone, Long Valley im Osten Kaliforniens, Toba (Indonesien) und Taupo – und weist darauf hin, dass auch große Kalderavulkane in Japan, Indonesien und Südamerika wahrscheinliche Kandidaten sind.
Die eigentliche Risikoberechnung ist nicht die Eruptionswahrscheinlichkeit, sondern das Ausmaß der Folgen. Ein VEI-8-Ereignis würde Hunderte von Kubikkilometern Material ausstoßen und einen stratosphärischen Sulfataerosolschleier erzeugen, der laut Modellen die globalen Temperaturen über Jahre hinweg um 5-10 Grad Celsius senken würde – ein vulkanischer Winter, der die globale Landwirtschaft zum Kollaps bringen könnte. Direkte Todesfälle in der Nähe des Eruptionsortes würden durch die indirekte Todesopferzahl aufgrund von Ernteausfällen und gesellschaftlichen Störungen in den Schatten gestellt. Diese Konsequenzasymmetrie ist der Grund, warum Supervulkane in nationalen Risikoregistern auftauchen, obwohl die Wahrscheinlichkeiten, bei ehrlicher Betrachtung, in einem einzelnen Menschenleben nicht von Null zu unterscheiden sind.
Verwandte Fakten
Ein VEI-8-Supervulkanausbruch hat eine Lebenszeitwahrscheinlichkeit von nahe 1 zu 12.400, ausgehend von einer USGS-Jahresschätzung von etwa 1 zu 730.000 für Yellowstone. Rund 19,2% der US-Erwachsenen geben an, einen großen Ausbruch zu fürchten.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
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[1] U.S. Geological Survey — Questions About Supervolcanoes
Questions About Supervolcanoes- Statistik
Annual probability of a Yellowstone supereruption is approximately 1 in 730,000- Auszug
“"The annual probability of a Yellowstone eruption is approximately 1 in 730,000... Given Yellowstone's past history, the yearly probability of another caldera-forming eruption can be approximated as 1 in 730,000 or 0.00014%." ”
- Quelldaten von
- 2024-01-15
- Abgerufen
- 2026-04-18 · archivierte Kopie
- Berechnung
- USGS derives the 1-in-730,000 figure from Yellowstone's three caldera-forming eruptions over 2.1 million years (2.1M / 3 ≈ 700,000-year average interval, rounded to 730,000). Annual individual risk: 1/730,000 ≈ 1.37 × 10⁻⁶. Over 59 adult years: 1 − (1 − 1.37 × 10⁻⁶)⁵⁹ ≈ 8.08 × 10⁻⁵. This is the probability of experiencing a supereruption, not dying in one — mortality would depend on location, agricultural collapse severity, and societal response.
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[2] Bulletin of Volcanology (Mason, Pyle, Oppenheimer) — The size and frequency of the largest explosive eruptions on Earth
The size and frequency of the largest explosive eruptions on Earth- Statistik
M8 (VEI-8) eruptions recur roughly once per 700,000 years globally (minimum ≈1.4 events per million years over the past 36 Ma)- Auszug
“"Eruptions of size M8 and larger have occurred with a minimum frequency of ≈1.4 events/Ma in two pulses over the past 36 Ma. On the basis of the activity during the past 13.5 Ma, there is at least a 75% probability of a M8 eruption (>10¹⁵ kg) occurring within the next 1 Ma." ”
- Quelldaten von
- 2004-11-01
- Abgerufen
- 2026-04-18 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Mason, Pyle & Oppenheimer catalogue 47 known M≥8 eruptions, of which 42 fall in the past 36 Ma, giving a minimum global M8 frequency of ≈1.4 events/Ma — i.e. one roughly every 700,000 years, comparable to the USGS Yellowstone-specific interval when only a single system is considered. The record is incomplete (a minimum count), and other authors (e.g. Pyle 2000; Self 2006) place the effective supereruption recurrence at one per 100,000–200,000 years once undercounting is corrected. Because the older record is progressively less complete, the USGS single-system Yellowstone estimate is the more conservative, better-constrained figure used for the headline calculation.
- Unabhängigkeit
- Mason et al. use a global geological catalogue of large explosive eruptions independent of USGS Yellowstone Volcano Observatory monitoring data.
-
[3] U.S. Geological Survey (Yellowstone Volcano Observatory, Caldera Chronicles) — So, when will the next eruption at Yellowstone happen?
So, when will the next eruption at Yellowstone happen?- Statistik
Yellowstone is not 'overdue'; the ~0.001% annual eruption probability is likely an overestimate for the short term- Auszug
“"Based on our current knowledge of Yellowstone's eruptive history, the annual probability of a volcanic eruption is on the order of 0.001%, but even this low number is probably an overestimate for the short term." ”
- Quelldaten von
- 2024-11-04
- Abgerufen
- 2026-04-18 · archivierte Kopie
- Berechnung
- USGS explicitly cautions that the naive recurrence-interval calculation overstates near-term risk because Yellowstone shows no precursory magmatic signals consistent with an impending eruption. This caveat is reflected in the wide uncertainty band applied to the normalized lifetime figure.







