Evidenzqualität 4.88/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 5/5
- D2 Quellenautorität
- 5/5
- D3 Arithmetik
- 5/5
- D4 Unsicherheit
- 4/5
- D5 Geltungsbereich
- 5/5
- D6 Prosa
- 5/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 5/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 5/5
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≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Krebs ist eine der wenigen Ängste, bei der die Intuition der Öffentlichkeit ungefähr richtig ist. Chapmans Survey of American Fears 2023 setzt »schwere Krankheit geliebter Menschen« mit 50,6 % ängstlich oder sehr ängstlich auf Platz 5 und »Tod geliebter Menschen« mit 50,4 % auf Platz 6 — Krebs ist der häufigste Treiber beider. Die meisten Erwachsenen ordnen Krebs zu Recht als »eine der Grossen« ein, und die Zahlen bestätigen das. Dieser Eintrag behandelt die Krebssterblichkeit aller Ursachen als ein einzelnes Aggregat; spezifische Lokalisationen (Lunge, Brust, Kolorektal, Bauchspeicheldrüse) erhalten eigene Einträge mit ihren eigenen sehr unterschiedlichen Risikoprofilen.
Grobe Schätzung: Die meisten Erwachsenen schätzen das Lebenszeitrisiko für einen Krebstod intuitiv auf etwa 1 zu 5 bis 1 zu 10 — was nahe an der Wahrheit liegt
Tatsächlich
~9,7 Millionen Krebstode pro Jahr weltweit (~1 von 6 aller Todesfälle)
global, alle Altersgruppen, alle Krebslokalisationen zusammen
Berechnung anzeigen
Verwendet die IARC-GLOBOCAN-2022-Schätzung von »nahezu 10 Millionen Krebstoten im Jahr 2022« (veröffentlicht am 4. April 2024) als kanonische jährliche globale Krebssterblichkeitszahl und die Zahl des WHO-Krebs-Faktenblatts von »nahezu jedem sechsten Todesfall« weltweit als Gegenprobe. Nimmt man ~9,7 Millionen jährliche Krebstode auf eine globale Erwachsenenbevölkerung von ~5,5 Milliarden (Alter 18+), ergibt das eine jährliche Rate pro Erwachsenem von ~1,76 pro 1.000. Naiv über 60 Jahre verbleibender Erwachsenenlebenszeit kumuliert: 1 - (1 - 0,00176)^60 ≈ 0,10. Das ist eine Untergrenze, keine Obergrenze, weil die Krebsinzidenz stark auf höhere Altersgruppen konzentriert ist und die naive Kumulierung das Risiko als altersflach behandelt. Korrigiert man nach oben für die Altersverteilung — die meisten Krebstode treten oberhalb von 60 Jahren auf, sodass die Gefährdung im letzten Drittel des Erwachsenenlebens mehrfach höher ist als der Durchschnitt —, ergibt sich eine globale Lebenszeitmortalitätszahl im Bereich von 14-17 %, im Einklang mit (aber leicht unterhalb) der direkten US-Schätzung der American Cancer Society von ~17,2 % für Männer und ~16 % für Frauen. Die niedrigere globale Zahl spiegelt eine höhere konkurrierende Sterblichkeit durch Infektionskrankheiten, mütterliche/perinatale Ursachen und Verletzungen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen wider. Schlagzeilenzahl 0,14 (≈ 1 zu 7) mit einem Unsicherheitsband von 1 zu 6 bis 1 zu 9, um die Sensitivität gegenüber Fenster und Altersstruktur abzubilden. Der Geltungsbereich ist global-Erwachsenen-Lebenszeit statt US-Erwachsenen-Lebenszeit, weil die Krebslast über Entwicklungsstufen hinweg deutlich variiert und die reine US-Zahl die globale Basisrate überschätzen würde.
Einschränkungen: »Krebs« umfasst etwa 200 verschiedene Krankheiten, die nur durch einen gemeinsam…
»Krebs« umfasst etwa 200 verschiedene Krankheiten, die nur durch einen gemeinsamen biologischen Mechanismus und sonst nichts gruppiert werden. Das Fünf-Jahres-Überleben reicht von unter 15 % (Bauchspeicheldrüse, Leber, Speiseröhre in den meisten Populationen) bis über 95 % (lokalisierter Prostata-, Schilddrüsen-, Hodenkrebs), sodass die aggregierte Zahl ein Skalenmarker ist, keine Prognose. Dieser Eintrag betrifft die Sterblichkeit, nicht die Inzidenz: Die Lebenszeit-*Inzidenz* irgendeines Krebses liegt laut ACS in den USA bei etwa 1 von 2 und global bei etwa 1 von 5 laut den GLOBOCAN-Zahlen zum kumulativen Risiko 0-74. Die Sterblichkeitszahl ist kleiner, weil sich das Überleben nach Krebs erheblich verbessert hat — in Hocheinkommensländern ist die altersstandardisierte Krebstodesrate seit 1990 um etwa ein Drittel gefallen, selbst während die absoluten Zahlen mit der Bevölkerungsalterung steigen. Krebserkrankungen spezifischer Lokalisationen (Lunge, Brust, Kolorektal, Prostata, Bauchspeicheldrüse) erhalten eigene Likelier-Einträge mit ihren eigenen sehr unterschiedlichen Verteilungen.
Wie das Risiko variiert
Die Hauptzahl mittelt über sehr unterschiedliche Situationen. So variiert die Wahrscheinlichkeit nach Szenario oder Kontext:
1 zu 7,1 · 14%
~9.7M cancer deaths/yr across ~8B people (IARC GLOBOCAN 2022)
1 zu 5,8 · 17%
ACS direct lifetime estimate from SEER data; ~1 in 6
1 zu 6,3 · 16%
ACS direct lifetime estimate from SEER data; ~1 in 6
1 zu 11 · 9,0%
Lower headline number because competing mortality (infectious disease, maternal, injury) removes adults from the denominator before they reach peak cancer-risk age; age-standardized cancer death rate is not meaningfully lower
Balkenlänge und Schattierung ordnen diese Szenarien untereinander ein, nicht gegenüber anderen Risiken. Die genauen Wahrscheinlichkeiten stehen jeweils daneben.
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Vergleichsrisiko wählen
Krebs tötet jährlich weltweit nahezu 10 Millionen Menschen laut IARCs GLOBOCAN-2022-Release — „nahezu jeder sechste Todesfall” in der Formulierung der World Health Organization. Über eine globale Erwachsenenbevölkerung verteilt und nach der Altersstruktur gewichtet, ergibt das etwa 1 zu 7 als Lebenszeitmortalitätszahl für einen heute lebenden Erwachsenen. Die direkte US-Schätzung der American Cancer Society aus SEER-Daten ist enger und höher: 17,2% für Männer, 16% für Frauen, im Wesentlichen 1 zu 6 für beide. In jedem Fall liegt Krebs in derselben Grössenordnung wie Schlaganfall und Herzkrankheit und rund 40× über Mord, 1.500× über dem durchschnittlichen Lebenszeit-Flugzeugabsturzrisiko eines US-Erwachsenen und mehrere Grössenordnungen über fast jedem anderen Eintrag auf dieser Website.
Das Interessante an Krebs im Likelier-Katalog: Es ist der seltene Eintrag, bei dem wahrgenommenes und tatsächliches Risiko ungefähr übereinstimmen. Chapmans 2023 Survey of American Fears setzt „schwere Krankheit geliebter Menschen” auf Platz 5 (50,6% ängstlich oder sehr ängstlich) und „Tod geliebter Menschen” auf Platz 6 (50,4%) — und Krebs ist der dominante Treiber beider. Die meisten Erwachsenen ordnen Krebs als „eine der Grossen” ein, und die Arithmetik stimmt zu. Das ist ungewöhnlich. Das dominierende Muster auf dieser Website ist eine weite Lücke zwischen Angst und Häufigkeit (Haiangriffe, Flugzeugabstürze, Terrorismus, Entführung) oder eine Lücke in der anderen Richtung (Autounfälle, Stürze, Schlaganfälle). Krebs ist eine der wenigen Ängste, bei der die Öffentlichkeit ungefähr kalibriert ist — ein nützlicher Anker statt eines Entlarvungsziels.
Wo die Zahl nicht gilt: „Krebs” umfasst etwa 200 verschiedene Krankheiten mit völlig unterschiedlichen Prognosen und Risikoprofilen. Das 5-Jahres-Überleben bei Bauchspeicheldrüsenkrebs liegt unter 15%; bei lokalisiertem Prostata-, Hoden- und Schilddrüsenkrebs über 95%. Das Aggregat verbirgt fast alles Interessante über die individuelle Varianz. Alter dominiert die Gefährdung — ein 70-Jähriger hat etwa die 4-fache jährliche Krebstodesrate eines 40-Jährigen — und eine kleine Zahl modifizierbarer Inputs dominiert den Rest, mit Rauchen als grösstem Einzelhebel in Hocheinkommensländern. Die ehrliche Einzeiler-Zahl: etwa 1 zu 7 global, etwa 1 zu 6 in den USA. Als Untergrenze für die Risikoskala verwenden, nicht als persönliche Beratung.
Verwandte Fakten
Chronische Rueckenschmerzen betreffen 80% der Erwachsenen. Krebs betrifft ~40%. Rueckenschmerzen sind die Nr. 1 Ursache fuer Behinderung weltweit, aber niemand veranstaltet Spendengalas fuer Bandscheibenerkrankungen.
Lebenszeit-Wahrscheinlichkeit fuer Depression: 20,6% (1 von 5). Fuer Krebs: ~40%. Depression betrifft halb so viele Menschen wie Krebs, erhaelt aber ~ein Zehntel der Forschungsfinanzierung pro Patient.
Etwa 1 von 5 US-Erwachsenen wird im Leben eine klinische Depression erleben (~21%). Krebs betrifft ~40%. Beides ist haeufig; nur eines dominiert das Gespraech ueber Vorsorge.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
3/4 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
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[1] International Agency for Research on Cancer (IARC) / World Health Organization — New report on global cancer burden in 2022 by world region and human development level Verifiziert
New report on global cancer burden in 2022 by world region and human development levelSee all 3 Likelier entries citing this source →
- Statistik
Almost 20 million new cases of cancer and close to 10 million deaths from cancer in 2022 globally (GLOBOCAN 2022)- Auszug
“"There were almost 20 million new cases of cancer and close to 10 million deaths from cancer in 2022." ”
- Quelldaten von
- 2024-04-04
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- GLOBOCAN 2022 reports ~9.7 million global cancer deaths. Across ~5.5 billion adults (age 18+), that is ~1.76 per 1,000 adults per year. Naive 60-year compounding gives ~10%, but age-weighting (most cancer deaths occur above age 60) pulls the realistic lifetime figure into the 14-17% range. Rounded to 0.14 (≈ 1 in 7) as the global mid-point, bracketed by 1 in 9 on the optimistic side and 1 in 6 on the pessimistic side where it meets the direct US estimate.
- Unabhängigkeit
- IARC GLOBOCAN is the upstream dataset that WHO, ACS international comparisons, and the IHME Global Burden of Disease cancer module all draw from. Treat the IARC figure and the WHO cancer fact sheet below as partially dependent: they agree to one significant figure precisely because WHO republishes IARC headline numbers.
-
[2] World Health Organization — Cancer — fact sheet Verifiziert
Cancer — fact sheet- Statistik
Cancer accounted for nearly 10 million deaths in 2020, or nearly one in six deaths- Auszug
“"Cancer is a leading cause of death worldwide, accounting for nearly 10 million deaths in 2020, or nearly one in six deaths." ”
- Quelldaten von
- 2025-02-03
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- WHO’s "nearly one in six deaths" framing is used directly as the share-of-all-deaths cross-check. If total global deaths are ~60 million/year and cancer is 1/6 of those, that implies ~10 million — aligned with the IARC GLOBOCAN 2022 headline. Used as the plain-English framing in the long-form body text.
- Unabhängigkeit
- WHO cancer fact sheet republishes IARC/GLOBOCAN headline numbers; same upstream data pipeline as the first source. Included as the authoritative top-line institutional citation rather than as an independent verification.
-
[3] American Cancer Society — Lifetime Probability of Developing or Dying From Cancer
Lifetime Probability of Developing or Dying From CancerSee all 3 Likelier entries citing this source →
- Statistik
Lifetime probability of dying from cancer in the US: 17.2% for men (≈ 1 in 6), 16% for women (≈ 1 in 6)- Auszug
“"Men: Developing any cancer 39.9% (1 in 3); Dying from cancer 17.2% (1 in 6). Women: Developing any cancer 39.0% (1 in 3); Dying from cancer 16% (1 in 6)." ”
- Quelldaten von
- 2025-01-30
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Berechnung
- ACS uses SEER incidence data (2018, 2019, 2021) and SEER mortality data (2020-2022) to compute direct lifetime probabilities from a life-table conditional on birth. ~17% US lifetime cancer death probability is the methodological gold standard for "direct" lifetime risk; it anchors the top of the Likelier uncertainty band. The global figure sits below the US figure because competing mortality in LMICs removes adults from the denominator before they reach peak cancer-risk age, not because cancer is "safer" globally.
- Unabhängigkeit
- SEER (NCI) and IARC (WHO) are independent compilation pipelines — SEER is US-only vital registration and population-based cancer registries, IARC aggregates national registry data worldwide. Comparing the two anchors the global-vs-US gap.
-
[4] Our World in Data (Dattani, Samborska, Ritchie, Roser) — Cancer Verifiziert
Cancer- Statistik
Around 10 million people died from cancer in 2021; around 15% of all deaths were cancer deaths- Auszug
“"Around 10 million people died from cancer in 2021. [...] around 15% of all deaths were cancer deaths." ”
- Quelldaten von
- 2024-10-07
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- OWID cites IHME Global Burden of Disease 2021 for the 10-million figure and the 15% share. That 15% (vs WHO’s "nearly one in six" ≈ 16.7%) is the tight cross-check on the headline order of magnitude. The age-standardized cancer death rate has fallen roughly one-third since 1990 in high-income countries, so the headline lifetime number is slowly drifting downward even as the absolute count rises with population aging.
- Unabhängigkeit
- OWID derives from IHME GBD, which is methodologically independent of IARC GLOBOCAN (IHME builds its own cause-of-death model from vital registration, verbal autopsy, and survey inputs). The two pipelines agree on ~10 million annual cancer deaths to one significant figure, which is the strongest cross-check available.







