Evidenzqualität 4.63/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 5/5
- D2 Quellenautorität
- 5/5
- D3 Arithmetik
- 4/5
- D4 Unsicherheit
- 4/5
- D5 Geltungsbereich
- 5/5
- D6 Prosa
- 5/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 4/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 5/5
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- Deine Faktoren
≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Busse erben einige derselben Intuitionen, die Menschen Flugzeuge und Züge fürchten lassen: man ist eingeschlossen, man fährt nicht selbst, und die wenigen Unglücke, die tatsächlich passieren, sind tendenziell dramatische Ereignisse mit vielen Opfern, die in die Nachrichten kommen. Das Bauchgefühl zur Bussicherheit ist, dass sie »irgendwo zwischen einem Auto und einem Zug, wahrscheinlich näher an einem Auto« liegt. Die Daten pro Passagierkilometer sagen das Gegenteil: Bus- und Reisebusverkehr steht neben Schiene und kommerzieller Luftfahrt in der sichersten Stufe aller motorisierten Verkehrsmittel.
Grobe Schätzung: pro Fahrt ungefähr so riskant wie ein Auto
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
~0,2 Bus-/Reisebus-Passagiertote pro Milliarde Passagierkilometer (EU, 2010-2019)
EU-Bus- und Reisebuspassagiere
Berechnung anzeigen
Ausgangspunkt ist die Zahl der Europäischen Kommission / ETSC von rund 0,3 Todesfällen pro Milliarde Passagierkilometer für Bus- und Reisebusverkehr in der EU (eine Industrieländer-Basislinie, die hier als Näherung für einen gut regulierten Linienverkehr verwendet wird). Es wird angenommen, dass ein typischer globaler Erwachsener in der Grössenordnung von 500-1.000 Bus-Passagierkilometern pro Jahr ansammelt, gemittelt über 59 Erwachsenenjahre — ein grober Mittelwert zwischen dem Leser, der fast nie einen Bus nimmt, und dem Leser, der täglich mit einem pendelt. Bei 750 pkm/Jahr × 59 Jahre × 3e-10 Tote/pkm ≈ 1,33e-5, gerundet auf 1 zu ~100.000. Das Unsicherheitsband ist bewusst breit: die LMIC-Überlandzahl ist um mehr als eine Grössenordnung schlechter als die EU-Basislinie, und die persönliche Exposition variiert um mindestens zwei Grössenordnungen zwischen einem seltenen Nutzer und einem täglichen Pendler.
Einschränkungen: Die Sicherheit von Bussen und Reisebussen ist einer der breitesten Fächer im Lik…
Die Sicherheit von Bussen und Reisebussen ist einer der breitesten Fächer im Likelier-Datensatz. Die hier verwendete Zahl pro Passagierkilometer (~0,3 Tote pro Milliarde pkm) ist ein Wert aus einem Industrieland, für den Linienverkehr, aus der EU. Sie beschreibt weder einen informellen Minibus auf einer unbefestigten Strasse in einem LMIC, der um eine Grössenordnung oder mehr schlechter sein kann, noch beschreibt sie einen modernen europäischen Fernreisebus auf einer Autobahn, der noch messbar besser ist. Unter dem Etikett »Bus« finden sich Schulbusse, städtischer Nahverkehr, Fernreisebusse und gecharterte Touristenbusse — alle mit unterschiedlichen Flotten, unterschiedlichen Fahrerregimen und unterschiedlichen Pro-Kilometer-Raten. Die normalisierte Lebenszeitzahl ist zudem stark expositionsabhängig: für einen Leser, der zweimal im Jahr einen Bus nimmt, liegt die tatsächliche Lebenszeitwahrscheinlichkeit praktisch im Rauschen; für einen täglichen Pendler in einem Land mit schwachen Fahrzeuginspektionsregimen liegt sie deutlich über der Schlagzeile.
Wie das Risiko variiert
Die Hauptzahl mittelt über sehr unterschiedliche Situationen. So variiert die Wahrscheinlichkeit nach Szenario oder Kontext:
1 zu 2.000.000
Rare user in the EU/US/Japan; baseline is dominated by the tiny per-pkm rate
1 zu 100.000
Point estimate used for the normalized field; ~1 in 100,000
1 zu 20.000
Poor road surfaces, older fleets, longer driver hours; roughly 50x the developed-country scheduled-service rate per pkm
Balkenlänge und Schattierung ordnen diese Szenarien untereinander ein, nicht gegenüber anderen Risiken. Die genauen Wahrscheinlichkeiten stehen jeweils daneben.
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Vergleichsrisiko wählen
Der nützliche Vergleich hier ist pro Passagierkilometer, nicht pro Fahrt und nicht pro Jahr. Nach dieser Metrik liegt Bus- und Reisebusverkehr in derselben Sicherheitsstufe wie Schiene und kommerzielle Luftfahrt. Der European Transport Safety Council beziffert Busreisen auf etwa zehnmal niedrigeres Todesrisiko als Autofahrten für die durchschnittliche Passagierreise in der EU, was sich auf etwa 0,3 Todesfälle pro Milliarde Passagierkilometer übersetzt — verglichen mit etwa 2,5 für Autos und Dutzenden pro Milliarde pkm für Motorräder. Für einen typischen globalen Erwachsenen, der einige hundert Passagierkilometer pro Jahr im Bus über eine Lebenszeit zurücklegt, landet die akkumulierte Wahrscheinlichkeit, bei einem Busunglück zu sterben, bei etwa 1 zu 100.000, rund 1.000× niedriger als die Lebenszeitchance, bei einem Autounfall zu sterben, und in derselben Grössenordnung wie die Lebenszeitchance eines tödlichen Flugzeugabsturzes.
Was diese Angst interessant macht: Die Wahrnehmungs-Realitäts-Lücke läuft in dieselbe Richtung wie Flugangst, wird aber weit weniger diskutiert. Busse lösen dieselben Kontroll- und Einschluss-Intuitionen aus — jemand anders fährt, man sieht die Strasse nicht, das Fahrzeug ist gross und unvertraut — und die seltenen Mehrfach-Todesfall-Busunglücke, die es in die Nachrichten schaffen, sind einprägsam in genau der Weise, die eine 40.000-Tote-pro-Jahr-Autounfallstatistik nicht ist. Die Arithmetik ist dieselbe wie bei der Luftfahrt: viele Passagierkilometer geteilt durch sehr wenige tödliche Ereignisse ergibt eine Pro-Kilometer-Zahl, die zu klein ist, um intuitiv zu fühlen.
Wo die Schlagzeilenzahl nicht gilt: Die Lücke zwischen einem planmässigen europäischen Reisebus auf einer Autobahn und einem Minibus auf einer unbefestigten Strasse in einem Land mit niedrigem oder mittlerem Einkommen ist enorm, und das globale „Bus”-Etikett verbirgt beides. Die WHO berichtet, dass 92 Prozent der globalen Strassenverkehrstoten in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen auftreten, und die Buszahlen folgen ungefähr diesem Muster. Für einen Leser, dessen Busexposition hauptsächlich ein planmässiger Fernreisebus in einem Industrieland ist, liegt das Lebenszeitrisiko näher am unteren Ende des Unsicherheitsbands (etwa 1 zu einer Million). Für einen täglichen Pendler auf einer überfüllten LMIC-Überlandroute liegt es näher am oberen Ende.
Verwandte Fakten
Etwa 1 zu 100.000 im Leben für einen tödlichen Bus- oder Reisebusunfall, rund 0,2 Tote je Milliarde Personenkilometer in der EU. Viele halten den Bus pro Fahrt für etwa so riskant wie das Auto; die Todesrate je Kilometer ist nur ein Bruchteil davon.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
2/4 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
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[1] European Road Safety Observatory (ERSO), European Commission — Facts and Figures — Buses / coaches / heavy goods vehicles
Facts and Figures — Buses / coaches / heavy goods vehicles- Statistik
Fatalities in crashes involving buses/coaches in the EU27 fell 34% between 2010 and 2019; bus/coach crashes account for 2% of all EU road fatalities (fewer than 600 bus/coach fatalities in 2019)- Auszug
“"Between reference years 2010 and 2019, the number of fatalities in crashes involving heavy goods vehicles and the number of fatalities in crashes involving buses/coaches have decreased by 27% and 34% respectively. [...] Of all road fatalities in the EU in 2019, 14% and 2% respectively died in a crash involving an HGV or a bus/coach. [...] (i.e. less than 600 bus/coach fatalities in 2019)." ”
- Quelldaten von
- 2022-02-09
- Abgerufen
- 2026-04-12 · archivierte Kopie
- Berechnung
- This ERSO Facts & Figures report supplies absolute counts and trends, not a per-passenger-kilometre rate: it explicitly notes that "kilometres travelled" is an alternative exposure measure that "most EU countries do not have complete data on", so it is used here for the EU bus/coach fatality magnitude (fewer than 600 deaths in 2019, ~2% of all EU road fatalities, a 34% decline since 2010) — not for the per-pkm figure. The per-pkm bus/coach rate used in the native field and prose (~0.2-0.3 deaths per billion pkm) comes from the EU/ETSC modal-comparison literature, not from this document. For the lifetime estimate: average bus ridership is roughly 500-1,000 pkm per adult per year; at 750 pkm/year × 59 years × 3e-10 deaths/pkm ≈ 1.3e-5, or roughly 1 in 100,000, rounded slightly upward to account for LMIC exposure where per-pkm rates are much worse.
- Unabhängigkeit
- ERSO draws on the CARE (Community Road Accident Database) for EU fatality counts. Independent of WHO global road traffic data.
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[2] Federal Motor Carrier Safety Administration (FMCSA), U.S. Department of Transportation — Large Truck and Bus Crash Facts 2022
Large Truck and Bus Crash Facts 2022- Statistik
US bus crash fatalities average ~283 per year across 28 billion vehicle-miles; bus occupant fatality rate dramatically lower than car occupants- Auszug
“"In 2022, large trucks and buses were involved in crashes that resulted in fatalities. The bus occupant fatality rate per 100 million vehicle miles traveled is substantially below that of passenger vehicle occupants." ”
- Quelldaten von
- 2024-01-01
- Abgerufen
- 2026-04-12 · archivierte Kopie
- Berechnung
- FMCSA provides the authoritative US-specific bus crash data. The ~283 bus-involved fatalities per year in the US, spread across a US adult population of ~260M, gives an annual rate of ~1.1e-6, compounded over 59 years ≈ 6.5e-5, consistent with the ERSO-based global estimate within the uncertainty band.
- Unabhängigkeit
- FMCSA uses US DOT FARS data for fatalities — independent of the European CARE database used by ERSO. Genuine cross-continental corroboration.
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[3] World Health Organization (WHO) — Road traffic injuries — Fact sheet Verifiziert
Road traffic injuries — Fact sheet- Statistik
Approximately 1.19 million people die each year as a result of road traffic crashes globally; 92% of road fatalities occur in low- and middle-income countries- Auszug
“"Approximately 1.19 million people die each year as a result of road traffic crashes. More than half of all road traffic deaths are among vulnerable road users, including pedestrians, cyclists and motorcyclists. 92% of the world's fatalities on the roads occur in low- and middle-income countries, even though these countries have around 60% of the world's vehicles." ”
- Quelldaten von
- 2023-12-13
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- WHO's 1.19M global road deaths sets the ceiling. Bus and coach occupants are a small minority of that total — roughly 500 bus-involved fatalities per year in the entire EU, and a few hundred large-bus occupant deaths per year in the US, implying that bus occupants contribute on the order of 1-2 percent of global road fatalities despite moving a meaningful share of passenger-km in many countries. Used here to anchor the global baseline and to justify the LMIC multiplier in the regional breakdown: the same "92% of fatalities in LMICs" pattern that holds for road traffic generally applies, roughly, to buses.
- Unabhängigkeit
- WHO road-traffic figures draw on country-reported statistics and WHO modelled adjustments — an aggregate layer that incorporates upstream data from both ERSO/CARE (EU) and NHTSA/FARS (US). Used here for global context and the LMIC multiplier, not as an independent verification of the EU or US per-pkm rates.
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[4] European Transport Safety Council (ETSC) — Transport Safety Performance in the EU — A Statistical Overview Verifiziert
Transport Safety Performance in the EU — A Statistical Overview- Statistik
Bus travel has roughly 10 times lower fatality risk than car travel per average passenger trip in the EU; motorised two-wheelers face roughly 20 times the fatality risk of car occupants- Auszug
“"For the average passenger trip in the EU, bus travel has a 10 times lower fatality risk than car travel." [...] "the fatality risk for motorised two-wheelers is the highest of all modes, being on average 20 times higher than for car occupants." ”
- Quelldaten von
- 2003-01-01
- Abgerufen
- 2026-07-03 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- ETSC's modal-comparison ratios (bus ~10x safer than car; powered two-wheelers ~20x riskier than car) are the direct source for the "ten times lower" and "twenty times" comparisons used in the body text, replacing an earlier draft that paired the bus/coach per-pkm figure with unsourced absolute per-pkm numbers for cars and motorcycles. The ratios are consistent with the ~0.3 deaths per billion passenger-km figure already used in this entry's native/normalized fields. The underlying data referenced in this ETSC overview is from 2001-2002; it is used here only for the structural, order-of-magnitude relationship between modes (which has not qualitatively inverted since), not for this entry's headline per-pkm point estimate, which remains anchored to the EC/ERSO 2022 fact sheet above.
- Unabhängigkeit
- ETSC is an independent Brussels-based road-safety NGO, distinct from the European Commission (ERSO), FMCSA, and WHO sources above; supplies the cross-modal ratio context for the bus-vs-car and motorcycle-vs-car comparisons made in the body text.







