Evidenzqualität 4.63/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 4/5
- D2 Quellenautorität
- 4/5
- D3 Arithmetik
- 5/5
- D4 Unsicherheit
- 4/5
- D5 Geltungsbereich
- 5/5
- D6 Prosa
- 5/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 5/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 5/5
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≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Das Bild der giftigen Beere — lebhaft, schön und tödlich — ist ein fester Bestandteil elterlicher Warnungen, von Wildnis-Überlebensratgebern und Volksgedächtnis. Eltern ziehen kleine Kinder instinktiv von jeder unbekannten Beere auf einem Spaziergang weg, und Sammler erzählen Geschichten von Tollkirsche und Eibe mit beiläufiger Geläufigkeit. Die Angst ist auf den ersten Blick nicht irrational: Manche Beeren sind tatsächlich giftig, und einige Arten können in größerer Menge ernsthaften Schaden anrichten. Aber das wahrgenommene Risiko für einen Erwachsenen, der versehentlich eine Wildbeere isst, übersteigt bei Weitem das, was die Daten stützen.
Grobe Schätzung: Viele Erwachsene behandeln selbst eine einzige unbekannte Beere als potenziell tödlich
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
~2 Todesfälle pro Jahr durch alle Pflanzenaufnahmen (USA, alle Altersgruppen)
US-Erwachsene ab 18 Jahren, alle Todesfälle durch Aufnahme von Wildpflanzen/-beeren
Berechnung anzeigen
Krenzelok und Mrvos (2011) werteten die AAPCC-Jahresberichte 1983-2009 aus und fanden nur 45 tödliche Pflanzenaufnahmen über den gesamten 26-Jahres-Zeitraum — etwa 1,7 pro Jahr durch alle Pflanzenarten zusammen. NPDS-Daten für 2010 und 2012 verzeichnen jeweils 2 Pflanzentodesfälle, im Einklang mit diesem Durchschnitt. Wir verwenden 2 Todesfälle pro Jahr als konservative Obergrenze für alle Todesfälle durch Wildpflanzenaufnahme in den USA und weisen darauf hin, dass diese Zahl alle Pflanzenarten abdeckt: Datura und Cicuta (Wasserschierling) machen allein 35,5 % der historischen Pflanzentodesfälle aus, und die meisten tödlichen Fälle betrafen absichtliche Aufnahme oder Wurzelaufnahme statt versehentlichen Beerenverzehr durch Erwachsene. Krenzelok et al. (1998) analysierten 11.237 Expositionsfälle mit nicht identifizierten Beeren über 10 Jahre und fanden null Todesfälle; 99,6 % der Ergebnisse waren »keine Wirkung« oder »geringfügig«. Das beerenspezifische tödliche Risiko ist mit ziemlicher Sicherheit niedriger als die Gesamtpflanzen-Zahl, aber null gemeldete Todesfälle im Beeren-Datensatz machen eine separate Beerenschätzung unzuverlässig — die Gesamtpflanzen-Obergrenze von 2/Jahr wird als Schlagzeilenrate verwendet. Gegen eine US-Erwachsenenbevölkerung von ~260 Millionen ergibt dies eine jährliche Rate von 7,7e-9. Über 59 Jahre verbleibendes Erwachsenenleben: 1 - (1 - 7,7e-9)^59 ≈ 4,5e-7, oder etwa 1 zu 2,2 Millionen. Normalisiert auf 0,00000045. Die breite Unsicherheitsspanne spiegelt drei Varianzquellen wider: (1) AAPCC-Daten erfassen nur gemeldete Fälle — die tatsächlichen Pflanzentodesfälle könnten geringfügig höher sein (obwohl die Untererfassung tödlicher Fälle viel kleiner ist als bei nicht tödlichen Fällen); (2) die Gesamtpflanzen-Zahl schließt Datura/Cicuta-Todesfälle ein, die nicht durch Beerenverwechslung verursacht werden; (3) versehentlicher Beerenverzehr durch Erwachsene ist eine Teilmenge aller Pflanzentodesfälle, sodass die wahre beerenspezifische Rate deutlich unter 1e-7 liegen könnte.
Einschränkungen: Die Gesamtpflanzen-Zahl von 2/Jahr ist eine von NPDS gemeldete Obergrenze; die t…
Die Gesamtpflanzen-Zahl von 2/Jahr ist eine von NPDS gemeldete Obergrenze; die tatsächlichen Pflanzenvergiftungs-Todesfälle könnten aufgrund von Untererfassung geringfügig höher sein, obwohl tödliche Fälle zuverlässiger erfasst werden als nicht tödliche. Die Zahl deckt alle Todesfälle durch versehentliche Pflanzenaufnahme in den USA ab — nicht nur Beerenverwechslungen durch Sammler. Die absichtliche Aufnahme von Datura (Drogensuche) und die Aufnahme von Cicuta-Wurzeln (verwechselt mit essbarem Wurzelgemüse) machen zusammen etwa ein Drittel der historischen Pflanzentodesfälle aus. Der versehentliche Beerenverzehr durch Erwachsene bei einem Gelegenheitssammler oder Wanderer ist ein viel kleinerer Bruchteil dieser bereits winzigen Zahl. Kinder unter 6 Jahren tragen den größten Teil der Expositionslast (81 % der Pflanzenanrufe, 88 % der Beerenanrufe), aber das eine schwerwiegende Beerenergebnis im 10-Jahres-Datensatz betraf einen Säugling, nicht ein Kind, das selbstständig sammelte. Das Risiko ist nicht null für irgendeine bestimmte hochgiftige Beerenart (Eibe, Wasserschierling, Atropa belladonna), die in ausreichender Menge gegessen wird — aber die Lebenszeitrate auf Bevölkerungsebene spiegelt wider, wie selten sich dieses Szenario verwirklicht.
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The American Association of Poison Control Centers’ National Poison Data System recorded only 45 plant ingestion fatalities across the entire 26-year period from 1983 to 2009 — roughly 1.7 deaths per year from all plant species combined nationwide. Individual year data from the NPDS for 2010 and 2012 each show 2 plant deaths, consistent with that average. Against a US adult population of 260 million, the lifetime probability of dying from any wild plant ingestion — including all species, all scenarios — works out to roughly 1 in 2.2 million. Berry misidentification specifically is even rarer: a separate AAPCC dataset of 11,237 unidentified berry exposures over 10 years found zero fatalities and only one major outcome, which occurred in an infant. On the lifetime-risk scale, wild berry poisoning sits roughly ten times rarer than dying by lightning strike and about forty times rarer than a fatal plane crash.
The perceived-actual gap exists because the fear draws from a different category of information than the data does. Parental warnings about berries are vivid and easily transmitted; the annual death count is so small it never appears in any summary statistic. The plants that actually kill people in the NPDS record — Datura (jimson weed) and Cicuta (water hemlock) — are responsible for 35.5% of historical plant fatalities, and neither fits the “mistook a pretty berry” template. Datura deaths occur almost entirely in adolescents and adults seeking a hallucinogenic effect; Cicuta deaths involve the root, misidentified as edible root vegetables, not berry-like fruits. The toxic berries people fear most — deadly nightshade, yew, pokeweed — have entered the folk-toxicology canon precisely because they look appealing, but actual fatalities from them in the modern US are not documented in the AAPCC dataset in any material number.
The headline figure does not apply uniformly across age or context. Children under six account for 81% of all plant ingestion calls to poison control and 88% of berry exposure calls — but those calls resolve as “no effect” or “minor” in 99.6% of cases, and the single serious outcome in the berry dataset involved an infant. Adults who actively forage wild edibles are a population with modestly elevated absolute exposure but also substantially more botanical literacy than the average person who picks up a backyard holly berry. True risk concentrates, to the extent it concentrates at all, in scenarios where someone systematically harvests and eats a substantial quantity of a species they have confidently misidentified — nightshade mistaken for elderberry, or pokeweed for blueberry, for instance — rather than the casual single-berry curiosity that drives most poison control calls.
Verwandte Fakten
US-Giftnotrufzentralen verzeichneten in einem Jahrzehnt 11.237 Expositionen mit nicht identifizierten Beeren, ohne einen einzigen Todesfall. Über alle Pflanzeneinnahmen liegt die Lebenszeitwahrscheinlichkeit eines Todes bei etwa 1 zu 2.200.000, rund zehnmal seltener als ein tödlicher Blitzschlag.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
2/2 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
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[1] Clinical Toxicology (Krenzelok EP, Mrvos R) — Friends and foes in the plant world: A profile of plant ingestions and fatalities Verifiziert
Friends and foes in the plant world: A profile of plant ingestions and fatalities- Statistik
45 plant ingestion fatalities recorded 1983-2009 (~1.7/year); 668,111 plant ingestion exposures in 2000-2009; Datura and Cicuta responsible for 35.5% of fatal outcomes- Auszug
“"Only 45 fatalities were recorded between 1983 and 2009. Datura and Cicuta species were responsible for 35.5% of the fatal outcomes. [...] During the decade of 2000-2009, 668 111 plant ingestion exposures were reported. [...] Children ≤5 years of age accounted for 81.2% of plant ingestion exposures. [...] Morbidity was related directly to the reason for the exposure with the most severe outcomes occurring in those who ingested plants intentionally for self-harm or substance abuse." ”
- Quelldaten von
- 2011-03-01
- Abgerufen
- 2026-05-01 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- 45 fatalities over 26 years (1983-2009) = 1.73 deaths/year average from all US plant ingestions. This is the denominator for our central estimate. Combined with 2010 and 2012 NPDS data each showing 2 plant deaths, we use 2/year as the central estimate. Against US adult population (~260 million): 2/260e6 = 7.69e-9 annual rate. Lifetime: 1 - (1 - 7.69e-9)^59 ≈ 4.54e-7. The 35.5% Datura/Cicuta share confirms berry-specific deaths are a small fraction of even this tiny total.
- Unabhängigkeit
- This paper draws on AAPCC TESS and NPDS annual report data, same upstream as the Krenzelok 1998 berry study below. Treat as the same institutional data pipeline, used here for fatality counts vs the berry-specific outcome profile below.
-
[2] Journal of Toxicology and Clinical Toxicology (Krenzelok EP, Jacobsen TD, Aronis J) — Those pesky berries... are they a source of concern? Verifiziert
Those pesky berries... are they a source of concern?- Statistik
11,237 unidentified berry exposures over 10 years; zero fatalities; 99.6% of outcomes were no effect or minor- Auszug
“"Unidentified berry exposures included 11,237 incidents, making it the 11th most common plant-related exposure. Children < 6 y-of-age accounted for 88.5% of the exposures, and 88.5% occurred during June-October. There were no fatalities, and morbidity included 1 major outcome in an infant and 26 exposures with moderate outcomes. In exposures with a known outcome, no effects (86.0%) and minor effects (13.6%) accounted for 99.6% of exposures. [...] Exposures to unidentified berries represent common inquiries to poison information centers. They are associated with low morbidity and no mortality." ”
- Quelldaten von
- 1998-01-01
- Abgerufen
- 2026-05-01 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- 10-year AAPCC dataset: 11,237 berry exposure incidents, zero deaths. This directly constrains the berry-specific fatality rate: if there were even 1 death per 11,237 exposures, we would expect ~1 death/year given ~1,000 annual berry calls (11,237/10 years). The zero-fatality result over a decade of exposures supports treating berry misidentification as a subset with a lower rate than the all-plant 1.7/year figure. The one major outcome occurred in an infant, not an adult forager.
- Unabhängigkeit
- Uses the same AAPCC TESS database as the Krenzelok 2011 paper above, covering an overlapping but distinct query (berry-specific vs all-plant fatalities). The berry dataset predates the 2011 all-plant analysis by a decade; both share the same institutional data pipeline.





