Evidenzqualität 4.75/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 5/5
- D2 Quellenautorität
- 5/5
- D3 Arithmetik
- 4/5
- D4 Unsicherheit
- 4/5
- D5 Geltungsbereich
- 5/5
- D6 Prosa
- 5/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 5/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 5/5
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Wahrgenommen
Herzkrankheit ist der grösste Killer der Erde, und fast niemand hat Angst vor ihr. Sie schafft es nicht in die oberste Kategorie der Chapman Survey of American Fears, sie kommt nicht in Katastrophenfilmen vor, und die meisten Erwachsenen ordnen sie irgendwo zwischen »ein Problem für alte Menschen« und »ein Problem für Menschen, die nicht auf sich achten« ein. Das intuitive mentale Modell ist, dass Herzinfarkte etwas sind, das dem Onkel eines anderen in seinen Siebzigern passiert, was die Altersgewichtung ungefähr richtig und die kumulative Lebenszeithäufigkeit gründlich falsch erfasst. Studien zur Risikokompetenz finden durchgängig, dass Menschen ihr Lebenszeitrisiko für kardiovaskuläre Mortalität im Verhältnis zu lebhaften, aber seltenen Ursachen wie Terrorismus, Flugzeugabstürzen oder Haiangriffen unterschätzen.
Grobe Schätzung: 44 % der US-Erwachsenen sagen, dass sie sehr oder etwas besorgt sind, persönlich eine Herzkrankheit zu erleben
Quelle: Gallup (2021) — Cancer, Heart Disease Worries Eclipse COVID-19
Tatsächlich
~9,1 Millionen Todesfälle pro Jahr weltweit (13 % aller Todesfälle)
global, alle Altersgruppen, nur ischämische Herzkrankheit
Berechnung anzeigen
Verwendet das WHO-Update 2024 zu den 10 häufigsten Todesursachen, das ischämische Herzkrankheit als grössten Killer der Welt mit 13 % der globalen Todesfälle im Jahr 2021 identifiziert – rund 9,1 Millionen Todesfälle pro Jahr von ~68 Millionen Gesamttodesfällen. Über eine globale Erwachsenenbevölkerung von ~6,0 Milliarden (ab 18 Jahren) ist das eine jährliche Rate von ~1,52 pro 1.000 Erwachsene pro Jahr. Über 60 verbleibende Erwachsenenjahre aufsummiert: 1 − (1 − 0,00152)^60 ≈ 0,087, gerundet auf 0,085, um konkurrierende Mortalität zu berücksichtigen (ein Erwachsener, der mit 65 an Krebs stirbt, bekommt nie die Chance, mit 82 an Herzkrankheit zu sterben) und um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass ein nicht unerheblicher Anteil der Todesfälle durch ischämische Herzkrankheit oberhalb von 85 Jahren auftritt, wo viele Leser bereits durch andere Ursachen aus dem Nenner entfernt worden sind. Beachten Sie, dass dies die engere Zahl »ischämische Herzkrankheit« ist, nicht das breitere Aggregat »Herz-Kreislauf-Erkrankung« (das Schlaganfall und hypertensive Herzkrankheit einschliesst und laut WHO ~19,8 Millionen Todesfälle pro Jahr umfasst, also rund 32 % der globalen Mortalität). Schlaganfall wird in einem separaten Likelier-Eintrag behandelt; diese Zahl betrifft speziell das Herz. Der Geltungsbereich ist global-Erwachsenen-Lebenszeit statt US-Erwachsenen-Lebenszeit, weil die CVD-Mortalitätsraten zwischen Regionen um etwa eine Grössenordnung variieren, und eine reine US-Schlagzeile würde die globale Ausgangsbasis unterschätzen und die regionale Varianz verschleiern, die in der untenstehenden Aufschlüsselung gezeigt wird.
Einschränkungen: Dieser Eintrag berichtet nur die Mortalität durch ischämische Herzkrankheit, nic…
Dieser Eintrag berichtet nur die Mortalität durch ischämische Herzkrankheit, nicht das breitere Aggregat der Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD). Das WHO-CVD-Factsheet beziffert die gesamten CVD-Todesfälle auf ~19,8 Millionen pro Jahr (≈32 % der globalen Mortalität); Schlaganfall, hypertensive Herzkrankheit, rheumatische Herzkrankheit und die anderen CVD-Subtypen hinzuzufügen würde die Schlagzeilenzahl etwa verdoppeln und die globale Erwachsenen-Lebenszeitzahl näher an 1 zu 6 rücken. Schlaganfall wird in einem eigenen Likelier-Eintrag behandelt, weshalb diese Seite die beiden getrennt hält. Die personal_factor_multipliers sind veranschaulichende relative Risiken aus der epidemiologischen Literatur, kein kalibrierter persönlicher Risikorechner – die realen Multiplikatoren interagieren (Rauchen und Bluthochdruck sind nicht unabhängig) und sind stark altersabhängig. Für eine formale persönliche Schätzung sind klinische Instrumente wie die AHA-PREVENT-Gleichungen oder die europäischen SCORE2-Diagramme das geeignete Werkzeug. Die regional_breakdown-Zahlen sind Grössenordnungs-Ankerpunkte aus altersstandardisierten Mortalitätsraten von WHO / GBD, keine exakten Lebenszeitwahrscheinlichkeiten für eine Einzelperson.
Wie das Risiko variiert
Die Hauptzahl mittelt über sehr unterschiedliche Situationen. So variiert die Wahrscheinlichkeit nach Szenario oder Kontext:
1 zu 12 · 8,5%
WHO 2021 ischaemic heart disease mortality, compounded over 60 adult years
1 zu 4,0 · 25%
Highest CVD mortality rates globally; Russia, Ukraine, Belarus, Kazakhstan dominate
1 zu 9,1 · 11%
Above global average; rates have been falling since ~1970 but plateaued recently
1 zu 33 · 3,0%
Low CVD mortality despite industrialisation — diet, blood pressure control, genetics
Balkenlänge und Schattierung ordnen diese Szenarien untereinander ein, nicht gegenüber anderen Risiken. Die genauen Wahrscheinlichkeiten stehen jeweils daneben.
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Herzkrankheit ist der grösste Killer des Planeten, und fast niemand führt sie als Angst auf. Das WHO-Update 2024 zu den 10 häufigsten Todesursachen setzt ischämische Herzkrankheit an die Spitze, verantwortlich für 13% aller Todesfälle weltweit — rund 9,1 Millionen Todesfälle pro Jahr 2021. Über eine globale Erwachsenenbevölkerung verteilt und über eine normale 60-jährige Lebensspanne aufaddiert ergibt das eine Lebenszeitmortaliätszahl von etwa 1 zu 12 für einen heute lebenden Erwachsenen. Zur Einordnung: Das ist rund 7.000-mal die Lebenszeitchancen eines tödlichen Flugzeugabsturzes und etwa 8-mal die Lebenszeitchancen eines tödlichen Autounfalls. Erweitert man die Linse auf das gesamte Herz-Kreislauf-Aggregat, berichtet das WHO-CVD-Factsheet 19,8 Millionen jährliche Todesfälle — rund einer von drei Todesfällen auf der Erde.
Das Interessante an Herzkrankheit: Wie zuverlässig sie in Angstumfragen untergewichtet wird. Menschen stellen sich Flugzeugabstürze, Haie und Fremde auf Parkplätzen lebhaft vor; niemand stellt sich einen Herzinfarkt vor. Klassische Verfügbarkeitsverzerrung: Das Risiko ist langsam, nicht-lebhaft, über Jahrzehnte statistisch verteilt und mit dem gewöhnlichen Leben assoziiert statt mit einem diskreten gefürchteten Ereignis. Die Chapman Survey of American Fears findet Terrorismus, korrupte Regierungsbeamte und Tod geliebter Menschen über Herzkrankheit gerankt — obwohl Herzkrankheit am Ende mehr von ihnen töten wird als im Wesentlichen alle anderen Einträge auf dieser Website zusammen. Deshalb markiert Likelier den Eintrag als unterschätzt.
Wo die Schlagzeilenzahl nicht gilt: fast überall, weil die Heterogenität enorm ist. Altersstandardisierte kardiovaskuläre Mortalität in Teilen Osteuropas und Zentralasiens liegt rund zehnmal höher als in Japan oder Südkorea. Innerhalb jedes Landes ist die Lücke zwischen einem Erwachsenen, der raucht, unkontrollierten Bluthochdruck hat und eine Familiengeschichte früher KHK trägt, und einem, der nicht raucht, den Blutdruck kontrolliert und sich mediterran ernährt, grösser als die Lücke zwischen den meisten Angstpaaren im Likelier-Katalog. Herzkrankheit ist wahrscheinlich die am stärksten modifizierbare grosse Todesursache auf der Website.
Verwandte Fakten
1 von 5 Erwachsenen wird schwere Depression erleben. 1 von 12 wird an Herzerkrankung sterben. Depression ist fast doppelt so haeufig, aber Herzerkrankung bekommt die Aufklaerungskampagnen, roten Schleifen und Defibrillatoren am Arbeitsplatz.
An Herzerkrankung zu sterben ist ~9.700-mal wahrscheinlicher als in einer Massenschiesserei im Leben eines US-Erwachsenen (1 zu 12 vs ~1 zu 110.000). Die oeffentliche Berichterstattung folgt dem umgekehrten Verhaeltnis.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
3/3 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
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[1] World Health Organization — The top 10 causes of death Verifiziert
The top 10 causes of deathSee all 3 Likelier entries citing this source →
- Statistik
Ischaemic heart disease is the world's biggest killer, responsible for 13% of global deaths (~9.1 million) in 2021- Auszug
“"The world's biggest killer is ischaemic heart disease, responsible for 13% of the world's total deaths. [...] rising by 2.7 million to 9.1 million deaths in 2021. [...] The top global causes of death, in order of total number of lives lost, are associated with two broad topics: cardiovascular (ischaemic heart disease, stroke) and respiratory (COVID-19, chronic obstructive pulmonary disease, lower respiratory infections)." ”
- Quelldaten von
- 2024-08-07
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- 9.1 million deaths/year divided by ~6.0 billion adults (age 18+) = 1.52 per 1,000 adults/year. Compounded over 60 adult years: 1 − (1 − 1.52e-3)^60 ≈ 0.087, adjusted to 0.085 for competing mortality. WHO notes ischaemic heart disease has shown "the largest increase in deaths" of any leading cause since 2000, driven primarily by population growth and ageing rather than rising age-standardised per-capita risk.
- Unabhängigkeit
- WHO Global Health Estimates draw on national vital-registration systems and the IHME Global Burden of Disease modelling pipeline; not fully independent from GBD / AHA statistics that share the same upstream.
-
[2] World Health Organization — Cardiovascular diseases (CVDs) Verifiziert
Cardiovascular diseases (CVDs)- Statistik
An estimated 19.8 million people died from CVDs in 2022 (~32% of global deaths); 85% of those deaths from heart attack and stroke; >75% occur in low- and middle-income countries- Auszug
“"An estimated 19.8 million people died from CVDs in 2022, representing approximately 32% of all global deaths. Of these deaths, 85% were due to heart attack and stroke. [...] Over three quarters of CVD deaths take place in low- and middle-income countries." ”
- Quelldaten von
- 2024-06-11
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- Used as the upstream scale check and to justify the regional_breakdown entries. The 19.8M CVD aggregate minus ~6.8M stroke deaths (per WHO top-10 / WSO) leaves roughly 13M deaths from heart disease and other non-stroke CVD, consistent with the 9.1M ischaemic-heart-disease-only figure once hypertensive heart disease, rheumatic heart disease, and cardiomyopathies are added. Used as authoritative cross-check on geographic concentration: >75% of CVD deaths in LMICs drives the East Asia vs Eastern Europe vs US spread in the regional_breakdown.
- Unabhängigkeit
- Shares WHO / GBD upstream with the top-10 fact sheet; treat as partially dependent.
-
[3] US Centers for Disease Control and Prevention — Heart Disease Facts Verifiziert
Heart Disease FactsSee all 2 Likelier entries citing this source →
- Statistik
In 2023, 919,032 Americans died from cardiovascular disease (1 in 3 US deaths); coronary heart disease killed 371,506 people in 2022- Auszug
“"In 2023, 919,032 people died from cardiovascular disease. That's the equivalent of 1 in every 3 deaths. [...] Coronary heart disease is the most common type of heart disease. It killed 371,506 people in 2022. [...] About 1 in 20 adults age 20 and older have CAD (about 5%)." ”
- Quelldaten von
- 2025-01-15
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- ~371,500 US coronary heart disease deaths / ~260 million US adults ≈ 1.43 per 1,000 adults/year. Compounded over 60 adult years: 1 − (1 − 1.43e-3)^60 ≈ 0.082. Adding hypertensive and other ischaemic forms brings the US narrow-heart-disease lifetime figure to roughly 0.10-0.12, which is what the regional_breakdown uses for the US entry. The figure is slightly lower than the global adult headline because US crude rates are below the Eastern European / Central Asian peak but well above the East Asian low, so the US sits modestly above the global average once you restrict to ischaemic-heart-disease mortality. Used as an anchor for the US-specific row and for the personal-factor multipliers, which are based on well-established relative risks from Framingham-derived cohorts and subsequent cardiovascular epidemiology.
- Unabhängigkeit
- CDC heart disease facts page draws from NVSS/NCHS death-certificate data; shares the GBD analytical pipeline with WHO estimates but applies US-specific age adjustment.







