Evidenzqualität 4.5/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 4/5
- D2 Quellenautorität
- 4/5
- D3 Arithmetik
- 5/5
- D4 Unsicherheit
- 4/5
- D5 Geltungsbereich
- 5/5
- D6 Prosa
- 5/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 4/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 5/5
● Ihre Faktoren — auf dieses Risiko ▾ klicken zum Anzeigen
- Deine Faktoren
≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Eierstockkrebs nimmt in der öffentlichen Angstlandschaft im Verhältnis zu seiner tatsächlichen Inzidenz einen unverhältnismäßig großen Raum ein — teils weil er oft spät diagnostiziert wird, teils weil die Geschichte der Früherkennung weit weniger beruhigend ist als bei Brust- oder Gebärmutterhalskrebs. Es gibt keinen zuverlässigen bevölkerungsweiten Screening-Test, und die Darstellung als »stiller Killer« in der Medienberichterstattung verstärkt den Eindruck, dass die Krankheit ohne Vorwarnung zuschlägt. Die meisten Frauen können nicht zwischen dem Lebenszeitrisiko für Eierstockkrebs (~1 %) und dem Lebenszeitrisiko für Brustkrebs (~13 %) unterscheiden, und die beiden werden in beiläufigen Gesprächen über »Frauenkrebse« häufig verwechselt.
Grobe Schätzung: Viele Erwachsene nehmen an, dass Eierstockkrebs fast so häufig ist wie Brustkrebs
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
~1 zu 91 US-Frauen Lebenszeitrisiko einer Diagnose
US-Frauen, alle Altersgruppen
Berechnung anzeigen
Die American Cancer Society schätzt das Lebenszeitrisiko einer US-Frau, an Eierstockkrebs zu erkranken, auf etwa 1 zu 91 (~1,1 %), basierend auf SEER-Inzidenzdaten. SEER bestätigt, dass etwa 1,1 % der Frauen irgendwann in ihrem Leben mit Eierstockkrebs diagnostiziert werden, basierend auf Daten von 2021-2023. Die ACS prognostiziert ~21.010 Neuerkrankungen und ~12.450 Todesfälle im Jahr 2026. Das Lebenszeitrisiko, an Eierstockkrebs zu sterben, ist niedriger, etwa 1 zu 143 (~0,7 %), weil etwa 50 % der Fälle heute überlebt werden. Punktschätzung 0,011 für die Inzidenz; das Unsicherheitsband spiegelt die Spanne zwischen der reinen Todeszahl (~0,007) und älteren, höheren historischen Inzidenzschätzungen (~0,013) vor dem säkularen Rückgang wider, der durch die Einnahme oraler Kontrazeptiva und reduzierte Hormontherapie bedingt ist.
Einschränkungen: Dieser Eintrag betrifft die Lebenszeit-*Inzidenz* (Diagnose), nicht die Sterblic…
Dieser Eintrag betrifft die Lebenszeit-*Inzidenz* (Diagnose), nicht die Sterblichkeit. Die Fallsterblichkeitsrate von Eierstockkrebs ist im Vergleich zu anderen gynäkologischen Krebsarten hoch — etwa 60 % der diagnostizierten Frauen sterben letztlich an der Krankheit — weil kein wirksamer bevölkerungsweiter Screening-Test existiert und die meisten Fälle im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert werden. Das Etikett »stiller Killer« ist teilweise verdient: Symptome im Frühstadium sind unspezifisch und werden leicht anderen Ursachen zugeschrieben. Das grundlegende Lebenszeitrisiko, an Eierstockkrebs zu erkranken (~1 zu 91), ist jedoch etwa 12x niedriger als die entsprechende Zahl für Brustkrebs (~1 zu 8), eine Lücke, die viele Menschen nicht wahrnehmen.
Wie das Risiko variiert
Die Hauptzahl mittelt über sehr unterschiedliche Situationen. So variiert die Wahrscheinlichkeit nach Szenario oder Kontext:
1 zu 91 · 1,1%
ACS/SEER: ~1 in 91 lifetime incidence
1 zu 83 · 1,2%
Slightly higher age-adjusted incidence than Black women
1 zu 111
Lower incidence but higher case-fatality and later-stage diagnosis on average
Balkenlänge und Schattierung ordnen diese Szenarien untereinander ein, nicht gegenüber anderen Risiken. Die genauen Wahrscheinlichkeiten stehen jeweils daneben.
Verwandte Risiken
Andere Risiken zu ähnlichen Themen — zum Erkunden verwandter Ängste.
Gebärmutterhalskrebs (Krebs)
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken (Krebs)?
Bauchspeicheldrüsenkrebs
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu sterben?
Melanom (UV)
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, durch regelmässige ungeschützte Sonnenexposition ein Melanom zu bekommen?
Vergleichsrisiko wählen
Die American Cancer Society beziffert das Lebenszeitrisiko einer US-Frau, an Eierstockkrebs zu erkranken, auf etwa 1 zu 91 (~1,1%), basierend auf SEER-Registerdaten. Das macht ihn bei der Diagnose etwa zwölfmal seltener als Brustkrebs — eine Lücke, die die meisten Menschen nicht wahrnehmen, weil die Medienberichterstattung über „Frauenkrebse” dazu neigt, die Grenzen zwischen sehr unterschiedlichen Krankheiten zu verwischen. Die ACS prognostiziert für 2025 etwa 20.890 Neuerkrankungen und 12.730 Todesfälle, und die Fünf-Jahres-relative-Überlebensrate des SEER liegt bei etwa 51%, weit unter den 92% bei Brustkrebs. Der Unterschied hängt fast ausschließlich mit dem Stadium bei der Erkennung zusammen: Es gibt kein PAP-Abstrich-Äquivalent für die Eierstöcke, und die meisten Eierstockkrebse werden erst entdeckt, nachdem sie sich über das Becken hinaus ausgebreitet haben.
Das Etikett „stiller Killer” ist teils verdient und teils irreführend. Eierstockkrebs im Frühstadium erzeugt durchaus Symptome — Blähungen, Beckenschmerzen, Harndrang, frühes Sättigungsgefühl — aber diese Symptome sind unspezifisch und überschneiden sich stark mit häufigen gastrointestinalen und urologischen Beschwerden. Die Folge ist eine diagnostische Verzögerung, keine echte Stille. Die Eierstockkrebs-Inzidenz ist in den letzten Jahrzehnten tatsächlich gesunken, hauptsächlich durch die breitere Nutzung oraler Kontrazeptiva (die das Risiko bei fünf oder mehr Jahren Einnahme um etwa 50% senken) und weniger Verschreibungen von menopausaler Hormontherapie. Die Sterberate bei Eierstockkrebs ist seit 1976 um etwa 45% gesunken, wobei der Großteil des Fortschritts nach Mitte der 2000er Jahre konzentriert ist.
Der stärkste persönliche Risikomodifikator ist genetisch. Trägerinnen einer pathogenen BRCA1-Variante haben ein Lebenszeitrisiko für Eierstockkrebs von etwa 39-44%, verglichen mit den ~1,1% Baseline — ein Multiplikator von etwa 35x. BRCA2-Trägerinnen haben ein Lebenszeitrisiko von etwa 11-17%. Diese Zahlen sind klinisch wichtig, betreffen aber nur einen kleinen Teil der Bevölkerung (etwa 1 von 400-500 Frauen trägt eine pathogene BRCA1/2-Variante). Eine Familiengeschichte ersten Grades mit Eierstockkrebs verdreifacht das Basisrisiko ungefähr, auch ohne bekannte Genvariante. Für die große Mehrheit der Frauen ohne bekannte genetische Risikofaktoren bleibt Eierstockkrebs eine seltene Erkrankung mit einer ernsten Prognose — die Art von Risiko, die Aufmerksamkeit verdient, ohne Alarm auszulösen.
Verwandte Fakten
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine US-Frau im Leben die Diagnose Eierstockkrebs erhält, liegt bei etwa 1 in 91. Die Angst ist größer, weil es keinen verlässlichen Test zur Früherkennung gibt und er oft spät entdeckt wird, dabei ist er rund zehnmal seltener als Brustkrebs, mit dem er häufig verwechselt wird.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
3/3 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
-
[1] American Cancer Society — Key Statistics for Ovarian Cancer Verifiziert
Key Statistics for Ovarian Cancer- Statistik
Lifetime risk ~1 in 91; ~21,010 new cases and ~12,450 deaths projected for 2026- Auszug
“"A woman's risk of getting ovarian cancer during her lifetime is about 1 in 91. Her lifetime chance of dying from ovarian cancer is about 1 in 143. [...] The American Cancer Society estimates that in 2026, about 21,010 new cases of ovarian cancer will be diagnosed and 12,450 women will die of ovarian cancer in the United States." ”
- Quelldaten von
- 2026-01-13
- Abgerufen
- 2026-04-24 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- ACS gives lifetime incidence directly as ~1 in 91 (~1.1%) and lifetime mortality as ~1 in 143 (~0.7%). The headline figure used here is incidence, not mortality, because the question asks about developing ovarian cancer, not dying from it. The ~60% case-fatality implied by the ratio (0.7/1.1) is considerably higher than for breast cancer (~18%), reflecting later-stage diagnosis on average and the absence of an effective screening test.
- Unabhängigkeit
- ACS derives its lifetime-probability figures from SEER incidence and mortality data (NCI). Treat as partially dependent with the SEER source below.
-
[2] National Cancer Institute / SEER Program — Cancer Stat Facts: Ovarian Cancer Verifiziert
Cancer Stat Facts: Ovarian Cancer- Statistik
Approximately 1.1% of women will be diagnosed with ovarian cancer at some point during their lifetime- Auszug
“"Approximately 1.1 percent of women will be diagnosed with ovarian cancer at some point during their lifetime, based on 2021–2023 data." ”
- Quelldaten von
- 2025-04-17
- Abgerufen
- 2026-04-24 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- SEER provides the upstream population-registry data from which ACS derives its headline figures. The 1.1% lifetime risk is consistent with the ACS "1 in 91" figure. Five-year relative survival for ovarian cancer is approximately 51%, far lower than for breast cancer (91.7%), which is why the diagnosis-to-death gap is narrower here.
- Unabhängigkeit
- SEER is the upstream data source that ACS cites; treat these two as partially dependent. SEER is included as the authoritative primary-pipeline citation.
-
[3] National Cancer Institute — BRCA Gene Changes: Cancer Risk and Genetic Testing Fact Sheet Verifiziert
BRCA Gene Changes: Cancer Risk and Genetic Testing Fact Sheet- Statistik
Harmful BRCA1/BRCA2 gene changes occur in about 0.2%-0.3% of the general population, roughly 1 in 400- Auszug
“"The prevalence of harmful BRCA gene changes in the general population is about 0.2%-0.3% (or about 1 in 400)." ”
- Quelldaten von
- 2024-11-19
- Abgerufen
- 2026-07-03 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- NCI's general-population BRCA1/2 prevalence figure (~1 in 400) grounds the body text's "roughly 1 in 400-500" context for how small a share of women carry the pathogenic variant driving the 35x/15x personal-factor multipliers above. Not used in the headline lifetime-incidence calculation, which comes from ACS/SEER.
- Unabhängigkeit
- NCI germline-genetics fact sheet, independent of the ACS/SEER incidence-and-mortality pipeline used for the headline probability.







