Evidenzqualität 4.13/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 4/5
- D2 Quellenautorität
- 4/5
- D3 Arithmetik
- 4/5
- D4 Unsicherheit
- 4/5
- D5 Geltungsbereich
- 4/5
- D6 Prosa
- 4/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 5/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 4/5
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≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Gallup fragt Amerikaner seit Mitte der 1990er, wie besorgt sie darüber sind, persönlich Opfer von Terrorismus zu werden. Die jüngste Erhebung in Gallups Batterie zur Verbrechenssorge (Oktober 2022) ergab, dass 27 % der US-Erwachsenen angaben, sich »sehr« oder »ziemlich« darüber zu sorgen, Opfer von Terrorismus zu werden — der niedrigste Wert in der 13-Verbrechen-Liste dieser Welle abgesehen von Übergriffen am Arbeitsplatz. Frühere Spitzen nach 9/11 und erneut 2015-2016 trieben denselben Messwert nahe an 50 %. Selbst die aktuelle »niedrige« Erhebung liegt Grössenordnungen über der tatsächlichen Basisrate.
Grobe Schätzung: ~1 zu ein paar tausend über das Leben fühlt sich für viele besorgte Befragte etwa richtig an
Quelle: Gallup (2022) — Record-High 56% in U.S. Perceive Local Crime Has Increased
Tatsächlich
~1 zu 4.560.000 pro Jahr
US-Einwohner, 1975-2024 gepoolt, im Ausland geborener Terrorismus einschliesslich 9/11
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Verwendet die Zahl des Cato Institute zum im Ausland geborenen Terrorismus 1975-2024 von 1 zu 4.559.768 pro Jahr (Nowrasteh, 2025) als zentrale jährliche Gefährdung, da diese Studie 9/11 ausdrücklich einschliesst und ein 50-Jahre-Fenster abdeckt. Inländischer (nicht im Ausland geborener) Terrorismus fügt einen kleinen, aber nicht trivialen Betrag hinzu — laut den Gesamtzahlen der START Global Terrorism Database rund weitere 500-600 Todesfälle über 1975-2024 — ändert aber die Grössenordnung nicht. Über 59 Erwachsenenjahre: 1 − (1 − 2,19e-7)^59 ≈ 1,29e-5 ≈ 1 zu 77.000. Die Wahl des Fensters ist entscheidend: Die Anschläge des 9/11 machen rund 2.977 von ~3.500 US-Terrorismustoten seit 1970 aus, sodass jedes Fenster, das 9/11 einschliesst, von einem einzigen Ereignis dominiert wird, und jedes Fenster, das es ausschliesst, die jährliche Rate um rund eine Grössenordnung senkt. Das Unsicherheitsband unten spiegelt diese Fenster-Sensitivität wider und nicht ein statistisches Konfidenzintervall.
Einschränkungen: Die Zahl »1 zu 77.000« ist ein gepoolter, fenstersensitiver Durchschnitt über fü…
Die Zahl »1 zu 77.000« ist ein gepoolter, fenstersensitiver Durchschnitt über fünfzig Jahre von Daten, der überwältigend von einem einzigen Morgen im September 2001 geprägt ist. Nimmt man 9/11 heraus, fällt die jährliche Gefährdung um rund eine Grössenordnung; behält man 9/11 bei, verkürzt aber das Fenster auf nur die Jahre nach 2001, steigt der Durchschnitt. Keines davon ist falsch, aber beide würden einem etwas Unterschiedliches über »typische« Jahre sagen. Die Zahl sagt auch nichts darüber aus, welche Amerikaner welchen Anteil des Risikos tragen: Terrorismustote in den USA konzentrieren sich nach Ziel (ikonische Gebäude, Bundeseinrichtungen, grosse Versammlungen), Geografie (einer Handvoll Grossstadtregionen) und Jahr (eine sehr kleine Zahl von Ereignissen macht den Grossteil der kumulativen Todesfälle aus). Für die grosse Mehrheit der Einwohner in der grossen Mehrheit der Jahre ist die jährliche Gefährdung effektiv null.
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Die Langzeit-Risikoanalyse des Cato Institute, basierend auf der START Global Terrorism Database der University of Maryland, setzt die jährliche Chance, dass ein Amerikaner bei einem Terroranschlag auf US-Boden stirbt, bei rund 1 zu 4,56 Millionen pro Jahr über das 1975-2024-Fenster. Über 59 Erwachsenen-Lebensjahre aufaddiert ergibt das etwa 1 zu 77.000 — eine Grössenordnung niedriger als die Lebenszeitchancen eines tödlichen Flugzeugabsturzes und mehr als zwei Grössenordnungen unter der gepoolten US-Mordrate. Die zugrunde liegende Zahl wird fast vollständig von einem Tag bestimmt: Rund 2.977 der etwa 3.500 US-Terrorismustode seit 1970 ereigneten sich am 11. September 2001.
Was an der Terrorismus-Sorge ungewöhnlich ist: Die Grösse der Lücke. Gallups langlaufende Batterie hatte 27% der US-Erwachsenen, die sich sorgen, Opfer von Terrorismus zu werden, noch Oktober 2022. Ein wahrgenommenes Risiko irgendwo im „eins zu ein paar tausend”-Bereich ist ungefähr, was dieses Sorgeniveau impliziert, gegen eine tatsächliche Basisrate nahe „eins zu hunderttausend oder weniger.” Die invertierte Lücke ist hier grösser als bei fast jeder anderen Angst auf dieser Website und bemerkenswert stabil über 25 Jahre, selbst als die tatsächliche jährliche Gefährdung in den meisten Jahren nahe null blieb.
Die Zahl ist auch ungewöhnlich fenstersensitiv. Nimmt man 9/11 aus dem Datensatz, fällt die 1975-2024-Jahresrate um rund eine Grössenordnung, weil die verbleibenden Ereignisse zwar häufig in Schlagzeilen, aber weit weniger Menschen pro Vorfall töten. Die „1 zu 77.000”-Zahl ist die richtige Antwort auf „was war der Durchschnitt der letzten fünfzig Jahre?” und eine schlechte Antwort auf „was ist mein Risiko, in einem bestimmten Jahr durch Terrorismus zu sterben?” Für die meisten US-Bewohner in den meisten Jahren ist die realisierte Gefährdung effektiv null, unterbrochen von seltenen Ereignissen.
Verwandte Fakten
Ein US-Erwachsener stirbt ~3-4-mal eher bei einem Terroranschlag als durch Blitzschlag (~1 zu 78.000 vs ~1 zu 280.000). Beide sind vernachlaessigbar gegenueber jedem Alltagsrisiko wie Autofahren.
1 von 6 US-Jugendlichen unternimmt einen Suizidversuch. Die Wahrscheinlichkeit, bei einem Terroranschlag zu sterben: ~1 zu 3.500.000. Einer bekommt Sicherheitsbudgets; der andere unterfinanzierte Hotlines.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
4/4 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
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[1] Cato Institute (Alex Nowrasteh) — Terrorism and Immigration: 50 Years of Foreign-Born Terrorism on US Soil, 1975–2024 Verifiziert
Terrorism and Immigration: 50 Years of Foreign-Born Terrorism on US Soil, 1975–2024- Statistik
Annual chance of dying in a foreign-born terrorist attack on US soil: 1 in 4,559,768 (1975–2024, including 9/11)- Auszug
“"The average chance of dying in an attack committed by a foreign-born terrorist on US soil was 1 in 4,559,768 a year. For perspective, the annual chance of being murdered by a common criminal in the United States was about 330 times as great as dying in an attack committed by a foreign-born terrorist on US soil." ”
- Quelldaten von
- 2025-03-01
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- Cato divides 3,046 deaths (2,979 of which occurred on 9/11) across the 1975–2024 window by average US population, yielding 1 in 4,559,768 per person-year. Converting to a lifetime figure for a 59-year adult horizon: 1 − (1 − 1/4,559,768)^59 ≈ 1.29 × 10⁻⁵, i.e. ~1 in 77,000. Domestic (non-foreign-born) terrorism adds a modest additional hazard that the uncertainty band absorbs. The "foreign-born" restriction is the main reason we treat the Cato figure as a lower bound on the all-terrorism rate rather than a ceiling.
- Unabhängigkeit
- Cato's underlying death counts are drawn from the START Global Terrorism Database (University of Maryland) and RAND's terrorism incident database, so this is not independent of those sources — it is a curated risk-ratio calculation built on top of them.
-
[2] Cato Institute (Alex Nowrasteh) — Terrorism and Immigration: A Risk Analysis Verifiziert
Terrorism and Immigration: A Risk Analysis- Statistik
Annual chance of dying in a foreign-born terrorist attack on US soil: 1 in 3.6 million (1975–2015)- Auszug
“"The chance of an American perishing in a terrorist attack on US soil that was committed by a foreigner over the 41-year period studied here is 1 in 3.6 million per year. The annual chance of being murdered was 252.9 times as great as dying in an attack committed by a foreign-born terrorist on US soil." ”
- Quelldaten von
- 2016-09-13
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- Used as a corroborating earlier vintage of the same risk analysis. The shorter 1975–2015 window gives a denominator of 1 in 3.6 million per year; the longer 1975–2024 window used in our normalization gives 1 in 4.56 million. The direction of that drift (lower annual risk as the window lengthens past 9/11 without a comparable repeat event) is the expected behaviour for a distribution dominated by a single extreme event.
- Unabhängigkeit
- Same author and underlying datasets as the 2025 update. Included as a longitudinal consistency check, not as an independent estimate.
-
[3] Our World in Data (Max Roser, Bastian Herre, Hannah Ritchie) — Terrorism Verifiziert
Terrorism- Statistik
Terrorism caused roughly 1 in 2,000 global deaths in 2019; North American terrorism deaths are typically low outside 9/11- Auszug
“"Deaths from terrorism in North America are typically low – but the September 11 attacks in the United States in 2001 stand out. [Globally in 2019 terrorism] caused an estimated 1 in 2000 deaths that year." ”
- Quelldaten von
- 2024-01-01
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- Used as an independent check on the order of magnitude and on the 9/11-dominated shape of the US distribution. OWID draws on the START Global Terrorism Database and IHME Global Burden of Disease, which are upstream of (but largely independent of) Cato's risk-analysis pipeline.
- Unabhängigkeit
- OWID's death counts come from START GTD and IHME GBD directly. Cato also uses START GTD but layers its own per-visa-class and per-window accounting on top, so the two sources share underlying event data but produce their statistics independently.
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[4] Gallup — Record-High 56% in U.S. Perceive Local Crime Has Increased Verifiziert
Record-High 56% in U.S. Perceive Local Crime Has Increased- Statistik
27% of US adults worry a great deal or fair amount about being a victim of terrorism (October 2022)- Auszug
“"At the other end of the spectrum, Americans worry least about being assaulted or killed by a coworker on the job (9%) or being the victim of terrorism (27%)." ”
- Quelldaten von
- 2022-10-18
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- Used for the perceived-risk side only. The 27% figure is the share of respondents reporting "a great deal" or "a fair amount" of worry; Gallup does not elicit a subjective probability. Historical peaks in the same item reached roughly 47–49% in the months after the 2015 Paris attacks and San Bernardino shooting.
- Unabhängigkeit
- Gallup telephone polling, entirely separate from the START Global Terrorism Database, RAND, and Cato pipelines that feed the probability estimate. Used only for the perceived-risk axis — measures public worry, not incidence.







