Evidenzqualität 4.63/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 5/5
- D2 Quellenautorität
- 5/5
- D3 Arithmetik
- 4/5
- D4 Unsicherheit
- 5/5
- D5 Geltungsbereich
- 5/5
- D6 Prosa
- 4/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 4/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 5/5
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≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Malaria sitzt unbequem in der Risikovorstellung von Reisenden. Für manche Leser — jene, die einen zweiwöchigen Resortaufenthalt in Cancun oder einen Zwischenstopp in Bangkok buchen — droht sie als exotische, ernste, vage viktorianische Gefahr. Für andere — jene, die ohne Besuch einer Reiseklinik ins ländliche Nigeria aufbrechen — ist sie ein Hintergrundgerücht, das abgewunken wird, bis das Fieber einsetzt. Wir haben keine rigorose aktuelle Umfrage gefunden, die »Angst, sich auf einer Reise mit Malaria anzustecken« von allgemeiner reisegesundheitlicher Angst isoliert, sodass die wahrgenommene Seite dieses Eintrags als redaktionelle Intuition markiert ist. Die Arbeitshypothese, die die meisten Likelier-Leser in die Planung mitbringen, lautet etwa »klein, aber real« — was, gemittelt über alle Reiseziele und Vorbereitungsniveaus, in Ordnung ist, aber darunter eine Spanne von fünf oder sechs Grössenordnungen verbirgt.
Grobe Schätzung: die meisten Reisenden schätzen irgendwo im niedrigen Prozentbereich, unabhängig vom Reiseziel
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
~1 zu 10.000 pro Reise (2-wöchiger Subsahara-Afrika-Aufenthalt, Prophylaxe wie verordnet eingenommen)
Referenzreisender: 2-wöchiger Aufenthalt in Subsahara-Afrika, chemoprophylaxe-konform
Berechnung anzeigen
Der Schlagzeilenwert ist eine Grössenordnungsschätzung für einen Referenzreisenden: eine 2-wöchige Urlaubsreise nach Subsahara-Afrika, bei der ein modernes Chemoprophylaxe-Regime (Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin oder Mefloquin) wie verordnet eingenommen wird, unter Verwendung von DEET und mit Schlaf in einem vergitterten oder klimatisierten Zimmer. Es ist KEINE Lebenszeitzahl für einen US-Erwachsenen; das Malariarisiko für Reisende ist überwiegend eine Frage pro Reise und pro Reiseziel, sodass dieser Eintrag den Scope »activity_specific_lifetime« im Sinne von »pro Reisender-Reise« verwendet. Dieselbe Reiseroute ohne Prophylaxe ist rund 50× riskanter (~1 zu 200). Eine 2-wöchige Strandreise nach Mexiko oder ein Zwischenstopp in Bangkok liegt mehrere Grössenordnungen niedriger (siehe regional_breakdown). Das Unsicherheitsband spiegelt die Spanne über Prophylaxe-Regime, Jahreszeiten und ländliche vs. städtische Exposition innerhalb Subsahara-Afrikas wider.
Einschränkungen: Dieser Eintrag ist bewusst pro Reise statt pro Leben gefasst, weil das Reise-Mal…
Dieser Eintrag ist bewusst pro Reise statt pro Leben gefasst, weil das Reise-Malariarisiko eher von Reiseziel und Dauer als von der Person bestimmt wird. Der Schlagzeilenwert — ~1 zu 10.000 für eine 2-wöchige Subsahara-Afrika-Reise mit konformer Prophylaxe — ist eine Grössenordnungsschätzung, keine präzise Rate. Die tatsächlichen Erkrankungsraten variieren je nach Land, ländlichem vs. städtischem Umfeld, Jahreszeit, lokaler Übertragungsintensität, Mustern der Arzneimittelresistenz und Prophylaxe-Regime. Das Risiko ohne Prophylaxe im ländlichen Westafrika der Regenzeit liegt im Prozentbereich pro Monat und ist wirklich gefährlich; das Risiko im touristischen Mexiko oder im städtischen Südostasien ist praktisch null. P. falciparum, in Subsahara-Afrika dominant, hat unbehandelt eine Fallsterblichkeit von rund 5-10 % und bei prompter Behandlung in einem Krankenhaus eines wohlhabenden Landes ~0,5 %; diagnostische Verzögerung in nicht-endemischen Notaufnahmen ist ein dokumentiertes Problem, sodass Fieber nach der Reise in den Wochen oder Monaten nach einer endemischen Reise auf Malaria abgeklärt werden sollte, selbst wenn die Symptome grippeähnlich aussehen. Dieser Eintrag behandelt die Infektionswahrscheinlichkeit; der Geschwistereintrag `mosquito-borne-disease` behandelt die Mortalität, aggregiert über alle durch Mücken übertragenen Krankheiten weltweit.
Wie das Risiko variiert
Die Hauptzahl mittelt über sehr unterschiedliche Situationen. So variiert die Wahrscheinlichkeit nach Szenario oder Kontext:
1 zu 33 · 3,0%
Order-of-magnitude estimate from travel-medicine literature. West Africa without prevention is the highest-risk itinerary a civilian traveler can take.
1 zu 10.000
The headline reference case. Prophylaxis is not 100% protective but drops risk roughly 20×.
1 zu 1.000.000
Mostly P. vivax; urban transmission is low. 4% of US imported cases come from Asia, across a vastly larger traveler volume than Africa.
1 zu 100.000.000
Essentially zero. Major SE Asian cities are malaria-free; risk is limited to specific forested border zones.
1 zu 100.000.000
Essentially zero in standard resort areas. Residual risk in parts of rural Haiti and a few Mexican states only.
Balkenlänge und Schattierung ordnen diese Szenarien untereinander ein, nicht gegenüber anderen Risiken. Die genauen Wahrscheinlichkeiten stehen jeweils daneben.
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Vergleichsrisiko wählen
Malariarisiko für Reisende ist die seltene Frage, bei der eine einzelne Schlagzeilenzahl aktiv irreführend ist. Geografie dominiert alles. Ein zweiwöchiger Strandurlaub in Cancun oder ein Stopover in Singapur hat Malaria-Chancen, die auf null runden; ein einmonatiger Aufenthalt in ländlichem Nigeria ohne Chemoprophylaxe in der Regenzeit ist ein Wenige-Prozent-Ereignis. Dieselbe Krankheit, derselbe Reisende, fünf oder sechs Grössenordnungen auseinander. Für den Referenzfall auf dieser Seite — eine zweiwöchige Subsahara-Afrika-Reise mit Prophylaxe wie verordnet — liegt die Arbeitshypothese bei rund 1 zu 10.000 pro Reise. Ohne Prophylaxe steigt das auf etwa 1 zu 200.
Chemoprophylaxe ist eine der Interventionen mit dem höchsten Ertrag für einen Reisenden: rund 20× Risikoreduktion bei konformen Anwendern, und CDCs eigene Überwachungsberichte zeigen, dass 95% der US-Malariapatienten keine angemessene Prävention einnahmen. Die meisten verbleibenden importierten Fälle fallen in wenige vorhersagbare Kategorien — Reisende, die Freunde und Verwandte besuchen (76% der US-Zivilfälle laut CDC Yellow Book), Aufenthalte länger als wenige Wochen, und Menschen, die den Post-Reise-Kurs vorzeitig abbrachen, weil sie sich bei der Heimkehr gut fühlten. P. falciparum hat eine rund einmonatige mediane Inkubation, und P. vivax und P. ovale können Monate später rezidivieren.
Die Mortalitätsseite verdient eine eigene Anmerkung. Unbehandeltes P. falciparum — die in Subsahara-Afrika dominierende Spezies — hat eine Fallsterblichkeit von etwa 5-10%. Prompt in einem Reichland-Krankenhaus behandelt liegt sie eher bei 0,5%. Der Engpass bei dieser zweiten Zahl sind nicht die Medikamente, die funktionieren, sondern die Diagnose: Eine nicht-endemische Notaufnahme, die ein grippeähnliches Fieber bei jemandem betrachtet, der kürzlich gereist ist, kann Malaria lang genug übersehen, um relevant zu sein. Das CDC verzeichnet ~7 US-Malariatode pro Jahr bei ~2.000 Fällen — eine ~0,35% Fallsterblichkeit, die ein genuiner Public-Health-Erfolg ist.
Verwandte Fakten
Bei einem zweiwöchigen Aufenthalt in Subsahara-Afrika mit vorschriftsmäßig eingenommener Chemoprophylaxe liegt das Malariarisiko bei etwa ~1 in 10,000 pro Referenzreise. Dieselbe Route ohne Prophylaxe ist rund 50x riskanter; eine Strandreise nach Mexiko ist um Größenordnungen niedriger.
Rund 18% der Reisenden, die vor einer Reise in ein Endemiegebiet die empfohlene Malariaprophylaxe ausließen, bereuen dies, vor allem die Erkrankten. Bei denen, die sie einnahmen, sind es nur etwa 7%.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
3/4 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
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[1] US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) — Malaria — CDC Yellow Book 2024 (Health Information for International Travel)
Malaria — CDC Yellow Book 2024 (Health Information for International Travel)- Statistik
Almost all ~2,000 US malaria cases per year are imported; 93% of 2019 cases with known country of acquisition came from Africa, 4% from Asia, 2% from the Caribbean and Americas, <1% from Oceania and the Middle East; 76% of US civilian cases were in travelers visiting friends and relatives.- Auszug
“"Travelers going to malaria-endemic destinations are at risk of contracting the disease. … almost all the approximately 2,000 cases of malaria that occur each year in the United States are imported. … Of cases in 2019 for which country of acquisition was known, 93% were acquired in Africa, 4% in Asia, 2% in the Caribbean and the Americas, and <1% in Oceania and the Middle East. … Of U.S. civilians with malaria who reported a reason for travel, 76% were visiting friends and relatives. … No antimalarial drug is 100% protective, so travelers must combine chemoprophylaxis with mosquito avoidance and personal protective measures." ”
- Quelldaten von
- 2023-05-01
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Berechnung
- CDC Yellow Book is the authoritative traveler-facing guidance. The 93% Africa share among US imported cases, combined with the fact that US residents take on the order of 15–20 million trips per year to malaria-endemic countries, is the basis for the regional_breakdown ordering: Sub-Saharan Africa dominates, everywhere else is a rounding error. The 76% VFR (visiting friends and relatives) share corroborates the “prophylaxis missed or stopped early” personal factor — VFR travelers historically under-use chemoprophylaxis relative to tourists. Per-trip attack rates on this page are order-of-magnitude estimates from the broader travel-medicine literature; the specific West-Africa wet-season figures are not drawn verbatim from the cited Massad/Behrens Amazon-region paper (see that source's notes for the setting/species caveat). The ~20× reduction with compliant prophylaxis is corroborated by CDC surveillance (95% of US cases in travelers who took no appropriate prevention).
- Unabhängigkeit
- CDC Yellow Book is the primary US traveler-facing clinical guidance, synthesised from CDC NMSS surveillance and the peer-reviewed travel-medicine literature. Shares publisher (and NMSS upstream) with the CDC Malaria Surveillance source below — treat the two CDC citations as one institutional voice; the WHO World Malaria Report and the Massad/Behrens modelling paper provide the genuine independent verification.
-
[2] US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) — Data and Statistics on Malaria in the United States Verifiziert
Data and Statistics on Malaria in the United StatesSee all 3 Likelier entries citing this source →
- Statistik
~2,000 US malaria cases reported per year; average of nearly 7 deaths per year over 2007–2022; 95% of US malaria patients did not take appropriate malaria prevention medication.- Auszug
“"Approximately 2,000 malaria cases a year are reported in the United States, and on average there were nearly 7 deaths per year for the period 2007–2022. … 95% of people with malaria did not take appropriate malaria prevention medication." ”
- Quelldaten von
- 2024-01-01
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- CDC domestic surveillance anchors the “prophylaxis works” claim: 95% of confirmed US cases are in travelers who did not take appropriate prevention, which implies prophylaxis compliance drops risk by roughly an order of magnitude or more relative to no prevention (exact reduction varies by regimen, destination, and adherence). The ~7 deaths / ~2,000 cases ratio gives a US case-fatality rate of ~0.35% with access to wealthy-country critical care — consistent with the ~0.5% figure for treated P. falciparum in high-income health systems used in the body text.
- Unabhängigkeit
- CDC Yellow Book and CDC Malaria Surveillance share CDC as publisher, but they are distinct pipelines: the Yellow Book is clinical guidance synthesized from travel-medicine literature and NMSS, while the surveillance report is the raw NMSS case and mortality count. We treat them as corroborating rather than independent.
-
[3] World Health Organization — World Malaria Report 2024 Verifiziert
World Malaria Report 2024See all 2 Likelier entries citing this source →
- Statistik
263 million malaria cases and 597,000 deaths worldwide in 2023; ~95% of deaths occurred in the WHO African Region.- Auszug
“"there were an estimated 263 million cases and 597 000 malaria deaths worldwide in 2023 … 11 million more cases in 2023 compared to 2022, and nearly the same number of deaths. … Approximately 95% of the deaths occurred in the WHO African Region." ”
- Quelldaten von
- 2024-12-11
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- WHO World Malaria Report gives the global denominator: 263 million cases per year, 95% of deaths in the WHO African Region. This concentration is what drives the regional_breakdown in this entry: a 2-week trip to Sub-Saharan Africa dominates every other travel malaria risk by two to six orders of magnitude. WHO data is methodologically independent of CDC surveillance (WHO programmatic estimates vs US NMSS case reports), so this is a genuine independent corroboration of where the risk lives.
- Unabhängigkeit
- WHO programmatic malaria estimates are derived from country-level case reporting and modeled adjustments, a separate pipeline from CDC’s US-facing NMSS surveillance. Independent corroboration on the “95% of deaths are in the WHO African Region” figure.
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[4] Malaria Journal / Massad E, Behrens RH, Burattini MN, Coutinho FAB — Modeling the risk of malaria for travelers to areas with stable malaria transmission Verifiziert
Modeling the risk of malaria for travelers to areas with stable malaria transmission- Statistik
Modeled per-visit falciparum-malaria risk for non-immune travelers to the Amazon region of Brazil: 0.5% per visit for stays longer than 4 months during peak transmission. The abstract quantifies no figure for shorter/typical visits.- Auszug
“"The calculated risk for visitors staying longer than 4 months during peak transmission was 0.5% per visit." ”
- Quelldaten von
- 2009-12-16
- Abgerufen
- 2026-04-12 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- Massad/Behrens model transmission risk for non-immune travelers to the Amazon region of Brazil (P. falciparum). The only per-visit figure the abstract quantifies is 0.5% per visit for stays longer than 4 months during peak transmission — a long-stay figure, not a 2-week figure, and for a South American setting rather than Sub-Saharan Africa. It is cited here as evidence that even modeled, compliant-free per-visit malaria risk for a long endemic-region stay is on the order of a fraction of one percent, and that duration and season dominate. It does NOT directly substantiate this entry's Sub-Saharan Africa per-trip anchors, which remain order-of-magnitude extrapolations; the species (predominantly P. falciparum in SSA vs the Amazon P. vivax/falciparum mix) and setting differ, so no numeric transfer is made from this paper to the headline.
- Unabhängigkeit
- Independent of CDC Yellow Book and WHO — uses mathematical transmission modelling rather than surveillance data. Note the setting/species mismatch flagged in calculation_notes: this paper models the Amazon region of Brazil, not Sub-Saharan Africa.








