Evidenzqualität 4.5/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 4/5
- D2 Quellenautorität
- 5/5
- D3 Arithmetik
- 5/5
- D4 Unsicherheit
- 4/5
- D5 Geltungsbereich
- 4/5
- D6 Prosa
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- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 4/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
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Wahrgenommen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weithin als häufigste Todesursache bei Frauen weltweit bekannt, aber die spezifische Rolle der Menopause als Risikobeschleuniger wird von den meisten Frauen nicht gut verstanden. Die kulturelle Aufmerksamkeit für Brustkrebs — ein statistisch selteneres Ereignis — hat das Bewusstsein für das Herz-Kreislauf-Risikoprofil verdrängt, das die Menopause verändert. Frauen in ihren späten 40ern und frühen 50ern wissen oft nicht, dass sich ihr Herz-Kreislauf-Risiko in dem Jahrzehnt nach ihrer letzten Menstruation verdoppelt, oder dass der Übergang ein bedeutsames Fenster für präventive Interventionen darstellt. Die Asymmetrie wird durch die klinische Praxis verstärkt: Menopause-Beratungen konzentrierten sich historisch auf das Symptommanagement (vasomotorisch, Schlaf, urogenital) statt auf die Stratifizierung des Herz-Kreislauf-Risikos.
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
33 von 100 Frauen weltweit werden im Laufe ihres Lebens eine Herz-Kreislauf-Erkrankung entwickeln (ab dem 40. Lebensjahr)
Frauen ab dem 40. Lebensjahr (Lebenszeitrisiko für koronare Herzkrankheit, Framingham / Lloyd-Jones 1999; Modifikatoren des Menopause-Zeitpunkts aus gepoolten IPD von Lancet Public Health 2019 und dem EHJ-Konsensusdokument 2021)
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Die native Rate (33/100 ≈ 1 von 3) ist das von Lloyd-Jones et al. (Lancet 1999, Framingham) berichtete Lebenszeitrisiko für koronare Herzkrankheit ab dem 40. Lebensjahr: 31,7 % (95 % KI 29,2–34,2) bei Frauen. Dies ist die Zahl, die die vertraute Schlagzeile »eine von drei Frauen« ergibt. Der Zeitpunkt der Menopause verändert diese Basislinie: Die gepoolte IPD-Analyse von Lancet Public Health 2019 (15 Studien, 301.438 Frauen) fand, dass eine vorzeitige Menopause (<40) eine Hazard Ratio von 1,55 (95 % KI 1,38–1,73) für eine erste nicht-tödliche Herz-Kreislauf-Erkrankung gegenüber einer Menopause mit 50–51 aufwies, ansteigend auf 1,88 vor dem 60. Lebensjahr. Das EHJ-Konsensusdokument 2021 ergänzt einen Anstieg des Herz-Kreislauf-Risikos um ~3 % pro Jahr früherer Menopause und merkt an, dass der menopause-assoziierte Anstieg des Herz-Kreislauf-Risikos nicht sauber vom chronologischen Altern getrennt werden kann — daher behandelt dieser Eintrag die Menopause als zeitpunktabhängigen Risikomodifikator, nicht als eine vollständig altersunabhängige Verdopplung. Die 1-von-3-Lebenszeitzahl ist US-/Framingham-abgeleitet speziell für koronare Herzkrankheit; das breitere Dach der »Herz-Kreislauf-Erkrankungen« und globale/regionale Schätzungen variieren, was das Unsicherheitsband und die Vorbehalte widerspiegeln. Niedrig (0,28): das untere KI / günstige Risikofaktor- und Regionalprofile (z. B. ostasiatische Frauen mit geringerer Herz-Kreislauf-Belastung). Hoch (0,40): Profile mit höherer Belastung (z. B. osteuropäische / zentralasiatische Frauen mit hoher Prävalenz von Bluthochdruck und Rauchen sowie breitere Alle-Herz-Kreislauf- statt nur koronare-Herzkrankheit-Zählungen).
Einschränkungen: Die Schlagzeile »1 von 3 ab dem 40. Lebensjahr« ist speziell das Lebenszeitrisik…
Die Schlagzeile »1 von 3 ab dem 40. Lebensjahr« ist speziell das Lebenszeitrisiko für koronare Herzkrankheit aus der Framingham-Kohorte (Lloyd-Jones 1999, 31,7 % bei Frauen); sie ist US-abgeleitet und koronarspezifisch, keine globale Alle-Herz-Kreislauf-Zahl, sodass globale und regionale Schätzungen abweichen. Das breitere Dach der »Herz-Kreislauf-Erkrankungen« (unter Hinzunahme von Schlaganfall, peripherer arterieller Verschlusskrankheit und Herzinsuffizienz) und Zählungen ausschließlich tödlicher koronarer Herzkrankheit ergeben andere Zahlen. Das Menopause-Zeitpunkt-Risiko ist ein relativer Risikoanstieg, keine absolute Inzidenz: In den gepoolten Daten von Lancet PH 2019 wies eine vorzeitige Menopause (<40) eine HR von 1,55 für ein erstes nicht-tödliches Herz-Kreislauf-Ereignis auf (1,88 vor dem 60. Lebensjahr), und der EHJ-Konsensus 2021 berichtet ~3 % zusätzliches Herz-Kreislauf-Risiko pro Jahr früherer Menopause — aber derselbe Konsensus betont, dass der menopause-bezogene Anstieg nicht sauber vom chronologischen Altern getrennt werden kann, sodass die »Beschleunigung« nicht als vollständig altersunabhängige Verdopplung gelesen werden sollte. Wenn das absolute Risiko einer Frau für koronare Herzkrankheit in ihren 40ern niedrig ist, lässt ein relativer Anstieg das absolute Niveau immer noch niedrig. Die Evidenz zum Chancenfenster der MHT ist klinisch relevant, aber nicht in die native Wahrscheinlichkeit eingebettet; sie gehört in eine klinische Diskussion, nicht in eine Bevölkerungsbasislinie. Die regionale Variation ist erheblich — japanische und koreanische Frauen haben ein geringeres Herz-Kreislauf-Lebenszeitrisiko und osteuropäische / zentralasiatische Frauen ein höheres —, was unterschiedliche Bluthochdruck- und Rauchprofile widerspiegelt, die das Unsicherheitsband annähert.
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Cardiovascular disease is the leading cause of death in women globally, and in the US it kills more women each year than all cancers combined — yet the specific role of menopause as a risk accelerant is poorly understood by most women and inconsistently addressed in clinical practice. The Framingham Heart Study’s lifetime-risk analysis (Lloyd-Jones et al., Lancet 1999) put the lifetime risk of coronary heart disease from age 40 at 31.7% for women — about one in three. Menopause timing modifies that baseline: a 2019 Lancet Public Health pooled analysis of 15 studies covering 301,438 women found that women with premature menopause (before age 40) had a hazard ratio of 1.55 (95% CI 1.38–1.73) for a first non-fatal cardiovascular event compared with menopause at 50–51, with the excess larger before age 60 (HR 1.88). A European consensus document (Maas et al., European Heart Journal 2021) reports a roughly 3% rise in CVD risk per year of earlier menopause, while cautioning that the menopause-related increase in cardiovascular risk cannot be cleanly separated from chronological ageing.
The mechanism is estrogen-related. Estrogen has direct beneficial effects on vascular endothelium: it promotes vasodilation, reduces LDL cholesterol, and suppresses inflammatory markers. As estrogen levels decline through perimenopause and fall sharply after the final menstrual period, these protective effects diminish. The result is a measurable shift in vascular risk profile that occurs over a 5–10 year window around menopause, leaving a woman’s cardiovascular risk trajectory substantially steeper than it would have been had estrogen remained at premenopausal levels. The timing of menopause modifies the magnitude: in the Lancet Public Health pooled data, women who experienced premature menopause (before 40) carried roughly 1.5 times the cardiovascular-event risk of women with menopause at 50–51 overall, and close to 1.9 times before age 60 — and the European consensus document notes that women with premature ovarian insufficiency have a shorter life expectancy from cardiovascular disease and osteoporosis.
The clinical evidence on menopausal hormone therapy (MHT) adds an important nuance: a window-of-opportunity effect has been described. The European Heart Journal consensus document reports that “early initiation of MHT after menopause has the greatest benefit for cardiovascular health” and that women starting MHT below age 60 or within 10 years of menopause onset showed a significant reduction (>30%) in myocardial infarction or cardiac deaths. The earlier era of cardiovascular MHT concerns derived primarily from the Women’s Health Initiative, which enrolled older postmenopausal women initiating therapy more than a decade after menopause. The menopause-CVD relationship is therefore not only about risk magnitude but also about timing of intervention — a distinction that matters practically for how women and their clinicians approach the transition.
Verwandte Fakten
Etwa 1 von 3 Frauen weltweit entwickelt im Leben eine Herz-Kreislauf-Erkrankung, und die Häufigkeit koronarer Erkrankungen verdoppelt sich im Jahrzehnt nach der Menopause nahezu. Brustkrebs erhält mehr Aufmerksamkeit, doch Herzerkrankungen töten weit mehr Frauen.
Quellenregister
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[1] European Heart Journal (European Society of Cardiology) — Cardiovascular health after menopause transition, pregnancy disorders, and other gynaecologic conditions: a consensus document from European cardiologists, gynaecologists, and endocrinologists Verifiziert
Cardiovascular health after menopause transition, pregnancy disorders, and other gynaecologic conditions: a consensus document from European cardiologists, gynaecologists, and endocrinologists- Statistik
Each year of early menopause is associated with a ~3% increased risk of CVD; women with premature ovarian insufficiency have shorter life expectancy due to CVD; the CVD-risk increase at menopause cannot be cleanly distinguished from ageing; MHT initiated below age 60 or within 10 years of menopause onset was associated with a >30% reduction in MI or cardiac deaths (window-of-opportunity effect)- Auszug
“"Each year of early menopause was associated with a 3% increased risk of CVD. Women with premature ovarian insufficiency (POI), defined as the loss of ovarian function before the age of 40, have a shorter life expectancy than women with a late menopause due to CVD and osteoporosis. While CVD risk increases with the menopause, this cannot be distinguished from ageing. Lower oestrogen levels after menopause are related to altered vascular function, enhanced inflammation, and up-regulation of other hormonal systems." "Women initiating MHT treatment below 60 years of age or within 10 years of onset of menopause showed a significant reduction (>30%) of MI or cardiac deaths." ”
- Quelldaten von
- 2021-03-07
- Abgerufen
- 2026-06-30
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- Maas et al. (2021), European Heart Journal 42(10):967–984 — a consensus document from European cardiologists, gynaecologists, and endocrinologists (formally approved by the ESC Clinical Practice Guidelines Committee, but not the 2021 ESC CVD-prevention guideline itself). Used here for the menopause-specific risk modifiers: the 3%-per-year early-menopause gradient, premature ovarian insufficiency, and the estrogen-vascular mechanism. The same document also describes a menopausal-hormone-therapy (MHT) "window of opportunity": women initiating MHT below age 60 or within 10 years of menopause onset showed a significant (>30%) reduction in MI or cardiac deaths, which anchors the MHT paragraph in the body text. Note the document explicitly cautions that the menopause-associated CVD-risk rise cannot be cleanly separated from chronological ageing — the entry reflects this caveat rather than claiming a fully aging-independent effect.
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[2] The Lancet Public Health — Age at natural menopause and risk of cardiovascular disease: pooled individual participant data from 15 observational studies
Age at natural menopause and risk of cardiovascular disease: pooled individual participant data from 15 observational studies- Statistik
Premature menopause (<40) associated with HR 1.55 (95% CI 1.38–1.73) for first non-fatal CVD vs menopause at 50–51; the excess is larger before age 60 (HR 1.88, 1.62–2.20). Pooled IPD, 301,438 women, 15 studies.- Auszug
“"Compared with women who had menopause at age 50-51 years, the risk of cardiovascular disease was higher in women who had premature menopause (age <40 years; HR 1·55, 95% CI 1·38-1·73; p<0·0001), early menopause (age 40-44 years; 1·30, 1·22-1·39; p<0·0001), and relatively early menopause (age 45-49 years; 1·12, 1·07-1·18; p<0·0001). The associations persisted in never smokers, and were strongest before age 60 years for women with premature menopause (HR 1·88, 1·62-2·20; p<0·0001) and early menopause (1·40, 1·27-1·54; p<0·0001), but were attenuated at age 60-69 years, with no significant association observed at age 70 years and older." ”
- Quelldaten von
- 2019-11-01
- Abgerufen
- 2026-06-30 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Zhu et al. (2019) Lancet Public Health — pooled IPD, 15 studies, 301,438 women (12,962 first non-fatal CVD events; 9,369 CHD; 4,338 stroke). The largest individual-participant dataset quantifying the menopause-timing–CVD relationship. The reported risk is for first non-fatal cardiovascular disease (a composite), not a separate CHD hazard ratio; premature menopause (<40) carries HR 1·55 overall and 1·88 before age 60. These figures support the `personal_factor_multipliers` for premature/surgical menopause used in this entry.
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[3] The Lancet — Lifetime risk of developing coronary heart disease Verifiziert
Lifetime risk of developing coronary heart diseaseSee all 2 Likelier entries citing this source →
- Statistik
Lifetime risk of coronary heart disease at age 40 is 31.7% (95% CI 29.2–34.2) for women and 48.6% for men — i.e. about one in three women. Framingham Heart Study, 7,733 participants.- Auszug
“"Lifetime risk of CHD after 40 years of age was 48·6% (95% CI 45·8–51·3) for men and 31·7% (29·2–34·2) for women. At 70 years of age the remaining lifetime risk was 34·9% for men and 24·2% for women. Interpretation: Lifetime risk at age 40 years is one in two for men and one in three for women." ”
- Quelldaten von
- 1999-01-09
- Abgerufen
- 2026-06-30 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- Lloyd-Jones, Larson, Beiser & Levy (1999), Lancet 353(9147):89–92 — Framingham Heart Study lifetime-risk analysis (n=7,733, CHD-free at baseline). This is the original source of the "one in three women from age 40" lifetime coronary-heart-disease figure that anchors this entry's native rate. Note the headline figure is for coronary heart disease specifically (not the full CVD umbrella) and is US/Framingham-derived; the entry's caveats flag that broader-CVD and global figures differ.
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[4] American Heart Association / Go Red for Women — The Facts about Women and Heart Disease Verifiziert
The Facts about Women and Heart Disease- Statistik
Cardiovascular disease kills more US women each year than all forms of cancer combined; only 44% of women recognize CVD as their greatest health threat- Auszug
“"Cardiovascular disease kills more women than all forms of cancer combined and yet only 44% of women recognize that cardiovascular disease is their greatest health threat." ”
- Quelldaten von
- 2024-01-01
- Abgerufen
- 2026-07-03 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- American Heart Association's Go Red for Women campaign facts page. Used here to source the entry's opening framing claim that cardiovascular disease kills more US women annually than all cancers combined, which motivates the "underrated" myth framing alongside the menopause-specific timing evidence from Maas et al. and Zhu et al. This is an all-cause CVD statistic, not menopause-specific.
- Unabhängigkeit
- Independent of the Framingham (Lloyd-Jones 1999), Lancet Public Health (Zhu 2019), and EHJ consensus (Maas 2021) sources — an AHA public-health communications source used solely for the all-cause CVD-vs-cancer mortality comparison in US women, not for any menopause-timing figure.







