Evidenzqualität 4.38/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 3/5
- D2 Quellenautorität
- 4/5
- D3 Arithmetik
- 5/5
- D4 Unsicherheit
- 4/5
- D5 Geltungsbereich
- 5/5
- D6 Prosa
- 5/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 4/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 5/5
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≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Präeklampsie ist eines jener Risiken, von denen die meisten schwangeren Frauen gehört haben, das aber nur wenige beziffern können. Sie kommt in Materialien zur Schwangerschaftsvorsorge prominent vor und ist der Grund, warum bei jeder Vorsorgeuntersuchung der Blutdruck gemessen wird, doch der typische werdende Elternteil täte sich schwer zu sagen, ob das Risiko 1 % oder 20 % beträgt. Die Medienberichterstattung bringt Präeklampsie tendenziell im Zusammenhang mit Statistiken zur Müttersterblichkeit zur Sprache, was die wahrgenommene Schwere im Verhältnis zur Grundrate aufbläht. In Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, wo der Zugang zur pränatalen Überwachung begrenzt ist, werden Präeklampsie und Eklampsie wirklich gefürchtet — und das zu Recht, da sie weltweit etwa 16 % der Müttersterbefälle ausmachen.
Grobe Schätzung: Die meisten schwangeren Frauen wissen, dass es Präeklampsie gibt, können ihre Häufigkeit aber nicht einschätzen; viele nehmen an, dass sie seltener ist, als sie ist
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
~5 % der US-Schwangerschaften
US-Schwangerschaften
Berechnung anzeigen
ACOG Practice Bulletin 222 schätzt, dass Präeklampsie 2–8 % der Schwangerschaften weltweit kompliziert; US-spezifische Schätzungen von CDC und ACOG gruppieren sich um 5 % für Präeklampsie im engeren Sinne (die breiteren hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen liegen höher, bei 13–16 %). Das WHO-Informationsblatt nennt 3–8 % der Schwangerschaften weltweit. Die Punktschätzung von 5 % stellt den US-Mittelwert für Präeklampsie im eigentlichen Sinne dar (ohne Gestationshypertonie ohne Proteinurie). Dies ist ein Risiko pro Schwangerschaft. Für eine Frau mit zwei Schwangerschaften beträgt die Wahrscheinlichkeit, mindestens einmal eine Präeklampsie zu erleben, rund 1-(1-0,05)^2 ≈ 9,75 %. Das Unsicherheitsband reicht vom unteren Ende der globalen Schätzungen (~0,03) bis zum oberen Ende, das in den USA und den Entwicklungsländern zu beobachten ist (~0,08).
Einschränkungen: Dieser Eintrag verwendet eine Prävalenz pro Schwangerschaft für Präeklampsie im …
Dieser Eintrag verwendet eine Prävalenz pro Schwangerschaft für Präeklampsie im eigentlichen Sinne (neu auftretende Hypertonie mit Proteinurie oder Endorgandysfunktion nach 20 Wochen). Die breitere Kategorie der hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen (HDP) — die Gestationshypertonie ohne Proteinurie und chronische Hypertonie mit aufgepfropfter Präeklampsie umfasst — betrifft 13–16 % der US-Entbindungen, etwa das Dreifache der reinen Präeklampsie-Zahl. Die von der WHO genannte Zahl von ~42.000 jährlichen Müttertodesfällen (2023) umfasst alle hypertensiven Störungen, nicht Präeklampsie allein. In Ländern mit hohem Einkommen und flächendeckender Schwangerschaftsvorsorge sind Todesfälle durch Präeklampsie selten (die US-Müttersterblichkeitsrate durch hypertensive Störungen liegt bei rund 1–2 pro 100.000 Entbindungen); die globale Sterblichkeitslast konzentriert sich überwältigend auf Regionen mit niedrigem und mittlerem Einkommen.
Wie das Risiko variiert
Die Hauptzahl mittelt über sehr unterschiedliche Situationen. So variiert die Wahrscheinlichkeit nach Szenario oder Kontext:
1 zu 20 · 5,0%
ACOG/CDC midpoint for preeclampsia proper; broader HDP rates are 13-16%
1 zu 29 · 3,5%
Slightly lower than US due to younger maternal age profile and lower BMI on average
1 zu 14 · 7,0%
Higher incidence and dramatically higher case-fatality due to limited access to prenatal monitoring, magnesium sulfate, and timely delivery
1 zu 17 · 6,0%
Moderate-to-high prevalence; eclampsia more common due to diagnostic and treatment gaps
Balkenlänge und Schattierung ordnen diese Szenarien untereinander ein, nicht gegenüber anderen Risiken. Die genauen Wahrscheinlichkeiten stehen jeweils daneben.
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Vergleichsrisiko wählen
Präeklampsie — neu auftretende Hypertonie mit Proteinurie oder Endorgandysfunktion nach der 20. Schwangerschaftswoche — betrifft etwa 1 von 20 US-Schwangerschaften, gemäß ACOG Practice Bulletin 222 und übereinstimmenden WHO-Schätzungen von 3-8% weltweit. Sie ist der Grund, warum bei jeder Vorsorgeuntersuchung der Blutdruck gemessen wird, und sie bleibt eine der häufigsten Ursachen für Müttersterblichkeit weltweit: Die WHO schätzt, dass jährlich etwa 76.000 schwangere Frauen an Präeklampsie und verwandten hypertensiven Störungen sterben, was etwa 16% aller Müttersterbefälle ausmacht. In den USA, wo die pränatale Überwachung nahezu flächendeckend ist, ist der mütterliche Tod durch Präeklampsie selten — aber die Erkrankung verursacht nach wie vor einen großen Anteil medizinisch indizierter Frühgeburten, NICU-Aufnahmen und postpartaler Komplikationen.
Die Epidemiologie hat sich in die falsche Richtung entwickelt. Die US-Rate der Präeklampsie stieg zwischen 1987 und 2004 um 25%, laut ACOG, angetrieben durch dieselben Faktoren, die den Gestationsdiabetes vorantreiben: steigendes mütterliches Alter und BMI. Neuere CDC-Daten zeigen, dass die breitere Kategorie der hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen mittlerweile 13-16% der US-Entbindungen betrifft — das Dreifache der reinen Präeklampsie-Zahl — obwohl das mildere Ende dieses Spektrums (Gestationshypertonie ohne Proteinurie) ein deutlich geringeres Risiko birgt. Die rassische Disparität ist deutlich: Nicht-hispanische schwarze Frauen haben höhere Raten sowohl chronischer Hypertonie bei Schwangerschaftsbeginn als auch schwerer Präeklampsie während der Schwangerschaft.
Präeklampsie gehört zu den wenigen geburtshilflichen Notfällen, bei denen eine pharmakologische Prophylaxe existiert. Die US Preventive Services Task Force empfiehlt niedrig dosiertes Aspirin ab der 12. Woche für Frauen mit erhöhtem Risiko, und Metaanalysen zeigen eine 17-25%ige Reduktion der Präeklampsie-Inzidenz in dieser Gruppe. Magnesiumsulfat senkt das Risiko einer Progression zur Eklampsie (Krampfanfälle) um mehr als die Hälfte, aber seine Anwendung bleibt in ressourcenarmen Gebieten begrenzt, wo Präeklampsie am tödlichsten wirkt. Der stärkste persönliche Risikofaktor ist eine vorangegangene Präeklampsie — das Wiederholungsrisiko liegt bei 15-25%, etwa fünf- bis siebenmal über der Ausgangslage. Nulliparität (erste Schwangerschaft), chronische Hypertonie und Mehrlingsschwangerschaft verdoppeln oder verdreifachen das Risiko jeweils unabhängig. Die ehrliche Zusammenfassung: eine häufige, zunehmende und ungleich verteilte Schwangerschaftskomplikation, die in gut ausgestatteten Einrichtungen beherrschbar und dort tödlich ist, wo pränatale Infrastruktur fehlt.
Verwandte Fakten
Präeklampsie betrifft etwa 1 von 20 Schwangerschaften in den USA – der Grund, weshalb bei jeder Vorsorgeuntersuchung der Blutdruck gemessen wird. Die meisten werdenden Eltern haben davon gehört, halten sie aber für seltener, als sie ist.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
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[1] World Health Organization — Pre-eclampsia — fact sheet
Pre-eclampsia — fact sheet- Statistik
Pre-eclampsia affects 3-8% of women who give birth worldwide; hypertensive disorders caused ~42,000 maternal deaths in 2023- Auszug
“"Pre-eclampsia is a hypertensive disorder that affects 3-8% of women who give birth worldwide. Hypertensive disorders are responsible for around 16% of maternal deaths globally, in 2023 this was the equivalent to around 42 000 deaths." ”
- Quelldaten von
- 2025-12-19
- Abgerufen
- 2026-04-26 · archivierte Kopie
- Berechnung
- WHO gives the 3-8% range globally and reports that hypertensive disorders caused around 42,000 maternal deaths in 2023, accounting for roughly 16% of global maternal mortality. The 42,000 figure includes eclampsia and HELLP syndrome as well as preeclampsia proper. In high-income countries with routine prenatal monitoring, the maternal death rate from preeclampsia is dramatically lower — most deaths occur in settings without access to magnesium sulfate and timely delivery.
- Unabhängigkeit
- WHO preeclampsia fact sheet draws on global maternal mortality estimates and hypertensive-disorders literature. Methodologically distinct from the ACOG clinical guidance below.
-
[2] American College of Obstetricians and Gynecologists — Gestational Hypertension and Preeclampsia: ACOG Practice Bulletin, Number 222
Gestational Hypertension and Preeclampsia: ACOG Practice Bulletin, Number 222- Statistik
Preeclampsia complicates 2-8% of pregnancies globally; US incidence increased 25% between 1987 and 2004- Auszug
“"It has been estimated that preeclampsia complicates 2-8% of pregnancies. [...] In the United States, the rate of preeclampsia increased by 25% between 1987 and 2004." ”
- Quelldaten von
- 2020-06-01
- Abgerufen
- 2026-04-24 · archivierte Kopie
- Berechnung
- ACOG's 2-8% range aligns with WHO. The 25% increase from 1987-2004 in the US reflects rising maternal age and BMI. More recent CDC data (2017-2019) shows broader hypertensive disorders of pregnancy affecting 13-16% of deliveries, but this includes gestational hypertension without proteinuria, which is a milder condition than preeclampsia. The 5% point estimate used here is for preeclampsia specifically in the US, consistent with the midpoint of ACOG's range and US-focused epidemiological studies.
- Unabhängigkeit
- ACOG Practice Bulletin synthesises the clinical evidence base independently of WHO, though both draw on overlapping obstetric literature. ACOG provides US-focused clinical context.







