Evidenzqualität 4.63/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 5/5
- D2 Quellenautorität
- 5/5
- D3 Arithmetik
- 5/5
- D4 Unsicherheit
- 4/5
- D5 Geltungsbereich
- 5/5
- D6 Prosa
- 5/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 4/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 4/5
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- Deine Faktoren
≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Die Vollnarkose zählt durchweg zu den am häufigsten genannten eingriffsbezogenen Ängsten von Operationspatienten. Präoperative Angst-Umfragen zeigen, dass rund 70-80 % der Patienten die Angst, „nicht aufzuwachen", als Hauptsorge nennen und das Risiko oft irgendwo zwischen 1 zu 1.000 und 1 zu 10.000 einschätzen — um Größenordnungen höher, als die moderne Evidenz stützt. Die Angst speist sich aus einer Ära, in der die Anästhesie wirklich gefährlich war, verstärkt durch dramatische Darstellungen im Film und den grundlegenden Bewusstseinsverlust, der damit einhergeht.
Grobe Schätzung: ~1 zu 5.000 ist eine verbreitete Laienschätzung
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
~1 zu 137.000 pro Narkose (gesunde Erwachsene)
ASA-I-II-Erwachsene in Hocheinkommensländern
Berechnung anzeigen
Nimmt ~3 Vollnarkosen über ein US-Erwachsenenleben an (konsistent mit Daten zur chirurgischen Inanspruchnahme auf Bevölkerungsebene: ~50 Millionen stationäre + ambulante Eingriffe/Jahr in den USA für 330 Millionen Menschen, Anteil unter Vollnarkose, verteilt über 59 Jahre verbleibendes Erwachsenenleben). Verwendet die der Anästhesie zurechenbare Sterblichkeitsrate von ~1 zu 137.000 pro Narkose für ASA-I-II-Patienten in Hocheinkommensländern, aus Schiff et al. 2014 (bestätigt durch Li et al. 2009). Die eigene gepoolte globale Rate von Bainbridge et al. 2012 ist höher (~1 zu 29.400 für die 1990er-2000er, über Industrie- und Entwicklungsländer und alle ASA-Klassen hinweg) — siehe die calculation_notes jener Quelle. Über das Leben ≈ 1 − (1 − 1/137.000)^3 ≈ 1/46.000.
Einschränkungen: Die native Rate (1 zu 137.000) bezieht sich speziell auf Todesfälle, die allein …
Die native Rate (1 zu 137.000) bezieht sich speziell auf Todesfälle, die allein der Anästhesie zuzuschreiben sind — nicht auf die gesamte perioperative Sterblichkeit, die chirurgische Komplikationen, Grunderkrankungen und Blutungen einschließt. Die gesamte perioperative Sterblichkeit für alle Patienten liegt bei rund 1 zu 500-1.000 (Bainbridge et al. 2012 berichten 1.176 pro Million, ≈1 zu 850, für den jüngsten gepoolten 1990er-2000er-Bereich), aber die Isolierung des anästhesiespezifischen Anteils ist die angemessene Antwort auf die gestellte Frage. Die Raten in Ländern mit niedrigem Einkommen bleiben erheblich höher.
Wie das Risiko variiert
Die Hauptzahl mittelt über sehr unterschiedliche Situationen. So variiert die Wahrscheinlichkeit nach Szenario oder Kontext:
1 zu 45.662
~1 in 46,000 lifetime assuming 3 GAs; native rate ~1 in 137,000 per anesthetic (Schiff et al. 2014, corroborated by Li et al. 2009)
1 zu 2.000
Emergency procedures carry 3-5x higher mortality than matched elective cases
1 zu 5.000
Bainbridge et al. report ~1 in 5,000-10,000 per anesthetic in lower-resource settings
Balkenlänge und Schattierung ordnen diese Szenarien untereinander ein, nicht gegenüber anderen Risiken. Die genauen Wahrscheinlichkeiten stehen jeweils daneben.
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Vergleichsrisiko wählen
Die moderne Anästhesie ist eine der großen Erfolgsgeschichten der Medizintechnik. In den 1940er Jahren starben etwa 1 von 1.000 Patienten an der Narkose selbst; bis in die 2010er Jahre war die Rate in Industrieländern für gesunde Erwachsene (ASA I-II) auf etwa 1 zu 150.000 gesunken. Verteilt auf die ca. 3 Vollnarkosen, die ein typischer US-Erwachsener im Laufe seines Lebens erhält, liegt das kumulierte Risiko bei etwa 1 zu 50.000 – im gleichen Bereich wie der Tod bei einem kommerziellen Flugzeugabsturz.
Die wahrgenommene/tatsächliche Lücke ist hier ungewöhnlich groß und ungewöhnlich hartnäckig. Patienten schätzen die Narkosemortalität routinemäßig auf 1 zu 1.000 bis 1 zu 10.000, basierend auf einer Gefahr, die vor einer Generation real war, aber seither durch Pulsoximetrie, Kapnographie, sicherere Mittel und strukturierte Checklisten reduziert wurde. Die grundlegende Psychologie ist einfach: Von einem Fremden bewusstlos gemacht zu werden, löst die Angst vor Kontrollverlust aus, und die seltenen Narkosetodesfälle, die tatsächlich auftreten, sind lebendige, einprägsame Nachrichten.
Die Zahl gilt nicht für jeden gleichermaßen. Die ASA-Klasse ist der dominierende Modifikator: Patienten mit schweren systemischen Erkrankungen (ASA III-IV) haben eine perioperative, auf die Anästhesie zurückzuführende Mortalität, die etwa 15-mal höher ist, und Notoperationen vervielfachen das Risiko unabhängig vom Gesundheitszustand zusätzlich. Die Raten in Entwicklungsländern liegen weiterhin ein bis zwei Größenordnungen über den hier genannten Zahlen, was Unterschiede bei Ausrüstung, Personalbesetzung und Überwachungsstandards widerspiegelt.
Verwandte Fakten
Die lebenslange Wahrscheinlichkeit eines US-Erwachsenen, an einer Vollnarkose zu sterben, liegt bei etwa 1 zu 50.000, bzw. rund 1 zu 150.000 pro Narkose bei gesunden Erwachsenen. Die verbreitete Laienschätzung von 1 zu 5.000 überschätzt das Risiko um eine Größenordnung.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
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[1] The Lancet — Perioperative and anaesthetic-related mortality in developed and developing countries: a systematic review and meta-analysis
Perioperative and anaesthetic-related mortality in developed and developing countries: a systematic review and meta-analysis- Statistik
Mortality solely attributable to anaesthesia (pooled across all included studies) declined from 357 per million before the 1970s to 34 per million in the 1990s-2000s- Auszug
“"Mortality solely attributable to anaesthesia declined over time, from 357 per million (95% CI 324–394) before the 1970s to 52 per million (42–64) in the 1970s–80s, and 34 per million (29–39) in the 1990s–2000s (p<0·00001)." ”
- Quelldaten von
- 2012-09-22
- Abgerufen
- 2026-04-18 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Bainbridge et al.'s pooled per-million-by-decade figures (357/52/34 per million solely- attributable-to-anaesthesia deaths for before-1970s/1970s-80s/1990s-2000s, across the 87 included studies and 21.4 million anaesthetics) span both developed and developing countries and all ASA classes, so the most recent bucket (34 per million ≈ 1 in 29,400) sits well above the rate for healthy (ASA I-II) adults in a single high-income country today. Used here as historical-trend context for the ~10-fold decline in anaesthesia- attributable mortality since before 1970. The native per-anesthetic rate for healthy adults in high-income countries is grounded on Schiff et al. 2014 instead — see that source's calculation_notes for the derivation.
-
[2] British Journal of Anaesthesia — Major incidents and complications in otherwise healthy patients undergoing elective procedures: results based on 1.37 million anaesthetic procedures
Major incidents and complications in otherwise healthy patients undergoing elective procedures: results based on 1.37 million anaesthetic procedures- Statistik
Death or serious complication rate 26.2 per million elective ASA I-II procedures; 7.3 per million with possible direct anaesthetic involvement- Auszug
“"Of 1 374 678 otherwise healthy, ASA I and II patients in the CDS database, 36 met the study inclusion criteria … death or serious complication rate of 26.2 per million (95% confidence interval, 19.4–34.6) procedures … for those with possible direct anaesthetic involvement, 7.3 per million cases (95% CI, 3.9–12.3)." ”
- Quelldaten von
- 2014-07-01
- Abgerufen
- 2026-04-26 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Schiff et al. 2014 (PMID 24801456) analysed 1.37 million elective ASA I-II procedures from a German national surveillance database (1999-2010), finding a rate of 7.3 per million (~1 in 137,000) for deaths with possible direct anaesthetic involvement in healthy patients — lower than Bainbridge et al.'s pooled 1990s-2000s rate of 34 per million (~1 in 29,400) because Bainbridge's figure spans developed and developing countries and all ASA classes across many studies, while Schiff's is a single contemporary high-income-country dataset restricted to healthy (ASA I-II) patients. Used as the primary basis for the native rate: native ≈ 1/137,000 per anesthetic; normalized assumes 3 lifetime anesthetics: 1 − (1 − 1/137,000)^3 ≈ 1/46,000.
- Unabhängigkeit
- Schiff et al. uses a German national surveillance database (CDS), independent of Bainbridge's systematic review sources. Partially independent.
-
[3] Anesthesiology (Li et al.) — Epidemiology of Anesthesia-related Mortality in the United States, 1999-2005
Epidemiology of Anesthesia-related Mortality in the United States, 1999-2005- Statistik
Anesthesia-related death rate 8.2 per million hospital surgical discharges in the US (1999-2005); ~1.1 per million population per year- Auszug
“"The anesthesia-related death rate was 1.1 per million population per year … The estimated mortality risk from anesthesia complications for inpatients was 8.2 … deaths per million hospital surgical discharges … Anesthesia complications were the underlying cause in 241 (10.9%) of these deaths and a contributing factor in the remaining 1,970 (89.1%) deaths." ”
- Quelldaten von
- 2009-04-01
- Abgerufen
- 2026-04-26
- Berechnung
- Li et al. (PMID 19322941) analysed US national mortality data for 1999-2005, finding 2,211 anesthesia-related deaths. The 8.2 per million hospital surgical discharges (~1 in 122,000) is the same order of magnitude as Schiff et al.'s 7.3 per million for healthy ASA I-II patients in Germany. Note: Li et al.'s figures are US population-wide, include all ASA classes (not just healthy ASA I-II), and count both underlying-cause and contributing-factor deaths, so likely overstate the healthy-ASA-I-II-only, solely- attributable rate somewhat. Corroborates ~1 in 137,000 as the right order of magnitude for the native rate used here.







