Evidenzqualität 4.0/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 4/5
- D2 Quellenautorität
- 4/5
- D3 Arithmetik
- 5/5
- D4 Unsicherheit
- 3/5
- D5 Geltungsbereich
- 4/5
- D6 Prosa
- 4/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 3/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 5/5
≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
In wohlhabenden Ländern mit Elektro- oder Gasherden wird die Luftverschmutzung in Innenräumen durch das Kochen kaum als Gesundheitsproblem wahrgenommen. Das Risiko ruft Bilder eines rauchigen Lagerfeuers hervor, nicht die eines der größten globalen Killer. Doch für rund 2,1 Milliarden Menschen, die über offenen Feuern oder einfachen Öfen kochen, in denen Holz, Holzkohle, Ernteabfälle oder Dung verbrannt werden, ist die Luftverschmutzung im Haushalt eine allgegenwärtige, tägliche Belastung, die ischämische Herzkrankheit, Schlaganfall, chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Lungenkrebs und akute Infektionen der unteren Atemwege bei Kindern verursacht. Da die Belastung chronisch ist und die von ihr verursachten Krankheiten häufig sind, verbirgt sich die Sterblichkeitslast in umfassenderen Herz-Kreislauf- und Atemwegsstatistiken und erscheint in der Nachrichtenberichterstattung selten als eigenständige Gefahr.
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
~2,9 Millionen Todesfälle pro Jahr weltweit durch Luftverschmutzung im Haushalt
Erwachsene weltweit
Berechnung anzeigen
Native Rate: Die WHO schätzt für 2021 2,9 Millionen Todesfälle pro Jahr, die der Luftverschmutzung im Haushalt (HAP) zuzuschreiben sind. Die Last fällt fast vollständig auf Bevölkerungsgruppen, die mit umweltverschmutzenden Brennstoffen kochen (Holz, Holzkohle, Ernteabfälle, Dung, Kerosin, Kohle) — rund 2,1 Milliarden Menschen weltweit (WHO-Faktenblatt: »Rund 2,1 Milliarden Menschen weltweit ... kochen über offenen Feuern oder mit ineffizienten Öfen«). Geteilt durch die gefährdete Bevölkerung: 2.900.000 / 2.100.000.000 = 1,381e-3 Jahresrate. Umrechnung auf die Lebenszeit mit dem 59-Jahre-Horizont ab Alter 18: 1 - (1 - 1,381e-3)^59 = 0,0783. Die systematische Analyse GBD 2021 in The Lancet schätzte für 2021 3,11 Millionen HAP-zuschreibbare Todesfälle weltweit, weitgehend übereinstimmend mit der WHO-Zahl. Die Unsicherheit spiegelt die Spanne zwischen 2,3 Millionen und 3,2 Millionen Todesfällen gegenüber demselben Nenner von 2,1 Mrd. Gefährdeten wider. Untere Grenze: 2.300.000 / 2,1 Mrd. über 59 Jahre aufaddiert = 1 - (1 - 1,095e-3)^59 = 0,0626. Obere Grenze: 3.200.000 / 2,1 Mrd. über 59 Jahre aufaddiert = 1 - (1 - 1,524e-3)^59 = 0,0860. Für jeden Erwachsenen in einem Land mit hohem Einkommen, der mit Strom oder Erdgas aus der Leitung kocht, ist das persönliche HAP-Risiko vernachlässigbar.
Einschränkungen: Die globale Lebenszeit-Zahl von 1 zu 30 wird fast vollständig von Bevölkerungsgr…
Die globale Lebenszeit-Zahl von 1 zu 30 wird fast vollständig von Bevölkerungsgruppen in Subsahara-Afrika sowie Süd- und Südostasien bestimmt, die auf feste Brennstoffe angewiesen sind, die in schlecht belüfteten Innenräumen verbrannt werden. Für jeden Erwachsenen in einem Land, in dem auf Elektro-, Induktions- oder Erdgasherden gekocht wird, ist die persönliche Belastung durch Luftverschmutzung im Haushalt vernachlässigbar, und diese Wahrscheinlichkeit trifft nicht zu. Frauen und Kinder tragen eine unverhältnismäßige Last, weil sie eher für das Kochen zuständig sind und mehr Zeit in der Nähe des Feuers verbringen. Die WHO weist darauf hin, dass rund 2,1 Milliarden Menschen noch immer über offenen Feuern oder mit einfachen Öfen kochen, und der Übergang zu sauberen Kochbrennstoffen schreitet langsam voran, wobei sich die Fortschritte auf China und Teile Südostasiens konzentrieren und nicht auf Subsahara-Afrika, wo die Last am größten ist.
Wie das Risiko variiert
Die Hauptzahl mittelt über sehr unterschiedliche Situationen. So variiert die Wahrscheinlichkeit nach Szenario oder Kontext:
1 zu 13 · 7,8%
WHO estimates ~2.1B people cook with polluting fuels; nearly all HAP deaths occur in this group
1 zu 30 · 3,4%
Diluted across 5B adults; misleading because risk is concentrated in polluting-fuel users
1 zu 100.000
Effectively zero; regulated fuel supply eliminates exposure
Balkenlänge und Schattierung ordnen diese Szenarien untereinander ein, nicht gegenüber anderen Risiken. Die genauen Wahrscheinlichkeiten stehen jeweils daneben.
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Vergleichsrisiko wählen
Household air pollution from cooking with solid fuels kills approximately 2.9 million people per year, making it one of the largest single environmental risk factors for premature death on Earth. The WHO attributes 32% of those deaths to ischaemic heart disease, 23% to stroke, 21% to lower respiratory infections, and the remainder to chronic obstructive pulmonary disease and lung cancer. The GBD 2021 systematic analysis published in The Lancet estimated a broadly consistent 3.11 million deaths in 2021. The victims are overwhelmingly in sub-Saharan Africa and South and Southeast Asia, where roughly 2.1 billion people still cook over open fires or rudimentary stoves burning wood, charcoal, animal dung, or crop residues in poorly ventilated spaces. Because these deaths are distributed across several common disease categories rather than appearing under a single heading in vital statistics, the hazard rarely receives the public attention its body count would otherwise demand.
The perception gap is structural. In any country where the electric or gas stove is a default appliance, indoor cooking smoke simply does not exist as a category of risk. The result is that a hazard killing nearly three million people per year receives a small fraction of the media coverage devoted to far rarer, more dramatic causes of death. Even within global health discourse, household air pollution competes for attention with infectious diseases whose mortality tolls are lower but whose causal chains are more dramatic. The burden is also gendered: women and girls in affected communities spend disproportionate time near the cooking fire, and children under five account for over 300,000 of the annual deaths, primarily from acute lower respiratory infections.
Where the number does not apply: any person cooking on electricity, induction, or piped natural gas is effectively outside the risk distribution that generates the 1-in-30 global lifetime figure. The probability is a population-weighted global average pulled almost entirely by communities that lack access to clean cooking fuels. Progress in reducing this burden has been uneven: China has made large gains by transitioning households to LPG and electricity, while sub-Saharan Africa, where population growth outpaces fuel transitions, has seen the absolute number of exposed people increase. The WHO’s target of universal access to clean household energy by 2030 is not on track.
Verwandte Fakten
Rauch vom Kochen und Heizen mit festen Brennstoffen tötet weltweit jährlich etwa 2,9 Millionen Menschen, also rund 1 von 18 im Leben eines darauf angewiesenen Erwachsenen. Es ist einer der größten Umweltkiller, vor dem fast niemand Angst hat.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
1/2 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
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[1] World Health Organization — Household air pollution — Fact sheet Verifiziert
Household air pollution — Fact sheet- Statistik
Household air pollution was responsible for an estimated 2.9 million deaths per year in 2021, including over 309,000 deaths of children under the age of 5- Auszug
“"Household air pollution was responsible for an estimated 2.9 million deaths per year in 2021, including over 309,000 deaths of children under the age of 5. Among these 2.9 million deaths: 32% are from ischaemic heart disease, 23% are from stroke, and 21% are due to lower respiratory infection." ”
- Quelldaten von
- 2023-12-15
- Abgerufen
- 2026-04-24 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- The WHO 2.9 million annual deaths figure is the primary source for the native numerator. 2,900,000 / 5,000,000,000 global adult population = 0.00058 annual rate. Compounded over 59 years: 1 - (1 - 0.00058)^59 = 0.0337. Disease breakdown (32% IHD, 23% stroke, 21% LRI) confirms that HAP mortality is distributed across several disease categories rather than appearing as a single cause of death in vital statistics, which partly explains its low public visibility.
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[2] The Lancet — Global, regional, and national burden of household air pollution, 1990-2021: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2021
Global, regional, and national burden of household air pollution, 1990-2021: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2021- Statistik
3.11 million deaths attributable to household air pollution globally in 2021; 3.25 million deaths and 123 million DALYs in 2017- Auszug
“"An estimated 3.11 million deaths were attributable to household air pollution globally in 2021. 3.25 million deaths and 123 million disability-adjusted life-years (DALYs) were attributable to household air pollution in 2017." ”
- Quelldaten von
- 2024-12-01
- Abgerufen
- 2026-04-24 · archivierte Kopie
- Berechnung
- The GBD 2021 peer-reviewed estimate of 3.11 million deaths is broadly consistent with the WHO 2.9 million figure and provides the upper end of the plausible range. The 2017 peak of 3.25 million is used to anchor the high bound of the uncertainty interval. Validates the native rate and confirms household air pollution as one of the largest single environmental risk factors for premature mortality globally.







