Evidenzqualität 4.13/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 4/5
- D2 Quellenautorität
- 3/5
- D3 Arithmetik
- 5/5
- D4 Unsicherheit
- 4/5
- D5 Geltungsbereich
- 4/5
- D6 Prosa
- 5/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 3/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 5/5
≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Gewalt in Paarbeziehungen wird abstrakt weithin als Problem anerkannt, aber als persönliches Risiko chronisch unterschätzt. Die meisten Erwachsenen halten sich nicht für wahrscheinliche Opfer – häusliche Gewalt wird gedanklich als etwas eingeordnet, das in anderen Haushalten, anderen sozioökonomischen Schichten, anderen Kulturen geschieht. Die mediale Darstellung verstärkt dies, indem sie Einzelfälle als schockierende Ausnahmen statt als Ausdruck einer Basisrate von einem von drei behandelt. In vielen Ländern unterdrücken kulturelle Normen die Risikowahrnehmung zusätzlich, indem sie Partnergewalt als private Familienangelegenheit statt als Straftat einrahmen. Es existiert keine rigorose länderübergreifende Umfrage zum wahrgenommenen persönlichen Risiko.
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
~27 % der Frauen im Alter von 15-49 Jahren, die jemals einen Partner hatten, haben in ihrem Leben physische/sexuelle IPV erlebt (WHO 2023)
Global, Frauen im Alter von 15-49 Jahren, die jemals einen Partner hatten, WHO-Multiländerdaten 2000-2023
Berechnung anzeigen
Der Bericht der WHO zu Prävalenzschätzungen von Gewalt gegen Frauen 2023, der Daten aus 168 Ländern zwischen 2000 und 2023 analysiert, findet, dass etwa 27 % der Frauen im Alter von 15-49 Jahren, die jemals einen Partner hatten, in ihrem Leben physische und/oder sexuelle Gewalt in Paarbeziehungen erlebt haben. Die Aktualisierung vom November 2025 beziffert die absolute Zahl auf 840 Millionen Frauen. Dies ist eine direkt gemessene Lebenszeitprävalenz aus bevölkerungsbasierten Umfragen, keine Hochrechnung aus jährlichen Raten. Die 27-%-Zahl gilt nur für physische und/oder sexuelle Gewalt; die Einbeziehung psychischen/emotionalen Missbrauchs erhöht die Prävalenz erheblich. Das Feld lifetime_us_adult trägt aus Gründen der Schema-Kompatibilität unter dem Scope global_adult_lifetime die globale Zahl. Die regionale Variation ist erheblich: von ~20 % im westlichen Pazifik bis ~33 % in Afrika und Südostasien. Die Zahl betrifft nur Frauen; die Viktimisierung von Männern durch IPV (in US-Daten auf ~1 von 9 bis 1 von 7 geschätzt) ist in den globalen WHO-Schätzungen nicht erfasst. Unsicherheitsband: Das untere Ende spiegelt Schätzungen für Länder mit hohem Einkommen (~20 %) wider, das obere Ende die Regionen mit der höchsten Prävalenz (~35 %) plus eine Anpassung für Untererfassung. Das Unsicherheitsband wurde vom rohen regionalen Bereich (20-33 %) auf 15-45 % erweitert: Das untere Ende berücksichtigt die Möglichkeit, dass die Raten in Ländern mit hohem Einkommen selbst durch das retrospektive Umfragedesign überhöht sind; das obere Ende spiegelt die Einbeziehung psychischen/emotionalen Missbrauchs wider, der dokumentiert die gesamte VAW-Prävalenz in einigen nationalen Umfragen auf 45-50 % treibt.
Einschränkungen: Die WHO-Zahl von 27 % umfasst physische und/oder sexuelle Gewalt durch einen int…
Die WHO-Zahl von 27 % umfasst physische und/oder sexuelle Gewalt durch einen intimen Partner unter Frauen im Alter von 15-49 Jahren, die jemals einen Partner hatten. Sie schließt psychischen oder emotionalen Missbrauch nicht ein, der die Prävalenz erheblich erhöhen würde. Sie schließt auch männliche IPV-Opfer nicht ein, die eine bedeutende Minderheit der Fälle ausmachen – CDC-NISVS-Daten schätzen, dass etwa 1 von 9 US-Männern in seinem Leben sexuelle Kontaktgewalt, physische Gewalt oder Stalking durch einen intimen Partner erlebt. Der Nenner »jemals einen Partner gehabt« schließt Frauen aus, die nie in einer Beziehung waren, was die Rate im Vergleich zu einem Nenner aller Frauen leicht überhöht. Die regionale Variation ist extrem: Eine Frau in Südostasien hat ein etwa 65 % höheres Lebenszeitrisiko als eine im westlichen Pazifik. Die Untererfassung bleibt das dominierende Messproblem – in vielen Kontexten wird Partnergewalt normalisiert und weder vom Opfer noch von der Gemeinschaft als meldepflichtige Gewalt anerkannt. Über die Basisprävalenz hinaus dokumentiert neuere US-Forschung akute, situative Spitzen: Matsuzawa und Arnesen (2024, SSRN 4938642) finden, dass legalisiertes Sportwetten den kurzfristigen Anstieg gemeldeter IPV verstärkt, der auf eine überraschende Heimniederlage des NFL-Teams folgt, wobei der Effekt in Bundesstaaten konzentriert ist, die mobiles Wetten erlauben, nahe an Zahltagen und nach verlorenen Wetten. Dies ist ein akuter Effekt pro Ereignis auf die US-Inzidenzraten, kein Lebenszeitrisiko-Multiplikator, sodass er nicht als persönlicher Faktor gegen die obige globale Lebenszeitprävalenz kodiert ist.
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Vergleichsrisiko wählen
Die Prävalenzschätzungen der Weltgesundheitsorganisation zu Gewalt gegen Frauen 2023 — der umfassendste globale Datensatz zu diesem Thema, der Umfragedaten aus 168 Ländern zusammenfasst, die zwischen 2000 und 2023 erhoben wurden — ergeben, dass etwa 27% der Frauen, die jemals einen Partner hatten, im Alter von 15 bis 49 Jahren in ihrem Leben physische und/oder sexuelle Gewalt durch einen intimen Partner erfahren haben. In absoluten Zahlen wurden schätzungsweise 840 Millionen Frauen weltweit Partner- oder sexueller Gewalt ausgesetzt, eine Zahl, die die WHO als „seit 2000 kaum verändert” beschreibt. Die 12-Monats-Prävalenz liegt bei 11%, was bedeutet, dass in jedem beliebigen Jahr etwa 316 Millionen Frauen aktive Viktimisierung erleben. Diese Zahlen umfassen nur physische und sexuelle Gewalt; die Einbeziehung psychischen und emotionalen Missbrauchs — kontrollierendes Verhalten, Drohungen, wirtschaftliche Nötigung — würde die Prävalenz erheblich erhöhen, obwohl die Messung dieser Kategorien länderübergreifend weniger standardisiert ist.
Die regionale Variation ist erheblich und folgt eng den breiteren Indikatoren für Geschlechtergleichstellung. Die Lebenszeitprävalenz von IPV reicht von etwa 20% in der westpazifischen Region der WHO und 22% in Ländern mit hohem Einkommen bis zu 33% in den afrikanischen und südostasiatischen Regionen. Die östliche Mittelmeerregion der WHO liegt bei 31%. Diese Unterschiede spiegeln nicht nur tatsächliche Variationen der Gewaltquoten wider, sondern auch eine unterschiedliche Bereitschaft zur Offenlegung — in Umgebungen, in denen Partnergewalt am stärksten normalisiert ist, identifizieren Befragte ihre Erfahrungen am seltensten als Gewalt, was ein Messparadoxon schafft, bei dem die Regionen mit der höchsten Prävalenz möglicherweise auch die schwerste Untererfassung aufweisen. Die Daten zeigen auch, dass die Gewalt früh beginnt: 16% der Mädchen im Alter von 15 bis 19 Jahren, die jemals einen Partner hatten, berichten bereits von IPV-Exposition.
Die Schlagzeile „1 von 3” ist zu einer der bekanntesten Statistiken der öffentlichen Gesundheit geworden, existiert aber neben einer Wahrnehmungslücke, die in die falsche Richtung verläuft. Die meisten Erwachsenen schätzen ihr eigenes IPV-Risiko als nahe null ein — häusliche Gewalt wird kognitiv an andere Haushalte, andere Bevölkerungsgruppen, andere Länder ausgelagert. Die WHO-Daten deuten darauf hin, dass dies eine Fehlkalibrierung ist: Selbst in Ländern mit hohem Einkommen und vergleichsweise starkem Rechtsschutz berichten etwa 1 von 5 Frauen, die jemals einen Partner hatten, von IPV im Laufe ihres Lebens. Die hier genannten Zahlen betreffen nur Frauen, da die globalen Schätzungen der WHO die Viktimisierung von Männern nicht systematisch erfassen. CDC-Daten aus den USA deuten darauf hin, dass etwa 1 von 9 Männern im Laufe seines Lebens sexuelle Kontaktgewalt, physische Gewalt oder Stalking durch einen intimen Partner erlebt — eine Zahl, die weit weniger politische Aufmerksamkeit erhält und in der globalen Gesundheitskommunikation praktisch unsichtbar ist.
Verwandte Fakten
Laut WHO-Schatzungen von 2023 erlebt weltweit rund 1 von 4 Frauen mit Partnerschaftserfahrung im Leben korperliche oder sexuelle Partnergewalt. Gezahlt werden nur korperlicher und sexueller Missbrauch; psychischer Missbrauch hebt die Zahl deutlich an.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
1/3 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
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[1] World Health Organization (WHO) — Violence Against Women Prevalence Estimates, 2023
Violence Against Women Prevalence Estimates, 2023- Statistik
27% of ever-partnered women aged 15-49 have experienced physical/sexual IPV globally- Auszug
“"Worldwide, almost one third (27%) of women aged 15-49 years who have been in a relationship report that they have been subjected to some form of physical and/or sexual violence by their intimate partner." ”
- Quelldaten von
- 2025-11-19
- Abgerufen
- 2026-04-24 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Primary global lifetime prevalence from WHO's most comprehensive report, synthesizing data from 168 countries (2000-2023). 27% of ever-partnered women = 0.27 lifetime prevalence. Used directly as lifetime_us_adult under global_adult_lifetime scope. Note: the lifetime_us_adult field carries a global ever-partnered-women figure, not a US-specific or all-adults figure, per the global_adult_lifetime scope.
- Unabhängigkeit
- All three sources (report, press release, fact sheet) are WHO publications released on the same date drawing on the same underlying dataset. They provide different facets (full report, headline figures, regional breakdown) but are not independent data sources.
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[2] World Health Organization (WHO) — Lifetime toll: 840 million women faced partner or sexual violence Verifiziert
Lifetime toll: 840 million women faced partner or sexual violence- Statistik
840 million women globally have experienced partner or sexual violence; 316 million in the past 12 months- Auszug
“"Nearly 1 in 3 women – estimated 840 million globally – have experienced partner or sexual violence during their lifetime, a figure that has barely changed since 2000. In the last 12 months alone, 316 million women – 11% of those aged 15 or older – were subjected to physical or sexual violence by an intimate partner." ”
- Quelldaten von
- 2025-11-19
- Abgerufen
- 2026-04-24 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- Press release accompanying the 2023 prevalence report. The "nearly 1 in 3" headline includes both IPV and non-partner sexual violence combined. The IPV-only figure is 27%; adding non-partner sexual violence brings the combined total to ~31%. The 12-month prevalence of 11% confirms ongoing incidence, not just historical accumulation.
- Unabhängigkeit
- WHO press release accompanying source 1; same underlying dataset, not an independent data source.
-
[3] World Health Organization (WHO) — Violence against women — Key facts
Violence against women — Key facts- Statistik
Prevalence ranges from 20% in Western Pacific to 33% in African and South-East Asian regions- Auszug
“"The prevalence estimates of lifetime intimate partner violence range from 20% in the Western Pacific, 22% in high-income countries and Europe and 25% in the WHO Regions of the Americas to 33% in the WHO African region, 31% in the WHO Eastern Mediterranean Region, and 33% in the WHO South-East Asia region." ”
- Quelldaten von
- 2025-11-19
- Abgerufen
- 2026-04-24 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Regional breakdown supporting the uncertainty band. Low end (0.20) anchored to Western Pacific estimate; high end (0.35) anchored slightly above the African/ South-East Asian peak of 33% to account for underreporting in the highest- prevalence regions. The 22% for high-income countries contextualizes the US- specific figure relative to the global average.
- Unabhängigkeit
- WHO fact sheet drawing on the same prevalence report as sources 1 and 2; not an independent data source.







