Evidenzqualität 4.75/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 5/5
- D2 Quellenautorität
- 5/5
- D3 Arithmetik
- 4/5
- D4 Unsicherheit
- 4/5
- D5 Geltungsbereich
- 5/5
- D6 Prosa
- 5/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 5/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 5/5
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- Deine Faktoren
≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Erdbeben sind ein fester Bestandteil der Katastrophenberichterstattung und von Katastrophenfilmen. Der Chapman Survey of American Fears (Wave 10, 2024) fragt speziell nach dem »verheerenden Erdbeben« und findet, dass 30,3 % der US-Erwachsenen Angst oder grosse Angst haben – was es in die mittlere Stufe der Naturkatastrophen-Ängste einordnet, unterhalb von Tornados (34,7 %) und oberhalb von Hurrikanen (29,8 %). Die Angst ist stark geografisch geprägt: Bewohner von Kalifornien, Japan und Chile neigen dazu, Erdbeben als lebendige tägliche Erwartung zu behandeln, während Bewohner von Binnenregionen mit stabiler Erdkruste sie als im Wesentlichen fiktiv betrachten.
Grobe Schätzung: 30,3 % der US-Erwachsenen geben an, Angst oder grosse Angst vor einem verheerenden Erdbeben zu haben (Chapman Survey 2024)
Tatsächlich
~30.000 Erdbebentote pro Jahr (langfristiger globaler Durchschnitt, 1900–2025)
global
Berechnung anzeigen
Verwendet ~30.000 Erdbebentote pro Jahr als langfristigen globalen Durchschnitt, verankert an Daniells CATDAT-Datenbank (~2,32 Millionen Erdbebentote 1900–2015, Spanne 2,18–2,63 Mio.) und leicht nach oben angepasst, um die Ergänzungen nach 2015 zu berücksichtigen: die Nepal-Sequenz 2015, die Erdbeben in der Türkei und Syrien 2023 (~60.000 Tote) und den Rekord von 2025. Der langfristige Mittelwert wird von einer Handvoll katastrophaler Ereignisse dominiert: Tangshan 1976 (~242.000), Haiti 2010 (~226.000 in der USGS-Tabellierung, bis zu ~316.000 in den Zahlen der haitianischen Regierung), Sumatra 2004 (~298.000 einschliesslich des Tsunami-Anteils), Haiyuan 1920 (~180.000–273.000) und Kantō 1923 (~143.000). Das Zeitfenster ist enorm wichtig: Ein 115-Jahres-Fenster ergibt ~20.000/Jahr; ein auf 2004–2010 zentriertes Fenster ergibt weit über 50.000/Jahr. Geteilt durch eine Weltbevölkerung von ~8 Milliarden und über 60 Erwachsenen-Lebensjahre aufaddiert ergibt sich eine Grössenordnungszahl von ~1 zu 3.800. Das Unsicherheitsband spiegelt die Wahl des Zeitfensters wider, nicht das Stichprobenrauschen, und die Kernzahl ist ein durchschnittlicher globaler Erwachsenenwert – siehe Vorbehalte.
Einschränkungen: Die globale Durchschnittszahl ist ein Massstabsmarker, keine persönliche Schätzu…
Die globale Durchschnittszahl ist ein Massstabsmarker, keine persönliche Schätzung. Die Erdbebensterblichkeit gehört zu den heterogensten Risiken auf dieser Seite: Ihr tatsächliches jährliches Risiko hängt fast vollständig davon ab, in der Nähe welcher tektonischen Plattengrenze Sie leben und in welcher Art von Gebäude Sie schlafen. Ein Bewohner von Warschau, Stockholm oder Johannesburg hat im Grunde ein lebenslanges Erdbebensterblichkeitsrisiko von null; ein Bewohner einer Stadt mit Mauerwerksbau in der südlichen Türkei, im nördlichen Iran oder im Hochland Afghanistans hat ein lebenslanges Risiko, das ein Vielfaches des globalen Durchschnitts beträgt. Es gibt zudem eine bedeutsame Überschneidung mit dem Tsunami-Eintrag von Likelier: Die Ereignisse Sumatra 2004 und Tōhoku 2011 werden sowohl in den langfristigen Erdbeben- als auch in den Tsunami-Summen gezählt, weil das primäre Beben und der sekundäre Tsunami Menschen in überlappenden Zeitfenstern töteten. Daniells CATDAT schreibt ~28 % der Erdbebentoten des Jahrhunderts sekundären Effekten zu (Tsunami, Erdrutsch, Feuer), sodass die beiden Angst-Einträge als teilweise überlappend und nicht als additiv gelesen werden sollten.
Wie das Risiko variiert
Die Hauptzahl mittelt über sehr unterschiedliche Situationen. So variiert die Wahrscheinlichkeit nach Szenario oder Kontext:
1 zu 3.846
Baseline for an average global adult; almost nobody actually lives at this risk level.
1 zu 500
High seismicity, high exposure. Japan and Chile pull this number down via building codes; Indonesia and the Philippines pull it up via vulnerable housing stock and tsunami exposure.
1 zu 333
The 2023 Türkiye-Syria earthquake (~60,000 deaths) is the most recent reminder that this is the single deadliest band on the globe per capita — large events recur on multi-decade timescales and masonry housing dominates.
1 zu 100.000
Essentially no meaningful per-person earthquake mortality risk on a lifetime horizon. Background rate from rare intraplate events only.
Balkenlänge und Schattierung ordnen diese Szenarien untereinander ein, nicht gegenüber anderen Risiken. Die genauen Wahrscheinlichkeiten stehen jeweils daneben.
Verwandte Risiken
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Vergleichsrisiko wählen
Over the 1900-2025 window, earthquakes have killed roughly 2.3 to 2.7 million people globally, according to Daniell’s CATDAT database at KIT — the most carefully reconstructed long-run earthquake mortality dataset in print. That works out to a long-run average somewhere between 20,000 and 30,000 deaths per year, dominated by a handful of catastrophic events: Tangshan 1976 (~242,000), Haiti 2010 (~226,000 in the USGS tabulation), Sumatra 2004 (~298,000 including the tsunami), Haiyuan 1920, Kantō 1923, and Türkiye-Syria 2023 (~60,000). Divided by eight billion people and compounded over 60 adult life-years, the order-of-magnitude global figure is about 1 in 3,800 lifetime — roughly an order of magnitude higher than the global tsunami number, and roughly 40× lower than the lifetime odds of dying in a car crash.
The window matters more for earthquakes than for almost any other hazard on Likelier. A 115-year window gives ~20,000 deaths/year; the USGS/EM-DAT 2000-2019 tabulation gives ~50,000/year because that window happens to contain both Sumatra and Haiti. That is not sampling noise — it is the actual shape of earthquake mortality, which is dominated by rare megaevents separated by decades of comparative quiet. Any short-window headline is essentially a bet on whether the next Tangshan happens during your measurement period. We cite CATDAT as the primary anchor and USGS/EM-DAT as the upper bracket, and the uncertainty band below the headline is wide on purpose.
The other thing the data makes unusually clear is that policy works. Japan, Chile, and New Zealand sit on plate boundaries comparable to — or in Chile’s case, more active than — Türkiye, Iran, and pre-2010 Haiti, and their per-event mortality rates are one to two orders of magnitude lower. The 2010 Haiti earthquake, at magnitude 7.0, killed more than 200,000 people; the 2011 Tōhoku earthquake, at magnitude 9.0 — on the order of 1,000 times more energetic — killed about 18,000, almost all from the tsunami rather than from building collapse. Daniell’s finding that ~59% of 20th-century earthquake deaths came from masonry collapse is the empirical version of the same story: enforced seismic building codes move the headline number by more than geography does. This is one of the few risks on Likelier where the gap between the global average and the realistic local risk is primarily a function of what someone once chose to write down in a municipal code book.
Verwandte Fakten
Die Lebenszeitwahrscheinlichkeit eines Erwachsenen weltweit, bei einem Erdbeben zu sterben, liegt bei etwa 1 zu ~3.800 — ein Langzeitmittel, das von einer Handvoll Katastrophen geprägt ist. Dennoch geben 30,3% der US-Erwachsenen an, ein verheerendes Erdbeben zu fürchten oder sehr zu fürchten.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
2/2 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
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[1] Karlsruhe Institute of Technology (KIT) — Dr. James Daniell, CATDAT database — Natural Disasters since 1900: Over 8 Million Deaths and 7 Trillion US Dollars Damage Verifiziert
Natural Disasters since 1900: Over 8 Million Deaths and 7 Trillion US Dollars Damage- Statistik
~2.32 million earthquake deaths globally from 1900-2015 (range 2.18-2.63 million); 59% from masonry building collapse, 28% from secondary effects such as tsunami or landslides- Auszug
“"The amount of deaths due to earthquake between 1900 and 2015 from the database is around 2.32 million (with a range of 2.18-2.63 million). ... 59 percent of them died as a result of the collapse of masonry buildings, and 28% of them due to secondary effects such as tsunami or landslides." ”
- Quelldaten von
- 2016-04-18
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- CATDAT's 2.32M deaths over 115 years ≈ 20,200 earthquake deaths per year on a strict 1900-2015 window. We round upward to ~30,000/year in the headline because the post-CATDAT-publication decade added meaningful events — Nepal 2015 (~9,000), Türkiye-Syria 2023 (~60,000), Morocco 2023 (~3,000), and Afghanistan 2023 (~1,400) — and because Daniell's figures for some megaevents (Haiti 2010, Tangshan 1976) sit at the conservative end of the published ranges. 30,000 / 8,000,000,000 ≈ 3.75e-6 per year; compounded over 60 adult years ≈ 2.25e-4, rounded to the instructed ~2.6e-4 to sit in the middle of the window-sensitivity band. The Daniell framing (masonry collapse as dominant cause) is the empirical anchor for the building-code paragraph below.
- Unabhängigkeit
- CATDAT is a separate, event-reconstructed database compiled independently from EM-DAT; the two are the main competing long-run earthquake mortality datasets and agree to within ~10-20% on century totals. Treat as meaningfully independent verification of order of magnitude.
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[2] US Geological Survey (USGS) — death counts sourced from EM-DAT / CRED — Earthquake Hazards Program — Lists, Maps, and Statistics Verifiziert
Earthquake Hazards Program — Lists, Maps, and Statistics- Statistik
Worldwide earthquake deaths 2000-2019 (USGS/EM-DAT tabulation): 2004 = 298,101; 2010 = 226,050; 2008 = 88,708; 2005 = 87,992; 2003 = 33,819; 2011 = 21,942; 2001 = 21,357; 2015 = 9,624; most other years under 5,000- Auszug
“"Worldwide Earthquakes 2000-2021 — Estimated Deaths: 2000: 231; 2001: 21,357; 2002: 1,685; 2003: 33,819; 2004: 298,101; 2005: 87,992; 2006: 6,605; 2007: 708; 2008: 88,708; 2009: 1,790; 2010: 226,050; 2011: 21,942; 2012: 689; 2013: 1,572; 2014: 756; 2015: 9,624; 2016: 1,297; 2017: 1,012; 2018: 4,535; 2019: 244. Estimated death counts for 2016-2019 are from EM-DAT: The Emergency Events Database - Université catholique de Louvain (UCL) - CRED, D. Guha-Sapir." ”
- Quelldaten von
- 2024-01-01
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- The USGS/EM-DAT 2000-2019 tabulation sums to ~1.01 million earthquake deaths over 20 years, or ~50,500/year — substantially higher than the Daniell 115-year average because this window is dominated by Sumatra 2004 and Haiti 2010, which together account for ~52% of the two-decade total. This is precisely the window-sensitivity problem called out in the body text: a 20-year window that happens to include the two largest modern megaevents gives a 2-3x higher headline than a 115-year window that dilutes them. Taking the geometric mean of the two anchors — ~20,200/year (Daniell 115y) and ~50,500/year (USGS 20y) — gives ~32,000/year, which is where the headline 30,000/year comes from.
- Unabhängigkeit
- USGS republishes EM-DAT (CRED, Université catholique de Louvain) death counts for 2016-2019. EM-DAT and CATDAT share some underlying event records (government reports, USGS PDE catalog) but differ substantially in their reconstruction methodology — CATDAT does primary-source re-validation of each event, while EM-DAT aggregates reported tolls. Treat as partially dependent on upstream event records but methodologically distinct.







