Evidenzqualität 4.5/5
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- D1 Quellenverankerung
- 5/5
- D2 Quellenautorität
- 5/5
- D3 Arithmetik
- 4/5
- D4 Unsicherheit
- 4/5
- D5 Geltungsbereich
- 4/5
- D6 Prosa
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- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 4/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
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≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Rezessionsangst ist prozyklisch und schlecht kalibriert. Im Gefolge eines Crashs erklären Mehrheiten den Meinungsforschern, die Wirtschaft befinde sich bereits in einer Rezession oder Depression – eine Gallup-Umfrage vom März 2025 ergab, dass 42 Prozent der Amerikaner glaubten, die Wirtschaft befinde sich in einer Rezession oder Depression, obwohl das BIP positiv blieb. Während Booms verblasst dasselbe Risiko aus dem öffentlichen Bewusstsein. Der Nettoeffekt ist, dass die meisten Menschen die Schwere typischer Rezessionen dramatisch überschätzen und gleichzeitig unterschätzen, wie sicher es ist, dass sie mehrere davon erleben werden. Das mentale Modell ist ein Binär – »Crash oder kein Crash« – statt einer Verteilung von milden bis schweren Kontraktionen.
Grobe Schätzung: ~50-70 % vermuten, dass sie eine »schwere« Rezession erleben werden; die meisten unterschätzen, dass milde nahezu sicher sind
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
~12 vom NBER datierte Rezessionen in 80 Jahren (1945-2025, USA)
US-Wirtschaft
Berechnung anzeigen
Das NBER Business Cycle Dating Committee hat zwischen 1945 und 2025 12 Rezessionen identifiziert, mit Höhepunkten in den Jahren 1948, 1953, 1957, 1960, 1969, 1973, 1980, 1981, 1990, 2001, 2007 und 2020. Das ist etwa eine alle 6,7 Jahre, mit einer durchschnittlichen Dauer von etwa 10 Monaten. Über ein 59-jähriges Erwachsenenleben (Alter 18 bis 77) kann ein Amerikaner damit rechnen, ungefähr 8-9 Rezessionen zu durchleben. Die Wahrscheinlichkeit, mindestens eine Rezession zu erleben, ist praktisch 1,0. Die normalisierte Zahl von 0,99 spiegelt die Beinahe-Sicherheit wider, mindestens eine vom NBER datierte Rezession während eines Erwachsenenlebens zu erleben, wobei die verbleibenden 0,01 ein theoretisches Szenario einer beispiellosen, mehrere Jahrzehnte andauernden Expansion darstellen. Für die politisch relevantere Frage – das Erleben einer schweren Rezession mit einer Arbeitslosigkeit über 8 % – ist die Lebenszeitwahrscheinlichkeit niedriger, etwa 0,85-0,95, basierend auf 4-5 solchen Episoden seit 1945 (1973-75, 1981-82, 2007-09, 2020). Die zentrale Schätzung verwendet die breitere Definition »jede NBER-Rezession«, weil selbst milde Rezessionen messbaren finanziellen Schaden verursachen (Arbeitsplatzverluste, Vermögensrückgänge, verringertes Einkommenswachstum).
Einschränkungen: Dieser Eintrag vermischt zwei verschiedene Fragen: die Wahrscheinlichkeit, eine …
Dieser Eintrag vermischt zwei verschiedene Fragen: die Wahrscheinlichkeit, eine Rezession zu durchleben (nahe 1,0), und die Wahrscheinlichkeit, dadurch schweren persönlichen finanziellen Schaden zu erleiden (viel niedriger, hochgradig variabel). Die personal_factor_multipliers gelten für die Schwere der Auswirkung, nicht für das makroökonomische Ereignis selbst. Die »Lebenszeitwahrscheinlichkeit« von 0,99 bezieht sich auf das Erleben mindestens einer vom NBER datierten Rezession, was im Wesentlichen sicher ist. Die handlungsrelevantere Zahl – ob eine bestimmte Rezession schwer genug sein wird, um dauerhaften persönlichen Schaden zu verursachen – hängt stark von individuellen Umständen ab: Beschäftigungssektor, Ersparnisse, Verschuldungsgrad, Wohnverhältnis und Geburtskohorte. Die Große Finanzkrise von 2008 vernichtete 39 % des mittleren Haushaltsnettovermögens, aber bis 2022 war das mittlere Nettovermögen auf $192.900 gestiegen und übertraf damit das Vorkrisenniveau. Vergangene Erholungsmuster sind keine Garantien; die Große Depression brauchte über ein Jahrzehnt für die vollständige Erholung der Beschäftigung.
Wie das Risiko variiert
Die Hauptzahl mittelt über sehr unterschiedliche Situationen. So variiert die Wahrscheinlichkeit nach Szenario oder Kontext:
1 zu 1,0 · 99%
Most common type — 1990-91, 2001, and arguably 2020 (deep but only 2 months). An adult will experience several.
1 zu 1,1 · 90%
Less frequent but still near-certain over a lifetime — 1973-75, 1981-82 qualify; ~4-5 since 1945.
1 zu 1,8 · 55%
Roughly 3 events since 1945 (1981-82 at 10.8%, 2007-09 at 10.0%, 2020 at 14.7%). Lifetime exposure depends on birth cohort.
1 zu 1,0 · 99%
27 bear markets since 1928, roughly every 3.6 years. A 40-year investor will experience ~11.
Balkenlänge und Schattierung ordnen diese Szenarien untereinander ein, nicht gegenüber anderen Risiken. Die genauen Wahrscheinlichkeiten stehen jeweils daneben.
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Vergleichsrisiko wählen
Die Vereinigten Staaten haben seit 1945 12 vom NBER datierte Rezessionen erlebt, etwa eine alle 6,7 Jahre, mit einer durchschnittlichen Dauer von etwa 10 Monaten. Im Laufe eines 59-jährigen Erwachsenenlebens kann ein Amerikaner damit rechnen, etwa acht oder neun davon zu durchleben. Die Wahrscheinlichkeit, mindestens eine Rezession zu erleben, ist keine Frage des „ob“, sondern des „wie viele und wie schlimm“. Die Verteilung der Schweregrade ist wichtiger als die Häufigkeit: Die meisten Rezessionen sind mild (die Dotcom-Rezession von 2001 und die Kontraktion von 1990-91 machten sich in den Finanzen vieler Haushalte kaum bemerkbar), während die Extremereignisse – 1973-75, 1981-82 und insbesondere die Große Finanzkrise von 2007-09 – den eigentlichen Schaden konzentrieren. Die Spitzenarbeitslosigkeit während der GFC erreichte 10,0 Prozent; während der Rezession von 1981-82 erreichte sie 10,8 Prozent; die COVID-Kontraktion von 2020 stieg auf 14,7 Prozent an, dauerte aber nur zwei Monate.
Die Wahrnehmungslücke wirkt in beide Richtungen. Rezessionsangst ist prozyklisch: Eine Gallup-Umfrage vom März 2025 ergab, dass 42 Prozent der Amerikaner glaubten, die Wirtschaft befinde sich bereits in einer Rezession oder Depression, obwohl das BIP-Wachstum positiv blieb. Die Menschen haben die größte Angst unmittelbar nach einem Abschwung – wenn die historische Grundrate eine Erholung am wahrscheinlichsten erscheinen lässt – und sind am wenigsten wachsam während Booms, wenn sich das Risiko still und leise aufbaut. Der Zeitraum 2007-10 veranschaulicht sowohl die tatsächliche Schwere als auch die letztendliche Erholung: Die Federal Reserve’s Survey of Consumer Finances ergab, dass das mittlere Familiennettovermögen von 2007 bis 2010 um 38,8 Prozent sank, hauptsächlich bedingt durch den Einbruch der Immobilienwerte. Doch bis 2022 war das mittlere Nettovermögen auf $192.900 gestiegen – ein realer Anstieg von 37 Prozent allein seit 2019 und deutlich über dem Vorkrisenhoch. Der S&P 500 hat seit 1957 eine durchschnittliche jährliche Rendite von etwa 10,3 Prozent erzielt, eine Zahl, die bereits jeden Crash, Bärenmarkt und jede Rezession in diesem Zeitraum beinhaltet.
Die handlungsrelevante Unterscheidung liegt zwischen dem makroökonomischen Ereignis (nahezu sicher) und seinen persönlichen finanziellen Auswirkungen (hochgradig variabel). Der Aktienmarkt hat seit 1928 27 Bärenmärkte erlebt – etwa einen alle 3,6 Jahre – mit einem durchschnittlichen Rückgang von 35 Prozent und einer durchschnittlichen Erholung zum vorherigen Höchststand von 2,5 Jahren. Ein Haushalt mit sechs Monaten Ausgaben in Reserve, einem diversifizierten Portfolio und einer stabilen Anstellung in einem rezessionsresistenten Sektor wird dieselbe Rezession erleben wie ein hoch verschuldeter Haushalt, der von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck lebt und konzentrierte Aktienbestände hält, aber die Ergebnisse werden sich um Größenordnungen unterscheiden. Die Angst ist richtig ausgerichtet: Rezessionen sind real, wiederkehrend und gelegentlich verheerend. Der Kalibrierungsfehler liegt darin, die Vorbereitung als optional zu betrachten, weil die nächste Rezession weit entfernt scheint.
Verwandte Fakten
Es gibt keine zuverlaessige Schaetzung dafuer, dass KI deinen konkreten Job ersetzt. Wirtschaftliche Rezessionen sind zu 99% sicher ueber ein Leben (~9 pro Karriere). Die Bedrohung ohne Wahrscheinlichkeit macht Schlagzeilen. Die Gewissheit wird achselzuckend hingenommen.
Eine Rezession zu erleben ist fast sicher (~99% ueber eine Karriere). Privatinsolvenz trifft ~10% der US-Erwachsenen. Rezessionen sind unvermeidlich; in einer bankrottgehen nicht.
Du wirst ~9 Rezessionen und jeden grossen Boersencrash im Leben erleben. Beide sind 99% sicher. Der Unterschied: Jeder Boersencrash hat sich erholt. Rezessionen hinterlassen Narben, die sich auftuermen.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
2/5 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
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[1] National Bureau of Economic Research — US Business Cycle Expansions and Contractions
US Business Cycle Expansions and Contractions- Statistik
12 recessions between 1945 and 2025, averaging ~10 months in duration with expansions averaging ~5-6 years- Auszug
“"The NBER's Business Cycle Dating Committee maintains a chronology of US business cycles. The chronology identifies the dates of peaks and troughs that frame economic recessions and expansions." ”
- Quelldaten von
- 2021-07-19
- Abgerufen
- 2026-04-19 · archivierte Kopie
- Berechnung
- The NBER chronology lists peaks at: Nov 1948, Jul 1953, Aug 1957, Apr 1960, Dec 1969, Nov 1973, Jan 1980, Jul 1981, Jul 1990, Mar 2001, Dec 2007, Feb 2020. That gives 12 recessions in approximately 80 years (1945-2025). Average contraction duration is about 10.3 months post-WWII, down from ~18 months pre-WWII. Average expansion is ~5.8 years. Over a 59-year adult lifetime, 59 / 6.7 = ~8.8 expected recessions. The probability of avoiding all of them: assuming independent Poisson-like arrivals at rate 1/6.7 per year, P(zero recessions in 59 years) is vanishingly small (<0.001).
- Unabhängigkeit
- The NBER Business Cycle Dating Committee is the authoritative arbiter of US recession dates. FRED, BLS, and academic literature all defer to NBER dating.
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[2] Federal Reserve Board — Changes in U.S. Family Finances from 2007 to 2010: Evidence from the Survey of Consumer Finances
Changes in U.S. Family Finances from 2007 to 2010: Evidence from the Survey of Consumer Finances- Statistik
Median family net worth fell 38.8% from 2007 to 2010 (from $126,400 to $77,300 in 2010 dollars)- Auszug
“"Over the 2007-10 period, the median value of real family net worth fell 38.8 percent, and the mean fell 14.7 percent. Median family income before taxes fell 7.7 percent." ”
- Quelldaten von
- 2012-06-01
- Abgerufen
- 2026-04-19 · archivierte Kopie
- Berechnung
- The Survey of Consumer Finances (SCF) is conducted every three years. The 2007-to-2010 comparison captures the full impact of the Great Financial Crisis on household balance sheets. The 38.8% median decline is driven primarily by the collapse in housing values (the primary asset for most households) and equity losses. The mean decline (14.7%) is smaller because high-net-worth households held more diversified portfolios that partially recovered by 2010. By the 2019 SCF, median net worth had recovered to approximately $121,700, and by 2022 it surged to $192,900 — exceeding 2007 levels in real terms.
- Unabhängigkeit
- The SCF is the Federal Reserve's flagship household wealth survey, conducted independently of BLS employment data and NBER business cycle dating.
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[3] Hartford Funds — 10 Things You Should Know About Bear Markets Verifiziert
10 Things You Should Know About Bear MarketsSee all 2 Likelier entries citing this source →
- Statistik
27 bear markets (>20% S&P 500 decline) since 1928; average duration 9.6 months; average decline ~35%; average recovery 2.5 years- Auszug
“"There have been 27 bear markets in the S&P 500 Index since 1928. However, there have also been 28 bull markets — and stocks have risen significantly over the long term. The average length of a bear market is 289 days, or about 9.6 months. Stocks lose 35% on average in a bear market." ”
- Quelldaten von
- 2025-01-01
- Abgerufen
- 2026-04-19 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- 27 bear markets in ~97 years gives roughly one every 3.6 years. Over a 40-year investing career, an investor can expect ~11 bear markets. The probability of experiencing at least one >20% decline in a 40-year career is effectively 1.0. Stocks have been in bull markets approximately 78% of the time. The average recovery to a prior peak is 2.5 years, meaning a patient investor who holds through a bear market has historically recovered losses within a few years.
- Unabhängigkeit
- Hartford Funds analysis uses S&P Dow Jones Indices data. The bear-market count and methodology are consistent with other financial data providers (Yardeni Research, Invesco, etc.).
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[4] Bureau of Labor Statistics — The Recession of 2007-2009: BLS Spotlight on Statistics
The Recession of 2007-2009: BLS Spotlight on Statistics- Statistik
Unemployment peaked at 10.0% in October 2009; 8.7 million jobs lost during the Great Recession- Auszug
“"The unemployment rate peaked at 10.0 percent in October 2009, up from 5.0 percent in December 2007, when the recession began. More than 15 million people were unemployed at the peak." ”
- Quelldaten von
- 2012-02-01
- Abgerufen
- 2026-04-19 · archivierte Kopie
- Berechnung
- BLS data provides the employment dimension of recession severity. Peak unemployment rates for major post-war recessions: 1973-75 (9.0%), 1981-82 (10.8%), 2007-09 (10.0%), 2020 (14.7% — though the COVID recession was ultra-short at 2 months). For mild recessions (1990-91, 2001), peak unemployment stayed below 8%. The severity distribution is key: most recessions cause moderate unemployment spikes (6-8%), while crisis-level events (>10%) are rarer — roughly 3-4 per 80 years.
- Unabhängigkeit
- BLS employment data is collected through the Current Population Survey (household survey) and Current Employment Statistics (establishment survey), independently of NBER dating and Federal Reserve wealth surveys.
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[5] Federal Reserve Board — Changes in U.S. Family Finances from 2019 to 2022 Verifiziert
Changes in U.S. Family Finances from 2019 to 2022- Statistik
Real median family net worth surged 37% to $192,900 between 2019 and 2022; real mean net worth rose 23% to $1,063,700- Auszug
“"Between 2019 and 2022, real median net worth surged 37 percent to $192,900, and real mean net worth increased 23 percent to $1,063,700." ”
- Quelldaten von
- 2023-10-18
- Abgerufen
- 2026-07-03 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- Confirms the body's claim that median net worth recovered to $192,900 by 2022 via a 37% real (inflation-adjusted) increase from the 2019 SCF wave. This is the Fed's own headline comparison, using 2019 restated in comparable real dollars rather than the nominal 2019 figure ($121,700) cited from the 2012 Bulletin above; both describe the same recovery, from different base-year dollar conventions.
- Unabhängigkeit
- Federal Reserve Board's own Survey of Consumer Finances, the same flagship survey as the 2012 Bulletin already cited above, updated to the 2019-2022 wave.







