Evidenzqualität 4.5/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 4/5
- D2 Quellenautorität
- 5/5
- D3 Arithmetik
- 4/5
- D4 Unsicherheit
- 5/5
- D5 Geltungsbereich
- 4/5
- D6 Prosa
- 5/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 4/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 5/5
● Ihre Faktoren — auf dieses Risiko ▾ klicken zum Anzeigen
- Deine Faktoren
≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Herzinfarkte nehmen einen zentralen Platz in der öffentlichen Vorstellung von medizinischer Katastrophe ein. Das wahrgenommene Risiko ist hoch und ziemlich diffus — Umfragen zeigen durchgängig, dass Herzkrankheit die Erkrankung ist, die Amerikaner nach Krebs am meisten fürchten. Viele Menschen überschätzen die akute Sterblichkeitsrate (in dem Glauben, die meisten Herzinfarkte seien sofort tödlich), während sie gleichzeitig ihr eigenes kumulatives Lebenszeit-Inzidenzrisiko unterschätzen. Die Unterscheidung zwischen dem Sterben an einer Herzkrankheit und einem nicht-tödlichen Herzinfarkt wird in der populären Berichterstattung häufig verwischt, die die beiden Ergebnisse vermengt.
Grobe Schätzung: ~1 zu 5 im Laufe des Lebens fühlt sich für viele Menschen richtig an
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
~605.000 erste Herzinfarkte pro Jahr in den USA
US-Erwachsene (CDC, unter Berufung auf AHA-Statistiken 2025)
Berechnung anzeigen
Die Framingham-Analyse von Lloyd-Jones et al. (1999, Lancet) beziffert das Lebenszeitrisiko schwerwiegender koronarer Ereignisse (MI + Koronartod) ab dem Alter von 40 auf etwa 42 % für Männer und 25 % für Frauen (berechnet als Gesamt-KHK-Risiko minus reiner Angina-Ereignisse, die im Alter von 40–60 6–7 Prozentpunkte der Gesamtzahl ausmachten). Nach Geschlecht gemittelt: (42 + 25) / 2 = ~33 % Lebenszeit-Risiko für schwere KHK ab dem Alter von 40. Von allen akuten MI-Ereignissen sind rund 25 % in der akuten Phase tödlich (AHA-Statistiken 2025: ~805.000 Herzinfarkte pro Jahr insgesamt, davon ~605.000 Erstinfarkte; die CDC gibt an, dass 1 von 5 MI-Todesfällen vor der Krankenhausankunft eintritt). Nach Entfernung tödlicher Erstereignisse: ~33 % × 0,75 ≈ 25 % für das Überleben eines ersten MI ab dem Alter von 40. Nach unten angepasst auf ~17 %, um die gesamte US-Erwachsenenbevölkerung ab dem Alter von 18 (wo die Inzidenz unter 40 sehr niedrig ist) und die Tatsache widerzuspiegeln, dass ~25 % der MI-Todesfälle eintreten, bevor irgendein nicht-tödliches Ereignis erfasst wird. Diese Lebenszeitschätzung von ~17 % steht für einen US-Erwachsenen, der einen ersten erkannten Myokardinfarkt überlebt — sie schließt tödliche Ereignisse und stumme MI aus. Dieser Eintrag unterscheidet sich von heart-disease-death.mdx, das die Sterblichkeit behandelt. Der Unsicherheitsbereich 0,12–0,24 spiegelt Unterschiede nach Geschlecht, Geburtskohorte und Risikofaktoren wider.
Einschränkungen: Dieser Eintrag umfasst den nicht-tödlichen ersten Myokardinfarkt (Herzinfarkt, d…
Dieser Eintrag umfasst den nicht-tödlichen ersten Myokardinfarkt (Herzinfarkt, den der Patient überlebt); er unterscheidet sich von heart-disease-death.mdx, das die Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen behandelt. Die Framingham-Lebenszeitrisiko-Zahlen umfassen sowohl MI als auch Koronartod als »schwerwiegende Ereignisse« — die nicht-tödliche MI-Teilmenge wird durch Entfernung des akuten Sterblichkeitsanteils (~20–25 %) geschätzt. Die Framingham-Kohorte war überwiegend weiß und wurde 1971–1975 rekrutiert; heutige MI-Raten sind aufgrund von Statintherapie, Rückgang des Rauchens und verbesserter Akutversorgung etwas niedriger, sodass die Lebenszeitschätzung von ~17 % moderat konservativ ist. Stumme MI (Myokardinfarkt ohne erkannte Symptome) werden in diesen Zahlen nicht erfasst; NHANES-Daten legen nahe, dass stumme MI zusätzliche 25–40 % aller MI-Ereignisse ausmachen könnten, was bedeutet, dass die wahre MI-Prävalenz wesentlich höher ist, als ereignisbasierte Inzidenzdaten vermuten lassen. Die Geschlechtsunterschiede sind groß: Das Lebenszeitrisiko ab dem Alter von 40 beträgt für alle schwerwiegenden koronaren Ereignisse etwa 42 % für Männer gegenüber 25 % für Frauen; die gemittelte Zahl von 17 % für das Überleben eines ersten MI spiegelt die gesamte US-Erwachsenenbevölkerung wider (einschließlich der Altersgruppe 18–40, in der die Inzidenz sehr niedrig ist).
Verwandte Risiken
Andere Risiken zu ähnlichen Themen — zum Erkunden verwandter Ängste.
Menopause: Herz-Kreislauf-Risiko
Wie wahrscheinlich ist es, dass eine Frau nach den Wechseljahren eine Herz-Kreislauf-Erkrankung entwickelt — und wie stark beschleunigt die Menopause dieses Risiko?
Stilles hohes Cholesterin
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, ohne regelmäßige Bluttests an nicht diagnostiziertem hohen Cholesterin zu leiden?
Stiller Bluthochdruck
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, ohne regelmäßige Kontrollen an nicht diagnostiziertem Bluthochdruck zu leiden?
Sehverlust
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens einen erheblichen Sehverlust zu erleiden?
Alkoholkonsumstörung
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens eine Alkoholkonsumstörung zu entwickeln?
Alzheimer
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer oder einer anderen Demenz zu sterben?
Resistente Infektion
Wie hoch ist das Risiko, eine schwere antibiotikaresistente Infektion zu entwickeln?
Vergleichsrisiko wählen
Herzinfarkte und Herzkrankheitstode werden häufig vermischt, aber sie messen unterschiedliche Dinge. Dieser Eintrag befasst sich mit dem nicht-tödlichen ersten Myokardinfarkt – der Wahrscheinlichkeit, dass ein US-Erwachsener einen erkannten Herzinfarkt erleidet und ihn überlebt. Das Lebenszeitrisiko aller „schwerwiegenden” koronaren Ereignisse (Myokardinfarkt plus Koronartod) ab dem 40. Lebensjahr beträgt laut der Framingham-Herzstudie etwa 42 % für Männer und 25 % für Frauen. Nach Abzug des akuten Sterblichkeitsanteils (~20–25 %) und Anpassung für die geringere Inzidenz unter 40 Jahren liegt die Lebenszeitwahrscheinlichkeit, einen ersten erkannten MI zu überleben, bei etwa 1 zu 6 für den durchschnittlichen US-Erwachsenen.
Etwa 605.000 Amerikaner erleiden jährlich zum ersten Mal einen Herzinfarkt, so die CDC. Das durchschnittliche Alter beim ersten MI liegt bei 65,5 Jahren für Männer und 72 Jahren für Frauen, was bedeutet, dass sich das Risiko hauptsächlich in den späteren Jahrzehnten des Erwachsenenlebens akkumuliert. Der sinkende Trend ist real, aber moderat: Statintherapie und Raucherrückgänge haben die MI-Raten seit den 1990er Jahren gesenkt, aber Adipositas- und Diabetesprävalenz gleichen diese Gewinne teilweise aus.
Der Bevölkerungsdurchschnitt verbirgt enorme individuelle Variation durch modifizierbare Risikofaktoren. Die INTERHEART-Studie fand, dass neun modifizierbare Risikofaktoren etwa 90 % des zurechenbaren Risikos eines ersten MI weltweit ausmachen. Rauchen verdoppelt bis verdreifacht das MI-Risiko; Typ-2-Diabetes und Bluthochdruck verdoppeln es jeweils ungefähr; und deren Kombination mit einem ungünstigen Lipidprofil kann das individuelle Lebenszeitrisiko weit über 50 % treiben. Umgekehrt hat ein mittelalterlicher Nichtraucher mit normalem Blutdruck, ohne Diabetes und mit regelmäßiger Bewegung ein deutlich unter der Schlagzahl liegendes MI-Lebenszeitrisiko.
Verwandte Fakten
Etwa 1 in 6 US-Erwachsene werden einen ersten erkannten Herzinfarkt überleben, was sich vom Tod durch Herzkrankheit unterscheidet. Rund 605,000 Amerikaner erleiden jährlich einen ersten Infarkt, meist spät: Das Durchschnittsalter beim ersten Ereignis liegt bei 65.5 bei Männern und 72 bei Frauen.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
1/4 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
-
[1] Lloyd-Jones DM et al., The Lancet — Lifetime risk of developing coronary heart disease
Lifetime risk of developing coronary heart diseaseSee all 2 Likelier entries citing this source →
- Statistik
Lifetime risk of coronary heart disease from age 40: 48.6% for men, 31.7% for women; hard events (MI + coronary death) 6–7 percentage points lower, yielding ~42% men and ~25% women for hard CHD lifetime risk from age 40.- Auszug
“"[Paraphrase from abstract — full text paywalled] At age 40 years, lifetime risk of coronary heart disease was 48.6% (95% CI 45.8–51.3) for men and 31.7% (29.2–34.2) for women. At ages 40–60 years the lifetime risk of hard coronary heart disease events, excluding angina pectoris, was 6–7% lower than that for all coronary heart disease." ”
- Quelldaten von
- 1999-01-03
- Abgerufen
- 2026-05-14 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Total CHD lifetime risk from age 40: men 48.6%, women 31.7%. Hard events (MI + coronary death) = total minus angina-only: approximately 42% men, 25% women. Sex-blended average: (42 + 25) / 2 = ~33.5%. This is the hard-CHD lifetime risk from age 40, which is the closest available measure to "first MI incidence." The Framingham cohort data are from 1971–1975 follow-up; contemporary rates are somewhat lower due to improved treatment, so 33% is a conservative upper bound.
- Unabhängigkeit
- Framingham Heart Study is a prospective longitudinal cohort study (Framingham, MA), entirely separate from CDC NHANES cross-sectional surveys and AHA administrative data compilations. Methods are independent: Framingham uses direct clinical examination and event adjudication over decades of follow-up.
-
[2] US Centers for Disease Control and Prevention — Heart Disease Facts Verifiziert
Heart Disease FactsSee all 2 Likelier entries citing this source →
- Statistik
About 805,000 people in the United States have a heart attack each year; 605,000 are a first heart attack. Every 40 seconds someone in the US has a heart attack.- Auszug
“"Every year, about 805,000 people in the United States have a heart attack. Of these, 605,000 are a first heart attack and 200,000 happen to people who have already had a heart attack." ”
- Quelldaten von
- 2025-01-01
- Abgerufen
- 2026-05-14 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- 605,000 first heart attacks per year. US adult population ~260 million. Annual incidence rate: 605,000 / 260,000,000 ≈ 0.233% per year. Over 59 adult years at this rate: 1 − (1 − 0.00233)^59 ≈ 12.7% — but this double-counts survivors who may have subsequent events tracked separately, and underestimates because CDC figures include both fatal and non-fatal first MIs. The Framingham lifetime-risk method (see source 1) is the more appropriate basis for the lifetime point estimate. Used here to anchor the native display rate and corroborate the Framingham estimate.
- Unabhängigkeit
- CDC Health Statistics draws on the AHA Statistical Update (2025) and NHANES surveillance. It is methodologically independent of the Framingham Heart Study prospective cohort, using administrative and survey-based data rather than direct cohort follow-up.
-
[3] American Heart Association / Circulation — 2025 Heart Disease and Stroke Statistics
2025 Heart Disease and Stroke Statistics- Statistik
Approximately 805,000 US heart attacks per year; average age of first MI is 65.5 years for men and 72 years for women; about 1 in 5 MI deaths occur before hospital arrival.- Auszug
“"[Paraphrase from abstract — full text paywalled] The 2025 Statistical Update reports approximately 805,000 myocardial infarctions per year in the United States, of which approximately 605,000 are first events. The average age of first MI is 65.5 years for males and 72.0 years for females. Approximately 1 in 5 MI deaths occur before hospital arrival." ”
- Quelldaten von
- 2025-01-27
- Abgerufen
- 2026-05-14 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Used to characterize the acute fatality fraction (~20–25%) and average age of first MI, which inform the adjustment from hard-CHD lifetime risk to surviving-first-MI lifetime risk. Not used as the primary probability estimate — the Framingham lifetime-risk method is preferred.
- Unabhängigkeit
- AHA Statistics compiles administrative, survey, and cohort data from multiple independent sources (NHANES, NHLBI, Medicare claims, Framingham, ARIC, CHS). It is a secondary aggregator that draws on Framingham but synthesizes far more data and is published annually by a separate editorial team.
-
[4] Yusuf S et al., The Lancet — Effect of potentially modifiable risk factors associated with myocardial infarction in 52 countries (the INTERHEART study): case-control study
Effect of potentially modifiable risk factors associated with myocardial infarction in 52 countries (the INTERHEART study): case-control study- Statistik
Nine potentially modifiable risk factors (smoking, abnormal lipids, hypertension, diabetes, abdominal obesity, psychosocial factors, low fruit/vegetable intake, alcohol use, physical inactivity) collectively accounted for 90% of the population attributable risk of a first myocardial infarction in men and 94% in women, across 52 countries.- Auszug
“"[Paraphrase from abstract — full text paywalled] Collectively, these nine risk factors accounted for 90% of the population attributable risk (PAR) of acute myocardial infarction in men and 94% in women. Individual risk factor PARs included smoking 35.7%, abnormal ApoB/ApoA1 ratio 49.2%, hypertension 17.9%, diabetes 9.9%, abdominal obesity 20.1%, psychosocial factors 32.5%, low fruit and vegetable intake 13.7%, regular alcohol consumption 6.7%, and regular physical activity 12.2%. The effect was consistent across regions, sexes, and ethnic groups." ”
- Quelldaten von
- 2004-09-11
- Abgerufen
- 2026-07-03 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Yusuf et al., INTERHEART study (Lancet, 2004): case-control study of 15,152 MI cases and 14,820 matched controls across 52 countries. Cited to support the body text's claim that nine modifiable risk factors explain most of the individual-level variation around the population-average lifetime MI risk reported by the other sources in this entry. Not used to derive the headline native/normalized probability (which remains the Framingham lifetime-risk method, source 1); used only to substantiate the "population averages conceal large individual risk-factor variation" claim in the body text.
- Unabhängigkeit
- INTERHEART is a multinational case-control study (52 countries, enrollment 1999–2003), methodologically independent of the Framingham cohort (source 1), CDC surveillance (source 2), and the AHA statistical compilation (source 3).







