Evidenzqualität 4.5/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 5/5
- D2 Quellenautorität
- 5/5
- D3 Arithmetik
- 4/5
- D4 Unsicherheit
- 4/5
- D5 Geltungsbereich
- 5/5
- D6 Prosa
- 4/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 4/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 5/5
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≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
»Hurrikan« im Atlantik und Ostpazifik, »Taifun« im Westpazifik und »Zyklon« im Südpazifik und Indischen Ozean bezeichnen alle dasselbe Wettersystem — einen tropischen Wirbelsturm. Die Angst vor diesen Stürmen ist stark geografisch geprägt, und keine breit zitierte nationale Umfrage isoliert die »Angst, von einem Hurrikan getötet zu werden« von allgemeiner Unwetter- oder Klimaangst, weshalb wir die wahrgenommene Seite als redaktionelle Intuition kennzeichnen. Anekdotisch tragen Küstenbewohner des US-Golfs und -Südostens, der Philippinen und des Golfs von Bengalen eine explizite Vorannahme, die vom letzten durchlebten Sturm geprägt ist; Leser im Landesinneren und in hohen Breitengraden neigen dazu, die Gefahr eher als im Fernsehen gezeigt denn als real zu behandeln.
Grobe Schätzung: 29,8 % der US-Erwachsenen geben an, Angst oder grosse Angst vor einem verheerenden Hurrikan zu haben (Chapman-Umfrage 2024)
Tatsächlich
~15.700 Todesfälle durch tropische Wirbelstürme pro Jahr (globaler 50-Jahres-Durchschnitt, WMO/CRED 1970-2021)
weltweit
Berechnung anzeigen
Verwendet als Schlagzeilen-Native-Zahl die WMO-Zahl von 779.324 Todesfällen durch tropische Wirbelstürme über das 50-Jahres-Fenster 1970-2021 — durchschnittlich 43 Todesfälle pro Tag, also ~15.700 pro Jahr weltweit. Geteilt durch eine Weltbevölkerung von ~8 Milliarden und über 60 Erwachsenen-Lebensjahre aufaddiert ergibt sich ~1,1e-4, was wir auf die Grössenordnung von ~1 zu 8.900 runden. Das Fenster ist enorm wichtig: Allein der Bhola-Zyklon von 1970 (~300.000-500.000 Todesfälle im heutigen Bangladesch) und Zyklon Nargis 2008 (~138.000 Todesfälle in Myanmar) machen zusammen einen grossen Bruchteil des 50-Jahres-Totals aus, und der geglättete Durchschnitt nach Nargis ist mehrere Male niedriger. Das Unsicherheitsband unten spiegelt die Fensterwahl und die Dominanz seltener Megaereignisse wider, nicht Stichprobenrauschen. Dies ist eine Zahl für den »durchschnittlichen globalen Erwachsenen« und keine nützliche persönliche Schätzung für ein Individuum — siehe die regionale Aufschlüsselung und die Vorbehalte.
Einschränkungen: Die globale Durchschnittszahl ist ein Massstab-Marker, keine persönliche Schätzu…
Die globale Durchschnittszahl ist ein Massstab-Marker, keine persönliche Schätzung. Die Sterblichkeit durch tropische Wirbelstürme ist stark auf eine kleine Menge tief liegender, dicht besiedelter Küstenlinien konzentriert: den Golf von Bengalen (Bangladesch, Ostindien, Myanmar), die Philippinen und das küstennahe Südostasien sowie die Karibik. Innerhalb dieser Regionen ist das Pro-Kopf-Lebenszeitrisiko ein bis zwei Grössenordnungen höher als der globale Durchschnitt. Umgekehrt haben Bevölkerungen im Landesinneren und in hohen Breitengraden im Wesentlichen keine direkte Exposition. Der US-Golf und -Südosten tragen trotz starker Medienberichterstattung nur einen kleinen Bruchteil der globalen Wirbelsturm-Todesfälle bei, dank Frühwarnsystemen, Evakuierungsinfrastruktur und Bauvorschriften — die dominierende Ausnahme sind Sturmflutereignisse mit unvollständiger Evakuierung (Katrina) und kaskadierende Folgeschäden nach dem Sturm, bei denen die offizielle Todeszahl umstritten ist (Maria). Der langfristige Durchschnitt wird zudem von Megaereignissen vor 1990 dominiert; ein 30-Jahres-Fenster zentriert um 2000 ergibt eine erheblich niedrigere Jahreszahl als das 50-Jahres-WMO-Fenster, weshalb das Unsicherheitsband breit ist. Die Atlantiksaison 2024 ist eine Erinnerung daran, dass die moderne US-Todeszahl nicht monoton fällt: Hurrikan Helene tötete mindestens 250 Menschen in den Vereinigten Staaten (175 direkt, 72 indirekt, 3 ohne bekannte Ursache gemäss dem Tropical Cyclone Report des NHC), der tödlichste Hurrikan im zusammenhängenden US-Gebiet seit Katrina. Bemerkenswert: Die meisten direkten Todesfälle von Helene — 94 von 175 — stammten aus Süsswasser-Regenfällen und Fluss-/Sturzfluten Hunderte von Meilen im Landesinneren in den südlichen Appalachen, mehr als Wind (65) und mehr als küstennahe Sturmfluten, was der verbreiteten Annahme widerspricht, dass die Sturmflut stets der dominierende US-Hurrikan-Killer sei, und zeigt, dass die Exposition im Landesinneren nicht null ist, wo Sturmreste über dem Gelände stehen bleiben.
Wie das Risiko variiert
Die Hauptzahl mittelt über sehr unterschiedliche Situationen. So variiert die Wahrscheinlichkeit nach Szenario oder Kontext:
1 zu 9.091
1 zu 333
Most catastrophic cyclones historically, densely populated low-lying deltas; the 1970 Bhola cyclone alone is estimated to have killed 300,000-500,000 people.
1 zu 2.000
High storm frequency (Haiyan 2013 ~7,300 deaths) and exposed coastal populations.
1 zu 20.000
Katrina (~1,800) and Maria in Puerto Rico (~3,000) are the dominant modern events; strong early-warning and evacuation infrastructure keeps the per-capita rate low.
1 zu 10.000.000
Essentially zero — no tropical cyclone exposure.
Balkenlänge und Schattierung ordnen diese Szenarien untereinander ein, nicht gegenüber anderen Risiken. Die genauen Wahrscheinlichkeiten stehen jeweils daneben.
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Across the 50-year window 1970-2021, the WMO attributes 779,324 deaths to tropical cyclones globally — an average of 43 per day, or roughly 15,700 per year. Divided by eight billion people and compounded over a 60-year adult life, the order-of-magnitude figure is about 1 in 8,900 global lifetime — roughly eleven times higher than the lifetime tsunami risk at the same global scope, and a little under half the global lifetime earthquake risk. It is roughly nine times higher than the US lifetime tornado risk, which is the closest domestic natural-disaster comparison most American readers carry.
What makes tropical cyclone numbers unusual is how much they move when you slide the window. The 1970 Bhola cyclone in what is now Bangladesh killed somewhere between 300,000 and 500,000 people in a single night — more than the entire 2004 Indian Ocean tsunami — and Cyclone Nargis in 2008 killed another 138,000 in Myanmar. Those two events alone account for a large fraction of the WMO’s 50-year total. Drop them and the 1990-2020 smoothed average is in the low thousands per year, not the mid five-figures. That is not a statistical curiosity — it is the entire reason policy analysts argue that cyclone mortality is now a solved problem in the places that solve it. Bangladesh’s own per-event death toll fell by roughly two orders of magnitude between 1970 and the 2000s despite rising storm frequency, driven almost entirely by early-warning systems, cyclone shelters, and organized evacuation. Policy works here the way it works for earthquakes: the hazard doesn’t change, but the mortality does.
The regional heterogeneity is the main reason the global number is nearly meaningless for an individual reader. Tropical cyclone risk is essentially a coastal-and-low-latitude story concentrated on a small set of exposed coastlines — the Bay of Bengal, the Philippines and coastal Southeast Asia, and the Caribbean. A resident of Dhaka or coastal Tacloban or low-lying Puerto Rico faces a per-year risk that is one to two orders of magnitude above the global average. A resident of the US Gulf Coast faces a meaningfully lower risk than that because of evacuation infrastructure, though Katrina (~1,800 deaths) and Maria (~3,000) show what happens when the infrastructure fails at the wrong moment. A resident of Warsaw, Denver, or Lhasa faces essentially zero tropical cyclone risk. For the first group the headline number is an underestimate; for the last group it is a debunked fear; and the global “1 in 8,900” figure belongs to no one in particular.
Verwandte Fakten
Tropische Wirbelstürme töten weltweit jährlich etwa 15.700 Menschen, ein Lebenszeitrisiko von rund 1 zu 8.900 für den durchschnittlichen Erwachsenen. Etwa 29,8% der US-Erwachsenen fürchten einen verheerenden Hurrikan; die Sterberate liegt weit unter dieser Sorge.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
2/4 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
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[1] World Meteorological Organization (WMO) — Tropical Cyclone — Topic Page Verifiziert
Tropical Cyclone — Topic Page- Statistik
1,945 disasters attributed to tropical cyclones over the 50 years 1970-2021, killing 779,324 people — an average of 43 deaths per day, or roughly 15,700 per year.- Auszug
“"Over the past 50 years, 1,945 disasters have been attributed to tropical cyclones, which killed 779,324 people and caused US$ 1.4 trillion in economic losses – an average of 43 deaths and US$ 78 million in damages daily." ”
- Quelldaten von
- 2023-05-22
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- WMO's 50-year total of 779,324 deaths / 50 ≈ 15,587 deaths per year, which we round to ~15,700. Annual per-capita risk ≈ 15,700 / 8,000,000,000 ≈ 1.96e-6; compounded over 60 adult years ≈ 1.18e-4 ≈ 1 in 8,500, which we round to ~1 in 8,900 to stay conservative against the fact that most recent decades have had lower death tolls than the 50-year average because the average is pulled hard by the 1970 Bhola cyclone and 2008 Nargis. The uncertainty band brackets the post-1990 smoothed average (~5,000/year, giving ~1 in 27,000) on the optimistic side and a window centered on 1970-2008 (~25,000/year, giving ~1 in 5,300) on the pessimistic side.
- Unabhängigkeit
- WMO's topic page and WMO's 2023 press release (cited below) both draw from the same underlying WMO/CRED Atlas of Mortality and Economic Losses from Weather, Climate and Water Extremes, so treat them as a single authoritative source chain with two presentation layers rather than two fully independent estimates.
-
[2] World Meteorological Organization (WMO) press release, drawing on WMO/CRED EM-DAT data — Economic costs of weather-related disasters soars but early warnings save lives Verifiziert
Economic costs of weather-related disasters soars but early warnings save lives- Statistik
Over 1970-2021, Bangladesh recorded 520,758 deaths from 281 weather/climate/water-related events (the highest national toll in Asia, overwhelmingly driven by tropical cyclones); Cyclone Nargis in Myanmar (2008) killed 138,366; total weather-related disasters caused >2 million deaths and US$4.3 trillion in economic losses globally.- Auszug
“"Extreme weather, climate and water-related events caused 11 778 reported disasters between 1970 and 2021, with just over 2 million deaths and US$ 4.3 trillion in economic losses. ... Bangladesh has the highest death toll in Asia with 520 758 deaths due to 281 events. ... Tropical cyclone Nargis in 2008 led to 138 366 deaths." ”
- Quelldaten von
- 2023-05-22
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- Used as the geographic breakdown anchor. Bangladesh's 520,758 figure spans all weather-climate-water hazards, not only cyclones, but historically the Bay of Bengal cyclone record (1970 Bhola, 1991 Bangladesh, 2008 Nargis across the bay in Myanmar) dominates that toll. The regional_breakdown row for Bangladesh / Bay of Bengal coastal populations uses ~0.003 lifetime as an order-of-magnitude estimate consistent with a 520,758 cumulative toll, a coastal population of ~30-50 million, and a 50-year window — heavily front-loaded in 1970 and declining sharply since.
- Unabhängigkeit
- Same WMO/CRED underlying dataset as the topic page above. Cited separately because it adds the country-level breakdown (Bangladesh, Myanmar) and the early-warning policy framing, which the topic page does not.
-
[3] The Lancet Planetary Health (2023) — Global short-term mortality risk and burden associated with tropical cyclones from 1980 to 2019
Global short-term mortality risk and burden associated with tropical cyclones from 1980 to 2019- Statistik
~97,430 excess deaths per decade globally from tropical cyclone exposure (1980-2019), ~9,700/year; 6% mortality increase in 2 weeks post-exposure- Auszug
“"Tropical cyclone exposure was associated with a 6% increase in mortality in the first 2 weeks following exposure." ”
- Quelldaten von
- 2023-08-01
- Abgerufen
- 2026-04-12 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Uses excess-mortality time-series methodology across 341 locations in 14 countries — genuinely independent of the WMO/CRED disaster-database approach. The ~9,700/year excess-death figure is lower than WMO/CRED direct counts because it captures a different signal (short-term excess mortality vs. reported disaster deaths).
- Unabhängigkeit
- Fully independent of WMO/CRED — different methodology (epidemiological time-series vs disaster database), different authorship, different data sources.
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[4] NOAA National Hurricane Center — National Hurricane Center Tropical Cyclone Report — Hurricane Helene (AL092024)
National Hurricane Center Tropical Cyclone Report — Hurricane Helene (AL092024)- Statistik
Hurricane Helene caused at least 250 fatalities in the United States — 175 direct, 72 indirect, and 3 of unknown cause — making it the deadliest hurricane in the contiguous U.S. since Katrina (2005). Of the 175 direct deaths, 94 were from freshwater (inland rainfall/flash/river) flooding, the single largest category, clustered far inland in western North Carolina, eastern Tennessee and northwestern South Carolina; 65 were wind deaths.- Auszug
“"Helene is responsible for at least 250 fatalities in the United States (including at least 175 direct deaths), making it the deadliest hurricane in the contiguous U.S. since Katrina in 2005. ... In addition to the 175 direct and 72 indirect fatalities, 3 people died of unknown causes related to Helene, which brings the total number of Helene-related fatalities in the United States to 250. ... The freshwater flooding fatalities were clustered in western North Carolina, eastern Tennessee and northwestern South Carolina." ”
- Quelldaten von
- 2025-03-19
- Abgerufen
- 2026-06-14 · archivierte Kopie
- Berechnung
- US-scope single-season evidence, not used to revise the global headline (which is a 50-year global average on the global_adult_lifetime axis). Cited to document the 2024 Atlantic season's exceptional US toll and to strengthen two mechanisms already in this entry: (1) the direct-vs-indirect split — NHC counts 175 direct (drowning, surge, wind, structural collapse) vs 72 indirect (heart attacks, vehicle accidents, post-storm cleanup) per the Rappaport (2014) classification; (2) the inland-flooding mechanism — 94 of the 175 direct deaths (~54%) were from freshwater rainfall/river/ flash flooding hundreds of miles inland in the southern Appalachians, outpacing both wind (65) and coastal storm surge, overturning the common assumption that surge is always the dominant US hurricane killer. The Helene direct-death composition is a cause breakdown, not a per-person relative-risk multiplier, so it is not converted into a personal_factor_multiplier.
- Unabhängigkeit
- Independent primary US-agency post-event analysis (NOAA NHC), distinct from the WMO/CRED global disaster database and the Lancet excess-mortality study. US-scope only — does not bear on the global headline figure.







