Evidenzqualität 4.63/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 5/5
- D2 Quellenautorität
- 5/5
- D3 Arithmetik
- 4/5
- D4 Unsicherheit
- 5/5
- D5 Geltungsbereich
- 5/5
- D6 Prosa
- 4/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 4/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 5/5
● Ihre Faktoren — auf dieses Risiko ▾ klicken zum Anzeigen
- Deine Faktoren
≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
SIDS taucht in allgemeinen »Wovor haben Amerikaner Angst«-Umfragen nicht auf, steht aber ganz oben auf der privaten Liste fast jedes frischgebackenen Elternteils. Elternforen, Kinderarztbesuche und die ersten Wochen im Leben eines Neugeborenen sind in einem Mass darum herum organisiert, das sich mit einer einzelnen Umfragezahl schwer erfassen lässt. Die Intuition, die die meisten frischgebackenen Eltern tragen, ist, dass ein scheinbar gesunder Säugling, der einschläft und nicht mehr aufwacht, zugleich häufig genug ist, um darum zu planen, und völlig unvorhersehbar, wenn es geschieht.
Grobe Schätzung: Die meisten frischgebackenen Eltern zählen SIDS zu ihren grössten Säuglingsängsten; wenige könnten eine Zahl nennen
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
~42 SIDS-Todesfälle pro 100.000 US-Lebendgeburten pro Säuglingsjahr
US-lebendgeborene Säuglinge
Berechnung anzeigen
Der Geltungsbereich ist das erste Lebensjahr pro lebendgeborenem US-Säugling, nicht die US-Erwachsenen-Lebenszeit. Die Schlagzeilenzahl nimmt speziell SIDS (enge ICD-10-Klassifikation R95) statt des breiteren Überbegriffs des plötzlichen unerwarteten Säuglingstods (SUID), der SIDS plus versehentliche Erstickung und Strangulation im Bett (ASSB) plus schlecht definierte oder unbekannte Ursachen umfasst. CDCs jüngste veröffentlichte Zahlen zeigen 1.529 US-SIDS-Todesfälle 2022 gegenüber rund 3,67 Millionen Lebendgeburten — eine rohe SIDS-Rate nahe 41,7 pro 100.000 Lebendgeburten (~1 zu 2.400). Über die jüngste SIDS-spezifische Reihe lag die Rate in den unteren bis mittleren 30ern bis unteren 40ern pro 100.000; die volle SUID-Rate 2022 betrug 100,9 pro 100.000 Lebendgeburten (~1 zu 990). Das Unsicherheitsband ist bewusst breit gewählt, um die Klassifikationsverschiebung (SIDS vs ASSB vs schlecht definiert) und den jüngsten Ratenanstieg abzudecken.
Einschränkungen: Die Klassifikation hat sich seit 2011 erheblich verschoben. Viele Todesfälle, di…
Die Klassifikation hat sich seit 2011 erheblich verschoben. Viele Todesfälle, die früher als SIDS codiert worden wären, werden jetzt als »schlecht definierte oder unbekannte Ursache« oder als versehentliche Erstickung und Strangulation im Bett (ASSB) unter dem breiteren Überbegriff des plötzlichen unerwarteten Säuglingstods (SUID) codiert, was bedeutet, dass der scheinbare Rückgang von »SIDS« in den letzten Jahren teilweise diagnostische Verschiebung statt eines echten Risikorückgangs widerspiegelt. Die vollständigere SUID-Rate (1 zu ~990 in CDCs 2022-Daten) ist die über Epochen hinweg besser vergleichbare Zahl. Die Basislinie ist nicht einheitlich: CDC-Daten zeigen American Indian/Alaska Native und nicht-hispanische schwarze Säuglinge bei rund dem 2-3-Fachen der Gesamtrassen-SUID-Rate, während nicht-hispanische weisse, hispanische und asiatische Säuglinge auf oder unter dem Durchschnitt liegen. Das Risiko ist auf die ersten sechs Monate konzentriert, erreicht seinen Höhepunkt zwischen 2 und 4 Monaten und ist nach 12 Monaten sehr gering. Die Ätiologie bleibt unvollständig verstanden; das vorherrschende Modell ist die »Dreifachrisiko«-Hypothese (ein vulnerabler Säugling, ein kritisches Entwicklungsfenster und ein exogener Stressor, die zusammentreffen). Spezifische Safe-Sleep-Empfehlungen sind Sache der klinischen AAP-Leitlinien und werden hier nicht wiedergegeben.
Wie das Risiko variiert
Die Hauptzahl mittelt über sehr unterschiedliche Situationen. So variiert die Wahrscheinlichkeit nach Szenario oder Kontext:
1 zu 2.381
1 zu 990
1 zu 2.381
1 zu 769
~3x higher before supine sleep campaigns (1.30/1,000 in 1990 vs 0.39/1,000 in 2014)
1 zu 33.333
Balkenlänge und Schattierung ordnen diese Szenarien untereinander ein, nicht gegenüber anderen Risiken. Die genauen Wahrscheinlichkeiten stehen jeweils daneben.
Verwandte Risiken
Andere Risiken zu ähnlichen Themen — zum Erkunden verwandter Ängste.
Co-Sleeping-Tod
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Säugling durch Co-Sleeping oder Bed-Sharing stirbt?
Ersticken des Säuglings im Autositz
Wie hoch ist das Risiko, dass ein Säugling im Autositz erstickt?
Unbehandelte Hüftdysplasie bei Säuglin
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer Behinderung durch unbehandelte Hüftdysplasie bei Säuglingen?
Ertrinken im Pool
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind in einem Schwimmbecken ertrinkt?
Kind stürzt aus Fenster
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind durch einen Sturz aus einem Fenster oder von einem Balkon getötet oder schwer verletzt wird?
Waschmittelkapsel verschluckt
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kleinkind durch das Schlucken oder Zerdrücken einer Waschmittelkapsel ernsthaft verletzt wird?
Unbehandelte kindliche Skoliose
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer schweren Behinderung durch unbehandelte kindliche Skoliose?
Schraegliegesitz Tod
Wie hoch war die Wahrscheinlichkeit, dass ein Saeugling, der in einen Schraegliegesitz (Rock 'n Play und aehnliche) gelegt wurde, an Lageasphyxie starb?
Vergleichsrisiko wählen
Rund 1.500 US-Säuglinge wurden 2022 als SIDS-Todesfälle codiert, bei rund 3,7 Millionen Lebendgeburten. Das ergibt in der Grössenordnung 1 zu 2.400 lebendgeborene Säuglinge im ersten Lebensjahr für die engere SIDS-Klassifikation. Der breitere SUID-Überbegriff (Sudden Unexpected Infant Death) — der auch versehentliche Erstickung und Strangulation im Bett sowie schlecht definierte Ursachen einschliesst — liegt in CDCs jüngsten 2022-Daten näher bei 1 zu 1.000 und steigt seit 2020 moderat.
Die grösste einzelne Verschiebung in der SIDS-Epidemiologie geschah 1994, als die US-„Back to Sleep”-Kampagne die Rückenlage zum Schlafen empfahl. Die Raten fielen im folgenden Jahrzehnt um rund die Hälfte. Nach etwa 2000 flachte der Rückgang ab, und die AAP-Leitlinie 2022 beschreibt die Gesamtrate schlafbezogener Säuglingstode als „seit 2000 stagnierend, und Disparitäten bestehen fort.” Die Residualbasislinie hat sich als schwer weiter verschiebbar erwiesen; das vorherrschende Erklärungsmodell bleibt Filiano und Kinneys Dreifachrisiko-Hypothese: ein vulnerabler Säugling, ein kritisches Entwicklungsfenster (Inzidenzspitze 2-4 Monate) und ein exogener Stressor, die zusammentreffen.
Die Schlagzeilenzahl ist nicht gleichmässig über Untergruppen verteilt. CDC-Surveillance setzt American Indian/Alaska Native und nicht-hispanische Schwarze Säuglinge bei rund 2-3× der Gesamtrassen-SUID-Rate. Fallkontroll-Metaanalyse von Vennemann und Kollegen (Journal of Pediatrics, 2012) setzt die gepoolte Odds Ratio für SIDS bei jeglichem Bed-Sharing bei 2,89, steigend auf rund 6,3 wenn die Mutter raucht und 10,4 für Säuglinge unter zwölf Wochen. Bauchlage, weiches Bettzeug, Frühgeburt und niedriges Geburtsgewicht tragen jeweils eigene Multiplikatoren. Likelier markiert diesen Eintrag als kalibriert: Die absoluten Zahlen sind klein aber nicht null, die Angst entspricht den Einsätzen, und die meisten grossen, günstigen Bevölkerungsgewinne der Back-to-Sleep-Ära sind bereits eingefahren.
Verwandte Fakten
Der plötzliche Kindstod fordert im ersten Lebensjahr etwa 1 von 7.100 lebend geborenen US-Säuglingen. Er zählt zu den größten Ängsten frischgebackener Eltern, doch kaum jemand könnte ihn beziffern; die Raten sanken nach den Rückenschlaf-Kampagnen deutlich.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
2/4 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
-
[1] US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) — Data and Statistics for SUID and SIDS
Data and Statistics for SUID and SIDSSee all 3 Likelier entries citing this source →
- Statistik
In 2022, about 3,700 US sudden unexpected infant deaths: 1,529 SIDS, 1,131 unknown cause, 1,040 accidental suffocation/strangulation in bed- Auszug
“"In 2022, there were about 3,700 sudden unexpected infant deaths (SUID) in the United States. These deaths occur among infants less than 1 year old and have no immediately obvious cause. [...] 1,529 deaths from SIDS [...] 1,131 deaths from unknown causes [...] 1,040 deaths from accidental suffocation and strangulation in bed." ”
- Quelldaten von
- 2024-04-01
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Berechnung
- 1,529 SIDS deaths / ~3.67M US live births in 2022 ≈ 41.7 per 100,000 ≈ 1 in 2,400. This crude SIDS-specific 2022 rate is carried through as the headline point estimate, with an uncertainty band (33-45 per 100,000) that brackets the recent SIDS-specific series and its classification drift toward ASSB/ill-defined.
- Unabhängigkeit
- Primary SIDS/SUID surveillance source, built from the NCHS multiple-cause-of-death file. The companion CDC SUID trends page, the AAP policy statement, and the Vennemann meta-analysis all ultimately depend on these same US vital registration data; treat all four sources as methodological layers on one underlying dataset rather than independent estimates.
-
[2] US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) — Trends in SUID Rates by Cause of Death, 1990-2022
Trends in SUID Rates by Cause of Death, 1990-2022- Statistik
SUID rate 100.9 per 100,000 live births (US, 2022); rate increasing since 2020- Auszug
“"In 2022, the SUID rate was 100.9 deaths per 100,000 live births. [...] Beginning in 2020, the SUID rate has been increasing." ”
- Quelldaten von
- 2024-04-01
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Berechnung
- 100.9 per 100,000 live births ≈ 1 in 991 for all SUID (SIDS + ASSB + unknown) during the first year of life. Used to populate the "all SUID" row of regional_breakdown and to anchor the upper end of the uncertainty band.
- Unabhängigkeit
- Built on the same NCHS multiple-cause-of-death files as the sibling CDC page; treat the two CDC sources as one authoritative dataset, not two independent estimates.
-
[3] Pediatrics (American Academy of Pediatrics) — Moon, Carlin, Hand et al. — Sleep-Related Infant Deaths: Updated 2022 Recommendations for Reducing Infant Deaths in the Sleep Environment Verifiziert
Sleep-Related Infant Deaths: Updated 2022 Recommendations for Reducing Infant Deaths in the Sleep EnvironmentSee all 2 Likelier entries citing this source →
- Statistik
~3,500 US sleep-related infant deaths per year; overall sleep-related infant death rate has been stagnant since 2000 after a substantial decline in the 1990s- Auszug
“"Each year in the United States, ∼3500 infants die of sleep-related infant deaths, including sudden infant death syndrome (SIDS) [...] After a substantial decline in sleep-related deaths in the 1990s, the overall death rate attributable to sleep-related infant deaths has remained stagnant since 2000, and disparities persist." ”
- Quelldaten von
- 2022-07-01
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- Anchors the historical plateau story: the ~50% decline that followed the 1994 Back to Sleep campaign stopped around 2000 and the residual baseline has been hard to move further. Used to justify the "Post-1994 Back to Sleep era" vs "Pre-1994 baseline" rows of regional_breakdown.
- Unabhängigkeit
- AAP policy statement synthesising CDC mortality data plus peer-reviewed epidemiology; not independent of the CDC primary sources above.
-
[4] The Journal of Pediatrics — Vennemann, Hense, Bajanowski, Blair, Complojer, Moon, Kiechl-Kohlendorfer — Bed sharing and the risk of sudden infant death syndrome: can we resolve the debate? Verifiziert
Bed sharing and the risk of sudden infant death syndrome: can we resolve the debate?- Statistik
Pooled OR 2.89 (95% CI 1.99-4.18) for SIDS with any bed sharing vs no bed sharing; OR 6.27 for bed sharing with a smoking mother; OR 10.37 for bed sharing with infants under 12 weeks- Auszug
“"The combined OR for SIDS in all bed sharing versus non-bed sharing infants was 2.89 (95% CI, 1.99-4.18). The risk was highest for infants of smoking mothers (OR, 6.27; 95% CI, 3.94-9.99), and infants <12 weeks old (OR, 10.37; 95% CI, 4.44-24.21)." ”
- Quelldaten von
- 2012-01-01
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- Meta-analysis of 11 case-control studies (2,464 cases, 6,495 controls). Used as the authoritative anchor for the bed sharing and maternal smoking multipliers in personal_factor_multipliers.
- Unabhängigkeit
- Pools case-control studies that partly overlap with the epidemiology underlying the AAP 2022 policy statement; treat as a methodologically linked rather than fully independent cross-check.







