Evidenzqualität 4.63/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 5/5
- D2 Quellenautorität
- 5/5
- D3 Arithmetik
- 4/5
- D4 Unsicherheit
- 4/5
- D5 Geltungsbereich
- 5/5
- D6 Prosa
- 5/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 4/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 5/5
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≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Die Angst vor Abschiebung nach einem Visumüberzug wird als viel höher wahrgenommen als die versicherungsmathematische Rate, angetrieben von der Medienberichterstattung über ICE-Durchsetzungsoperationen und einem allgemeinen Gefühl, dass Einwanderungsbehörden Überzieher systematisch verfolgen und abschieben. Umgekehrt glauben manche Überzieher, dass sie nach ein paar Jahren praktisch unsichtbar sind und ein minimales praktisches Risiko tragen. Keines der Extreme ist gut kalibriert. ICE schlüsselt Abschiebungszahlen nur für Überzieher nicht öffentlich auf, und DHS-Berichte konzentrieren sich auf die Nachverfolgung von Überzügen statt auf die Messung der Durchsetzungsraten gegen sie. Die dokumentierte jährliche Abschiebungszahl für alle undokumentierten Einwanderer (in den letzten Jahren rund 150.000-270.000 pro Jahr) verteilt sich auf eine Bevölkerung von 11-14 Millionen, was eine jährliche Abschiebungsrate im Bereich von 1-2 % unabhängig von der Einreiseart bedeutet. Speziell für Überzieher gibt es keine offiziell veröffentlichte Durchsetzungsrate, was selbst ein Signal ist: Die Durchsetzung gegen Überzüge ist eine Nutzung begrenzter ICE-Binnenressourcen mit niedriger Priorität.
Grobe Schätzung: von vielen Überziehern als 1 zu 3 bis 1 zu 10 pro Jahr wahrgenommen; die tatsächliche jährliche Rate liegt näher bei 1 zu 50 oder niedriger
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
~399.708 mutmaßliche im Land verbliebene Überzüge mit Stand Mai 2024 (FY2023 neue Überzüge); ~1,02 % der erwarteten Ausreisen
Nichteinwanderer-Besucher mit erwarteten Ausreisen im FY2023
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Schritt 1 — Jährliche Überzugsrate: Der DHS Entry/Exit Overstay Report FY2023 dokumentiert 510.363 mutmaßliche im Land verbliebene Überzüge aus FY2023-Einreisen; diese fielen bis Mai 2024 auf 399.708, da einige ausreisten. Jährliche neue mutmaßliche im Land verbliebene Überzüge liegen bei etwa 400.000-850.000 pro Jahr (Bereich FY2016-FY2022), und die kumulative Überzugsbevölkerung wird auf etwa 4-5 Millionen Menschen geschätzt (rund 40-42 % der ~11-14 Millionen undokumentierten Gesamtbevölkerung, laut CRS und Pew). Schritt 2 — Jährliche Durchsetzungsrate gegen Überzieher: ICE veröffentlicht keine überzugsspezifischen Abschiebungszahlen. Die gesamten ICE-Binnenabschiebungen betrugen etwa 142.580 im FY2023 und 248.739 im FY2024. Diese Zahlen umfassen alle Abschiebungsgründe, nicht nur Überzüge. Wendet man den ~40 %-Überzieheranteil der undokumentierten Bevölkerung auf die Abschiebungssumme an, ergeben sich grob 57.000-100.000 Überzieher-Abschiebungen pro Jahr (zentraler Schätzwert ~70.000), gegenüber einer kumulativen Überzugsbevölkerung von etwa 4,5 Millionen. Jährliches Risiko pro Überzieher: ~70.000 / 4.500.000 ≈ 1,6 %, oder grob 1 zu 63. Schritt 3 — Aufaddiert über einen fiktiven 10-jährigen Überzugszeitraum: 1 - (1 - 0,016)^10 ≈ 0,15-0,18, oder etwa 15-18 %. Über 20 Jahre: 1 - (1 - 0,016)^20 ≈ 0,27-0,28. Der zentrale Schätzwert von 18 % spiegelt den 10-Jahres-Horizont wider, der die mediane Überzugsdauer vor Ausreise oder Statuswechsel erfasst. Hinweis: Die jährliche Durchsetzungsrate ist stark von der politischen Regierung abhängig (die Spitzendurchsetzung der Obama-Ära würde die Rate auf ~3-4 % anheben; die Tiefstände der Biden-Ära würden sie auf ~1 % senken). Der Umfang ist subgroup_lifetime, weil dieses Risiko nur für die Untergruppe von Personen gilt, die sich derzeit im Visumüberzugsstatus befinden.
Einschränkungen: Die jährliche Überzugs-Durchsetzungsrate ist die unsicherste Größe in diesem Ein…
Die jährliche Überzugs-Durchsetzungsrate ist die unsicherste Größe in diesem Eintrag, weil ICE keine nach Einreiseart (Überzug vs. Einreise ohne Kontrolle) aufgeschlüsselten Abschiebungszahlen veröffentlicht. Der zentrale Schätzwert von ~1,5-2 % pro Jahr wird abgeleitet, indem die gesamten ICE-Binnenabschiebungen anhand des Überzieheranteils der undokumentierten Bevölkerung aufgeteilt werden, was selbst unsicher ist. Die amtierende politische Regierung ist der größte einzelne Treiber des individuellen Abschiebungsrisikos: Die Durchsetzung variierte über die jüngsten Regierungen hinweg etwa um das Dreifache, von den Tiefständen der Biden-Ära bis zu den Höchstständen der Trump-Ära. Der für die Lebenszeitzahl (18 %) verwendete 10-Jahres-Horizont ist willkürlich; viele Überzieher reisen freiwillig aus oder wechseln innerhalb weniger Jahre in einen legalen Status, und andere bleiben jahrzehntelang. Langzeit-Überzieher, die in den USA familiäre und gemeinschaftliche Bindungen aufgebaut haben, stehen qualitativ anderen Durchsetzungsdynamiken gegenüber als kürzliche Überzieher. Der DHS Entry/Exit Overstay Report verfolgt mutmaßliche im Land verbliebene Überzüge, nicht bestätigte Überzüge; die Bezeichnung »mutmaßlich« bedeutet, dass ein gewisser Anteil ausgereist ist, ohne gezählt zu werden. Dieser Eintrag sollte nicht als Rechtsberatung gelesen werden; das tatsächliche Durchsetzungsrisiko für jede Einzelperson hängt stark von der Vorstrafengeschichte, früheren Abschiebungsanordnungen und dem geografischen Standort ab.
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The US government tracked approximately 510,363 suspected in-country overstays from fiscal year 2023 arrivals alone, representing 1.3% of all expected departures. The cumulative population of people currently living in the US beyond their visa terms is estimated at roughly 4-5 million — about 40% of the total undocumented population of 11-14 million. Against that backdrop, ICE conducted 142,580 formal removals in FY2023, covering all grounds of deportation, not just overstays. Apportioning by the overstayer share of the undocumented population implies roughly 50,000-70,000 overstay-linked removals per year, or an annual per-overstayer risk somewhere around 1 in 63. Compounded over a decade: roughly 15-18%.
That figure sits well below the intuitive perception of constant enforcement risk, and well above the intuitive perception of near-zero risk for people who “just” stayed too long on a tourist visa. The Congressional Research Service noted in a 2023 report that “only a fraction of the thousands of people who overstay each year are targeted for enforcement despite government knowledge of violations.” The gap exists because interior enforcement has historically prioritized individuals with criminal convictions or pending charges over people whose only violation is an expired visa — which is part of why apportioning total removals by population share, as this entry’s central estimate does, likely overstates the enforcement rate a clean-record overstayer actually faces. A visa overstayer with no criminal history, living in an interior city with no prior ICE contact, faces a substantially lower annual removal probability than the population average suggests.
The largest source of variance is political rather than statistical. Enforcement posture has swung roughly threefold across recent administrations. At Obama-era peak enforcement levels, the annual removal rate implied here would rise to roughly 3-4% per year and compound to more than 30% over a decade. At Biden-era interior enforcement lows, the annual rate drops below 1% and the decade-probability falls under 10%. ICE does not publish removal figures broken out by entry method, so the headline estimate requires imputing from total removals using population shares — a method that likely overstates overstay-specific enforcement, because criminal records and pending charges drive enforcement priority more than entry method itself. The true annual enforcement rate for a visa overstayer with no criminal record may be closer to 0.5-1% per year than the headline 1.6%.
Verwandte Fakten
Die zentrale Schätzung liegt bei einer ~18%igen Wahrscheinlichkeit einer schließlichen Abschiebung über einen 10-jährigen Überschreitungszeitraum. Viele Betroffene schätzen das jährliche Risiko auf 1 zu 3 bis 1 zu 10; die tatsächliche Jahresrate liegt eher bei 1 zu 50.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
1/3 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
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[1] U.S. Customs and Border Protection, Department of Homeland Security — Entry/Exit Overstay Report Fiscal Year 2023 Report to Congress
Entry/Exit Overstay Report Fiscal Year 2023 Report to Congress- Statistik
510,363 total suspected in-country overstays for FY2023; fell to 399,708 (1.02% of expected departures) by May 2024; overall FY2023 overstay rate was 1.31%- Auszug
“"At the end of Fiscal Year 2023, the overall Suspected In-Country Overstay number was 510,363 or 1.31 percent, which further decreased to 399,708 or 1.02 percent by the end of April 2024." ”
- Quelldaten von
- 2024-10-11
- Abgerufen
- 2026-05-09 · archivierte Kopie
- Berechnung
- The DHS FY2023 overstay report provides the annual flow of new suspected overstays (510,363) and the number remaining in-country after partial departure attrition (399,708 by May 2024). These are new-year entrants only, not the cumulative overstay population. The 39,005,712 expected departures figure (from the FY2023 report) is used as the denominator in the native display. For removal rate calculation, the relevant population is the cumulative ~4-5 million overstay population, not the annual new entrant flow.
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[2] U.S. Immigration and Customs Enforcement — ICE Releases Fiscal Year 2023 Annual Report Verifiziert
ICE Releases Fiscal Year 2023 Annual ReportSee all 2 Likelier entries citing this source →
- Statistik
ERO conducted 142,580 removals in FY2023; overstay-specific removal figures are not published separately- Auszug
“"ERO conducted 142,580 removals and 62,545 Title 42 expulsions to more than 170 countries worldwide in Fiscal Year 2023." ”
- Quelldaten von
- 2024-03-01
- Abgerufen
- 2026-05-09 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- ICE FY2023 removals (142,580) cover all grounds of removal: prior criminal conviction, immigration violations including overstays, entry without inspection, and pending criminal charges. ICE does not publish a breakdown of how many removals were specifically for visa overstay violations. Using the ~40% overstayer share of the undocumented population (from CRS R47848) as a proxy: 142,580 * 0.40 ≈ 57,000 overstayer removals per year. This is a rough approximation; in practice, ICE prioritizes criminal records over immigration-only violations, meaning the actual overstay-removal fraction is likely below the 40% population share. Central estimate: ~50,000-70,000 overstay removals per year.
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[3] Congressional Research Service — Nonimmigrant Overstays: Overview and Policy Issues
Nonimmigrant Overstays: Overview and Policy Issues- Statistik
Approximately 42% of the ~11 million unauthorized population entered legally and overstayed, equaling ~5 million people; only a fraction of overstayers each year are targeted for enforcement- Auszug
“"Approximately 42% of the roughly 11 million unauthorized population entered legally but overstayed their visa period. Congressional frustration that only a fraction of the thousands of people who overstay each year are targeted for enforcement despite government knowledge of violations." ”
- Quelldaten von
- 2023-11-21
- Abgerufen
- 2026-05-09 · archivierte Kopie
- Berechnung
- The CRS report provides the critical denominator estimate: ~5 million cumulative overstayers (42% of ~11 million undocumented population). The report explicitly notes that enforcement against overstayers is sparse relative to the population, which is consistent with the low annual removal rate derived from ICE data. The 42% figure is used to apportion ICE total removals to the overstayer subgroup for the annual hazard calculation. This is an imperfect approximation; criminal history and geographic location matter more than entry method in determining enforcement priority.







