Evidenzqualität 4.25/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 4/5
- D2 Quellenautorität
- 5/5
- D3 Arithmetik
- 4/5
- D4 Unsicherheit
- 4/5
- D5 Geltungsbereich
- 5/5
- D6 Prosa
- 4/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 3/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 5/5
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≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Die meisten Erwachsenen in rauchfreien Ländern ordnen Passivrauch (SHS) zu Recht als ungesund ein, doch die quantitative Sterblichkeitslast wird selten wahrgenommen. Das mentale Modell ist vage — »es ist schlecht für dich« statt »es tötet jedes Jahr Zehntausende Nichtraucher in den USA«. Das Lebenszeitrisiko für einen Nichtraucher bei durchschnittlichen aktuellen Expositionsniveaus liegt in einem Bereich, den die meisten Menschen auf ein Zehntel des tatsächlichen Werts schätzen würden. Die kindliche Dimension ist der am meisten unterschätzte Teil: Passivrauchexposition in der Kindheit verursacht dauerhafte Beeinträchtigungen der Lungenentwicklung und ein erhöhtes Asthmarisiko, die noch Jahrzehnte nach dem Ende der Exposition fortbestehen, doch die Kausalkette ist unsichtbar im Vergleich zu den akuten Symptomen, die tatsächlich elterliches Handeln auslösen (Ohrenentzündungen, pfeifende Atmung). Das Sichtbarkeitsproblem wird durch die Art verschärft, wie Tabakschäden kommuniziert werden — nahezu die gesamte Public-Health-Kommunikation richtet sich an den Raucher und hinterlässt bei Nichtrauchern ein starkes, aber schlecht kalibriertes Gefühl, dass die Gefahr hauptsächlich die Person trifft, die sich eine anzündet.
Grobe Schätzung: Die meisten Erwachsenen unterschätzen stark, wie viele Nichtraucher jährlich an SHS sterben, und sind sich der dauerhaften Lungenschäden, die er bei Kindern verursacht, weitgehend nicht bewusst
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
~41.000 nichtrauchende US-Erwachsene sterben jährlich an Passivrauch
nichtrauchende US-Erwachsene, aktuelle durchschnittliche SHS-Expositionsniveaus
Berechnung anzeigen
Die CDC schreibt in den USA >41.000 Nichtrauchertote pro Jahr dem Passivrauch zu: ~7.300 durch Lungenkrebs und ~33.950 durch ischämische Herzkrankheit, plus ~400 Säuglingstode. Die nichtrauchende erwachsene US-Bevölkerung beträgt etwa 225 Millionen (rund 87 % von ~260 Millionen US-Erwachsenen, bei einer Prävalenz aktueller Raucher von ~12,5 %). Jährliche zurechenbare Sterblichkeitsrate: 41.000 / 225.000.000 ≈ 1,82 × 10⁻⁴ pro Erwachsenem und Jahr. Über 60 Jahre Erwachsenenleben kumuliert: 1 − (1 − 1,82e-4)^60 ≈ 0,011, oder rund 1 von 91. Diese Zahl spiegelt die durchschnittliche SHS-Exposition auf Bevölkerungsebene unter den aktuellen Regimen des Rauchverbots in Innenräumen wider und ist nicht das Risiko für eine stark exponierte Untergruppe wie jemanden, der jahrzehntelang mit einem rauchenden Ehepartner lebte und an einem Ort mit erlaubtem Rauchen arbeitete. Die Exposition ist seit den 1980er Jahren infolge der weitverbreiteten Einführung von Rauchverbotsgesetzen erheblich gesunken; die Zahl 1-von-91 spiegelt die Bedingungen nach dem Verbot wider. Das Unsicherheitsband 0,006–0,017 erfasst die Unsicherheit in der Methodik der zurechenbaren Anteile (SAMMEC-Modell, das populationsattributable Anteile statt direkter Beobachtung verwendet) und in der Verteilung der tatsächlichen SHS-Expositionsintensitäten in der nichtrauchenden Bevölkerung.
Einschränkungen: Dieser Eintrag behandelt das Sterblichkeitsrisiko für Nichtraucher durch passive…
Dieser Eintrag behandelt das Sterblichkeitsrisiko für Nichtraucher durch passive SHS-Exposition, nicht die breitere Krankheitslast (nicht tödliche Atemwegserkrankungen, Ohrenentzündungen im Kindesalter, Asthma-Exazerbationen, Auswirkungen auf die kognitive Entwicklung). Die Schlagzeilenzahl (~1 von 91 im Laufe des Lebens) ist ein Bevölkerungsdurchschnitt über die aktuellen US-Expositionsniveaus und verschleiert eine große Streuung: Jemand, der jahrzehntelang mit einem Raucher in Innenräumen gelebt hat, ist einem deutlich höheren Risiko ausgesetzt als jemand in einer vollständig rauchfreien Umgebung. Die Zahl von 41.000 jährlichen SHS-Toten in den USA stammt aus dem SAMMEC-Modell der zurechenbaren Anteile und wird nicht direkt aus Sterbeurkunden beobachtet, die den SHS-Expositionsstatus nicht erfassen; die Methodik ist mit erheblicher Unsicherheit behaftet, und plausible Schätzungen reichen je nach methodischen Entscheidungen von ~25.000 bis ~60.000. Die Dimension der dauerhaften Lungenschädigung bei Kindern ist in der Punktschätzung nicht erfasst — sie erhöht die Anfälligkeit im Erwachsenenalter multiplikativ, statt ein diskretes Sterblichkeitsinkrement hinzuzufügen. Die SHS-Exposition ist in den USA seit den 1980er Jahren infolge der Rauchverbote in Innenräumen erheblich gesunken; die aktuelle Zahl von 41.000 spiegelt die Bedingungen nach dem Verbot wider und wäre in früheren Jahrzehnten höher gewesen. Der Eintrag behandelt nicht gesondert die Kindersterblichkeit durch SHS-zurechenbaren plötzlichen Kindstod (SIDS) (im SIDS-Eintrag behandelt) oder akute Infektionen der unteren Atemwege, die gemäß Öberg et al. stärker in einkommensschwachen Ländern konzentriert sind.
Wie das Risiko variiert
Die Hauptzahl mittelt über sehr unterschiedliche Situationen. So variiert die Wahrscheinlichkeit nach Szenario oder Kontext:
1 zu 91 · 1,1%
Headline. 41,000 annual attributable deaths / ~225M non-smoking adults, compounded 60 years.
1 zu 33 · 3,0%
Home is the dominant SHS exposure route; a smoking spouse or housemate multiplies cotinine levels 2-3x vs population average, consistent with the ~20-30% lung cancer relative risk elevation for non-smoking spouses documented in Surgeon General 2006 and the Hackshaw meta-analysis
1 zu 500
Residual risk from incidental outdoor and transitional exposure; reflects the post-ban floor, not zero
1 zu 63 · 1,6%
Childhood SHS adds a permanent lung-function deficit that raises adult susceptibility; this row reflects the upward shift for someone with a childhood SHS history, in addition to any current adult exposure
Balkenlänge und Schattierung ordnen diese Szenarien untereinander ein, nicht gegenüber anderen Risiken. Die genauen Wahrscheinlichkeiten stehen jeweils daneben.
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The CDC attributes more than 41,000 non-smoker deaths per year in the United States to secondhand smoke — roughly 7,300 from lung cancer and 33,950 from heart disease, plus around 400 infant deaths. Spread across approximately 225 million non-smoking US adults and compounded over a 60-year adult lifespan, the lifetime attributable mortality for a non-smoker at average current exposure levels works out to roughly 1 in 91. The WHO’s current global estimate anchors the same order of magnitude from an independent direction: approximately 1.6 million non-smokers die from secondhand smoke worldwide each year. An earlier peer-reviewed analysis of 2004-era global data (Öberg et al., 2011, in The Lancet, covering 192 countries) put SHS deaths nearer 600,000 a year, about 1% of worldwide mortality at the time. Both estimates land in the same order of magnitude, well above the intuitive estimate most people carry. The mental model asymmetry runs in a consistent direction: people correctly file secondhand smoke as dangerous, but the quantitative weight they assign is typically a fraction of the actual figure — closer to “occasional nuisance” than “kills more than 41,000 non-smoking Americans a year.”
The children’s dimension is the part of the SHS literature that most consistently goes unregistered. Secondhand smoke exposure during childhood causes persistent deficits in lung function: Gilliland et al. (2001, Am J Respir Crit Care Med), studying school-aged children in the Children’s Health Study, found that both in-utero exposure to maternal smoking and childhood environmental tobacco smoke exposure were associated with persistent reductions in lung function. These are not transient irritation effects — the airway geometry is set during development, and what the smoke compresses during the years of lung growth is not fully recovered in adulthood. The downstream consequences are an elevated lifetime asthma prevalence (roughly 20–35% higher in children with SHS-exposed childhoods), higher susceptibility to respiratory infections across the lifespan, and an increased baseline for the SHS-attributable cancer and cardiovascular risk captured in this entry’s point estimate. The infant SIDS risk associated with prenatal and postnatal SHS exposure (2–4x baseline in households with smoking) is the acute end of the same mechanism: impaired lung development increases vulnerability to hypoxic events in the first year of life. Globally, Öberg et al. estimated 165,000 child deaths under age 5 per year from lower respiratory infections attributable to SHS — a figure concentrated in low- and middle-income countries where indoor cooking fire co-exposure amplifies the burden, but the biological mechanism operates regardless of geography.
The policy context matters for interpreting the headline number. The 41,000 US figure reflects the post-ban era: indoor smoke-free laws adopted across US workplaces, restaurants, and bars since the 1980s have substantially reduced non-smoker exposure from the levels that prevailed before the bans. The home remains the dominant residual exposure route — cotinine measurements in non-smoking adults consistently show that living with an indoor smoker is associated with SHS exposure levels comparable to pre-ban workplaces. For the many US non-smokers who share a home with a current smoker, the relevant risk sits meaningfully above the population-average headline. The entry is tagged underrated not because the hazard is unrecognized at a qualitative level — most people know SHS is bad — but because the numeric gap between “I know it’s bad” and “the lifetime risk is 1 in 91 even today, and significantly higher if you or your children were regularly exposed at home” is large enough to warrant explicit calibration.
Verwandte Fakten
Für einen nichtrauchenden US-Erwachsenen liegt die lebenslange Wahrscheinlichkeit, an Passivrauchen zu sterben, bei etwa ~1 in 91, in der Größenordnung von 41,000 Toten pro Jahr. Die meisten schätzen es viel niedriger, daher ist dieses Risiko eher unterschätzt als übertrieben.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
2/3 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
-
[1] US Centers for Disease Control and Prevention — About Smoking and Tobacco Use Verifiziert
About Smoking and Tobacco UseSee all 2 Likelier entries citing this source →
- Statistik
SHS contributes to >41,000 non-smoker adult deaths and ~400 infant deaths per year in the US; >480,000 total smoking-related deaths including SHS- Auszug
“"Smoking and secondhand smoke exposure cause more than 480,000 deaths each year in the United States. This is nearly one in five deaths. [...] Secondhand smoke exposure contributes to over 40,000 deaths among nonsmoking adults and 400 deaths in infants each year." ”
- Quelldaten von
- 2024-05-15
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- 41,000 non-smoker adult deaths per year is the primary domestic headline figure and the numerator for the normalized calculation. US non-smoking adult population denominator: ~225 million (87% of ~260M US adults). Annual attributable rate: 41,000 / 225M = 1.82e-4. Compounded over 60 adult years: 1 − (1 − 1.82e-4)^60 ≈ 0.011. The CDC does not directly report the lung cancer / heart disease breakdown on this page; the ~7,300 lung cancer and ~33,950 heart disease sub-totals appear in the CDC's dedicated SHS resource pages and the 2006 Surgeon General Report on involuntary tobacco smoke exposure.
- Unabhängigkeit
- CDC SAMMEC (Smoking-Attributable Mortality, Morbidity, and Economic Costs) model draws on Cancer Prevention Study II hazard ratios and NHANES SHS exposure data — methodologically overlapping with the 2006 Surgeon General Report, which uses the same underlying cohort hazard ratios. Treat as institutional confirmation of the same underlying estimate rather than a fully independent line of evidence.
-
[2] World Health Organization — Tobacco — fact sheet Verifiziert
Tobacco — fact sheetSee all 2 Likelier entries citing this source →
- Statistik
SHS kills ~1.6 million non-smokers globally per year; no safe level of SHS exposure exists- Auszug
“"Tobacco kills more than 7 million people each year, including an estimated 1.6 million non-smokers who are exposed to second-hand smoke." ”
- Quelldaten von
- 2025-07-31
- Abgerufen
- 2026-04-11 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- The WHO 1.6 million non-smoker SHS deaths globally provides the international anchor and cross-check. Scaling naively to the US by population share (~4.2M of 57M global deaths) would imply ~118,000 US SHS deaths, higher than the CDC's 41,000. The gap primarily reflects: (a) the WHO/IHME figure includes lower-income regions where indoor solid-fuel cooking fire co-exposure substantially inflates the SHS burden; (b) CDC's SAMMEC model uses a more conservative attributable-fraction method. The US CDC figure is used for the normalized headline as more relevant to a US adult in a post-ban environment.
- Unabhängigkeit
- WHO draws on IHME Global Burden of Disease estimates using a different exposure-prevalence and relative-risk framework than CDC SAMMEC. The two-to-three-fold difference in implied US figures is a genuine methodological disagreement, not a simple error; it is reflected in the wide uncertainty band.
-
[3] The Lancet (Öberg M, Jaakkola MS, Woodward A, Peruga A, Prüss-Ustün A) — Worldwide burden of disease from exposure to second-hand smoke: a retrospective analysis of data from 192 countries
Worldwide burden of disease from exposure to second-hand smoke: a retrospective analysis of data from 192 countries- Statistik
~600,000 global deaths/year from SHS (2004 data); 165,000 children under 5 from lower respiratory infections; SHS accounts for ~1% of worldwide mortality- Auszug
“[Paraphrase from abstract — full text paywalled] In 2004, SHS caused approximately 379,000 deaths from ischaemic heart disease, 165,000 from lower respiratory infections (mainly in children under 5), 36,900 from asthma, and 21,400 from lung cancer. SHS accounted for about 1% of worldwide mortality. The greatest child burden was 165,000 deaths from lower respiratory infections, concentrated in low-income countries. ”
- Quelldaten von
- 2011-01-08
- Abgerufen
- 2026-05-18 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Öberg et al. 2011 is the most comprehensive independent global burden estimate and provides the strongest peer-reviewed anchor for both the adult and child mortality dimensions. The 165,000 child deaths from lower respiratory infections (concentrated in low- and middle-income countries with high indoor SHS from cooking and heating) is the key quantitative evidence base for the children's mortality dimension, distinct from the US-centric CDC estimate. The global ischaemic heart disease figure (379,000 / ~600,000 total ≈ 63% cardiovascular) is broadly consistent with the CDC's US breakdown (~83% heart disease), validating the mechanism framing. The 21,400 lung cancer figure as a fraction of total deaths (~3.6%) is lower than the US proportion (~18%), reflecting differential tobacco exposure histories and cancer screening rates across the 192 countries.
- Unabhängigkeit
- Öberg et al. use WHO global SHS exposure prevalence data combined with meta-analytic relative risks from the epidemiological literature; the analytic framework is independent of the CDC SAMMEC model and the WHO fact-sheet figure (which draws on the same IHME GBD pipeline as Öberg). The child lower-respiratory-infection mortality component is the most methodologically distinct from the US adult estimates and is not derived from the CPS-II cohort.







