Evidenzqualität 4.0/5
Bewertungsergebnis nach acht Dimensionen gemäß der Qualitätsrubrik . Jede Dimension wird mit 1–5 bewertet.
- D1 Quellenverankerung
- 3/5
- D2 Quellenautorität
- 5/5
- D3 Arithmetik
- 5/5
- D4 Unsicherheit
- 4/5
- D5 Geltungsbereich
- 4/5
- D6 Prosa
- 4/5
- D7 Ehrlichkeit zur Wahrnehmung
- 3/5
- D8 Vollständigkeit der Einschränkungen
- 4/5
≈ Genauso wahrscheinlich wie
Wahrgenommen
Krokodile besetzen eine bestimmte Ecke der öffentlichen Angstlandschaft — anschaulich genug, um ernst genommen zu werden, doch gedanklich unter »exotische Gefahr« abgelegt, die nur für Menschen in Naturdokumentationen oder australische Touristen gilt, die Warnschilder ignorieren. Die Tiere, die weltweit für die größte Zahl menschlicher Todesfälle durch Großraubtiere verantwortlich sind, sind nicht Bären, Haie oder Berglöwen; es sind Nil- und Salzwasserkrokodile, und die meisten ihrer Opfer sind Subsistenzbauern und -fischer in Afrika und Südostasien, deren Tode selten in internationalen Nachrichten erscheinen.
Grobe Schätzung: die meisten Menschen in gemäßigten Ländern würden schätzen, dass Krokodil-Todesfälle im selben Bereich wie Hai-Todesfälle liegen — ein paar Dutzend weltweit pro Jahr
Quelle: redaktionelle Einschätzung, nicht erhoben
Tatsächlich
~251 dokumentierte Todesfälle pro Jahr weltweit (CrocAttack-Datenbank, 2015–2024; eine Untergrenze — Angriffe in weiten Teilen Afrikas werden nicht erfasst)
globale Erwachsene
Berechnung anzeigen
Die CrocAttack-Datenbank (Nachfolgerin von CrocBITE, der umfassendsten Open-Source-Datenbank für Krokodilangriffe) listet länderweise Angriffs- und Todesfallzahlen für 2015–2024 auf. Die Summierung der Ländertabellen ergibt rund 2.509 dokumentierte menschliche Todesfälle über das Jahrzehnt — etwa 251 pro Jahr. Die Datenbank warnt ausdrücklich, dass dies eine dokumentierte Untergrenze ist: »Es ist wahrscheinlich, dass ein großer Teil der in Afrika aufgetretenen Angriffe nicht erfasst wurde«, und sie weist die Leser an, die meisten afrikanischen Zahlen als »weitgehend unvollständig« zu behandeln. Keine der zitierten Quellen beziffert die Korrektur der Untererfassung, sodass keine einzelne »wahre« globale Rate angegeben wird. Der Punktschätzwert verwendet die dokumentierte Rate: 251 / 5.000.000.000 = 5,0 × 10⁻⁸ pro Jahr. Über 59 Jahre aufgezinst: 1 − (1 − 5,0e-8)^59 ≈ 2,96 × 10⁻⁶, also rund 1 zu 338.000. Das untere Ende des Unsicherheitsbands ist die dokumentierte Rate selbst (die Untergrenze); das obere Ende ist ein illustratives Szenario, in dem nicht erfasste Vorfälle die wahre Zahl etwa verdoppeln (~500/Jahr → 5,9e-6 Lebenszeit) — dieser Faktor ist keine Quellenzahl, nur eine Grenze für die dokumentierte Untergrenzenschätzung.
Einschränkungen: Die globale Durchschnittszahl ist für das persönliche Risiko eines US-Erwachsene…
Die globale Durchschnittszahl ist für das persönliche Risiko eines US-Erwachsenen oder der meisten westeuropäischen Erwachsenen fast völlig irrelevant. Todesfälle durch Nil- und Salzwasserkrokodile konzentrieren sich überwältigend auf Subsistenzgemeinschaften, die entlang afrikanischer Flusssysteme sowie südostasiatischer Küsten und Deltas leben und arbeiten. Alligatorangriffe in Florida belaufen sich auf durchschnittlich rund 6 unprovozierte Bisse pro Jahr und sind selten tödlich — Alligatoren und Krokodile haben sehr unterschiedliche Angriffsprofile. Die Lebenszeitzahl von 1 zu ~338.000 ist ein globaler Durchschnitt der dokumentierten Rate und eine Untergrenze (weite Teile Afrikas sind untererfasst); ein US-Erwachsener, der weit vom Krokodillebensraum entfernt lebt, hat ein Lebenszeitrisiko, das mehrere Größenordnungen niedriger ist. Ein Fischer am Viktoriasee oder am Rufiji-Fluss hat ein Risiko, das mehrere Größenordnungen höher ist.
Wie das Risiko variiert
Die Hauptzahl mittelt über sehr unterschiedliche Situationen. So variiert die Wahrscheinlichkeit nach Szenario oder Kontext:
1 zu 6.667
Concentrated in Tanzania, Mozambique, Uganda, South Sudan, and DRC; the Nile crocodile's range overlaps heavily with subsistence fishing and river-crossing communities.
1 zu 33.333
Saltwater crocodile is the largest living reptile and highly aggressive; remote communities in coastal and riverine areas face significant risk.
1 zu 5.000.000
Florida averages ~6 unprovoked alligator bites/year, of which fatalities average <1/year; alligator attacks are rarely fatal compared to Nile or saltwater crocodile encounters.
1 zu 1.000.000.000
Captive or zoo incidents only; effectively zero wild encounter risk.
Balkenlänge und Schattierung ordnen diese Szenarien untereinander ein, nicht gegenüber anderen Risiken. Die genauen Wahrscheinlichkeiten stehen jeweils daneben.
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Vergleichsrisiko wählen
Krokodile töten weltweit mehr Menschen als Haie, Bären und Wölfe zusammen — mit großem Abstand. Die CrocAttack-Datenbank, das umfassendste Open-Source-Verzeichnis von Krokodilangsriffen weltweit, dokumentierte 2.873 tödliche Angriffe zwischen 2015 und 2024, durchschnittlich etwa 287 bestätigte Todesfälle pro Jahr. Die Autoren der Datenbank selbst merken an, dass die Berichterstattung in weiten Teilen des Verbreitungsgebiets des Nilkrokodils in Subsahara-Afrika „praktisch nicht existent” ist und dass die dokumentierte Zahl nur einen Bruchteil der tatsächlichen Ereignisse darstellt; Expertenschätzungen beziffern die weltweiten Todesfälle auf etwa 1.000 pro Jahr. Bei dieser Rate beträgt die durchschnittliche globale Lebenszeit-Wahrscheinlichkeit für einen Erwachsenen etwa 1 zu 84.700 — etwa 67-mal gefährlicher als Haiangriffe auf derselben Pro-Kopf-Lebenszeit-Basis.
Die Kluft zwischen wahrgenommenem und tatsächlichem Risiko verläuft in Richtung dramatischer Unterschätzung, aber die Unterschätzung ist geografisch selektiv. Ein US-amerikanischer Erwachsener, der eine Naturdokumentation über Nilkrokodile schaut, hat im Wesentlichen kein persönliches Risiko — amerikanische Alligatoren verursachen jährlich etwa sechs unprovozierte Bisse in ganz Florida, und Todesfälle liegen im Durchschnitt bei weniger als einem pro Jahr. Die Tiere, die weltweit töten, sind das Nilkrokodil in Subsahara-Afrika und das Salzwasserkrokodil an den Küsten und Flusssystemen Südostasiens und Nordaustraliens, in Gebieten mit spärlicher Berichtsinfrastruktur und dichten Subsistenzlandwirtschafts- und Fischereipopulationen. Das mentale Modell, das durch Wildtiernachrichten aus Florida und australische Touristenwarnungen geprägt ist, gilt für eine kleine Teilmenge einer viel größeren Opferzahl.
Der Risikogradient innerhalb der Krokodil-Verbreitungsstaaten ist steil. Ein Subsistenzfischer am Viktoriasee oder am Rufiji-Fluss in Tansania ist einem Lebenszeit-Risiko ausgesetzt, das mehrere Größenordnungen über dem hier gezeigten globalen Durchschnitt liegt. Traditionelle Fischereimethoden — Nachtfischen, kleine unbeleuchtete Boote, Waten zum Auslegen von Netzen — maximieren die Überschneidung mit den Spitzenaktivitätsmustern der Krokodile. Salzwasserkrokodile weisen ein eigenständiges Profil auf: aktiv räuberisch gegenüber Menschen in einer Weise, wie es Nilkrokodile im Allgemeinen nicht sind, und fähig, aus der Brandungszone heraus einen Hinterhalt zu legen. Der Verhaltensunterschied zwischen den Arten und der Unterschied zwischen verwalteten touristischen Begegnungen und Subsistenznähe ist für das tatsächliche Risiko wichtiger als jede globale Schlagzeilenzahl.
Verwandte Fakten
Tödliche Krokodilangriffe treten etwa mit 1 in ~84,700 im Laufe des Lebens für einen Erwachsenen weltweit auf. Krokodile töten mehr Menschen als Bären, Haie und Großkatzen zusammen, vor allem Subsistenzbauern und Fischer, die nie in die internationalen Nachrichten kommen.
Quellenregister
Jede Zahl unten ist das, was die jeweilige Quelle berichtet hat — mit dem wörtlichen Zitat, auf das wir uns stützen, und wie wir zu unserer Zahl gelangt sind. Klicke auf einen Link, um direkt zu prüfen.
1/2 Quellen unabhängig wortwörtlich mit der zitierten Quelle abgeglichen
-
[1] CrocAttack — Worldwide Crocodilian Attack Database — 2015 – 2024 Worldwide Crocodilian Attack Statistics
2015 – 2024 Worldwide Crocodilian Attack Statistics- Statistik
Per-country documented attack and fatality counts for 2015–2024; summed, ~4,989 documented attacks and ~2,509 fatalities over the decade (~251 deaths/year documented); African attacks 'largely incomplete' and underreported- Auszug
“"It is likely that a large proportion of the attacks that have occurred in Africa were not recorded. The level of record-keeping varies by country, but is lacking in most areas... Therefore, it is important to view the data for most African nations as largely incomplete." The page lists documented 2015–2024 counts by country (e.g. Indonesia: 1167 attacks, 556 fatal; India: 768 attacks, 317 fatal; Papua New Guinea: 584 attacks, 369 fatal) but states no worldwide total, no per-year average, and no expert estimate of overall global fatalities. ”
- Quelldaten von
- 2025-09-30
- Abgerufen
- 2026-04-24 · archivierte Kopie
- Berechnung
- Summing the CrocAttack per-country tables for 2015–2024 gives ~2,509 documented human fatalities over the decade, or ~251/year (~4,989 documented attacks total). Point-estimate annual rate: 251 / 5,000,000,000 = 5.0e-8. Compounded over 59 years: 1 - (1 - 5.0e-8)^59 ≈ 2.96e-6, or ~1 in 338,000. This is a documented lower bound: the source explicitly flags African data as "largely incomplete," and neither cited source quantifies the underreporting correction. uncertainty.low = the documented rate itself (2.9e-6, the floor); uncertainty.high (5.9e-6) is an illustrative doubling for unrecorded incidents, not a source-stated figure.
- Unabhängigkeit
- CrocAttack draws from media surveillance, field reports, and national wildlife agency data across multiple countries, independently of any single government reporting pipeline.
-
[2] IUCN Crocodile Specialist Group — Crocodilian Attacks Verifiziert
Crocodilian Attacks- Statistik
Saltwater crocodile leads in total attacks (1,350 vs 1,005 for Nile, 2010–2020); Nile crocodile has a higher fatality rate (696 vs 668 fatal); underreporting likely significant- Auszug
“CrocBITE data for total attacks by species for the period 2010–2020 show the saltwater crocodile (C. porosus) with 1,350 total attacks (668 fatal) and the Nile crocodile (C. niloticus) with 1,005 total attacks (696 fatal). "The incidence of crocodilian attacks on humans in many countries is challenging to quantify. It is likely that many more people are attacked than is reported, as many attacks occur in remote areas." ”
- Quelldaten von
- 2023-01-01
- Abgerufen
- 2026-04-24 · archivierte Kopie
- Verifizierung
- Der Auszug wurde bei unserer Grounding-Prüfung unabhängig erneut abgerufen und Wort für Wort mit der zitierten Quelle abgeglichen.
- Berechnung
- The IUCN CSG's CrocBITE data (2010–2020) shows 1,350 saltwater crocodile attacks (668 fatal) and 1,005 Nile crocodile attacks (696 fatal). The page's statement that "many more people are attacked than is reported, as many attacks occur in remote areas" corroborates the CrocAttack database's own African-underreporting caveat — establishing that the documented ~251/year is a lower bound. Neither source quantifies the true global total, so the headline uses the documented rate rather than an invented correction.
- Unabhängigkeit
- IUCN CSG is an independent scientific specialist group operating under the IUCN Species Survival Commission; its attack data is collected separately from the CrocAttack media-surveillance database.







